22.03.2016

Ecar-Rent-Gründer zu Tesla Model-3-Präsentation eingeladen

Ende März dieses Jahres geht es auf Einladung von Tesla für die Grazer ecar-rent-Gründer zur Model-3-Präsentation.
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Ecar-Rent-Gründer zu Tesla Model-3-Präsentation eingeladen. (c) Ecar-Rent

Die beiden Gründer von ecar-rent aus Graz freuen sich wie die Schneekönige: Christian Fries und Manuel Strohmeier werden am 31. März 2016 live bei der Präsentation des Model 3 von Tesla in den USA dabei sein. Nur 300 Gäste wurden weltweit aus dem Kundenkreis zu dem Event von Tesla-Gründer Elon Musk eingeladen.

„Die beiden freuen sich riesig, Österreich bei diesem Schlüssel-Event repräsentieren zu dürfen. Sie haben mir gesagt, dass sie die Erfahrungen vor Ort so gut und schnell wie möglich nach Österreich bringen werden“, sagt Bernd Donner, der für die PR von ecar-rent zuständig ist.

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Präsentation im kalifornischen Space X

Insgesamt dürfen 600 Menschen im Space X von Elon Musk das neueste Modell der Tesla-Autoreihe bestaunen – des ersten Mittelklassewagen von Tesla, mit dem Tesla im hart umkämpften Mittelklasse-Segment mitmischen möchte.

Am 31. März 2016, dem Tag der Präsentation, ist es bereits möglich ein Model 3 in einem der Tesla Stores weltweit zu reservieren. Mit Beginn der Abendveranstaltung soll das auch online möglich sein.

Verkaufs- und Beschleunigungsrekorde mit Model S

Bisher sorgte das vom umtriebigen Multimilliardär Elon Musk gebaute Elektroauto mit der Luxuslimousine Model S für Furore. Das 2,5-Tonnen-Gefährt katapultiert sich in der stärksten Variante in 3,0 Sekunden von 0 auf 100 km/h – ein absoluter Rekord für eine Luxuslimousine. Selbst Supersportwagen erreichen diesen Wert kaum.

Und auch die Verkaufszahlen von Tesla lassen sich sehen: Im Jahr 2015 steigerte das Unternehmen den Absatz um 51 Prozent auf 25.202 Tesla Model S, während die Absätze der übrigen Luxuslimousinenhersteller durch die Bank rückläufig waren.

Super-SUV Model X bis Juni in Österreich

Bei ecar-rent sind derzeit sechs Stück des neuen „Super-SUV“ Model X mit den markanten Flügeltüren bestellt. Als Österreich-Premiere sind auch 2 Stück des Model X P90D aus der „Founder Series“ dabei. Wenn alles glatt geht, wird es im Juni 2016 eine Präsentation des Model X P90D von ecar-rent im Grazer Tesla Store geben. Diese werden noch vor den „normalen“ Bestellungen ausgeliefert.

Das Model X von Tesla auf einen Blick:

  •  6-7 Sitze
  • 2 Selbstöffnende Türen, 2 Flügeltüren
  • 2 Kofferräume
  • 0-100 km/h in 3,4 Sekunden
  • 300-450 km Reichweite
Flügeltüren als markantes Kennzeichen des Model X. (c) Tesla
Flügeltüren als markantes Kennzeichen des Model X. (c) Tesla

Bei Ecar-rent gibt es schon jetzt die Möglichkeit, einen Gutschein für ein Wochenende mit dem stärksten Modell, dem Model X P90D zu erwerben. Gutscheinbesitzer werden bei der Reservierung bevorzugt und dürfen an der Österreich-Premiere des Model X in Graz teilnehmen.

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V.l.n.r.: Damian Izdebski, techbold Gründer und Hauptaktionär; Matthias Stieber und Gerald Reitmayr, Vorstände der techbold technology group AG © techbold

Eine Geschichte, die das Leben schreibt: „Zwölf Jahre lang war ich ‚der mit der Pleite‘. Ab heute bin ich ‚der mit dem Comeback'“, sagt Damian Izdebski Freitagmorgen gegenüber brutkasten. Sein 2015 gegründetes Unternehmen techbold technology group AG wird von der deutschen accompio Gruppe übernommen – zu einer Bewertung von knapp 40 Millionen Euro, wie brutkasten in Erfahrung brachte. 2014 hatte Izdebski mit seinem damaligen Unternehmen DiTech Insolvenz anmelden müssen, was damals landesweit für Schlagzeilen sorgte.

28 Millionen Euro Umsatz im Mittelstand

Techbold ist auf IT-Outsourcing, Cloud-Lösungen sowie Cybersecurity für kleine und mittlere Unternehmen spezialisiert. Über das letzte Jahrzehnt akquirierte das IT-Unternehmen ganze 18 Unternehmen, um seine Expansion voranzutreiben wie brutkasten engmaschig verfolgte. Nun wird techbold selbst zum Gekauften. Die entsprechenden Verträge wurden bereits unterzeichnet, der Vollzug steht noch unter dem Vorbehalt der Freigabe durch die zuständige Wettbewerbsbehörde, wie das Unternehmen heute morgen per Aussendung mitteilte.

Techbold beschäftigt mittlerweile mehr als 170 IT-Spezialist:innen an Standorten in Wien, Oberösterreich und dem Burgenland und betreut rund 1.400 Kund:innen. Zuletzt erwirtschaftete die IT-Firma einen Jahresumsatz von rund 28 Millionen Euro. Für Kund:innen sowie laufende Verträge des Wiener Unternehmens soll sich im Tagesgeschäft laut Unternehmensangaben nichts ändern.

Spektakuläres Comeback

Gründer Damian Izdebski, der 2025 die CEO Rolle zurücklegte und danach im Aufsichtsrat tätig war, meint gegenüber brutkasten: „Zum ersten Mal seit 25 Jahren weiß ich nicht, was als Nächstes kommt. Alle, die mich kennen, wissen: Das dauert nicht lange.“

Dem heutigen Erfolg geht eine weniger erfreuliche Geschichte voran. 2014 musste Izdebski mit seinem ehemaligen Unternehmen DiTech Insolvenz anmelden. Ein Schritt mit dem der Gründer sehr offen umgeht: „Beide Schlagzeilen habe ich mir selbst geschrieben – an der zweiten habe ich nur deutlich länger gearbeitet.“ Er fügt hinzu: „In Amerika ist eine Pleite ein Kapitel im Lebenslauf. In Österreich ein Urteil fürs Leben. Ich habe beschlossen, das Urteil nicht anzunehmen.“

Auch Investor und Aufsichtsratmitglied Hermann Futter freut sich vor allem für Izdebski: „Ich habe immer an Damian geglaubt und bin seit fast 20 Jahren mit ihm befreundet. Er hat allen bewiesen, dass man auch in Österreich scheitern und wieder aufstehen kann! Chapeau.“ Und auch für ihn als Investor habe sich der Exit ausgezahlt, so Futter gegenüber brutkasten.

Reaktionen aus dem Umfeld

An techbold beteiligt waren neben Hermann Futter unter anderem auch Niki Futter, Stefan Kalteis und Hansi Hansmann. Letzterer meint zur Übernahme: „Es war ein sehr erfolgreicher Exit, der sich für mich wirklich ausgezahlt hat. Techbold ist ein wachstumstarkes Unternehmen in einem großen Markt, welches auch ordentlich profitabel ist. Das macht die Firma natürlich zu einem attraktiven Übernahmeziel“

Auch Aufsichtsratmitglied Niki Futter, der die Position von 2017 bis 2025 besetzte, meldete sich auf Anfrage zurück: „Das ist ein ganz tolles Ergebnis und ich gratuliere dem Team rund um Damian ganz herzlich und wünsche alles Beste für die weitere Zukunft. Ich freu mich, dass ich dieses Unternehmen über acht Jahre im Aufsichtsrat begleiten durfte.“

Für die Verhandlungen holte sich Izdebski Unterstützung von Thomas Hillebrand und Nico Zaiser vom Wiener M&A-Spezialisten i5invest. „Ich würde mit Thomas und Nico von „i5invest“ jederzeit wieder ein Unternehmen verkaufen. Die Jungs sind so professionell und erfahren – ich durfte in den letzten Wochen so viel von ihnen lernen. Danke dafür!“, sagt er.

Buy-and-Build-Strategie der Käufer

Auf Käuferseite fügt sich die Übernahme in die Expansionsstrategie ein. Accompio agiert als Managed Security Service Provider und beschäftigt an 22 Standorten in Deutschland, Österreich, Ungarn und Bulgarien insgesamt rund 900 IT-Expert:innen. Von der Head of M&A bei accompio Katrin Wollinger-Zepf heißt es gegenüber brutkasten „Es war ein sehr effizienter und konstruktiver Prozess auf absoluter Augenhöhe.“

„Die Übernahme von techbold ist ein weiterer konsequenter Schritt in unserer Buy-and-Build-Strategie: Wir bauen systematisch die führende IT-Services-Plattform im DACH-Raum auf“, führt Georg Willig, CFO der accompio Gruppe, aus. Man suche für den Ausbau gezielt nach unternehmergeführten IT-Dienstleistern mit starker Marktposition und durch den Zukauf aus Wien baut die Gruppe ihre Präsenz in Österreich nun weiter aus.

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