16.09.2022

EasyMirror: Spiegel-Startup macht Gärten „größer“

Und verdeckt dabei Unansehnliches.
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Easy Mirror, Spiegel für Garten, Garten größer machen
(c) Easy Mirror - EasyMirror bietet für Gärten einen Vergrößerungseffekt.

Oliver und Simon Rödder kennen die Luxusprobleme von Hausbesitzern. Das Grundstück ist zu klein, der Ausblick führt zum Zaun des Nachbarn, zum Nebenhaus, zur Garagenwand oder zu Mülltonnen. Ihr Startup EasyMirror orientiert sich bei der Lösung für diese Unannehmlichkeiten an Kühl- oder anderen Abteilungen von Supermärkten und Lebensmittelhändlern. Es erschafft die Illusion von Größe.

EasyMirror: Die visuelle Vergrößerung des Gartens

Oliver, als langjähriger Inhaber eines Planungsbüros für kreative Bauvorhaben, hatte die oben genannten Sorgen im eigenen Garten. Bei den Überlegungen, wie man ihn verschönern und gleichzeitig vergrößern könnte, kam er auf Spiegel.

Da aber handelsübliche Spiegel aus Glas nicht sonderlich wetter- und bruchfest sind, hat er lange getüftelt, mit vielen Materialien experimentiert und schließlich, eigenen Angaben nach, den Spiegel Outdoor-fähig gemacht.

Die daraus hervorgegangenen EasyMirror sind schlicht Spiegelplatten, mit denen Kund:innen ihren Garten „visuell vergrößern, Unansehnliches verdecken und gleichzeitig das Schöne verdoppeln können“.

Spiegel sind bohr- und zuschneidbar

„Wir ermöglichen zum Beispiel den ersten Sichtschutzzaun, der nicht einengt, sondern öffnet“, erklären die Gründer. Dazu seien die Spiegelplatten im Gegensatz zu herkömmlichen Spiegeln einfach zuschneid- und bohrbar, besitzen eine hohe Stabilität und ein verhältnismäßig geringes Gewicht.

Sie sollen sich gut für Spiegelanwendungen an Wänden von Innenhöfen und Gebäudefassaden, sowie auch Schwimmbädern, Sportstudios oder Schaufenstern eignen.

(c) EasyMirror – Links ohne Spiegel – recht mit den Spiegelplatten.

EasyMirror: Splitter vermeiden

Generell gelte laut den Gründern: „Überall da, wo eine Gefahr durch Splitter vermieden oder Spiegel individuell zugeschnitten werden sollen, bietet sich mit EasyMirror nun eine einfache Alternative zu herkömmlichen Spiegeln – egal ob innen oder außen.“


Mehr zum Vater-Sohn-Startup gibt es Montag in der Höhle der Löwen. Weiters dabei das Grazer Startup Flasher, Nagos, Guru und Hyrise Academy.

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Pulse
© Knightify/Canva - Amirali Khoshneviszadeh, Founder | Knightify FlexCo.

„Wie geht’s?“. „Gut“ – Das ist die Konversation zwischen zwei Individuen, die wohl am häufigsten im deutschsprachigen Raum geführt wird, oftmals in einer Beziehung. Es handelt sich dabei nicht bloß um eine Reflex-Antwort oder Verheimlichung des wahren Zustandes, sondern dem Wiener Software-Studio Knightify FlexCo zufolge, manchmal einfach um Unwissen, was mit einem los ist.

Pulse: Health-Daten als Hinweisgeber für Partner:in

„Der Tag war lang, der Schlaf war schlecht, der Kopf ist voll, die eigene Belastbarkeit ist niedriger als sonst. Man ist vielleicht nicht krank und braucht auch keine medizinische Diagnose. Man ist einfach erschöpft“, beschreibt Amirali Khoshneviszadeh, Gründer von Knightify, die unsichtbare Seite von Beziehungen. Und möchte mit „Pulse“ hier ansetzen.

Mit dieser App werden laut Unternehmen Daten aus Apple Watch und Apple Health herangezogen, um Hinweise für Partner:innen zu formulieren. Statt konkrete Messwerte wie Herzfrequenz, Schlafdauer oder HRV weiterzugeben, soll Pulse daraus einen allgemein gehaltenen Hinweis ableiten – etwa, dass ein ruhiger Abend sinnvoll sein könnte. Die App soll dabei weder Diagnosen stellen noch den Gesundheitszustand eines Nutzers oder einer Nutzerin bewerten.

„Wir wollten nicht noch ein Dashboard bauen, das Menschen dazu bringt, sich selbst ständig zu analysieren“, sagt Khoshneviszadeh. „Wir wollten herausfinden, ob Technologie manchmal auch etwas viel Einfacheres tun kann: einem Menschen helfen, den anderen besser zu verstehen, ohne dass dieser alles erklären muss.“

Datenschutz

Ein Schwerpunkt liegt laut dem Founder auf dem Datenschutz. Die Rohdaten würden auf dem iPhone verarbeitet und nicht an die Server des Unternehmens übertragen. Auch Partner:innen erhalten demnach keine konkreten biometrischen Werte. Geteilt werden können stattdessen die daraus generierten sogenannten Wellness-Cues.

Das Teilen einzelner Signale soll zudem freigegeben werden können und sich jederzeit pausieren lassen. Zusätzlich bietet Pulse Funktionen wie einen privaten, Ende-zu-Ende-verschlüsselten Chat, gemeinsame Erinnerungen, Fragen des Tages und Möglichkeiten, um um Nähe oder ein Gespräch zu bitten. Zyklusdaten können freiwillig aktiviert werden; sie bleiben standardmäßig privat und werden nicht automatisch mit dem Partner geteilt, heißt es.

„Wenn Technologie in die intimsten Bereiche eines Menschen kommt, muss sie nicht nur mehr können. Sie muss auch wissen, was sie nicht tun sollte“, sagt Khoshneviszadeh hierzu.

Pulse als Kombination aus Wearable-, Wellness- und Couples-App

Der Gründer bezeichnet Pulse als Kombination aus Wearable-, Wellness- und Couples-App und arbeitet nach eigenen Angaben derzeit an der Weiterentwicklung des Produkts. Dafür sammle das Unternehmen Feedback von Paaren, um herauszufinden, welche Informationen im Beziehungsalltag tatsächlich hilfreich sind.

Langfristig spricht Knightify von „Relationship Intelligence“ – gemeint ist ein persönlicher Kontext, der das gegenseitige Verständnis unterstützen soll, ohne die Beziehung selbst zu bewerten. Pulse wurde in Wien entwickelt und ist laut Pressemitteilung derzeit kostenlos für iPhone und Apple Watch verfügbar; die Apple Watch ist optional.

„Wir glauben, dass die interessanteste Information in einer Beziehung nicht unbedingt lautet, wie jemand heute geschlafen hat“, sagt Khoshneviszadeh abschließend. „Interessanter ist vielleicht, was diese Information für genau diese zwei Menschen bedeutet.“

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