01.04.2021

easyBeeBox: Startup erfindet Anfänger-Bienenstock für den Garten

Imkern mit geringem Aufwand und ohne die Gefahr, gestochen zu werden - das will das Startup easyBeeBox mit seinem neuartigen Bienenstock bieten.
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easyBeeBox: So sieht der neuartige Bienenstock aus
(c) easyBeeBox: So sieht der neuartige Bienenstock aus

Dass das Bienensterben ein großes Problem ist und sich nicht nur Wildbienenschutz, sondern auch mehr (Hobby-)Imker positiv auswirken, ist inzwischen allgemein bekannt. Darüber, sich einen eigenen Bienenstock aufzustellen, trauen sich dann – trotz steigender Tendenz – aber doch viele Menschen nicht drüber. Die größten Gegenargumente liegen auf der Hand: Man braucht einiges an Know-how, hat einen recht hohen Aufwand und begibt sich dann auch noch in Gefahr, gestochen zu werden. Das Startup easyBeeBox will in diesen Punkten Abhilfe schaffen.

easyBeeBox: Keine Schutzkleidung nötig dank Schiebersystem

Dazu hat es den Bienenstock gleichsam neu erfunden: „Das ist der erste Bienenkasten auf dem Markt, mit dem jeder sein eigenes Bienenvolk im Garten artgerecht pflegen kann“, meint Co-Founder Nick Peters. Die Box besteht aus einem Brutraum, der in Sachen Größe einer Baumhöhle nachempfunden ist, in dem die Bienen ihr natürlich konstruiertes Brutnest und ihre Honigreserven unterbringen, einem Behandlungsraum, in dem alle Arbeiten durchgeführt werden, und einem speziellen Schiebersystem. Letzteres soll dazu führen, dass die Bienenhaltung einfach und sicher wird und keine Schutzkleidung mehr nötig ist. „Als Anwender komme ich zwar an den Honig, aber nicht mit den Bienen in Kontakt“, so der 21-jährige Gründer.

Anleitungen und zahlreiche Videos, die easyBeeBox zu Verfügung stellt, sollen Nutzern beim Einstieg in die Bienenhaltung helfen. „Zur Bienenhaltung gehört immer auch die Verantwortung, die Tiere gesund und artgerecht zu halten“, betont man seitens des Startups. Außerdem sollen Besitzer des neuartigen Bienenstocks auch bei der Beobachtung der Tiere im Vorteil sein: Durch ein großes Sichtfenster sehe man „mehr als in jedem anderen Bienenkasten“. Durch das System würden die Tiere dabei aber nicht gestört werden. „So können verschiedene Tätigkeiten beobachtet werden, die sonst nur im Verborgenen stattfinden“, heißt es vom Unternehmen. Produziert werden die Bienenstöcke übrigens fair und nachhaltig in den Werkstätten der Lebenshilfe Niedersachsen.

Kommende Woche ist das Startup in der TV-Show Die Höhle der Löwen zu sehen, wo es um 150.000 Euro für 15 Prozent Firmenanteile pitcht. Außerdem in dieser Folge: Pocketsy, FLÜWA, Kulero und munevo.

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EU-Exekutiv-Vizepräsidentin Henna Virkkunen bei ihrer Keynote "Europe's Tech Moment" auf der VivaTech in Paris. (c) Martin Pacher | brutkasten

Es ist ein Tag mit zwei Schauplätzen. In Évian-les-Bains geht am Mittwoch der G7-Gipfel zu Ende. Am Abschlusstag sitzen die Chefs der führenden KI-Konzerne, darunter Sam Altman (OpenAI), Dario Amodei (Anthropic), Demis Hassabis (Google DeepMind) und Arthur Mensch (Mistral), mit den Staats- und Regierungschefs bei einem Arbeitsmittagessen zu Frontier-KI, Infrastruktur und Souveränität. Mehrere hundert Kilometer entfernt, auf der VivaTech in Paris, liefern zwei EU-Kommissarinnen die europäische Antwort auf die Frage, ob der Kontinent eigene globale Tech-Champions bauen kann.

Souveränität als europäischer Gegenentwurf

Henna Virkkunen, Exekutiv-Vizepräsidentin für technologische Souveränität, verwies in ihrer Keynote „Europe’s Tech Moment“ selbst auf das G7-Treffen. Weltweit investierten Regierungen massiv in ihre technologische Führung, Europa müsse seine eigene Kapazität stärken, Technologien zu entwickeln, zu produzieren und einzusetzen. Rückenwind holt sie sich aus einem am selben Tag veröffentlichten Eurobarometer: Demnach stufen 79 Prozent der Europäer:innen Digitalpolitik als EU-Top-Priorität ein, 85 Prozent befürworten Investitionen in europäisch entwickelte Infrastruktur, 82 Prozent wollen weniger Abhängigkeit von Drittstaaten.

Untermauert ist diese Linie durch das European Technological Sovereignty Package, das die Kommission Anfang Juni vorlegte: mit dem CHIPS Act 2.0 für die Halbleiter-Wertschöpfungskette und dem Cloud and AI Development Act, der einen einheitlichen Souveränitätsrahmen für Cloud-Dienste schafft. Niemand dürfe einen „Kill-Switch“ über kritische Infrastruktur haben, so hatte Virkkunen die Stoßrichtung bei der Präsentation des Pakets zusammengefasst. Beim Risikokapital benannte sie das Gefälle: Auf die USA entfielen über 50 Prozent des globalen VC, auf China rund 40, auf Europa nur etwa fünf Prozent.

Fünf-Milliarden-Fonds gegen die Fragmentierung

Im Panel „Can Europe Build Global Champions?“ setzte Ekaterina Zaharieva, Kommissarin für Startups, Forschung und Innovation, auf Selbstbewusstsein. Europa habe die besten Deep-Tech-Talente und den größten Binnenmarkt, kranke aber an Fragmentierung. Dagegen verwies sie auf das 28. Regime, ein „europäisches Delaware“ für grenzüberschreitende Gründungen, und auf den Scaleup Europe Fund: fünf Milliarden Euro, seit Mai von EQT gemanagt, erste Investments im Herbst, gedacht, um Deep-Tech-Scale-ups in Europa zu halten.

Ekaterina Zaharieva auf der VivaTech 2026 | (c) VivaTech

Der Kontrapunkt eines Gründers

Den Kontrapunkt lieferte mit Jean-Charles Samuelian ein Gründer, der über sein Boardmandat bei Mistral mit der Runde in Évian verbunden ist, wo Mistral-CEO Mensch am Mittagstisch saß. Der CEO des Gesundheits-Scaleups Alan mag die Erzählung vom benachteiligten Europa nicht. Er habe nie gefragt, was Europa ihm geben solle, sondern wie er ein Problem löse. Wer ein echtes Kategorie-Produkt baue, finde auch Kapital, notfalls global. Das Defizit sei nicht mangelnder Ehrgeiz, sondern eine Kultur, die Risiko scheue, bis hin zum Einkauf.

Anknüpfungspunkte für Österreich

Für das heimische Ökosystem gibt es mehrere Anknüpfungspunkte. Die KI-Infrastruktur, die Virkkunen beschwört, hat in Österreich eine Adresse: Die AI Factory Austria (AI:AT), geführt von Advanced Computing Austria und dem AIT, ist seit Sommer 2025 in Betrieb, der Wiener Coworking-Hub seit Februar offen, ein KI-Supercomputer für Wien soll 2027 folgen. Der CHIPS Act 2.0 betrifft mit Standorten wie Infineon in Villach oder AT&S beim Advanced Packaging unmittelbar heimische Player. Und die Debatte um Spätphasen-Kapital spiegelt die hiesige Diskussion um einen Dachfonds und institutionelles Wachstumskapital.

Die eigentliche Frage: Kauft Europa seine Innovation?

Am Ende verschob Zaharieva die Frage von der Finanzierung zur Nachfrage: Es gehe nicht mehr darum, ob Europa Kapital für Skalierung finde, sondern ob es seine eigene Innovation auch kaufe. Der erste Kunde müsse oft die öffentliche Hand sein. Während in Évian über die großen Linien verhandelt wird, liegt die Antwort darauf bei den Einkäufer:innen.

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