29.04.2022

Earth Season: Wie zwei Fußballer aus der Steiermark nachhaltige Fashion produzieren

Das steirische Startup Earth Season produziert nachhaltige Mode mit GOTS-zertifizierte Bio-Baumwolle. Dabei setzt das Unternehmen unter anderem auf die Zusammenarbeit mit dem sozioökonomischen Betrieb Chance B in Gleisdorf.
/artikel/earth-season-nachhaltige-fashion

Die weltweite Textilindustrie produziert pro Jahr rund 1,2 Milliarden Tonnen an CO2-Äquivalente. Dies entspricht mehr CO2 als der gesamte Flugverkehr und die Schifffahrt zusammen. Die Tendenz ist stark steigend. Allein von 2000 bis 2015 hat sich die Anzahl der Kleidungskäufe weltweit verdoppelt, von jährlich etwa 50 Milliarden auf mehr als 100 Milliarden Kleidungsstücke. Der Trend wird angetrieben durch Fast-Fashion und die Produktion in Billiglohnländern. Spätestens seit dem Einsturz des Rana Plaza im Jahr 2013 in Bangladesch, bei dem über 1000 Textilarbeiter:innen ihr Leben verloren, steht die globale Kleidungsindustrie inklusive ihrer Produktionsbedingungen unter großer Kritik.

Earth Season als nachhaltige Streetwear Brand

Doch es gibt auch einen Gegentrend. In den vergangen Jahren wurden in Österreich zahlreiche Startups gegründet, die auf die nachhaltige Produktion von Kleidung setzen. Eines von ihnen ist das im Oktober 2020 gegründet Startup Earth Season rund um Marcel Tunst und Marco Lambauer. „Wir haben uns beim Fußball kennengelernt und haben die gleiche Leidenschaft, nämlich Mode. Da wir selbst zur Zielgruppe gehören, wissen wir, dass es kaum bzw. keine Pieces gibt, die coole Designs und Schnitte haben und gleichzeitig den Nachhaltigkeitsaspekt erfüllen. Genau diese Aufgabe haben wir uns gestellt“, so die beiden Gründer. Zielgruppe des Startups sind in erster Linie Jugendliche. Die Streetwear Brand zeichnet sich zudem durch ihren urbanen Look und weite Schnitte aus. Im Programm hat das Startup Sweater, Jogger, T-shirts aber auch Accessoires wie Bodybags & Co.

100 % GOTS-zertifizierte Bio-Baumwolle

Wie die beiden Gründer bei „One Change a Week“ erläutern, setzen sie bei der Produktion ihrer Fashion gleich auf mehrere Nachhaltigkeitsaspekte. Zum Einsatz kommt beispielsweise GOTS-zertifizierte Bio-Baumwolle. Dabei müssen sowohl ökologische als auch soziale Anforderungen erfüllt werden. So muss beispielsweise sichergestellt sein, dass die Beschäftigung frei gewählt wird und die Arbeitsbedingungen sicher und ordnungsgemäß sind. Weiters wird beim biologischen Anbau der Baumwolle keine Pestizide und keine Düngemittel verwendet.

Kooperation mit Chance B in Gleisdorf

Doch nicht nur das: Seit diesem Jahr erfolgt die Fertigung in Österreich in Kooperation Chance B in Gleisdorf. Dabei handelt es sich um einen sozialökonomischen Einrichtung, die Langzeitarbeitslose in den Arbeitsmarkt integriert. „Die Näherei der Chance B beschäftigt neben den Schneidermeisterinnen, mit denen wir ständig im Austausch sind, auch Menschen, die mit gewissen Beeinträchtigungen zu kämpfen haben und mit ihrer Tätigkeit wieder zurück auf Spur gebracht werden sollen“, so Tunst und Lambauer. Das einzige Produkt, das nicht in Österreich gefertigt wird, sind die T-shirts. Hier setzt das Earth Season auf die Zusammenarbeit mit einem Familienbetrieb in Portugal und kooperierte bislang mit dem oberösterreichischen Startup Das Merch rund um Klaus Buchroithner. Wie die beiden Gründer abschließend erläutert, finanzierte sich das Startup bislang aus dem eigenen Cashflow. Dies soll auch in Zukunft so bleiben, wobei Tunst und Lambauer auf ein nachhaltiges Unternehmenswachstum setzen.


Deine ungelesenen Artikel:
vor 12 Stunden

xchannels.ai: Wiener Startup in 8 Ländern aktiv – Standorte in London & New York geplant

16 Wochen nach Gründung bedient das Wiener KI-Startup xchannels.ai laut eigenen Angaben 50 Kund:innen in acht Ländern. Nun planen die Gründerinnen neue Standorte in London und New York.
/artikel/xchannels-ai-wiener-startup-in-8-laendern-aktiv-standorte-in-london-new-york-geplant
vor 12 Stunden

xchannels.ai: Wiener Startup in 8 Ländern aktiv – Standorte in London & New York geplant

16 Wochen nach Gründung bedient das Wiener KI-Startup xchannels.ai laut eigenen Angaben 50 Kund:innen in acht Ländern. Nun planen die Gründerinnen neue Standorte in London und New York.
/artikel/xchannels-ai-wiener-startup-in-8-laendern-aktiv-standorte-in-london-new-york-geplant
Die xchannels.ai-Gründerinnen Isabell Claus und Ashley Zvaniashvili. © xchannels.ai

Nur 16 Wochen nach der Gründung meldet xchannels.ai internationalen Erfolg bei der Kundengewinnung. Das von Ashley Zvaniashvili und Isabell Claus geführte Unternehmen mit Sitz in Wien baut eine KI-gestützte Plattform zur automatisierten Erstellung und Distribution von Marketing-Content über Social Media, Presseportale und Webseiten hinweg. Das Ziel: Marken auch in KI-Suchsystemen wie ChatGPT und Perplexity sichtbar zu machen.

Acht Länder, 50 Kund:innen

Seit der Gründung im April 2026 hat das Marketing-Startup sein Angebot auf acht Länder ausgerollt: Deutschland, Österreich, der Schweiz, Luxemburg, Irland, Frankreich, Rumänien und Ungarn. Laut Mitgründerin Isabell Claus nutzen mittlerweile rund 50 Unternehmen die Plattform, von größeren Organisationen bis hin zu Startups sei alles dabei.

Ein Großkunde als Ausgangspunkt

Den Ausgangspunkt der internationalen Präsenz bildet laut Claus ein einzelner Großkunde: „Wir haben ursprünglich mal angefangen mit einem Unternehmen, das in 34 Ländermärkten aktiv ist, und davon haben wir sukzessive einige schon übernommen“, so Claus im Gespräch mit brutkasten. Weitere Standorte dieses Kunden sollen demnach folgen.

Weil xchannels.ai dadurch von Beginn an mit unterschiedlichen Sprachen und kulturellen Besonderheiten arbeiten musste, sei die Erschließung weiterer Märkte in der Folge leichter gefallen, erklärt die Gründerin.

Wachstum über Partnerschaften

Für weiteres Wachstum setzt das Gründerinnenteam laut Claus zunehmend auf Partnerschaften statt auf Einzelakquise. Ein Beispiel ist die Kooperation mit der Deutschen Telekom, über die brutkasten bereits berichtete. „Wir wollen mit Partnern schneller wachsen, als jedes einzelne Unternehmen direkt bei uns anzubinden und zu gewinnen“, meint Claus. Über Partner sollen sich künftig größere Kundengruppen aus einer Region gleichzeitig erschließen lassen.

Standorte in London und New York geplant

Aktuell beschäftigt das Startup laut eigenen Angaben acht Vollzeitmitarbeitende, verteilt auf Wien und Berlin. Die Aufgaben sind zwischen den Gründerinnen geteilt: Mitgründerin Ashley Zvaniashvili leitet die technischen Themen und die App-Entwicklung, Claus selbst kümmert sich um Business-Development, große Partnerschaften und die internationale Expansion.

Wie diese Expansion aussehen soll, ist bereits klar skizziert: Die für London und New York angekündigten Standorte sollen laut Claus reale Büros werden, keine rein virtuelle Präsenz: „Wir waren jetzt recht oft in London, und das ist schon nochmal ein anderes Klima – da geht es darum, die Netzwerke vor Ort zu stärken“, erklärt sie. In den Städten sollen dafür in erster Linie Relations- und Partnership-Positionen entstehen, während der Kern des Unternehmens in Wien bleibt.

Beispielhafter Content-Distributions-Screen von xchannels.ai © xchannels.ai

Toll dass du so interessiert bist!
Hinterlasse uns bitte ein Feedback über den Button am linken Bildschirmrand.
Und klicke hier um die ganze Welt von der brutkasten zu entdecken.

brutkasten Newsletter

Aktuelle Nachrichten zu Startups, den neuesten Innovationen und politischen Entscheidungen zur Digitalisierung direkt in dein Postfach. Wähle aus unserer breiten Palette an Newslettern den passenden für dich.

Montag, Mittwoch und Freitag

AI Summaries

Earth Season: Wie zwei Fußballer aus der Steiermark nachhaltige Fashion produzieren

AI Kontextualisierung

Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Earth Season: Wie zwei Fußballer aus der Steiermark nachhaltige Fashion produzieren

AI Kontextualisierung

Welche wirtschaftlichen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Earth Season: Wie zwei Fußballer aus der Steiermark nachhaltige Fashion produzieren

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Earth Season: Wie zwei Fußballer aus der Steiermark nachhaltige Fashion produzieren

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Investor:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Earth Season: Wie zwei Fußballer aus der Steiermark nachhaltige Fashion produzieren

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Politiker:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Earth Season: Wie zwei Fußballer aus der Steiermark nachhaltige Fashion produzieren

AI Kontextualisierung

Was könnte das Bigger Picture von den Inhalten dieses Artikels sein?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Earth Season: Wie zwei Fußballer aus der Steiermark nachhaltige Fashion produzieren

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Personen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Earth Season: Wie zwei Fußballer aus der Steiermark nachhaltige Fashion produzieren

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Organisationen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Earth Season: Wie zwei Fußballer aus der Steiermark nachhaltige Fashion produzieren