09.03.2016

Wiener Startup dvel casht ab und geht nach LA

Das Wiener Startup dvel hat mit seiner App für Alltags-Entscheidungen bei der Startup-Show "2 Minuten, 2 Millionen" abgeräumt. In den USA soll nun ein Millioneninvestment eingefädelt werden. Unterstützt wird dvel dabei von dem Business-Angel-Netzwerk Startup300.
/artikel/dvel-investment-startup300
(c) dvel. Das dvel-Team weilt derzeit in LA
(c) dvel. Das dvel-Team weilt derzeit in LA

Das Wiener Startup dvel ist auf Erfolgskurs: Nachdem am gestrigen Dienstag bei der Auftaktshow von „2 Minuten, 2 Millionen“ gleich 425.000 Euro abgestaubt wurden, wird nun bereits eine große Investitionsrunde in den USA vorbereitet. „Wir helfen dvel dabei, im Sommer in den USA 2 Millionen Dollar einzusammeln“, sagt Michael Eisler, Gründer des Business-Angel-Netzwerks Startup300, das dvel unter seine Fittiche genommen hat. Die 425.000 Euro werden von Hansi Hansmann, Stefan Kalteis und Michael Altrichter als Lead Investoren gestemmt.

+++ Startup300-Gründer: „Suchen nach Rohdiamanten“ +++

Auf Celebrity-Jagd in LA

25.000 davon werden von Startup300 direkt beigesteuert, wofür auch eine Beteiligung in nicht genannter Höhe erfolgt. Die eigentliche Leistung des Business-Angel-Netzwerks liegt aber in startegischer Beratung und Kontakten. So wird dvel derzeit massiv bei der Expansion in die USA unterstützt. „Wir haben den Standort LA wegen dem starken Fokus auf Fashion und Commerce gewählt“, erklärt Eisler. Startup300 habe sowohl bei bürokratischen Hürden auf dem Weg in die USA geholfen, als auch mit wichtigen Kontakten zu Celebrities, Medien und Business Angels in LA und Palo Alto. „Da gibt es in Wien nicht so viel Know How“, so Eisler, der selbst in LA gelebt hat.

Ambitioniert: 300 Mio. aktive Nutzer bis 2017

In der TV-Show „2 Minuten, 2 Millionen“ hat dvel-Founder Peter Buchroithner das ambitionierte Ziel angekündigt, bis 2017 monatlich 300 Millionen aktive Nutzer haben zu wollen. Derzeit liegt die Entscheidungshilfe-App bei rund 50.000 Nutzern in 80 Ländern. „Bei Startup300 konzentrieren wir uns zunächst auf einen Planungshorizont von 12 Monaten“, erklärt Eisler, der die 300 Millionen Nutzer eher für eine ambitionierte Vision hält. „Bis zum Sommer wollen wir die Wachstumsrate von 20 Prozent halten“, so Eisler, „und es sieht gut aus.

dvel wurde 2015 von Peter Buchroithner, Manfred Strasser und Philipp Holly gegründet. Das Startup bietet eine App, die die Community oder Freunde in Alltagsentscheidungen einbindet. Mit Fotos sollen einfache Fragen wie „was soll ich anziehen“ geklärt werden. Geld verdienen will dvel eventuell über Firmen, die sich Feedback zu ihren Produkten holen wollen.

+++ Mehr dazu: dvel-Founder Peter Buchroithner im Brutkasten-Interview +++

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(c) BKA / Valentin Brauneis

Rund 60 kostenlose Bildungsangebote, mehr als 145 Kurse und über 1.200 Stunden digitale Lerninhalte: Das ist der Umfang des ersten Maßnahmenpakets der DKO-Wirtschaftsplattform, das Digitalisierungsstaatssekretär Alexander Pröll am Dienstag im Bundeskanzleramt präsentiert hat. Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Wirtschaft unterzeichnete er den DKO-Pakt für digitale Kompetenzen.

Die Angebote sind für die gesamte österreichische Bevölkerung kostenlos und laut Staatssekretariat zu mehr als 70 Prozent orts- und zeitunabhängig online absolvierbar. Inhaltlich stehen Künstliche Intelligenz, Cybersicherheit, Programmieren, digitale Grundkompetenzen und Datenkompetenz im Mittelpunkt, ergänzt um Themen wie digitale Barrierefreiheit, Finanzbildung und Nachhaltigkeit. Gebündelt werden die Angebote zentral auf der Plattform digitalaustria.gv.at. 15 Partner haben bereits konkrete Angebote in das erste Paket eingebracht.

„Digitale Kompetenz entscheidet über gesellschaftliche Teilhabe, berufliche Chancen und die Wettbewerbsfähigkeit unseres Standorts“, so Pröll. Durch den Schulterschluss zwischen Staat und Wirtschaft übernehme man „gemeinsam Verantwortung für die Zukunft des Standorts“.

Konzerne als Content-Lieferanten

Auffällig ist die Zusammensetzung der 30 Partner: Neben Ministerien, Sozialpartnern und heimischen Playern wie A1, ÖBB oder Dynatrace prägen vor allem US-Techkonzerne das Angebot, darunter Google, Microsoft, Amazon, Apple, IBM, Oracle, Cisco und Samsung. Viele der eingebrachten Programme wie IBM SkillsBuild oder die Google Zukunftswerkstatt bestanden bereits und werden nun unter dem staatlichen Dach zusammengeführt. Als konkret neues Commitment kündigte Google 2.000 zusätzliche Stipendien für Google Career Certificates über die Plattform The Female Factor an.

Der Pakt selbst verfolgt drei Ziele: die digitalen Basiskompetenzen der Bevölkerung zu heben, mehr Menschen für IT-Berufe zu gewinnen und digitale Kompetenzen anhand gemeinsamer Standards vergleichbar zu machen. Als Orientierung dienen der Nationale Referenzrahmen Digitale Kompetenzen, der europäische Rahmen DigComp und das österreichische KI-Basiscurriculum.

Das Bildungsangebot ist der erste von drei Umsetzungsschritten. Im September soll ein zentraler Infopoint zu IT-Berufswegen folgen, der Informationen zu Ausbildungen mit Praxisangeboten wie Praktika und Schulbesuchen bündelt. Für November sind österreichweite Aktionstage zu KI-Kompetenzen mit Workshops und Open Company Days geplant, bei denen die Bevölkerung Künstliche Intelligenz unmittelbar ausprobieren kann.

„Die DKO-Wirtschaftsplattform ist damit nicht nur ein Bekenntnis, sondern eine gemeinsame Arbeits- und Umsetzungsplattform“, so Pröll abschließend.

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