15.03.2022

„Drusi & Hawara“ will „Onboarding“ von Ukraine-Flüchtlingen in Österreich erleichtern

Der Nachfolger von "Habibi & Hawara" bietet Flüchtlingen aus der Ukraine Orientierung in Österreich, Sprachkurse und Unterstützung bei der Suche nach Wohnung und Job.
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Das Gründungsteam von Drudi & Hawara © Goodshares/LinkedIn
Das Gründungsteam von Drudi & Hawara © Goodshares/LinkedIn

Der Bürgerkrieg in Syrien löste eine Flüchtlingswelle aus, die 2015 in Europa einen Höhepunkt fand. Auch Österreich erreichten nach der Öffnung der Grenzen binnen kürzester Zeit mehr als 10.000 Flüchtlinge. Damals war Impact-Investor Martin Rohla Geburtshelfer des Vereins „Hosten statt Posten“, aus dem schließlich mit „Habibi & Hawara“ ein Integrationsprojekt in der Gastronomie hervorging. Nun hat das Projekt einen Nachfolger: „Drusi & Hawara – the Austrian Ukrainian Friends Fusion“ hat sich zum Ziel gesetzt, Menschen, die vor dem Krieg in der Ukraine fliehen, in Österreich zu „onboarden“. Dahinter steht wieder der Verein HostenStattPosten, Martin Rohlas Goodshares und Alisa Khokhulya, die in der Ukraine eine Sprachschule aufgebaut hatte, bevor sie vor dem Krieg fliehen musste.

„Know-How-Plattform“ für unbürokratische Hilfe

Drusi & Hawara unterschiedet sich von Habibi & Hawara, das als Restaurantprojekt mit Köchinnen und Köchen und Personal mit Fluchterfahrung aufgesetzt ist. „Durch die unmittelbare Arbeit mit Geflüchteten erfahren wir aus erster Hand, welche tagesaktuellen Herausforderungen bestehen. Drusi & Hawara versteht sich als Know-How-Plattform für rasch zu lösende Aufgaben. Dank unserer bestehenden Netzwerke sind wir in der Lage, schnell und unbürokratisch Lösungen für Flüchtlinge zu finden (Job, Wohnung, Kinderbetreuung)“, heißt es in der Ankündigung.

Info-Events im Habibi & Hawara

Konkret wird ein „Onboarding“ in Form einer Infoveranstaltung geboten, die täglich um 14:30 in dem Habibi&Hawara-Restaurant in der Wiener Wipplingerstraße stattfindet. Eine Anmeldung dazu ist über dei Website möglich. Außerdem sind Deutsch-Kurse in Arbeit und die Plattform hilft bei der Vermittlung von Jobs, Wohnungen und organisiert bzw. vermittelt Freizeitprogramme. Drusi & Hawara bietet Menschen, die helfen wollen, Onboarding-Patenschaften an – eine Spende von 30 Euro an den Verein HostenStattPosten finanziert eine Patenschaft.

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Enact, Roboter die fühlen, Roboter, Robotik
© Enact

Roboter können viel. Sie sehen fast alles, sie schweißen, heben, sortieren. Eines fehlt ihnen jedoch: Fingerspitzengefühl. Deshalb bleiben die letzten Handgriffe der Montage Handarbeit: ein Kabel, das einrasten muss, eine Dichtung, die sitzen muss, eine Schraube, die klemmt. Diesem Mangel an Feinfühligkeit stellt sich das Schweizer Startup Enact entgegen und baut Roboter, die Kraft spüren. Sie messen Druck und Widerstand über ihre eigenen Antriebe, wie der Mensch über Muskeln und Sehnen, und ein Modell lernt daraus, heißt es. Der Roboter merkt ohne Zusatzsensoren und ohne künstliche Haut, ob das Teil sitzt.

Enact von Caltech-Forscher gegründet

Dass das mehr als eine Nische ist, zeigen die Zahlen. China etwa hat 2025 354.000 Industrieroboter installiert, fast drei von fünf weltweit (IFR). Europa gewinne dagegen nicht über Masse sondern über Varianz, und genau dort rechnen sich Roboter bisher selten, weil jemand jede Aufgabe einzeln programmieren müsse. Roboter, die durch Vormachen lernen und spüren, ob ein Teil sitzt, sollen diese Einzelprogrammierung ersparen und auch kleine Serien automatisierbar machen. Genau hier setzt Enact an: bei den letzten Handgriffen der Montage.

Gegründet wurde das Zürcher Startup im März 2026 von Manuel Yves Galliker. Der Maschinenbauer der ETH Zürich war Gastforscher am Caltech, leitete bei 1X das Team, das dem Humanoiden NEO das Gehen beibrachte, und arbeitete danach bei Physical Intelligence.

Dort sah er, dass Kamera und Teleoperation für die Fabrik nicht ausreichen, und ging zurück nach Zürich. „Das Silicon Valley hat historisch betrachtet enorme Stärken in Software und KI, aber es fehlt an Spezialisten für Robotik und Hardware-Engineering“, sagt Galliker.

Investment von Mensch

Nun sammelte er mit Enact 30 Millionen US-Dollar in einer Pre-Seed-Runde ein, und das noch bevor es ein Produkt gibt. Das hat einen Grund, wie man in der Aussendung liest: „Das Startup baut alles selbst. Antriebe, Regelung und Modell entstehen unter einem Dach, was am Anfang mehr kostet als ein Modell auf einen fremden Arm zu setzen.“ Die ersten Antriebe laufen, der Ansatz sei laut Enact validiert.

Angeführt wird die Millionen-Runde von redalpine, Notion Capital und firstminute capital. Als Business Angels investieren Yann LeCun (von 2013 bis Ende 2025 Chief AI-Scientist bei Meta), Arthur Mensch (Co-Founder Mistral AI), Andrew Lonsberry (Path Robotics) und David Wallerstein (früher Tencent). Aktuell arbeiten zehn Personen in Zürich, bis Ende 2027 sollen es viermal so viele werden.

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