16.07.2020

Druckster druckt jetzt auch in Graz, Linz und Innsbruck gratis Skripten

Das Startup Druckster aus Wien ermöglicht es Studierenden, gratis Skripten und andere Lernunterlagen zu drucken. Nun expandiert der Service.
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Druckster
Mit dem Service von Druckster können Studierende gratis Skripten drucken. (c) Druckster

Webinare und andere Aspekte des E-Learning mögen gerade in Zeiten des Corona-Lockdown einen Boom erlebt haben – wer aber selber studiert hat, der weiß: Oft geht es mit einem ausgedruckten Skriptum doch am Besten. Und genau hier setzt das 2018 in Wien gegründete Startup Druckster an: Studierende können hier ihre Skripten und andere Lernunterlagen gratis drucken, finanziert wird dies durch relevante Jobangebote. Bereits zu Beginn fand die Idee großen Anklang. Am ersten Tag nach dem Launch meldeten sich schon über 1.000 Studierende an. Damals war Druckster in Wien mit zwei Abholstationen vertreten.

Druckster in Wien, Linz, Graz und Innsbruck

Seit der Gründung schreitet die Expansion voran. Mittlerweile gibt es in Wien zehn Abholstationen, die meisten nahe der Uni Wien, WU und TU. Auch österreichweit wächst das Startup. Die Testphase für Abholstationen in Linz, Graz und Innsbruck begann im Herbst 2019, nun macht der Skripten-Druckservice des nächsten Schritt.

Graz liegt dabei im Fokus: Mit knapp 60.000 Studierenden ist die Universitätsstadt ein attraktiver Wachstumsmarkt. „Besonders aufgrund der TU blicken wir gespannt nach Graz“, sagt Stefan Salcher, Co-Founder und Geschäftsführer von Druckster: „Beim Großteil unserer Unternehmenskunden stehen Studierende aus technischen Studiengängen nämlich hoch im Kurs.“

Druckster-Wachstum ohne Investoren

Dabei lief die gesamte Expansion bis jetzt ohne größeren Kapitaleinsatz: Das Unternehmen ist bisher vollständig gebootstrappt, also komplett eigenfinanziert und damit ohne Investoren an Bord. Die österreichweite Expansion läuft somit – ähnlich wie das Wachstum in Wien – primär über Mundpropaganda.

AIESEC, uniforce und WU Career Center als Partner

Kooperationen mit einigen Studentenorganisationen (unter anderem mit AIESEC und uniforce) helfen darüber hinaus, die Zielgruppe zu erreichen.Ebenso besteht eine Kooperation mit dem WU Career Center. So wird einerseits direkt im Bibliotheksgebäude der WU Wien ein Druckstandort betrieben und andererseits auch der Kontakt zu relevanten Unternehmenskunden gestärkt.

Post als Partner – auch im Corona-Lockdown

Außerdem zählen große Unternehmen wie die Österreichische Post zu den strategischen Partnern von Druckster. „Ob im Vertrieb, in der Bereitstellung unserer Services oder beim Thema Wachstum – in all diesen Punkten ist es uns wichtig, Synergien zu nutzen. Da die Postfilialen zum Beispiel auch während des Lockdowns verfügbar waren, konnten wir in 5 Filialen österreichweit Studierende durchgehend mit Lernunterlagen versorgen. Und auch die rasche Skalierung unseres Versandservices war so möglich“, berichtet Stefan Salcher.

Mehre Millionen Skripten-Seiten gedruckt

Die Zahl der pro Monat ausgedruckten Unterlagen hat sich zwischen Anfang 2019 und Anfang 2020 somit mehr als vervierfacht. Mittlerweile laufen pro Semester mehrere Millionen Seiten über Druckster – und das CO2-neutral, wie das Unternehmen betont. Dann kam die Corona-Krise, die für Druckster vor allem schnelle Innovationen notwendig machte, um sicherzustellen, dass die Lernunterlagen weiter die Studierenden erreichten. So führte Druckster bereits im März kontaktlose Abholstationen ein, der österreichweite Versandservice für ausgedruckte Unterlagen folgte wenige Tage später.

Mit gedruckten Skripten gegen „Screen Fatigue“

Gerade in Zeiten von Distance-Learning ist es dem jungen Unternehmen wichtig, Studierenden den Zugang zu physischen Lernunterlagen zu ermöglichen. „Das Phänomen Screen Fatigue ist für viele Studierende durch die Corona Krise noch verstärkt worden. Mehrere Stunden täglich vor dem Bildschirm zu verbringen, hat nicht nur auf die Aufmerksamkeit negative Auswirkungen. Gerade deshalb ist es uns wichtig, eine haptische und effektivere Alternative zu bieten“, betont Stefan Salcher.

Employer Branding von pwc, Strabag und tpa

Seitens der B2B Kunden ist auch Bewegung zu beobachten. Der Website des Startups ist zu entnehmen, dass namhafte Unternehmen, wie pwc, Strabag oder tpa bereits die Dienste des jungen Startups in Anspruch nehmen.

Laut Stefan Salcher liegt der Fokus der Werbepartner zunehmend auf Employer Branding. Druckster biete für Unternehmen eine Möglichkeit, die Zielgruppe der Studierenden zu erreichen. Gleichzeitig präferieren Studierende die in den Unterlagen platzieren Karrieremöglichkeiten gegenüber klassischer Werbung, heißt es seitens Druckster mit Verweis auf eine unter den eigenen Usern durchgeführten Umfrage: Laut dieser wünschen sich 41 Prozent sogar noch mehr Informationen über Karrieremöglichkeiten in den Skripten.

Druckster plant internationale Expansion

Und wie geht es jetzt weiter? „Der Fokus liegt derweil auf der Akquise neuer Werbepartner“, sagt Stefan Salcher. Langfristig fasse man aber auch eine internationale Expansion ins Auge: „Teststandorte in Frankreich und Serbien versorgen bereits unsere ersten internationalen Beta-User mit kostenlosen Lernunterlagen.“

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Gropyus, Berlin, Lichtenberg
© Gropyus

Es ist wohl eine der aufsehenerregendsten Insolvenzen in der heimischen Startup-Geschichte: Die auf automatisierten Hausbau spezialisierte Wiener Gropyus AG, die zuletzt im März dieses Jahres eine weitere in einer Reihe von Finanzierungen über je 100 Millionen Euro kommunizierte, vermeldet die Insolvenz mehrerer Tochtergesellschaften. Öffentliche Daten gibt es zu diesen Insolvenzen aktuell noch nicht – bislang ist nur bekannt, was Gropyus selbst per Aussendung kommuniziert.

Investorenzahlung laut Gropyus ausgeblieben

Demnach ist die Muttergesellschaft nicht insolvent. Auslöser für die Anträge bei den Tochtergesellschaften sei ein akuter Liquiditätsengpass. „Die Auszahlung einer vertraglich vereinbarten und bereits fälligen Investorenfinanzierung ist nicht wie geplant erfolgt, eine Überbrückung durch bestehende Gesellschafter reichte nicht für alle Gesellschaften aus“, heißt es vom Unternehmen. Die Verfahren sollen nun „einen geordneten rechtlichen Rahmen“ schaffen, um den Geschäftsbetrieb zu stabilisieren, Finanzierungslösungen umzusetzen und die Fortführung der betroffenen Gesellschaften zu ermöglichen. „Zugleich verschaffen sie die Zeit, die laufenden Gespräche mit bestehenden und neuen Kapitalgebern strukturiert zum Abschluss zu bringen“, heißt es in der Aussendung weiter.

CEO Erler: „Gropyus soll gestärkt aus diesem Prozess hervorgehen“

Gründer und seit dem Abgang von Markus Fuhrmann im August alleiniger CEO Philipp Erler kommentiert: „Die Anträge sind kein Rückzug, sondern ein aktiver Schritt, um diese Substanz zu sichern und Gropyus neu aufzustellen. Unser Fokus liegt auf der Fortführung laufender Projekte, der Stabilisierung des Geschäftsbetriebs und einer tragfähigen Finanzierung, mit der frisches Kapital gezielt in Produktion und Projekte fließt. Die weit fortgeschrittenen Investorengespräche wollen wir schnell abschließen – noch vor Eröffnung der Verfahren. Unser Ziel ist klar: Gropyus soll gestärkt aus diesem Prozess hervorgehen.“

Vergesellschaftungsdebatte in Berlin als Unsicherheitsfaktor

Trotz der dezidierten Begründung der Insolvenz mit der ausbleibenden Investoren-Zahlung verweist Gropyus in der Aussendung auch auf ein „deutlich verschärftes“ Marktumfeld. „Hohe Bau- und Finanzierungskosten belasten die Wirtschaftlichkeit neuer Projekte, lange Planungs- und Genehmigungszyklen verzögern Projektstarts“, heißt es vom Unternehmen. Hinzu kämen politische und regulatorische Unsicherheiten, „insbesondere die aktuellen Debatten um die Vergesellschaftung großer Wohnungsbestände in Berlin, einem wichtigen Markt für Gropyus“.

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Druckster druckt jetzt auch in Graz, Linz und Innsbruck gratis Skripten

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  • Und genau hier setzt das 2018 in Wien gegründete Startup Druckster an: Studierende können hier ihre Skripten und andere Lernunterlagen gratis drucken, finanziert wird dies durch relevante Jobangebote.
  • Die Testphase für Abholstationen in Linz, Graz und Innsbruck begann im Herbst 2019, nun macht der Skripten-Druckservice des nächsten Schritt.
  • Graz liegt dabei im Fokus: Mit knapp 60.000 Studierenden ist die Universitätsstadt ein attraktiver Wachstumsmarkt.
  • Außerdem zählen große Unternehmen wie die Österreichische Post zu den strategischen Partnern von Druckster.
  • Der Website des Startups ist zu entnehmen, dass namhafte Unternehmen, wie pwc, Strabag oder tpa bereits die Dienste des jungen Startups in Anspruch nehmen.

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