17.07.2015

Dronies sind die neuen Selfies: Dronestagram kürt Foto-Gewinner

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Erster Preis in der Kategorie "Natur": Snorkeling with sharks von Tahitiflyshoot

Wer heute noch mit dem Selfie-Stick herumläuft, könnte diesen morgen bereits wieder im Schrank verstauen müssen: Selfies sind out, Dronies in! Etwas aufwendiger im Equipment (im Gegensatz zum Selfiestick ist die Drohne doch etwas globiger) und auch der Prozess dauert etwas länger (sie muss schließlich weit in den Himmel hinauf fliegen), liefern Dronies allerdings eindrucksvolle Aufnahmen. Mit „Dronestagram“, dem Instragam für Drohnenbilder, haben die Fotos nun auch eine Plattform bekommen. Auf Twitter wurde längst der Account @dronie freigeschalten, auf dem ebenfalls „Dronies“ verlinkt werden können.

Dronestagram hat nun in einem Wettbewerb die besten Fotos gewählt und unter anderem mit National Geographic, Kodak, Parrot, GoPro, und Adobe Sieger in den Kategorien Orte, Natur, Fotos mit den meisten Likes und Dronies gekürt.

Hier der erste Preis in der Kategorie „Orte“: Above the mist von Ricardo Matiello. Unter dem Foto geht’s weiter:

1st-Prize-Category-Places-Above-the-mist-Maring---Paran---Brazil-by-Ricardo-Matiello

Über 5.000 Bilder wurden aus der ganzen Welt eingereicht, die teilweise spektakuläre Aufnahmen zeigen.

Hier der zweite Preis in der Kategorie „Orte“: Mont-Saint-Michel von WanaiifilmsDCIM100GOPROG0019097.

 

Der dritte Platz in der Kategorie „Natur“: Lost island, Tahaa, French Polynesia von Marama Photo Video Bildschirmfoto 2015-07-17 um 10.16.36

Alle Gewinner-Fotos hier

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Enact, Roboter die fühlen, Roboter, Robotik
© Enact

Roboter können viel. Sie sehen fast alles, sie schweißen, heben, sortieren. Eines fehlt ihnen jedoch: Fingerspitzengefühl. Deshalb bleiben die letzten Handgriffe der Montage Handarbeit: ein Kabel, das einrasten muss, eine Dichtung, die sitzen muss, eine Schraube, die klemmt. Diesem Mangel an Feinfühligkeit stellt sich das Schweizer Startup Enact entgegen und baut Roboter, die Kraft spüren. Sie messen Druck und Widerstand über ihre eigenen Antriebe, wie der Mensch über Muskeln und Sehnen, und ein Modell lernt daraus, heißt es. Der Roboter merkt ohne Zusatzsensoren und ohne künstliche Haut, ob das Teil sitzt.

Enact von Caltech-Forscher gegründet

Dass das mehr als eine Nische ist, zeigen die Zahlen. China etwa hat 2025 354.000 Industrieroboter installiert, fast drei von fünf weltweit (IFR). Europa gewinne dagegen nicht über Masse sondern über Varianz, und genau dort rechnen sich Roboter bisher selten, weil jemand jede Aufgabe einzeln programmieren müsse. Roboter, die durch Vormachen lernen und spüren, ob ein Teil sitzt, sollen diese Einzelprogrammierung ersparen und auch kleine Serien automatisierbar machen. Genau hier setzt Enact an: bei den letzten Handgriffen der Montage.

Gegründet wurde das Zürcher Startup im März 2026 von Manuel Yves Galliker. Der Maschinenbauer der ETH Zürich war Gastforscher am Caltech, leitete bei 1X das Team, das dem Humanoiden NEO das Gehen beibrachte, und arbeitete danach bei Physical Intelligence.

Dort sah er, dass Kamera und Teleoperation für die Fabrik nicht ausreichen, und ging zurück nach Zürich. „Das Silicon Valley hat historisch betrachtet enorme Stärken in Software und KI, aber es fehlt an Spezialisten für Robotik und Hardware-Engineering“, sagt Galliker.

Investment von Mensch

Nun sammelte er mit Enact 30 Millionen US-Dollar in einer Pre-Seed-Runde ein, und das noch bevor es ein Produkt gibt. Das hat einen Grund, wie man in der Aussendung liest: „Das Startup baut alles selbst. Antriebe, Regelung und Modell entstehen unter einem Dach, was am Anfang mehr kostet als ein Modell auf einen fremden Arm zu setzen.“ Die ersten Antriebe laufen, der Ansatz sei laut Enact validiert.

Angeführt wird die Millionen-Runde von redalpine, Notion Capital und firstminute capital. Als Business Angels investieren Yann LeCun (von 2013 bis Ende 2025 Chief AI-Scientist bei Meta), Arthur Mensch (Co-Founder Mistral AI), Andrew Lonsberry (Path Robotics) und David Wallerstein (früher Tencent). Aktuell arbeiten zehn Personen in Zürich, bis Ende 2027 sollen es viermal so viele werden.

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