09.05.2023

Drinkhalm: Schüler-Startup holte mit Strohhalm Vize-EM-Titel

Das Kärntner Startup Drinkhalm will Limonaden-Genuss ganz ohne Müll ermöglichen. Dafür gewann das 16-Gründer-Team schon die ein oder andere Auszeichnung.
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Das Kärntner Startup Drinkhalm hat das Ziel auf Plastik zu verzichten.
Das Kärntner Startup Drinkhalm hat das Ziel auf Plastik zu verzichten.

Ein Getränk, das ganz ohne Verpackung auskommt? Das ist das Ziel des Kärntner Startups Drinkhalm von den 16-jährigen Gründern Paul Trieb und Luca Zeitler. Mit einem Schulprojekt gestartet, ist das Startup mittlerweile „Vize-Europameister“.

Schulprojekt wird zum Startup

„Mein Leben hat sich um 180 Grad gewandelt. Neben dem Mountainbiken war Fortgehen mein liebstes Hobby. Jetzt bin ich Businessman“, sagt Zeitler gegenüber Klick Kärnten. Entstanden ist das Projekt im Rahmen eines einjährigen Schulprogramms der modularen Oberstufe des Bundesgymnasium Mössinger in Klagenfurt. Dabei gründen Schüler:innen abseits des regulären Schulalltags ein Unternehmen.

Der Ansporn von Trieb und Zeitler ist es, Müll zu reduzieren. Dabei setzen die jungen Gründer auf Limonadenpulver verpackt in einen Strohhalm aus Papier. „Der Geschmack einer Flasche in einem Strohhalm“, beschreiben Zeitler und Trieb ihr Produkt. Wirtschaftlich soll sich Drinkhalm laut Zeitlers Rechnungen rentieren: „Eine Plastikflasche braucht gleich viel Platz wie 16 ‚Drinkhalme‘. Unser Produkt spart also Platz, Transportkosten und CO2-Emmissionen“.

Silber-Medaille für Drinkhalm

Die größte Herausforderung des Startups? Den Geschmack der Limonade perfekt hinzubekommen sowie den Verschluss des Strohhalms zu basteln. Der Vater einer Mitschülerin half den Gründern dabei. Als Uhrmacher hat dieser Zugang zu einer Presse, mit der man Metall verbiegen konnte. „Wir haben versucht, damit die Enden der Strohhalme fest zusammenzupressen. Es hat funktioniert – wir hatten unseren Verschluss“, so Zeitler. Das junge Unternehmen feierte mit ihrer Idee auch schon auf internationaler Bühne Erfolge. Beim „JA Europe Company of the Year Award“ sicherte sich Drinkhalm den zweiten Platz.

Die Idee eines Getränks, das ganz ohne Verpackung und nur mit einem Papierstrohhalm auskommt, konnte auch die europäische Fachjury überzeugen. Zum Finale der mehr als fünf Stunden langen Awards-Zeremonie durften die Kärntner Jungunternehmer:innen somit die Bühne hochklettern und über Silber jubeln. Den ersten Platz holte Microgreens aus Griechenland, eine Upcycling-Idee, die Kresse und andere Sprossen in ausrangierten Elektronik-Gehäusen züchtet. Dritter wurde Carducation aus Deutschland mit einem Kartenspiel, das den Kampf gegen den Klimawandel thematisiert.

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Das Ohana Gründer-Trio Christian Orgler, Stephan Brunner und Kevin Snajda | (c) Ohana
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Ohana ist eine Kinderschutz-App von Christian Orgler, Stephan Brunner und Kevin Snajda. Kurz nach der Gründung 2022 investierten die Runtastic-Gründer rund um Florian Gschwandtner mit ihrer Beteiligungsgesellschaft 8eyes einen nicht näher genannten Betrag in das Startup (brutkasten berichtete). Im Jahr darauf holte man Hansi Hansmann an Bord, welcher ein siebenstelliges Investment mitfinanzierte. 2025 folgte eine Partnerschaft mit Drei. Nun lanciert Swisscom mit Kids Security eine neue App für digitale Kindersicherheit. Die Technologie dahinter stammt vom österreichischen Unternehmen Ohana.

Ohana setzt auf Inklusion und Transparenz

Für ihre neue App Kids Security liefert und betreibt Ohana die Grundlage des neuen Angebots der größten Schweizer Telekommunikationsanbieterin. Sie soll konkret Familien bei einem sicheren und verantwortungsvollen Umgang mit Smartphone und Internet unterstützen. Die plattformübergreifende Technologie verbindet dabei technische Schutzfunktionen mit einem Ansatz, der auf Transparenz, Medienkompetenz und die aktive Einbindung von Kindern setzt.

Kids Security ermöglicht Eltern unter anderem, Bildschirmzeiten zu strukturieren, Apps und Online-Inhalte zu verwalten sowie Einblicke in die Gerätenutzung ihrer Kinder zu erhalten. Dabei setzt die Lösung nicht auf reine Kontrolle: Kinder werden aktiv eingebunden, Regeln und Einstellungen bleiben für sie nachvollziehbar und Familien werden dabei unterstützt, gemeinsam einen gesunden Umgang mit digitalen Medien zu entwickeln.

Neues Handlungsfeld für Telekommunikationsanbieter

„Telekommunikationsanbieter begleiten Familien jeden Tag in der digitalen Welt. Damit sind sie auch in einer besonderen Position, Eltern und Kinder dabei zu unterstützen, sich sicher und selbstbestimmt darin zu bewegen“, sagt Orgler, Geschäftsführer von Ohana. „Dass Swisscom digitale Kindersicherheit als Teil des eigenen Angebots aufgreift, zeigt, welche Bedeutung das Thema mittlerweile hat.“

Smartphones, Social Media und Gaming sind längst fester Bestandteil des Alltags von Kindern und Jugendlichen. Gleichzeitig stehen viele Eltern vor der Frage, wie sie ihre Kinder schützen können, ohne ihre Privatsphäre übermäßig einzuschränken, heißt es in der Presseaussendung. Für Telekommunikationsanbieter entsteht laut Ohana damit ein neues Handlungsfeld: Neben Konnektivität und Zugang zur digitalen Welt gewinnt auch die Frage an Bedeutung, wie Familien bei der sicheren Nutzung unterstützt werden können.

Ohana-Founder: „Ein Meilenstein“

„Swisscom ist für uns eine wichtige Partnerin und der Launch von Kids Security ein großer Meilenstein“, so Orgler weiter. „Digitale Kindersicherheit wird für Telekommunikationsanbieter zunehmend zu einem Thema, an dem sie nicht mehr vorbeikommen. Wer Familien Zugang zur digitalen Welt bietet, muss sich auch damit auseinandersetzen, wie Kinder diese sicher und gesund nutzen können. Swisscom geht diesen Schritt jetzt und wir sind überzeugt, dass weitere Anbieter folgen werden.“

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