21.01.2026
HEALTH

Dorsi: Grazer Startup streckt Rücken im Kampf gegen Rückenschmerzen

Das österreichische Startup Dorsi Dynamics entwickelt ein app-gesteuertes Traktionssystem für den Heimgebrauch, das eine kontrollierte Entlastung der Wirbelsäule ermöglichen soll.
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Dorsi, Rückenschmerzen, Bandscheiben, Rücken stärken, Rückentraining
(c) Dorsi Dynamics/Screenshot - Dorsi in der Anwendung.

Laut der MedUni Wien werden hierzulande rund zwei Millionen Menschen von Rückenschmerzen geplagt. Einer davon ist „Dorsi Dynamics“-Founder Patrick Fuchshofer, der sein Startup gemeinsam mit Arnulf Pascher, Michael Wild, Valentin Gritsch und Dominik Novak gegründet hat. Die Grazer produzieren ein Gerät, das den Rücken dehnt und so den Schmerz reduzieren soll.

Dorsi: Kontrollierte Wirbelbelastung

„Die Idee zur Gründung entstand aus eigener Betroffenheit heraus“, erklärt Fuchshofer. „Über mehrere Jahre bestanden bei mir Rückenschmerzen infolge von Skoliose und Bandscheibenvorwölbung. Die regelmäßig angewendete Traktionstherapie beim Orthopäden zeigte gute Wirkung, war jedoch mit hohem zeitlichem Aufwand verbunden. Nach rund 30 bis 40 Sitzungen entstand der Ansatz, diese Form der kontrollierten Wirbelsäulenentlastung sicher, intelligent und alltagstauglich für zu Hause umzusetzen.“

Gesagt, getan. Dorsi ist konkret ein intelligent gesteuertes Traktionssystem zur Wirbelsäulenentlastung für den Heimgebrauch. Der USP des Startups liegt in eben jener präzisen App-Steuerung relevanter Parameter sowie in einer adaptiven Echtzeit-Anpassung während der Nutzung. Zusätzlich besteht eine Kooperation mit Smartwatch-Produzent Garmin zur Einbindung von Gesundheitsdaten (Stresslevel) zur dynamischen Anpassung der Traktion.

Steuerung per App

Für die Anwendung positioniert sich die nutzende Person mit dem Gesäß auf dem mobilen, fahrbaren Mittelteil. Über die App können verschiedene Programme sowie die gewünschte Zugkraft eingestellt werden. Zu Beginn wird eine milde Dehnung von bis zu fünf Kilogramm empfohlen. Die Anwendung kann täglich erfolgen, abhängig von Schmerzempfinden oder gewünschter Entspannung. Die Zugkraft kann schrittweise bis auf maximal 20 Kilogramm gesteigert werden.

Physiologisch bewirkt die Traktion eine Streckung der Wirbelsäule. Dadurch werden die kleinen Wirbelgelenke (Facettengelenke) entlastet. Auch die Bandscheiben sollen profitieren: Im Laufe des Tages verlieren sie durch Belastung an Höhe und Wassergehalt, wie Arnulf Pascher per Video erklärt. Durch die Streckung entstehen Zugkräfte zwischen den Wirbelkörpern, die einen Unterdruck im Kern der Bandscheibe erzeugen. Dieser fördere die Wiederaufnahme von Flüssigkeit, wodurch sich die Bandscheibe rehydriere, erhole und wieder an Höhe gewinne.

Wellnessprodukt mit Zugkraft

Dorsi an sich ist kein medizinisches Produkt, sondern eher in der Anwendung mit Wellness-Produkten wie Massagesesseln oder dem Aushängen an einer Stange vergleichbar, bei denen teilweise höhere Zugkräfte auf die Wirbelsäule wirken.

„Es ist bewusst als Wellnessprodukt positioniert, stellt keine medizinische Diagnose und ersetzt keine medizinische Behandlung“, stellt Fuchshofer klar. „Jedoch ist ergänzend festzuhalten, dass durch die regelmäßige Eigenanwendung von Dorsi in den letzten Jahren nachweislich mehrere tausend Euro an orthopädischen Behandlungen eingespart werden konnten. Dies unterstreicht das präventive und entlastende Potenzial der Anwendung.“

Test in Graz möglich

Aktuell liegt der Fokus des Founder-Teams auf der Produktentwicklung sowie auf Marktüberleitung und Investoren-Readiness. „Dorsi ist vorbestellbar, Tests in Graz sind kostenlos möglich. Alternativ kann das Gerät für drei Wochen gemietet werden“ sagt Fuchshofer. „Ab 2027 ist ein Absatz von rund 500 Geräten pro Jahr geplant, langfristig wollen wir 2.000 bis 5.000 Geräte jährlich auf internationalen Märkten vertreiben.“

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FFG-Geschäftsführerinnen Henrietta Egerth und Karin Tausz (v.l.) | (c) Philipp Stambera/FFG

Sie haben einen klar definierten Zweck: konkrete Forschungsergebnisse für die wirtschaftliche Nutzung zu liefern. 24 „Comet-Zentren“ (Competence Centers for Excellent Technologies) gibt es mittlerweile in Österreich; das Programm-Management liegt bei der FFG. „Die Zentren bringen exzellente Forschungseinrichtungen und engagierte Unternehmen zusammen und schaffen damit ein Umfeld, in dem neue Erkenntnisse rasch in Technologien, Produkte und Anwendungen überführt werden können“, heißt es von den beiden FFG-Geschäftsführerinnen Henrietta Egerth und Karin Tausz.

Nun wurde eine neue Förderrunde für drei bestehende und ein neues Zentrum beschlossen. 31,6 Millionen Euro kommen dabei von Infrastruktur- und das Wirtschaftsministerium, 15,8 Millionen Euro von den beteiligten Bundesländern. Unternehmenspartner bringen zusätzlich rund 45,2 Millionen Euro, wissenschaftliche Partner weitere 4,9 Millionen Euro ein. Insgesamt ergeben sich daraus etwa 97,5 Millionen Euro Finanzierung.

Neues Comet-Zentrum erforscht „selbstheilende Systeme“

Neu hinzu kommt dabei das Kompetenzzentrum ARC (Autonomic Resilience in Dynamic Networked Systems). Dort sollen Methoden erforscht werden, um die Widerstandsfähigkeit technischer Systeme, kritischer Infrastrukturen und Unternehmen gegenüber Krisen und externen Schocks zu erhöhen. Im Mittelpunkt stünden dabei „autonom agierende und selbstheilende Systeme, die auf Künstlicher Intelligenz sowie Schwarmintelligenz basieren“, heißt es in einer Aussendung. Das Zentrum wird von der Lakeside Labs GmbH in Klagenfurt koordiniert. Neben dem Land Kärnten sind auch Burgenland und Tirol beteiligt. Zudem fließen in der aktuellen Runde Mittel an die Comet-Zentren Linz Center of Mechatronics GmbH (LCM), Materials Center Leoben Forschung GmbH (IMI) und Virtual Vehicle GmbH (COMET SDM).

Zentren sollen Beitrag zu Schlüsseltechnologien der Industriestrategie bringen

Auf politischer Seite betont man den Beitrag der Zentren zur Industristrategie 2035 (brutkasten berichtete). Dabei erhofft man sich einen Beitrag zu den dort definierten Schlüsseltechnologien, im konkreten Fall „Künstliche Intelligenz und Dateninnovation“, „Mobilitätstechnologien“, „Fortgeschrittene Produktionstechnologien und Robotik“ und „Anspruchsvolle Materialien“.

„Mit den Comet-Zentren investieren wir gezielt in jene Schlüsseltechnologien, die über die Wettbewerbsfähigkeit unseres Industriestandorts in den kommenden Jahrzehnten entscheiden“, meint Innovationsminister Peter Hanke. Und Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer erklärt, die Finanzierung der Zentren sei „der nächste Schritt in der Umsetzung der Industriestrategie und ein entscheidender Hebel zur erfolgreichen Überführung exzellenter Forschungsergebnisse in markttaugliche Produkte.“

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