03.08.2021

Kann man Unternehmergeist lernen?

Im Gastbeitrag zeigt Doris Kiendl, Leiterin des Masterstudiengangs "Digital Entrepreneurship" an der FH JOANNEUM, wie dort der Unternehmergeist gestärkt wird.
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Doris Kiendl: Kann man Unternehmergeist lernen?
Doris Kiendl, Leiterin des Masterstudiengangs "Digital Entrepreneurship" | (c) FH JOANNEUM
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Rasyid, Ammar, Willi und Alvin haben IDEASTEAM gegründet, ein Social Enterprise, das sich zum Ziel gesetzt hat, Kindern spielerisch den Umgang mit Naturwissenschaften, Mathematik und Technik mit Einsatz von Robotern zu ermöglichen. Die vier Gründer von IDEASTEAM sind Studierende an der Universitas Sumatera Utara in Medan, Indonesien. Sie konnten durch das EU-Projekt „INSPIRE – Introducing Social Entrepreneurship in Indonesian Higher Education“, das vom Institut International Management der FH JOANNEUM betreut wurde, ihren Unternehmergeist entfachen und stärken.

Rasyid: „Wir haben in den Mentoring Sessions mit dem Team des Instituts International Management viel gelernt. Ein Social Enterprise zu gründen und zu skalieren, ist nicht einfach. Der Mangel an Zeitmanagement und viel zu oberflächliche Marktrecherchen waren die größten Fehler, die wir gemacht haben. Wir konnten im Rahmen von INSPIRE lernen, das Vertrauen von Partnern zu gewinnen, und wir haben unser Teamwork und unser Zeitmanagement verbessert. Jetzt fühlen wir uns gerüstet für die nächsten Schritte“.

Masterstudiengang „Digital Entrepreneurship“: Unternehmergeist stärken als zentrales Ziel

Den Unternehmergeist zu stärken ist eines der zentralen Ziele des neuen berufsermöglichenden Masterstudiengangs „Digital Entrepreneurship“ am Institut International Management der FH JOANNEUM, denn der unternehmerische Erfolg hängt maßgeblich vom Entrepreneurial Mindset der Gründerinnen und Gründer ab. Bei „Digital Entrepreneurship“ werden die Studierenden zu Design Thinkern und entwickeln die Vision ihres eigenen Startups. Sie lernen, zu fokussieren und rasch die Bedürfnisse ihrer User zu verstehen und darauf zu reagieren. In den Modulen „Stay physically and mentally strong“ werden Techniken zum Umgang mit Stress, Frustration und Belastung geübt. Das Mindset hinsichtlich Sustainable and Inclusive Business wird durch weitere Module gefördert. 

Internationalität ist eine der Stärken von „Digital Entrepreneurship“ und  so werden die vier Gründer von IDEASTEAM die Chance haben, sich mit gleichgesinnten Gründerinnen und Gründern aus Österreich  zu vernetzen, um noch mehr über Unternehmergeist gemeinsam zu lernen.

Die Bewerbung für den Masterstudiengang „Digital Entrepreneurship“ ab Oktober 2021 ist noch bis zum 16. August 2021 möglich.

Kontakt: [email protected]

Über Doris Kiendl

Dr. Doris Kiendl leitet den MastersStudiengang „Digital Entrepreneurship“ und das Institut International Management der FH JOANNEUM. Sie ist in zahlreichen internationalen Projekten zu Innovation in Unternehmen und Hochschulen tätig, unter anderem in Afrika und Asien.

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EU-Exekutiv-Vizepräsidentin Henna Virkkunen bei ihrer Keynote "Europe's Tech Moment" auf der VivaTech in Paris. (c) Martin Pacher | brutkasten

Es ist ein Tag mit zwei Schauplätzen. In Évian-les-Bains geht am Mittwoch der G7-Gipfel zu Ende. Am Abschlusstag sitzen die Chefs der führenden KI-Konzerne, darunter Sam Altman (OpenAI), Dario Amodei (Anthropic), Demis Hassabis (Google DeepMind) und Arthur Mensch (Mistral), mit den Staats- und Regierungschefs bei einem Arbeitsmittagessen zu Frontier-KI, Infrastruktur und Souveränität. Mehrere hundert Kilometer entfernt, auf der VivaTech in Paris, liefern zwei EU-Kommissarinnen die europäische Antwort auf die Frage, ob der Kontinent eigene globale Tech-Champions bauen kann.

Souveränität als europäischer Gegenentwurf

Henna Virkkunen, Exekutiv-Vizepräsidentin für technologische Souveränität, verwies in ihrer Keynote „Europe’s Tech Moment“ selbst auf das G7-Treffen. Weltweit investierten Regierungen massiv in ihre technologische Führung, Europa müsse seine eigene Kapazität stärken, Technologien zu entwickeln, zu produzieren und einzusetzen. Rückenwind holt sie sich aus einem am selben Tag veröffentlichten Eurobarometer: Demnach stufen 79 Prozent der Europäer:innen Digitalpolitik als EU-Top-Priorität ein, 85 Prozent befürworten Investitionen in europäisch entwickelte Infrastruktur, 82 Prozent wollen weniger Abhängigkeit von Drittstaaten.

Untermauert ist diese Linie durch das European Technological Sovereignty Package, das die Kommission Anfang Juni vorlegte: mit dem CHIPS Act 2.0 für die Halbleiter-Wertschöpfungskette und dem Cloud and AI Development Act, der einen einheitlichen Souveränitätsrahmen für Cloud-Dienste schafft. Niemand dürfe einen „Kill-Switch“ über kritische Infrastruktur haben, so hatte Virkkunen die Stoßrichtung bei der Präsentation des Pakets zusammengefasst. Beim Risikokapital benannte sie das Gefälle: Auf die USA entfielen über 50 Prozent des globalen VC, auf China rund 40, auf Europa nur etwa fünf Prozent.

Fünf-Milliarden-Fonds gegen die Fragmentierung

Im Panel „Can Europe Build Global Champions?“ setzte Ekaterina Zaharieva, Kommissarin für Startups, Forschung und Innovation, auf Selbstbewusstsein. Europa habe die besten Deep-Tech-Talente und den größten Binnenmarkt, kranke aber an Fragmentierung. Dagegen verwies sie auf das 28. Regime, ein „europäisches Delaware“ für grenzüberschreitende Gründungen, und auf den Scaleup Europe Fund: fünf Milliarden Euro, seit Mai von EQT gemanagt, erste Investments im Herbst, gedacht, um Deep-Tech-Scale-ups in Europa zu halten.

Ekaterina Zaharieva auf der VivaTech 2026 | (c) VivaTech

Der Kontrapunkt eines Gründers

Den Kontrapunkt lieferte mit Jean-Charles Samuelian ein Gründer, der über sein Boardmandat bei Mistral mit der Runde in Évian verbunden ist, wo Mistral-CEO Mensch am Mittagstisch saß. Der CEO des Gesundheits-Scaleups Alan mag die Erzählung vom benachteiligten Europa nicht. Er habe nie gefragt, was Europa ihm geben solle, sondern wie er ein Problem löse. Wer ein echtes Kategorie-Produkt baue, finde auch Kapital, notfalls global. Das Defizit sei nicht mangelnder Ehrgeiz, sondern eine Kultur, die Risiko scheue, bis hin zum Einkauf.

Anknüpfungspunkte für Österreich

Für das heimische Ökosystem gibt es mehrere Anknüpfungspunkte. Die KI-Infrastruktur, die Virkkunen beschwört, hat in Österreich eine Adresse: Die AI Factory Austria (AI:AT), geführt von Advanced Computing Austria und dem AIT, ist seit Sommer 2025 in Betrieb, der Wiener Coworking-Hub seit Februar offen, ein KI-Supercomputer für Wien soll 2027 folgen. Der CHIPS Act 2.0 betrifft mit Standorten wie Infineon in Villach oder AT&S beim Advanced Packaging unmittelbar heimische Player. Und die Debatte um Spätphasen-Kapital spiegelt die hiesige Diskussion um einen Dachfonds und institutionelles Wachstumskapital.

Die eigentliche Frage: Kauft Europa seine Innovation?

Am Ende verschob Zaharieva die Frage von der Finanzierung zur Nachfrage: Es gehe nicht mehr darum, ob Europa Kapital für Skalierung finde, sondern ob es seine eigene Innovation auch kaufe. Der erste Kunde müsse oft die öffentliche Hand sein. Während in Évian über die großen Linien verhandelt wird, liegt die Antwort darauf bei den Einkäufer:innen.

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