09.12.2024
PERSONALIE

Donau Versicherung bestellt Franz Josef Zeiler in den Vorstand

Nach elf Jahren tritt Reinhard Gojer in seiner Rolle als Vorstandsdirektor der Donau Versicherung in den Ruhestand. In seine Fußstapfen tritt Franz Josef Zeiler.
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Franz Josef Zeiler, Zeiler, Donau Versicherung.
(c) Donau Versicherung - Franz Josef Zeiler.

Nach elf Jahren in seiner Position tritt Reinhard Gojer, Vorstandsdirektor der Donau Versicherung, in den Ruhestand. An seine Stelle tritt nun, mit Wirkung zum ersten Februar 2025, Franz Josef Zeiler. Wie die Donau Versicherung vermeldet, soll Zeiler die Ressorts von Reinhard Gojer übernehmen. Insgesamt vier Jahrzehnte war Gojer bei der VIG-Gruppe in Österreich und Central & Eastern Europe (CEE) tätig.

Elf Jahre Vorstand der Donau Versicherung

„Als Vorstand hat Reinhard elf Jahre den Erfolg der Donau wesentlich mitgeprägt und dabei die Zukunft stets im Blick gehabt“, wird Judit Havasi, Vorstandsvorsitzende der Donau, zitiert. „Franz Zeiler wünsche ich in seiner neuen Rolle viel Erfolg und freue mich auf die Zusammenarbeit im Vorstandsteam“, so Havasi.

Der 37-Jährige studierte in Wien und Reading (UK) Rechtswissenschaften. Im Jahr 2015 promovierte er am Finanzrechtsinstitut der Universität Wien. Schlagzeilen schrieb der gebürtige Wiener bereits im Jahr 2019, als er mit der Leitung des Generalsekretariats der Donau Versicherung begann. In seiner Tätigkeit baute er den Bereich Digitalisierung und Innovation auf.

Geschäftsleitung und Innovator of the Year

2022 führte Zeiler interimistisch die Landesdirektion Salzburg. Seit Juni 2023 ist er Mitglied der erweiterten Geschäftsleitung mit Fokus auf strategische Projekte im Bereich Digitalisierung und Innovation. Im selben Jahr wurde er als Innovator of the Year in der Kategorie „Corporate Innovation“ ausgezeichnet.

Mit dem ersten Oktober 2024 wurde Zeiler vom Aufsichtsrat der Donau Versicherung zum Stellvertreter des Vorstandes, Ressort Vertrieb, bestellt. In dieser Funktion übernahm Zeiler die operative Führung des Vertriebs und berichtete an das zuständige Vorstandsmitglied Reinhard Grojer.

In seiner Rolle als Vorstandsdirektor soll Zeiler nun „im Einklang mit unserer Strategie die starke Markenpräsenz der DONAU weiter ausbauen und unseren erfolgreichen Weg zukunftsorientiert weiter gestalten“, so Judith Havasi.

Aus dem Archiv: Wie die Donau Versicherung den Fokus auf Customer Experience verlagerte

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fluctus, aws
© fluctus - Anna Kurpierz und Christian Sattlecker von fluctus.

Der Bedarf an Bandbreite und enormen Datenvolumina steigt rasant. Doch während der globale Ausbau der physischen Infrastruktur voranschreitet, hinkt die digitale Verwaltung oft hinterher. Gerade kleine Regionen und lokale Netzerrichter stünden vor großen Herausforderungen. Zudem arbeiten mittelständische und große Unternehmen häufig mit starren, unzureichenden Systemen, denen es an Flexibilität fehlt, so die Erfahrung des fluctus-Gründerduos Anna Kurpierz und Christian Sattlecker.

fluctus mit End-to-End

„Wir haben bei unseren Projekten festgestellt, dass der österreichische Ausbau oft große Lücken hinterlässt – kleinen Regionen und Netzbetreibern fehlt der Zugang zu zukunftsträchtigen Technologien“, sagt Kurpierz. Um diese Lücken zu schließen, hat das oberösterreichische Startup ein von Grund auf neues Management-System für „Open-Access-Netze“ entwickelt.

Dabei setzt fluctus auf ein „New-Generation Open-Access-Tool“, das den Datenaustausch zentralisiert abwickelt. Das System funktioniert als reine „Zero-Touch“-Anwendung.

„Wir sind derzeit die Einzigen, die am europäischen Open-Access-Markt eine komplett zentralisiert managebare End-to-End-Lösung (E2E) anbieten“, erklärt die Gründerin weiter. „Da sämtliche Marktbegleiter von den Kunden eine Implementierung der Logiken in deren Netz voraussetzen.“

Der entscheidende Vorteil für Kunden sei hierbei, dass im Gegensatz zu Konkurrenzprodukten Netzbetreiber keine komplexen Logiken mehr selbst in ihr eigenes Netz implementieren müssten.

Wettbewerb steigern

„Ziel unseres Systems ist der Zugang zu einem offenen Netz für alle Breitbandteilnehmer“, so die Founderin weiter. „Einerseits wird damit der Wettbewerb unter den ‚Internet Service Providern‘ gesteigert und verbraucherseitig entsteht zudem ein Nutzen aus qualitativ hochwertigen Produkten, ein großer Pool aus Anbietern und Produkten sowie niedrigere Preise. Durch die Entstehung eines Polypols auf der Angebotsseite und den daraus entstehenden größeren Markt ergeben sich intensivere Preis- und Qualitätswettbewerbe.“

Zudem würden offene Netze einen fairen Zugang für alle Anbieter ermöglichen und an jedem Anschluss einheitliche Prozesse sowie technische Mindeststandards garantieren.

„Unser Produkt ist im Wesentlichen ein System für den Glasfaserausbau und -betrieb, welches als zero-touch Anwendung realisiert wird. Durch das ‚New-Generation Open Access Tool‘, welches den Datenaustausch zentralisiert abwickelt, kann eine vergleichbare Angebotslandschaft wie im Mobilfunk geschaffen werden – neben bestehenden Internet-Providern werden auch neue Anbieter im selben Netz entstehen“, erklärt Kurpierz. „Dies führt zu größerer Angebotsvielfalt, wettbewerbsfähigen Preisen und einer höheren Anschlussquote. Es entstehen somit auch neue Möglichkeiten für Discounter, Energy-Drink-Giganten bis hin zur kleinen IT-Firma, im Netz anzubieten.“

Zielgruppen von fluctus

Die Kernzielgruppe von fluctus umfasst Netzbesitzer (wie regionale Infrastrukturbetreiber) sowie große Technologieunternehmen. Ein typischer Use-Case ist der Zusammenschluss bislang getrennt strukturierter Regionen. Durch die Zentralisierung von Netz- und Betriebsprozessen sollen bestehende Infrastrukturen effizienter genutzt und neue Internet-Service-Provider nahtlos integriert werden.

Monetarisiert wird die Technologie über Dienstleistungs- und Wartungsverträge. Nach dem Prinzip „Grow with your business“ bietet fluctus drei flexible Modelle an, die ein E2E-Deployment und den laufenden Betrieb über das hauseigene OSS/BSS-Management-System umfassen. Die Preisgestaltung ist nach Unternehmensgröße gestaffelt. Zusätzlich wird pro Projekt beziehungsweise pro „Point of Presence“ (POP) eine Projektpauschale verrechnet, die sich nach der Größe des Projekts richtet.

Hürden überwunden

Die Entwicklung einer derart tiefgreifenden Technologie ist kapital- und ressourcenintensiv. Das Gründerteam stand beim Aufbau vor massiven Hürden, wie Kurpierz erklärt: „Die Entwicklung und Herstellung unseres Produktes hat hohe Investitionen, sogenannte CAPEX, erzeugt und unzählige Tests erfordert. Erschwerend kommt hinzu, dass es am Markt wenig ausgebildetes Personal in diesem Bereich gibt – die interne Weiterbildung in dieser Nische ist enorm zeitintensiv und führt daher zu höheren Kosten.“

© fluctus – Das fluctus-Team.

Einen entscheidenden Durchbruch hierbei brachte aws Seedfinancing – Deep Tech. Die Förderung der Austria Wirtschaftsservice (aws) trug maßgeblich zur Marktreife der Technologie bei, wie die Gründerin erklärt. Zudem konnte das Startup das aws-Netzwerk nutzen, um strategisch wertvolle Kontakte zu knüpfen.

Mit einer fertigen Technologie im Rücken sind die nächsten Meilensteine klar definiert. In den kommenden Jahren möchte sich fluctus als etablierte Größe im DACH-Raum positionieren. Gleichzeitig treibt das Unternehmen die Erschließung weiterer internationaler Märkte voran.


Disclaimer: Der Artikel wurde in Kooperation mit der Austria Wirtschaftsservice (aws) umgesetzt

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