20.06.2023

Dogen City: Startup baut schwimmende Stadt, die sich an Klimawandel anpasst

Und für Raumschiffe sogar einen Lande- und Startplatz bietet. Das Projekt von N-Ark soll zudem seinen Einwohner:innen Schutz und Nachhaltigkeit zugleich gewähren.
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Dogen City, Water 7, Stadt im meer, Klimawandel
(c) Dogen City - Dogen City, eine japanische Meeresstadt, mit hochmoderner Versorgung.

Water 7 aus dem One Piece-Universum lässt grüßen. Was in der japanischen Manga-Serie noch als fiktives Beispiel einer Stadt im Meer gilt, könnte bald Realität werden. Das in Japan ansässige Startup N-Ark von Yuki Tazaki hat nämlich vor wenigen Tagen Pläne für die sogenannte Dogen City vorgestellt. Eine schwimmende Metropole, die sich nicht nur an den Klimawandel anpassen, sondern ihren Bewohner:innen auch modernste Gesundheitsdienste und Krankheitsprävention bieten soll, wie die Plattform „Robotreport“ berichtet.

Dogen City soll 40.000 Menschen beherbergen können

Auf einer Fläche von 390 Hektar soll die Stadt 40.000 Menschen auf einmal beherbergen können, darunter 10.000 Einwohner:innen und 30.000 Tourist:innen, so der Plan. Ihre Ringstruktur soll Naturkatastrophen standhalten und öffentliche Wohnungen, medizinische Forschungszentren, Einrichtungen für die Lebensmittelproduktion und sogar Startplätze für Raumschiffe beinhalten.

Dogen City, Water 7
(c) Dogen City – Die künstliche Meeresstadt soll Ende des Jahrzehnts fertig gebaut sein.

„Um die maritime Wirtschaft aufrechtzuerhalten und Probleme zu lösen, müssen politische, geschäftliche und technologische Strategien zusammenkommen, um eine neue maritime Wirtschaft zu schaffen“, schreibt N-Ark auf seiner Website.

Layers

Das Design von Dogen City besteht aus schichtartigen Teilbereichen (layers) oder, wie das Unternehmen es nennt, „industries“, von denen jede ihren eigenen Zweck hat: Einerseits gibt es ein bewohnbares, sich selbst versorgendes maritimes Dorf, das eine lebendige Infrastruktur bietet und die geistige und körperliche Selbstversorgung fördern soll. Die Ringform soll vor einer Tsunami-Bedrohung (durch stabile Dämme) schützen; das Unterwasser-Rechenzentrum hingegen, das auf natürliche Weise durch den Ozean gekühlt wird, den Energieverbrauch senken.

Der letzte „layer“ ist als Start- und Landeplatz für Raketen konzipiert. Zudem soll es möglich sein, die einzelnen Plattformen innerhalb des Rings frei anzuordnen. Um die Stadt aktuellen Bedürfnissen der Bewohner ohne Bautätigkeiten anzupassen.

Bewohner von Dogen City sollen außerdem die Möglichkeit haben, an telemedizinischen Konsultationen teilzunehmen, bei denen Sensoren, Blutproben und Genomanalysen zur Bewertung ihrer Gesundheit eingesetzt werden. Darüber hinaus bestehe Zugang zu Roboterchirurgie und Arzneimittelforschung.

Dogen City: 7.000 Tonnen Lebensmittel benötigt

Was die Lebensmittel anbelangt, so würden funktionelle Inhaltsstoffe und Nutzpflanzen vor Ort mittels einer Anbautechnologie angebaut, die auf Meerwasser als Nährstoffquelle für Pflanzen setzt.

Das Projekt soll jährlich fast 7.000 Tonnen Lebensmittel produzieren, zwei Millionen Liter Wasser im Jahr verbrauchen und 22.265.000 kW an Energie erzeugen. „Das Konzept sieht vor, dass Medizin, Nahrung und Wohnraum aus derselben Quelle stammen“, präzisiert N-Ark seine Vision. Derzeit ist allerdings noch nicht bekannt, wie hoch die Kosten für die Stadt sein werden und wo genau sich Dogen City befinden wird. Die Fertigstellung ist Gerüchten nach für 2030 geplant.

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Context64.ai CEO & Founder Marko Lah (r.) mit COO Jan Bernasch (l.)

Das steirische Startup Context64.ai, gegründet von Marko Lah, hat sich auf die Bereitstellung horizontaler und industrieagnostischer KI-Infrastruktur spezialisiert. Erst Anfang des Jahres ging das Unternehmen mit der deutschen 3DSE Management Consultants GmbH eine strategische Allianz ein – brutkasten berichtete. Nun stellen die Grazer die technologische Plattform für die neue „Data2AI“-Produktlinie des deutschen Softwareentwicklers Emposo bereit.

Klare Rollenverteilung

Die Rollenverteilung bei der Kooperation ist klar: Context64 stellt die Plattform, Emposo baut daraus fertige Kundenlösungen. Emposo ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Hays Holding. Während der Mutterkonzern Hays primär als weltweit agierender Personaldienstleister im Recruiting-Bereich bekannt ist, konzentriert sich Emposo als spezialisierter Lösungsanbieter auf IT- und Engineering-Dienstleistungen sowie die Abwicklung von Werk- und Serviceverträgen. Nach einer einjährigen Pilotphase wurde die Zusammenarbeit mit dem Grazer Startup nun fest verankert.

Strukturierte Daten statt KI-Halluzinationen

Der Software-Stack von Context64.ai setzt beim sogenannten Kontextproblem herkömmlicher Sprachmodelle an. Über den „Data Context Hub“ werden verteilte Unternehmensdaten – darunter Anforderungen, Stücklisten und Qualitätsdaten – in einem Knowledge Graph miteinander vernetzt.

Die ergänzende Komponente „M4AI“ (Memory for AI) ermöglicht KI-Agenten den gezielten Zugriff auf dieses strukturierte Wissen. Dadurch navigieren die Agenten entlang der realen Unternehmensstruktur, anstatt isolierte Dokumente zu durchsuchen. Das soll Verarbeitungszeiten verkürzen, Fehlantworten (Halluzinationen) minimieren und den Ressourceneinsatz senken.

Pilotprojekt im Automobil-Sektor

Als ersten produktiven Anwendungsfall nennen die Unternehmen ein Projekt aus dem Automobil-Engineering, bei dem ausführbare Testfälle automatisiert aus Spezifikationen und Signaldaten erzeugt werden. Laut Aussendung führte der Einsatz der Software in dem langjährigen Kundenprogramm zu einer siebenfachen Produktivitätssteigerung gegenüber der zuvor wochenlangen manuellen Erstellung.

Context64.ai-Gründer Marko Lah sieht in dem Projekt ein übergeordnetes Muster für den Markt: „KI selbst wird zur Commodity – entscheidend ist, was darunter liegt: die saubere Vernetzung von Daten über Systemgrenzen hinweg, Präzision, effizienter Token-Einsatz.“, argumentiert er. „Die Domänenexperten sitzen bereits in den Unternehmen. Was fehlt, ist die Infrastruktur, dieses Wissen mit KI zu verbinden – die liefern wir als Plattform.“

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Dogen City: Startup baut schwimmende Stadt, die sich an Klimawandel anpasst

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Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Die schwimmende Stadt Dogen City könnte einen möglichen Lösungsansatz für Probleme bieten, die durch den Klimawandel und das Bevölkerungswachstum verursacht werden. Die Stadt soll nicht nur ein sicheres Zuhause für Tausende von Menschen bieten, sondern auch modernste Gesundheitsdienstleistungen und Krankheitsprävention, sowie nachhaltige Lebensmittelproduktion bieten. Diese Innovation könnte dazu beitragen, das Bewusstsein für nachhaltige und klimafreundliche Lebensstile zu schärfen und neue Standards in den Bereichen Stadtentwicklung und Wirtschaft zu setzen.

Dogen City: Startup baut schwimmende Stadt, die sich an Klimawandel anpasst

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Welche wirtschaftlichen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Der Bau von Dogen City, einer schwimmenden Stadt, die sich an den Klimawandel anpassen kann und modernste Gesundheitsdienste und Krankheitsprävention bietet, könnte die maritime Wirtschaft revolutionieren. Das Unternehmen N-Ark plant, politische, geschäftliche und technologische Strategien zusammenzuführen, um eine neue maritime Wirtschaft zu schaffen, die darauf abzielt, Probleme zu lösen und die maritime Wirtschaft aufrechtzuerhalten. Wenn das Projekt erfolgreich umgesetzt wird, könnte es zu einem wichtigen Eckpfeiler in der maritimen Wirtschaft werden und eine Vielzahl von Arbeitsplätzen und Wirtschaftsmöglichkeiten schaffen.

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Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

Als Innovationsmanager:in könnte dieser Artikel für Sie relevant sein, da er eine innovative Lösung für städtische Probleme zeigt. Die Dogen City könnte ein Lösungsansatz sein, um sich an den Klimawandel anzupassen und gleichzeitig modernste Gesundheitsdienste und Krankheitsprävention zu bieten. Das Konzept der Stadt hat auch das Potenzial, die maritime Wirtschaft anzukurbeln und eine neue Branche zu schaffen. Als Innovationsmanager:in können Sie von diesem Beispiel lernen und möglicherweise ähnliche Konzepte in Ihrer eigenen Branche oder Industrie entwickeln.

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Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Investor:in?

Als Investor:in könnte die Idee der Dogen City eine interessante Möglichkeit sein, in eine innovative und möglicherweise zukunftsträchtige Immobilienentwicklung zu investieren. Das Projekt stellt sich als ein Lösungsansatz für die Auswirkungen des Klimawandels auf die zunehmend von Überschwemmungen bedrohten Küstenstädte weltweit dar. Zudem soll die Dogen City modernste Gesundheitsdienste und eine effiziente Nutzung von Energie und Ressourcen bieten. Allerdings sind Informationen zu den Kosten sowie dem genauen Standort des Projekts noch nicht bekannt.

Dogen City: Startup baut schwimmende Stadt, die sich an Klimawandel anpasst

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Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Politiker:in?

Als Politiker:in kann der Artikel dazu anregen, über die Bedeutung von Innovationen und technologischen Fortschritten für den Umgang mit globalen Herausforderungen wie dem Klimawandel nachzudenken. Insbesondere das Konzept der schwimmenden Stadt als mögliche Lösung für den Anstieg des Meeresspiegels und der damit einhergehenden Bedrohung von Küstenregionen könnte auf politischer Ebene diskutiert werden. Zudem kann die Integration von modernen Gesundheitsdiensten und nachhaltiger Landwirtschaft in die Stadtplanung als Beispiel für eine holistische Herangehensweise an komplexe Probleme dienen.

Dogen City: Startup baut schwimmende Stadt, die sich an Klimawandel anpasst

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Was könnte das Bigger Picture von den Inhalten dieses Artikels sein?

Die Pläne für die Dogen City stellen ein interessantes Konzept dar, das sich der Bekämpfung des Klimawandels widmet, indem es mögliche Lösungen für die Herausforderungen des städtischen Lebens im Meer bietet. Es ist eine ambitionierte Unternehmung, die ihre Bewohner:innen mit hochmodernen Gesundheitsdiensten, Lebensmittelproduktion und sogar Raumstartplätzen versorgt. Ein Projekt wie dieses, wenn es erfolgreich umgesetzt wird, könnte als Vorlage für zukünftige städtische Entwicklungen dienen, insbesondere da die Bevölkerung wächst und die Auswirkungen des Klimawandels weiter zunehmen.

Dogen City: Startup baut schwimmende Stadt, die sich an Klimawandel anpasst

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Wer sind die relevantesten Personen in diesem Artikel?

  • Yuki Tazaki

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Wer sind die relevantesten Organisationen in diesem Artikel?

  • N-Ark

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