31.01.2023

Dogecoin: Twitter-Pläne von Musk pushen wieder mal DOGE-Kurs

Das geplante Zahlungs-Feature auf Twitter soll sich einem Medienbericht zufolge hauptsächlich auf herkömmliche Fiat-Währungen konzentrieren. Krypto-Zahlungen könnten später folgen. Zu Elon Musks favorisierter Kryptowährung Dogecoin sind keine konkreten Pläne bekannt, der Kurs zog aber dennoch an.
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Elon Musk vor einer Dogecoin-Münze
Foto: Tesla Owners Club Belgium via Wikimedia Commons / Crystal Mapes via unsplash

Im großen Krypto-Bullenmarkt von 2021 kam es eine Zeit lang ständig vor: Elon Musk bewegte mit seinen Aussagen den gesamten Kryptomarkt – meist mit Tweets. Mittlerweile ist Musk ja selbst zum Eigentümer von Twitter geworden. Sein Einfluss auf die Kurse von Krypto-Assets ist aber schon zuvor deutlich zurückgegangen. Mit einer Ausnahme: Dogecoin.

Die 2013 als Persiflage gestartete Kryptowährung ist schon länger ein Liebkind von Musk. Schon 2021 deutete er an, dass er DOGE für eine bessere Bitcoin-Alternative hält. Als im Frühjahr 2022 dann Musks Twitter-Übernahme ins Rollen kam, bewegte das auch immer wieder den Dogecoin-Kurs.

Hintergrund: Am Markt wurde darauf spekuliert, dass Musk Dogecoin-Zahlungen auf Twitter ermöglichen könne. Und dies würde sich dann auch zu einer stärkeren Nutzung von DOGE führen. Musk deutete dann auch selbst an, dass Twitter DOGE-Zahlungen einbinden könnte.

Musk will Twitter-Zahlungen hauptsächlich mit Fiat-Währungen

Seither ist nun mittlerweile ein Jahr vergangenen. Und konkrete Schritte in Richtung DOGE-Zahlungsoption bei Twitter sind zumindest öffentlich nicht bekannt. Dafür bewies Elon Musk nun, dass er weiterhin in der Lage ist, den Dogecoin-Kurs zu bewegen. Am Montag erschien ein Bericht in der Financial Times zu Payment-Plänen von Twitter.

Besonders spektakulär war dieser nicht: Musk will demnach, dass Zahlungen auf Twitter hauptsächlich in herkömmlichen Fiat-Währungen wie beispielsweise dem US-Dollar abgewickelt werden. Allerdings werde das Engineering-Team das Payment-Angebot so entwicklen, dass Krypto-Optionen später hinzugefügt werden könnten. Konkrete Pläne zu DOGE selbst nannte der Bericht keine.

DOGE auf 7-Tages-Sicht im Plus, BTC und ETH im Minus

Dennoch reichte die Nachricht, um den Kurs des Meme Coins wieder einmal zu pushen: Er stieg innerhalb weniger Minuten von rund 0,0872 Dollar bis auf 0,0909 Dollar. In weiterer Folge ging es bis auf rund 0,0950 Dollar nach oben. Keine Kursexplosion, aber: Auf 7-Tagessicht liegt Dogecoin rund 6,5 Prozent im Plus. Der Bitcoin-Kurs verzeichnet in diesem Zeitraum dagegen ein knappes Minus, Ethereum einen etwas deutlicheren Kursrückgang von rund 3 Prozent.

Abseits des geplanten Payment-Features hat Twitter in der Vergangenheit schon teilweise Krypto-Features implementiert: So können etwa Abonennt:innen des Bezahldiensts Twitter Blue NFT-Profilbilder einbinden. Außerdem hat Twitter eine Trinkgeld-Funktion für Content Creator implementiert, die auch Bitcoin-Zahlungen über Strike ermöglicht.

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Rivero
© Rivero - (v.l.) Stephan Wächter, Fatemeh Nikayin und Thomas Müller.

Rivero, die europäische Plattform für Zahlungsoperationen, hat heute bekanntgegeben, dass Elevator Ventures, der Corporate-Venture-Capital-Fonds der Raiffeisen Bank International (RBI), als Investor beim Schweizer Fintech eingestiegen ist. Die Partnerschaft soll Riveros weitere Expansion in Europa unterstützen, mit besonderem Fokus auf die Märkte in Zentral- und Osteuropa. Über die genaue Summe ist nichts bekannt.

Rivero: Kajo und Amiko

Rivero wurde von Thomas Müller, Fatemeh Nikayin und Stephan Wächter gegründet, um Intelligenz und Automatisierung in einige der besonders komplexen operativen Herausforderungen der Zahlungsbranche zu bringen. Die Technologie soll es Finanzinstituten ermöglichen, stark regulierte und ressourcenintensive Zahlungsprozesse zu modernisieren und manuelle Arbeitsabläufe durch intelligente Automatisierung zu ersetzen.

Die Compliance-Plattform von Rivero heißt Kajo und soll die Compliance in Zahlungsnetzwerken vereinfachen, indem sie Updates automatisch verteilt, eine Übersicht auf einen Blick liefert und fragmentierte Dokumente und Anforderungen der Zahlungsnetzwerke in ein KI-gestütztes Wissensverzeichnis verwandelt.

Die KI-gestützte Anwendung Amiko indes bringt agentische KI in das Streitfallmanagement (Dispute Management) und die Betrugsrückgewinnung. Die Lösung sortiere Fälle intelligent vor, koordiniere die nächsten sinnvollen Schritte und automatisiere Dispute-Workflows vom Eingang bis zur Lösung, während sie Agent:innen bei komplexen Fällen anleitet, die menschliche Spezialist:innen erfordern. Das soll Instituten helfen, Gelder schneller zurückzuholen, den operativen Aufwand zu reduzieren und ein besseres Erlebnis für Karteninhaber:innen zu bieten.

„Elevator Ventures von strategischer Relevanz“

Während Rivero in Europa expandiert, konzentriert sich das Unternehmen zunehmend nicht nur auf den Ausbau seiner Technologie, sondern auch auf die Stärkung seiner Position im breiteren europäischen Bankenökosystem. Für die nächste Entwicklungsphase von Rivero sei Elevator Ventures von besonderer strategischer Relevanz: Durch die Verbindung zur RBI Group und das Netzwerk in Zentral- und Osteuropa verfüge Elevator Ventures über umfangreiche Erfahrung darin, Technologieunternehmen, die Finanzinstitute bedienen, zu unterstützen und ihnen bei der Orientierung und Expansion in europäischen Bankenmärkten zu helfen, heißt es.

„Europas Finanzinstitute suchen nach besseren Wegen, zunehmend komplexe Zahlungsoperationen zu managen, und wir sehen eine große Chance, Riveros Technologie zu vielen weiteren Instituten auf dem Kontinent zu bringen“, sagt Thomas Müller, CEO von Rivero. „Da wir nun in die nächste Wachstumsphase eintreten, wollen wir Investor:innen am Tisch haben, die sowohl die Komplexität des Bankgeschäfts als auch die Märkte verstehen, in denen wir tätig sind. Die Expertise von Elevator Ventures im Finanzdienstleistungsbereich und ihr besonders starkes Netzwerk in Zentral- und Osteuropa machen sie zu einem hoch relevanten strategischen Partner für Rivero.“

Maximilian Schausberger, Managing Director bei Elevator Ventures, ergänzt: „Rivero adressiert eine Reihe operativer Herausforderungen, die für Banken und Zahlungsinstitute in ganz Europa immer wichtiger werden. Das Team verbindet tiefgehende Zahlungsverkehrsexpertise mit Technologie, die speziell auf die Anforderungen regulierter Finanzinstitute ausgelegt ist. Wir sehen eine starke Übereinstimmung zwischen Riveros Ambitionen und unserer Erfahrung und unserem Netzwerk im europäischen Bankwesen und freuen uns darauf, das Unternehmen bei seiner weiteren Expansion zu unterstützen.“

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