22.07.2015

Doch kein Börsengang für SoundCloud-Investor: German Startups Group zieht zurück

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© GSG: Die Macher von German Startups Group: Christoph Gerlinger und Nikolas Samios.

Der Börsengang der Beteiligungsgesellschaft German Startups Group aus Berlin wurde abgesagt. Nachdem der Angebotszeitraum erst letzte Woche verlängert wurde, entschied man sich nun dazu, den IPO* komplett abzusagen.

Gründer und Vorstandschef Christoph Gerlinger sei enttäuscht. Aber „Angesichts unseres erfolgreichen Geschäftsmodells waren wir nicht bereit, nur wegen eines ungünstigen Timings Abstriche beim Volumen oder dem Angebotspreis der Aktien zu machen“, betont er. Man glaube außerdem nicht, dass diese Entscheidung nun Auswirkungen auf den positiven Geschäftsverlauf haben werde. Schuld sei das „fragile Kapitalmarktumfeld“, das es derzeit nicht möglich mache, zu einem angemessenen Kurs an die Börse zu gehen.

Die German Startups Group machte in der Vergangenheit mit erfolgreichen Beteiligungen aufmerksam. Investitionen in erfolgreiche Startups wie der Musik-Dienst Soundcloud, Brillen-Shop Mr. Spex, Essens-Lieferant Delivery Hero oder Putzdienst Book a Tiger sind im Portfolio des Investors, in dem sich insgesamt rund 40 Unternehmen befinden. Im letzten Jahr nahm der Wagniskapitalgeber rund 1,4 Millionen Euro ein. Fokus sind junge, schnell wachsende Unternehmen. Rund 60 Millionen Euro wollte man beim IPO einsammeln. Daraus wird vorerst nichts. Die Pläne sollen laut Management aber nur aufgeschoben werden.

Foto vom Gründer und Vorstandschef der German Startups Group Christoph Gerlinger:

Christoph-Gerlinger-1

Quelle, ©GSG

Begriffserklärung:  „IPO“ kommt aus dem Englischen – “initial public offering” – und bedeutet Börsengang.

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Im Mai 2024 holte eologix-ping ein Millioneninvestment u.a. von Verbund X – brutkasten berichtete. Im gleichen Jahr führte das Grazer Startup Blitzdetektion ein und erweiterte sein Produktportfolio um Blitzüberwachungssysteme.

Eologix-Ping mit neuer Version

Nun hat Eologix-Ping die Markteinführung von „Event Lightning Fleet – Satellitenversion“ bekannt gegeben, einer neuen satellitengestützten Version seiner Blitzüberwachungslösung für Windturbinen.

Die neue Variante soll es Wind-Asset-Managern in abgelegenen Regionen mit geringer Konnektivität, in denen die Mobilfunkkommunikation unzuverlässig oder nicht verfügbar ist, ermöglichen, zu erkennen, welche Turbine von einem Blitz getroffen wurde – konkret geschieht das mittels Myriotas UltraLite-Satellitenkonnektivität.

Use-Case bleibt

Der grundlegende Use Case bleibt bei den Grazern jedoch unverändert: Betreiber wissen zu lassen, welche Turbine von einem Blitz getroffen wurde, damit sie Inspektionen priorisieren, die Wartungsplanung verbessern und Unsicherheiten nach Gewitterstürmen reduzieren können.

„Abgelegene Windparks sollten nicht einfach deshalb an operativer Transparenz verlieren, weil die Mobilfunkabdeckung begrenzt ist“, sagt Matthew Stead, CPO und Mitgründer von Eologix-Ping. „Mit ‚Event Lightning Fleet – Satellitenversion‘ erweitern wir die Blitzüberwachung auf Turbinenebene auf Regionen, in denen die traditionelle Kommunikationsinfrastruktur eine Hürde dargestellt hat.“

Einblicke auf Turbinenebene

Blitzeinschläge können erhebliche Blattschäden und Betriebsrisiken für Windturbinen verursachen. In vielen Fällen sind Betreiber gezwungen, nach Gewitterstürmen umfangreiche Inspektionen durchzuführen, ohne klare Anhaltspunkte dafür zu haben, welche Turbinen betroffen waren.

Im Gegensatz zu regionalen Wetterdiensten, die sich auf flächenweite Blitzaktivität konzentrieren, sei „Event Lightning Fleet – Satellitenversion“ darauf ausgelegt, betriebliche Einblicke auf Turbinenebene zu liefern.

Aus dem Archiv: Die Hintergründe zum Millioneninvestment für eologix-ping aus Graz

Das System erkenne Blitzereignisse direkt am Windturbinenturm mithilfe eines Magnetfeldsensors, der im Power and Communication Module (PCM) installiert ist. Der Sensor erfasst das durch den Blitzstrom im Turmgebäude induzierte Magnetfeld und generiert eine Ereignisbenachrichtigung, die in die Cloud übertragen wird.

Eologix-Ping-CEO: „Besonders relevant für viele Windparks in Lateinamerika“

„Wir sind stolz darauf, mit Eologix-Ping zusammenzuarbeiten, um die Blitzüberwachung auf Standorte auszudehnen, die traditionell außerhalb der Reichweite zuverlässiger Konnektivität lagen“, sagte Dan Franklin, Regional Sales Director bei Myriota.

Und Thomas Schlegl, CEO und Mitgründer von Eologix-Ping, ergänzt: „Mit dieser Markteinführung können Betreiber Blitzüberwachung auf Turbinenebene an Standorten einsetzen, die bisher schwer zu verbinden waren. Dies ist besonders relevant für viele Windparks in Lateinamerika, wo abgelegene geografische Lagen und begrenzte Telekommunikationsinfrastruktur nach Blitzereignissen operative blinde Flecken schaffen.“

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