31.01.2015

Do-It-Yourself: Musikstreaming-Dienst Spotify bewertet sich auf 8 Mrd. Dollar

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Spotify
Musikstreaming-Dienst Spotify mit Rekordeinstieg an der Börse.

Der schwedische Musikstreaming-Dienst Spotivy ist Marktführer mit laut eigenen Angaben über 60 Millionen aktiven Usern in den letzten 30 Tagen. Über 15 Millionen Nutzer sind zahlende Abo-Kunden. Über 30 Millionen Songs kann man online hören und mehr als 20.000 Lieder werden täglich hochgeladen. In 58 verschiedenen Ländern ist Spotify aktiv.

Nun ist Spotify auf der Suche nach frischem Kapital. Bei der letzten Finanzierungsrunde in 2013 wurde der Streaming-Dienst Medienberichten nach mit vier Milliarden Dollar bewertet.

Spotify, das gerne als Beispiel für ein erfolgreiches Startup herangezogen wird, hat nun die Investmentbank Goldman Sachs beauftragt, ein Volumen von 500 Millionen US-Dollar bei einer Unternehmensbewertung in der Höhe von acht Milliarden Dollar aufzustellen.

Aber die Konkurrenz schläft nicht: Neben Youtube und Deezer sowie unzähligen anderen, hat Hip-Hop Star Jay-Z erst kürzlich in den Musik-Streaming-Dienst „Aspiro“ 56 Mio US-Dollar investiert. Es bleibt also spannend, welcher Dienst sich letztendlich durchsetzen wird.

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Michael Waupotitsch, Vice President Textile Recycling bei Andritz © Andritz Group

Allein in Österreich könnten zukünftig rund 220.000 Tonnen davon besser verwertet werden. Bisher scheitert eine echte Kreislaufwirtschaft jedoch an der Praxis: „Wirkliches Faser-zu-Faser-Recycling, also sprich aus Abfällen wirklich wieder ein Kleidungsstück zu machen, das liegt im Bereich von 1% und weniger“, zieht Michael Waupotitsch, Vice President Textile Recycling bei Andritz, im Gespräch ernüchternde Bilanz. Der Großteil der Altkleider wird deponiert oder verbrannt.

Vorhersage statt bloßer Materialbestimmung

Hier setzt die neue Technologie „teXscan“ an, die Andritz gemeinsam mit der französischen Tochtergesellschaft Laroche entwickelt. Während bestehende Nahinfrarot-Systeme lediglich die reine Materialzusammensetzung bestimmen können, soll die neue Lösung erstmals die konkrete Rezyklierfähigkeit zerstörungsfrei vorhersagen.

„Die Innovation dabei ist, dass man erstmals nicht nur Farbe oder Zusammensetzung messen, sondern eine Vorhersage treffen kann, wie gut etwas recycelbar ist.“, so Waupotitsch. Das System ordnet den Textilien einen Score von 0 bis 100 zu, der auf Kriterien wie der Faserlänge und dem Kurzfaseranteil basiert. Waupotitsch betont jedoch im Gespräch, dass es sich hierbei um „keinen industriellen Standard“, sondern primär um eine „Entscheidungshilfe“ für Sortier- und Recyclingbetriebe handelt.

Der teXscan © Andritz

Bislang nur weiße Baumwolle identifizierbar

Bislang beschränkt sich die Analysefähigkeit des Prototyps ausschließlich auf weiße Baumwollfasern. Die größte Herausforderung im Massenmarkt stellen jedoch Mischgewebe und gefärbte Stoffe dar, die den Großteil heutiger Fast Fashion ausmachen. Andritz plant, bis Ende des Jahres verlässliche Aussagen über farbige Baumwolle zu treffen; Mischgewebe sollen als nächstes folgen.

Aktuell existiert das System als Tischgerät. Um industriell relevant zu werden, soll die Technologie zu Handheld-Geräten oder vollautomatisierten Online-Sensoren für Förderbänder weiterentwickelt werden, erklärt der Textil-Recycling-Experte.

teXscan als strategischer „Door Opener“

„Recycling von Textilien steht im Wettbewerb mit extrem günstigen Frischfasern“, merkt Waupotitsch im Gespräch an. Man müsse das gesamte wirtschaftliche System beachten und vorsichtig sein sich in dieser Hinsicht nicht selbst zu belügen, denn „unterm Strich muss es sich auch rechnen“, so der Experte. Zudem fehlen in Europa flächendeckende, genormte Sammelsysteme, wie man sie vom Altpapier kennt.

Für den Technologiekonzern ist der Scanner ohnehin nicht das primäre Endprodukt sondern eine Möglichkeit der Zusammenarbeit. Andritz versteht sich als Maschinen- und Anlagenbauer. Das Messgerät soll vielmehr als „Door-Opener“ fungieren, um letztlich großskalierte mechanische und chemische Recyclinganlagen zu vertreiben.

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