30.09.2021

Digitales Servicebuch: Prescreen-Founder steigen bei OE Service ein

OE Service aus Klagenfurt wickelt für Auto-Werkstätten die digitalen Servicebuch-Einträge zentral ab. Der Gründer hat sich ein sechsstelliges Investment gesichert.
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Das OE Service-Team (l.) und die Prescreen-Gründer (r.)
Das OE Service-Team (l.) und die Prescreen-Gründer (r.) | Fotos beigestellt

Constantin Wintoniak, Markus Presle und Nicolas Vorsteher haben ihr Startup Prescreen 2017 um 27 Millionen Euro an Xing verkauft. Jetzt sind sie selbst Startup-Investoren und haben sich jüngst an OE Service aus Klagenfurt beteiligt. Mit einem mittleren sechsstelligen Eurobetrag sichern sie sich jeweils rund 6,7 Prozent an dem 2018 gegründeten Jungunternehmen, an dem unter anderem auch die Diamir-Gründer Maximilian Nimmervoll und Lorenz Edtmayer beteiligt sind. OE Service digitalisiert den Servicebucheintrag für Autoservices.

Pay per use beim digitalen Servicebuch-Eintrag

OE-Service-Gründer Janos Juvan: „Wir haben ein reines Pay-per-use-Businessmodell und Prescreen bringt uns das Know-how, dass es jetzt braucht, um unser Wachstum zu beschleunigen“. Das Servicebuch im Handschuhfach ist bei den meisten Autoherstellern bereits durch digitale Plattformen ersetzt. Dort müssen Autowerkstätten Services digital eintragen – eine mühsame Aufgabe, da jeder Hersteller auf einen eigenen Prozess setze, erklärt Juvan. Bei OE Service müssen Werkstätten lediglich die VIN des Fahrzeugs eintragen, die Software erkennt automatisch, um welches Fahrzeug es sich handelt und leitet Nutzer:innen zum entsprechenden Formular weiter. Bezahlt wird pro Servicebucheintrag über ein zuvor aufgeladenes Guthaben.

Janos Juvan im brutkasten-Talk zum Investment

„Zentralseitig hat die OE Service eine Plattform entwickelt, die alle Prozesse übernimmt. Das, was Booking für Hotels macht mit einem klaren Usecase auf den digitalen Servicebucheintrag“. Alleine in Österreich und Deutschland sei der Markt sehr groß: Etwa ein Drittel der rund 52 Mio. PKW haben bereits ein digitales Servicebuch. „Wir kalkulieren mit einem Bedarf von 15-20 Mio. Fahrzeugen oder mehr pro Jahr“.

OE Service: Bereits 10 Prozent des deutschen Markts erobert

Inzwischen setzen nach Unternehmensangaben mehr als 3000 Werkstätten auf das System des Startups. Das Prinzip stieß bei einigen großen Herstellern allerdings nicht auf Gegenliebe. Juvan musste sich mit seinem Unternehmen vor Gericht gegen diese behaupten – und gewann. Auch mit dem neuerlichen Investment soll der Wachstumskurs nun weiter verstärkt werden.

In einem Statement kommentieren die Prescreen-Gründer: „Wir hätten nicht gedacht, dass es hier eine äußerst attraktive Nische mit einem so hohen Volumen- und laufendem Wachstumspotential gibt. Bemerkenswert ist, dass OE Service bereits über 35 Prozent des potentiellen Marktes in Österreich und über zehn Prozent in Deutschland inne hat. Das alles hat dazu geführt, dass wir unbedingt Teil der OE Service Geschichte sein wollten. Wir denken, dass wir Janos genau jetzt helfen können, das Geschäft schnell und professionell zu skalieren und weitere Märkte rasch zu erschließen“.

Disclaimer:Lorenz Edtmayer und Maximilian Nimmervoll sind durch ihre Beteiligungsgesellschaften zu je 5,6095 % am brutkasten beteiligt.

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Nemja Klincov und seine Frau stehen in einem Frühstücksraum, beide halten ein Kind auf dem Arm.
Familienvater Nemanja Klincov entwickelt Plappi aus familiären Gründen. (c) Nemanja Klincov

Die Idee für Plappi, die KI-gestützte Sprachhilfe für Kinder, kommt dem Wiener Nemanja Klincov im Alltag. „Ich habe zwei Kinder und möchte ihnen meine Muttersprache Serbisch beibringen, meine Frau spricht Deutsch mit ihnen. Als Vater, Ehemann und Unternehmer kommt die Zeit allerdings oft zu kurz und ich merke, wie die Sprachbildung bei den Kindern leidet. Plappi entstand aus genau dieser Frustration. Nicht um mich zu ersetzen, sondern um die Zeit dazwischen zu nutzen. Damit mein Kind auch dann meine Sprache hört und übt, wenn ich gerade nicht kann.“

Klincov ist in der Gründerszene nicht neu. Durch sein erstes Startup BReact (brutkasten berichtete) erhält der Founder die KI-Expertise, die er für Plappi benötigt: „Wir haben diese ganze Expertise, zur KI und auch zur Datensicherheit, in den letzten fünf Jahren aufgebaut. Alles, was wir über BReact lernen, ist ein Grundbaustein für Plappi.  Für uns ist es extrem wichtig, dass keine Daten abfließen können und kein KI-Training betrieben wird.“

Eltern legen die Themen selbst fest

Wenn man ein Plappi-Gerät bekommt, kann man als Elternteil über eine App Lehrpläne und Themen festlegen. „Man kann beispielsweise den Namen des Lieblingstiers angeben, den Namen der besten Freunde, was im Alltag passiert, und man kann Plappi auch auf Themen sensibilisieren oder Wörter eingeben, die gelernt werden sollen. Das Gerät orientiert sich dann an dem, was die Eltern vorgegeben haben, und fordert die Kinder auch aktiv auf, zu antworten. Wir haben kein anderes Spielzeug gefunden, das Kinder proaktiv auffordert zu kommunizieren“, so Klincov.

„100 Prozent Made in Europe“

Für den Vater steht vor allem eines im Vordergrund: Der Datenschutz der Kinder. „Unser oberstes Gebot ist, ausschließlich Offline-KI-Modelle zu benutzen. Was die Kinder sagen, wird nicht für Werbung oder KI-Training genutzt. Wir haben uns auch angesehen, welches Rechenzentrum in Europa keinen amerikanischen oder chinesischen Gesellschafter dabeihat, damit alles 100 Prozent Made in Europe ist. Ich will als Vater auch nicht, dass die Daten meiner Kinder an amerikanische Konzerne abfließen“, erklärt der Founder.

Welches KI-Modell am geeignetsten ist, will Klincov gemeinsam mit 100 Eltern noch testen. Warum der Founder sich sicher ist, dass Kinder überhaupt mit KI-Spielzeugen interagieren sollten, erzählt er im Interview: „An Silvester waren wir bei Freunden. Als ich gesehen habe, wie sechs kleine Kinder von zwei bis fünf Jahren mit einer Alexa gesprochen und interagiert haben, war für mich klar: Das wird funktionieren, auch ohne Display oder Screen.“

Plappi soll es in dieser Ausführung für Kinder und ein anderes Modell für Jugendliche geben. (c) Plappi

Bereits 120 Menschen auf der Warteliste

Wenn Plappi auf den Markt kommt, soll es 90 Euro kosten und auf einem Abomodell für 9,90 Euro pro Monat basieren. Die Lernenden bekommen dann jeden Monat neue Lehrpläne erstellt, „denn Plappi versteht ja, welche Vokabeln die Kinder schon können und welche Wörter gut gelernt worden sind. Und deshalb ist es notwendig, dass es ein Abomodell ist, weil diese Lehrpläne angepasst werden. Und je nach Alter und Kind wird es dann mitwachsen“.

Klincov wartet zurzeit auf Förderungsgenehmigungen, für 2027 sei der Markteintritt geplant. Auf der Warteliste stehen derzeit 120 Menschen. Eine Crowdfunding-Kampagne auf der Plattform Kickstarter wird am 24. Juni gelauncht.

Zukunftspläne

„Mein Wunsch ist wirklich, dass meine Kinder fließend meine Sprache sprechen können. Ich hoffe, dass Plappi eines Tages ein Must-have in jedem Haushalt mit Kindern ist. Wir sehen einfach ein Riesenmarktpotenzial, wenn allein schon wegen des Unterrichtsfachs Englisch 95 Prozent der Kinder zur Zielgruppe werden“, blickt der Founder in die Zukunft. Das Ziel sei, dass auf lange Sicht nicht nur Kinder mit Migrationsbiografie Plappi nutzen. 

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