01.12.2022

Digitale Bildung auf dem Vormarsch: Investment für App MatheHero

Die App, die Schüler:innen bei der Vorbereitung auf die Mathe-Matura unterstützen will, überzeugt nach wie vor. MatheHero verkündet ein Investment und möchte seine Arbeit damit weiter voranbringen.
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MatheHero-Gründer Franz Trawniczek freut sich über das neue Investment © MatheHero
MatheHero-Gründer Franz Trawniczek freut sich über das neue Investment © MatheHero

Gründer Franz Trawniczek möchte mit seinem Startup Education Lab das österreichische Bildungswesen voranbringen. Die vom Bildungsministerium zertifizierte App MatheHero fokussiert sich dabei auf die Vorbereitung auf die Mathematik-Matura. Nun sichert sich das EduTech-Startup ein Investment der DocLX Holding. Alexander Knechtsberger übernimmt mit seiner Unternehmensgruppe, die bisher auf X-Jam jedes Jahr Maturareisen anbietet, Anteile.

Kostenvorteil und Erfolgsgarantie

„Als Marktführer im Jugend- und Eventmarketing ist DocLX nahe an der jungen Zielgruppe dran und kennt die Bedürfnisse der Digital Natives. ‚MatheHero‘ ist ein Digitalisierungstreiber im Bildungssystem. Die App vereint pädagogische Kompetenz mit zeitgemäßen Features“, erklärt Knechtsberger. So schaffe es die App, ein neues mathematisches Verständnis zu schaffen, das besonders in aussichtsreichen Zukunftsberufen der IT-Branche gefragt sei. Als wichtigen Vorteil betont er außerdem den Kostenvorteil des Produkts.

Jährlich werden fast 70 Millionen Euro für Mathematik-Nachhilfe ausgegeben. Die zweijährige Nutzung der MatheHero-App wäre dem gegenüber günstiger als zwei Nachhilfestunden. Zudem erhält man mit der Nutzung die Garantie, für eine bestandene Matura-Prüfung – ansonsten bekommt man sein Geld zurück. „Durch die Digitalisierung können wir begleitende Unterstützung bei der Erfassung des Lernstoffs demokratisieren und auch finanziell benachteiligten Schüler:innen eine effektive Hilfestellung bei der Vorbereitung auf die Matura leisten“, meint Knechtsberger ergänzend.

Die Zentralmatura wird simuliert

Bei MatheHero arbeitet man mit dem gesamten Oberstufenmaterial aus dem Mathematikunterricht. Die Maturaprüfung wird zudem in Echtzeit simuliert, um den Schüler:innen eine möglichst leichte und realitätsnahe Vorbereitung zu ermöglichen. Durch eine detaillierte Fehleranalyse soll zudem der Lerneffekt erleichtert werden.

Der Founder Franz Trawniczek erklärt dazu seine Überzeugung, dass ein lebenslanges Lernen seiner Meinung nach die Voraussetzung dafür ist, um beruflich am Ball zu bleiben und um von der Digitalisierung zu profitieren. Selbstbestimmtes, motivierendes aber auch intuitives E-Learning sei dafür der Schlüssel. Bei MatheHero werde dementsprechend die Selbstverantwortung für den eigenen Wissenserwerb gefördert. „Mit den Jugendmarketing-Expert:innen von DocLX vereinfachen wir tausenden Ablovent:innen pro Jahr den Weg zu Formeln, Zahlen, verschiedenen Stoffgebieten und ihrem Abschluss“, meint Trawniczek abschließend.

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Sasha Lipman und Petra Capin | (c) tech2impact

2020 startete tech2impact in Wien als Mentoring-Programm für Impact-Startups (brutkasten berichtete damals). Das erklärte Ziel der Gründerinnen Sasha Lipman und Jelena Popovic zum Start: „Gründer:innen gezielt dort zu unterstützen, wo sie es am meisten brauchen bzw. spezifische Bedürfnisse haben.“ Dafür gab es ein Netzwerk an Mentor:innen.

Mit der Zeit wurde das Programm weiterentwickelt. Co-Gründerin Popovic ging – für sie kam später Petra Capin. 2022 startete man ein Accelerator-Programm (brutkasten berichtete), 2024 wurde eine umfassende Neuaufstellung kommuniziert. Man gehe „von einem unternehmenszentrierten zu einem personenorientierten Modell über“, hieß es damals. Es folgten weitere Initiativen, darunter die mehrmalige Organisation des Events Insideout Summit im Rahmen der ViennaUp.

„Haben nicht die finanzielle Stabilität und das langfristige Wachstum erreicht“

Doch wie das Führungsduo Lipman und Capin via LinkedIn bekanntgab, wird tech2impact bald geschlossen. Im Herbst setze man noch einen letzten Durchgang des Programms „Edge“ um, im Frühling 2027 werde man dann das Geschäft beenden. „Wir haben mehr Geschäftsmodelle ausprobiert, als wir zählen können, alle mit demselben Ziel: tech2impact zu einem nachhaltigen Business zu machen, das nicht nur von Projekt zu Projekt läuft“, schreiben Lipman und Capin.

Trotz Erfolgen und finanziellen Wachstums, die erreicht worden seien, sei man stark von äußeren Faktoren wie Förderzyklen und Budgets von Partnern abhängig geblieben. „Wir haben nicht die finanzielle Stabilität und das langfristige Wachstum erreicht, die es gebraucht hätte“, so die beiden weiter. Getreu den eigenen Prinzipien stehe letztlich die mentale Gesundheit an erster Stelle. Man werde die Vision aber in anderen Formaten vorantreiben.

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