02.05.2022

Das soll der neue digitale Aktionsplan für die Hochschulen umfassen

Am Montag präsentierte Digitalisierungsministerin Margarete Schramböck und Bildungsminister Martin Polaschek den digitalen Aktionsplan für die Hochschulen. Unter anderem umfasst er eine neue Ausschreibung in der Höhe von 40 Millionen Euro, um Forschungsinfrastruktur auszubauen.
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Aktionsplan
(c) der brutkasten

Damit die digitale Transformation des österreichischen Hochschulwesens vorangetrieben wird, möchte die österreichische Bundesregierung bis Herbst diesen Jahres ein Strategiepapier für die digitale Zukunft der Universitäten bis 2030 entwickeln. Die neue Strategie ist Teil des digitalen Aktionsplans, der von Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck bereits 2020 initiiert wurde und am Montag spezifisch für den Bereich des Hochschulwesens in Wien vorgestellt wurde.

Um die Strategie auszuarbeiten, sollen Vertreter:innen aller 22 öffentlichen Universitäten mit einbezogen werden, wobei noch im Mai und Juni hierfür drei Dialogforen in Graz, Wien und Innsbruck eingerichtet werden. Sie sollen die Grundlage für einen weitreichenden Diskussionsprozess mit den Universitäten bilden.

Digitale Aktionsplan Hochschulen: Lehre, Forschung, Organisation

Bereits am Montag stellten die Wirtschaftsministerin und der Wissenschaftsminister erste inhaltliche Diskussionspunkte vor, die gemeinsam mit den Universitäten nun ausgearbeitet werden sollen. Im Bereich der Lehre umfassen diese beispielsweise sichere Prüfungsumgebungen für digitale Prüfungen oder die Verankerung von Digitalisierung in den Stundenplänen. Teil dessen könnten auch zeitversetztes Streaming von Vorlesungen oder die digitale Teilnahme an Lehrveranstaltungen sein. Laut Polaschek könnte auch die digitale Teilnahme an Kursen anderer europäischen Universitäten künftig möglich sein.

In der Forschung thematisierte Polaschek hingegen die ortsunabhängige Forschung durch den digitalen Austausch von Forschungsdaten sowie die gemeinsame, ortsunabhängige Nutzung digitaler Forschungsinfrastukrur.

Auch im Bereich der Organisation der Hochschulen soll die digitale Transformation Einzug halten. Als Beispiel wurde ein elektronischer Studierenden-Ausweis angeführt. Grundlage bildet hierfür die Schaffung einer elektronischen Identität. Diese sollte auch die Zulassung an anderen öffentlichen Hochschulen in der EU ermöglichen, wie Digitalisierungsministerin Schramböck anführte.

Neue Ausschreibung für „(Digitale) Forschungsinfrastruktur

Noch in diesem Jahr soll zudem über das Bildungsministerium eine neue Ausschreibung in der Höhe von 40 Millionen Euro erfolgen. Mit ihr soll die digitale Forschungsinfrastruktur an den österreichischen Hochschulen ausgebaut werden. Die Finanzierung erfolgt zudem teilweise mit EU-Geldern, die über die Recovery and Resilience Facility (RRF) erfolgt. Als Beispiele führte Polaschek hochauflösende digitale Mikroskope, Supercomputer oder Archive für digitale Kunst oder Micro-Computer-Tomografie an.

In einem nächsten Schritt soll noch im Mai eine vierköpfige Auswahlkommission eingesetzt werden. Einreichungen für Universitäten sind von Juni bis Mitte September 2022 möglich, wobei die Präsentation der Auswahlentscheidung im Jänner 2023 erfolgen soll. Die Umsetzung der Projekte ist für das erste Halbjahr 2023 geplant.


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Das Verenas-Team mit Gründerin Verena Nairz-Kapferer (3. v.r.). © Verenas

Die Ursprungsidee für Verenas entstand krisenbedingt: Während des ersten Corona-Lockdowns 2020 entwickelte Verena Nairz-Kapferer im eigenen Innsbrucker Café haltbare Rezepturen, um den Betrieb abzusichern. Was als Initiative für Café-Gäste begann, wird nun zum eigenständigen Geschäftsmodell. Im November 2026 gründen Verena Nairz-Kapferer und Jürgen Nairz eine eigene GmbH, um das Produktangebot im B2B-Bereich überregional zu skalieren.

Prozesssicherheit statt Spezialzutaten

Im Zentrum der Vertriebsstrategie steht der Premium-Gastrogroßhandel, über den Hotels, Cafés und Restaurants flächendeckend beliefert werden sollen. Aus mehr als 60 praxiserprobten Rezepturen konzentriert sich das Unternehmen für Großküchen auf rund 20 Varianten. Der wirtschaftliche Hebel liegt laut dem Gründungsteam dabei nicht nur beim Wareneinsatz von 0,80 bis 1,20 Euro pro fertig gebackener Portion. Standardisierte Mischungen reduzieren insbesondere den Arbeits- und Lageraufwand für Betriebe, die keine eigenen Spezialzutaten vorhalten wollen.

„Für einen Gastronomiebetrieb zählt nicht nur, was eine Portion an Zutaten kostet. Entscheidend sind auch Arbeitszeit, Einfachheit, Prozesssicherheit und eine Qualität, die unabhängig davon funktioniert, wer den Kuchen gerade zubereitet“, erklärt Jürgen Nairz, der den Vertriebsaufbau verantwortet.

Getrennte Produktion für Glutenfrei-Zertifizierung

Verena Nairz-Kapferer arbeitete ursprünglich im sozialen Bereich und verkaufte samstags selbst gebackene Kuchen. © Verenas

Die Backmischungen sind rein pflanzlich sowie zu großen Teilen zusätzlich glutenfrei formuliert. „Ich wollte nie einen Kuchen entwickeln, bei dem jemand sagt: Für vegan oder glutenfrei schmeckt der aber gut“, betont Produktentwicklerin Verena Nairz-Kapferer.

Um die geforderten Qualitätsstandards im B2B-Geschäft sicherzustellen, trennt das Startup laut eigenen Angaben die Fertigung. Vegane Varianten sollen ab November 2026 in einem Partnerbetrieb nahe Graz abgefüllt werden. Die glutenfreien Mischungen verbleiben in einer separaten Innsbrucker Produktionsstätte, um Kreuzkontaminationen auszuschließen. Damit bereitet sich das Unternehmen auf die Zertifizierung mit dem Glutenfrei-Symbol vor.

Absatzziel: 40.000 Einheiten im Jahr 2027

Flankiert von einem B2C-Onlineshop mit vorerst sieben Sorten setzt das Unternehmen auf wiederkehrende B2B-Bestellungen. Für das Geschäftsjahr 2027 peilt Verenas ein Absatzvolumen von rund 40.000 Einheiten an. Gespräche mit weiteren Partnern im Gastrogroßhandel laufen laut den Gründer:innen bereits, um die Distribution im kommenden Jahr überregional auszubauen.

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