29.10.2018

Fachkräftemangel: 1,4 Mio. Euro Budget für „Digi-Bootcamps“-Pilot

Wie Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck heute im Rahmen eines "Startup-Frühstücks" ankündigte, werden sogenannte "Digi-Bootcamps" für die MitarbeiterInnen-Fortbildung eingeführt. Das Service, das Fachkräftemangel entgegenwirken soll, soll 2019 starten.
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Digi-Bootcamps gegen Fachkräftemangel
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„Der Fachkräftemangel ist ein zentrales Thema für unsere Betriebe, gleichzeitig steigen durch die Digitalisierung die Anforderungen an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, sagte Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck heute im Rahmen eines „Startup-Frühstücks“ im Ministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort. Für die MitarbeiterInnen-Fortbildung sollen daher nun sogenannte „Digi-Bootcamps“ geschaffen werden, die von der FFG strukturiert werden. Sie sollen „Know-How-Aufbau und neue Geschäftsmodelle durch Netzwerkknoten mit anderen Unternehmen und Hochschulen“ ermöglichen, wie es vom Ministerium heißt.

+++ Mahrer zu Fachkräftemangel: “dreistelliger Millionenbetrag für Bildung” +++

Digi-Bootcamps: Praxisnahe, berufsbegleitende Schulungen

„Bei der betrieblichen Aus- und Weiterbildung setzen wir auf Spezialisierung und aktuelle Themen der jeweiligen Branche. Damit schaffen wir einen größtmöglichen Anwendungsnutzen und erweitern das Know-How in den Firmen“, sagt Schramböck. Wichtig sei, dass die Schulungen praxisnah sind, „sonst bringen sie zu wenig Mehrwert“. Für die berufsbegleitenden Digi-Bootcamps wolle man ein breites Wissensnetzwerk zu anderen Unternehmen und Hochschulen spannen. Ziel sei es, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken und zugleich Arbeitsplätze zu sichern. Mögliche Schwerpunktthemen seien AI, Big Data, Data Engineering und Blockchain. Zudem soll es Branchenschwerpunkte geben.

1,4 Mio. Euro Budget für Pilot-Camps

Vier Monate sollen die Digi-Bootcamps jeweils dauern, davon neun Wochen reine Ausbildungszeit. Auf bis zu 20 Mitarbeiter aus mindestens fünf Unternehmen – Startups, KMUs und Leitbetriebe – seien die Camps ausgerichtet. Die Ausbilder sind Universitäten oder Fachhochschulen – mit November 2018 startet eine entsprechende Ausschreibung. Im kommenden Jahr – ein genauer Zeitpunkt wurde noch nicht kommuniziert – soll das Service starten. 1,4 Millionen Euro Budget stehen seitens des Bundes initial zu Verfügung. Diese sollen in drei bis fünf Pilot-Digi-Bootcamps fließen. Bei Erfolg wolle man das Konzept entsprechend skalieren. Die Kosten von Kleinunternehmen werden dabei bis zu 70 Prozent gefördert, bei Mittelunternehmen sind es 60, bei Großunternehmen 50 Prozent.

⇒ Zur Page des Ministeriums

Video-Interview: Andi Tschas und Margarete Schramböck zur Digitalisierungsagentur DiA

Bundesministerin Margarete Schramböck und Leiter der staatlichen Digitalagentur Andreas Tschas im Live Gespräch

Margarete Schramböck, die Ministerim beim Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort und Andreas Tschas, der neue Leiter der staatlichen Digitalisierungsagentur (DIA) im Live-Gespräch über die neue Rolle, die Aufgaben, Pläne und den Weg zur Spitze des EU Digitalisierungsindex.

Gepostet von DerBrutkasten am Montag, 17. September 2018

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