12.04.2024
NETWORKING KOLUMNE

Diese 9 goldenen Netzwerk-Regeln helfen Gründer.innen im Business-Alltag

Gastbeitrag. Professionelle Kommunikation im Business, persönliches Beziehungsmanagement und nachhaltiges Netzwerken zählen für Gründer:innen zu Schlüsselqualifikationen. Netzwerk-Expertin Catharina Rieder verrät uns ihre persönlichen neun goldenen Netzwerk-Regeln.
/artikel/diese-9-goldenen-netzwerk-regeln-helfen-gruender-innen-im-business-alltag
Netzwerkexpertin Catharina Rieder | © Ines Thomsen

Das Thema Netzwerken umgibt uns alle. Ganz gleich ob als erfahrene Unternehmerpersönlichkeit, als Pionier:in im Startup oder ob wir uns in der Welt der Einzelunternehmen bewegen. Selbst als Angestellte:r ist die Fähigkeit des Netzwerkens unerlässlich, wenn auch unter anderen Voraussetzungen und mit unterschiedlichen Zielen.

An dieser Stelle braucht es das Netzwerken mit dem gewissen Etwas: Kontakteknüpfen für große Visionäre mit noch größeren Visionen. In dieser Serie soll es um die Fähigkeiten gehen, die Kommunikation und das Business-Networking weiter auszubauen. Das Ziel: Vorteile aus vertrauensvollen Verbindungen.

Netzwerkerin aus Leidenschaft

Zu Beginn meiner beruflichen Laufbahn war mir die Bedeutung von Netzwerken allerdings noch nicht bewusst. Schnell aber begriff ich: Je besser die Kontakte, desto besser die Jobs.

Nach meinem Schulabschluss begann ich eine klassische Lehre in Wien. Ich erkannte, dass Kompetenz, Zuverlässigkeit und Professionalität maßgeblich für eine positive Wahrnehmung sind. Mit der Zeit brachten meine guten Verbindungen mehr Verantwortung und Spaß an der täglichen Arbeit. Und ganz absichtslos wurde der Grundstein für meine Freude am Netzwerken gelegt.

Heute, mehr als zwei Jahrzehnte später, lebe ich die Prinzipien des Netzwerkens mit Leib und Seele. Meine beruflichen Stationen in internationalen Konzernen sowie die eigenen Unternehmen haben mein persönliches Kontaktnetz kontinuierlich erweitert. Es ist meine Mission, das Netzwerken für jeden zugänglich und verständlich zu machen. Ich bin davon überzeugt, dass starke Netzwerke und wertvolle Kontakte essentiell zu mehr Freude, mehr persönlicher Entwicklung sowie mehr Erfolg beitragen.

Netzwerken ist nicht gleich Netzwerken

Sushi ist nicht gleich Sushi und Schnitzel ist nicht gleich Schnitzel. Nicht jedes Restaurant verwendet dieselben Zutaten oder die gleichen Rezepte – und erhält somit auch unterschiedliche Ergebnisse. 

Viele empfinden das Thema Netzwerken als mühsam, aufwändig und anstrengend. Leider eine Fehleinschätzung. Der wahre Wert liegt in der Kommunikation von Mensch zu Mensch, im Aufbau von persönlichen Beziehungen. Für unser Business braucht es Menschen, die unsere Botschaft verstehen, weitertragen und die Produkte bzw. Dienstleistungen kaufen oder auch in unser Unternehmen investieren. Es braucht Kontakte!

Leider haftet traditionell dem Thema Netzwerken oft ein negatives Image an: Begriffe wie ‚Freunderlwirtschaft‘, ‚Vitamin B‘ oder sogar ‚Korruption‘ stehen immer wieder im Raum. Sind wir ehrlich, wissen wir, dass uns diese Kanäle unbestritten gewisse Vorteile bringen. Spätestens jedoch nach erbrachter Leistung trennt sich die Spreu vom Weizen. Entspricht das Produktversprechen nicht der Beschreibung oder geht es nur um das reine Ausnutzen von Beziehungen, ist auch bald Schluss mit dem Vertrauen im Netzwerk.

Richtiges, nachhaltiges, ehrliches Netzwerken ist angesagt, liebe Unternehmerinnen und Unternehmer.

Die neun goldenen Netzwerk-Regeln

Für einfacheres und erfolgreiches Netzwerken folgen hier meine persönlichen neun grundlegenden Regeln zum besseren Netzwerken:

1. | Ein Lächeln kostet nichts, ist aber viel wert

Mit einem freundlichen Lächeln erreichen wir zu Beginn des Treffens die emotionale Ebene der jeweiligen Person. Dieser freundliche, non-verbale Einstieg ebnet die positive Kommunikation für offene, weiterführende Gespräche. Deswegen: immer zuerst lächeln. Lächelst du schon oder grantelst du noch?

2. | Ein Blick sagt mehr als 1000 Worte

Tatsächlich spielt der Blickkontakt eine zentrale Rolle in der zwischenmenschlichen Kommunikation – wie die gesamte Körpersprache im Übrigen. Dennoch kommt den Augen in der ersten Wahrnehmung eine starke Bedeutung in der unterschwelligen Frage ‚Freund‘ oder ‚Feind‘ zu. Der direkte Blick hilft beim Aufbau von Vertrauen, stärkt das gesagte Wort und schafft eine emotionale Verbindung. Im Klartext: er steigert oder verringert die emotionale Distanz. Wie oft sind wir jedoch abgelenkt von Smartphone, Social Media & Co?

3. | Reden ist Silber, Hin-Hören ist Gold

Die Kunst des Zuhörens ist im Gespräch ein wichtiges Zeichen des gegenseitigen Respekts. Ich bezeichne es lieber als ‚Hin-Hören‘ anstelle von ‚Zu-Hören‘. Denn ich spitze sprichwörtlich meine Ohren und schenke meine:r Gesprächspartner:in volle Aufmerksamkeit. Wir können mit Kopfnicken, direkter Ansprache und körperlicher Reaktionen von Mimik bis Handhaltung wesentliche Signale für das Verständnis zum Ausdruck bringen. Empathie ist hier das Schlüsselwort.

4. | Wer die richtigen Fragen stellt, der führt

Fragen gelten allgemein als Weg zum besseren Verständnis der Bedürfnisse meines Gegenübers. Die Auswahl dieser Fragen darf wohlüberlegt sein. Sie zielen auf die potentiellen Learnings in der Antwort ab. Somit gilt es, die ‚richtigen‘ Fragen zu stellen. Nur dann können wir aus der neuen Information lernen und uns weiterentwickeln. Mein Tipp: für eine Konferenz, einen Workshop oder ein Netzwerktreffen interessante Fragen an die Speaker zeitgerecht vorbereiten, gern auch nochmals überarbeiten.

5. | Das wichtigste Wort unseres Lebens: der eigene Name

Wie oft werden wir mit unserem Namen angesprochen? Und wie oft sprechen wir andere Menschen direkt per Namen an? Für einen besseren Beziehungsaufbau lohnt es sich, den Namen des Gegenübers einzuprägen. Mir hilft es, die Visitenkarte vor mir liegen zu haben. Aufgrund des beliebten Verzichts der traditionellen Visitenkarte dieser Tage, braucht es andere Verankerungen (‚Eselsbrücken‘), um sich den Namen gut und schnell zu merken. Im Laufe einer Konversation ist es ratsam, unsere:n Gesprächspartner:in auch mit dem Namen direkt anzusprechen. Spätestens bei der Verabschiedung sollte der Name nochmals fallen.

6. | Netzwerk-Brücken als Gesprächseinstieg

Gerne nutze ich den bildhaften Vergleich von Brücken: Ebenso wie Brücken Flussufer verbinden, so überwinden wir die eine oder andere zwischenmenschliche Distanz durch ‚Netzwerk-Brücken‘. Mit einfachen Fragen zum Gesprächseinstieg wie „Woher kommst du?“ oder „Was macht dein Unternehmen genau?“ ist der Grundstein des Dialogs gelegt. Persönlich bin ich jedoch keine große Freundin von reinem Small-Talk.

Entscheidend ist die Entwicklung aus ersten Kurzinformationen hin zu echten Anknüpfungspunkten. Indem persönliche oder geschäftliche Interessen geteilt werden oder über Nachfragen für beispielsweise Vor-Ort-Empfehlungen, schaffen wir eine Transformation von anfänglich oberflächlich geführten Gesprächen zu tiefgehenden persönlichen Unterhaltungen. Wir gehen in ‚Ver-Bindung‘.

7. | Ehrlich währt am längsten

Wir leben in einer Zeit der ‚Wisch-und-Weg‘ Mentalität und der digitalen Reizüberflutung. Gerade jetzt sind es die ehrlichen und aufmerksamen Begegnungen, die in Erinnerung bleiben. Nachhaltige Netzwerk-Kommunikation basiert auf Offenheit und echtem Interesse. Zeigen wir unsere Neugierde und Authentizität, schaffen wir nicht nur kurzfristige Kontakte, sondern bauen wertvolle Verbindungen auf.

8. | Jede große Eiche war eine kleine Eichel

Jeder neu geknüpfte Kontakt ist ein Samen, der das Potenzial hat, zu einem starken Baum heranzuwachsen. Wie ein Gärtner, der seine Pflanzen liebevoll hegt, müssen auch unsere beruflichen Kontakte sorgfältig gepflegt werden. Regelmäßiges, aufmerksames Nachfassen ist dabei unerlässlich für das Wachstum langfristiger und tragfähiger Beziehungen. Dazu gehören regelmäßige, wenngleich auch kurze Nachrichten: Follow-Up per E-Mail, WhatsApp, eine Nachricht über LinkedIn oder auch ein gelegentliches Telefonat. Kontakte wachsen nach und nach zu echten Verbindungen.

9. | In der Kürze liegt die Würze

Die Art, wie wir unser Business vorstellen macht den Unterschied zwischen Merken und Vergessen. Für diesen ersten Eindruck ist ein prägnanter Präsentationspitch unerlässlich, um sich im ‚Relevant Set‘ der Menschen zu verankern. Und schließlich möchten wir nachhaltige Kontakte aufbauen und einzigartig positionieren. 

Ein treffendes Beispiel hierfür lieferte ein Scheidungsanwalt, der sein Angebot mit klaren Worten auf den Punkt brachte: „Ich bin derjenige, der dafür sorgt, dass Sie mit Ihrem Porsche wieder nach Hause fahren.“ 

Bleiben wir frei von jeglicher Wertung, spiegeln diese Worte einen perfekt auf seine Zielgruppe abgestimmten Pitch wider: präzise, einprägsam, emotional und für seine vorwiegend männlichen Mandanten überzeugend.

Der Präsentationspitch kann zu einem Schlüsselwerkzeug werden, welches nicht nur Aufmerksamkeit zu erregen, sondern auch ein unvergessliches Bild des eigenen Business zu zeichnen vermag.


Nachhaltiges Netzwerken öffnet uns Tür und Tor

Gute Business-Verbindungen sind von bleibendem Wert und persönliche Kontakte begleiten uns ein Leben lang. Dabei ist der wahre Maßstab für Erfolg nicht die bloße Anzahl der Kontakte, sondern die Tiefe und Qualität der zwischenmenschlichen Beziehungen, die wir aufbauen und langfristig erhalten. Unser unternehmerisches Ziel im Netzwerken ist vielschichtig: 

Vom Knüpfen bedeutsamer Kontakte, zur professionellen Sichtbarkeit unseres Unternehmens, unser Know-How unter Beweis zu stellen, uns aktiv auszutauschen und gegenseitige Unterstützung anzubieten bis hin zu mehr Investitionen bzw. höherem Umsatz. Durch strategische Vernetzung erhöhen wir unseren Wirkungskreis und etablieren uns als kompetente Business-Partner:innen.

Netzwerke reflektieren unseren Einfluss auf die persönliche und professionelle Entwicklung unseres Umfelds. Dank dem Instrument Netzwerken erreichen wir möglicherweise weit mehr als berufliche Erfolge und geschäftliche Durchbrüche: Es ermöglicht uns, ein persönliches und emotionales Erbe zu hinterlassen, welches in den Herzen anderer Menschen eine bleibende Spur hinterlässt. Ein solches Vermächtnis, geprägt durch echte Verbindungen und bedeutsame Begegnungen, übersteigt den materiellen Wert bei weitem und schafft möglicherweise echte Freundschaften. 


Über die Autorin:

Catharina Rieder verfügt über 25 Jahre Erfahrung in der Kommunikationsbranche – unter anderem auch als PR & Communications Director in einem globalen Konzern. In dieser Zeit war ihr Netzwerk ihr ständiger Business-Begleiter. Über die Plattform einfach.netzwerken teilt sie ihr Wissen mit Menschen aus unterschiedlichsten Branchen und Bereichen. Neben einem Netzwerk-Buddy Programm und einem Netzwerk-Starter-Training bietet sie zudem einen kostenlosen Netzwerk-Guide inklusive Selbst Check an. Bist du bereit, das volle Potenzial deines Netzwerks zu entfalten? Catharina Rieder freut sich mit dir in Kontakt zu treten!


Tipp der Redaktion:

Catharina Rieder produziert auch einen führenden Business-Podcast rund um das Thema Netzwerken namens NETZWERK-ZIRKEL. In diesem Podcast erfährst du mehr über:

  • Aufbau & Pflege deines Netzwerks im Business-Alltag
  • Tipps zum Netzwerken offline & online
  • Geschichten aus über 25 Jahren Kommunikations- und Netzwerk-Erfahrung
  •  Interviews von spannenden Gästen zum Thema Business-Beziehungen
  • Empfehlungen von Netzwerk-Büchern
Deine ungelesenen Artikel:
10.09.2026

Kommission schlägt neues Europäisches Innovationsgesetz vor – das sind die Eckpunkte

Die EU-Kommission hat gestern den European Innovation Act vorgeschlagen. Ziel ist es, Europas innovativste Ideen in Europa zu entwickeln, zu finanzieren und erfolgreich zu skalieren. Als zentrale Initiative der EU-Startup- und Scaleup-Strategie sowie des EU-Kompasses für Wettbewerbsfähigkeit soll der Vorschlag dazu beitragen, die langfristige Wettbewerbsfähigkeit und die technologische Souveränität der EU zu stärken.
/artikel/kommission-schlaegt-neues-europaeisches-innovationsgesetz-vor-das-sind-die-eckpunkte
10.09.2026

Kommission schlägt neues Europäisches Innovationsgesetz vor – das sind die Eckpunkte

Die EU-Kommission hat gestern den European Innovation Act vorgeschlagen. Ziel ist es, Europas innovativste Ideen in Europa zu entwickeln, zu finanzieren und erfolgreich zu skalieren. Als zentrale Initiative der EU-Startup- und Scaleup-Strategie sowie des EU-Kompasses für Wettbewerbsfähigkeit soll der Vorschlag dazu beitragen, die langfristige Wettbewerbsfähigkeit und die technologische Souveränität der EU zu stärken.
/artikel/kommission-schlaegt-neues-europaeisches-innovationsgesetz-vor-das-sind-die-eckpunkte
European Innovation Act
© European Commission

Europa verfügt über eine starke Forschungslandschaft sowie über qualifizierte Fachkräfte und innovative Unternehmen. Gleichzeitig bestehen innerhalb der EU unterschiedliche regulatorische Rahmenbedingungen, und der Zugang zu Finanzierungen kann für innovative Unternehmen eine Herausforderung darstellen. Dadurch werden in Europa entwickelte Innovationen nicht immer in Europa weiterentwickelt und wirtschaftlich genutzt. Der nun von der EU-Kommission vorgeschlagene European Innovation Act soll dazu beitragen, diese Rahmenbedingungen zu verbessern und Unternehmen dabei zu unterstützen, grenzüberschreitend zu wachsen und international wettbewerbsfähig zu werden.

Zugang zu Finanzierung und Vergabeverfahren

Der Vorschlag setzt im Prinzip an zwei zentralen Herausforderungen für Innovationen in Europa an: dem Zugang zu Finanzierung und der stärkeren Nutzung öffentlicher Beschaffung.

Erstens soll der Zugang zu Finanzierungen für innovative Unternehmen erleichtert werden. Viele Startups und Scaleups verfügen über Patente, geistiges Eigentum und andere immaterielle Vermögenswerte. Deren Bewertung kann jedoch komplex sein und den Zugang zu Investitionen erschweren.

Der Vorschlag sieht daher einen gemeinsamen EU-Rahmen für die Bewertung von geistigem Eigentum vor. Zudem soll ein digitaler Marktplatz geschaffen werden, der Anbieter und Interessenten für geistiges Eigentum zusammenbringen und Unternehmen durch fachliche Unterstützung bei der Vermarktung ihrer Innovationen unterstützen soll.

Nach Angaben der Kommission könnten diese Maßnahmen die Verwaltungskosten um rund 35 Mio. Euro senken und zusätzliche Finanzierungen von bis zu 10,2 Mrd. Euro pro Jahr über IP-gestütztes Risiko- und Fremdkapital ermöglichen.

F&E-Aufträge

Zweitens soll ein gemeinsames Verfahren für die Vergabe von Forschungs- und Entwicklungsaufträgen (F&E) eingeführt werden. Dieses soll für mehr Rechtssicherheit sorgen und dazu beitragen, neue Technologien schneller zur Marktreife zu bringen. Dazu zählen auch Technologien, die zur Bewältigung gemeinsamer gesellschaftlicher Herausforderungen etwa in den Bereichen Gesundheit, Bildung und saubere Mobilität beitragen können. Zudem soll die gemeinsame Durchführung von F&E-Aufträgen durch öffentliche Auftraggeber aus verschiedenen Mitgliedstaaten erleichtert werden.

Nach Angaben der Kommission könnten diese Maßnahmen zu Einsparungen von rund einer Milliarde Euro pro Jahr bei öffentlichen Auftraggebern führen und zusätzliche jährliche Gewinne von 25,92 Mrd. Euro für Unternehmen ermöglichen. Nach Einschätzung der Kommission könnte zudem das EU-BIP im zehnten Jahr um 0,24 bis 0,42 Prozent über dem Niveau (Anm.: ohne die Maßnahmen) liegen. Im selben Zeitraum könnten – so die Erwartung – bis zu 507.000 zusätzliche Arbeitsplätze entstehen.

„Mit dem Europäischen Innovationsgesetz gehen wir der Fragmentierung direkt entgegen: einen Rahmen für die Bewertung von Rechten des geistigen Eigentums, einen digitalen Marktplatz, der Käufer und Verkäufer verbindet, und einen einfacheren Weg für die Vergabe öffentlicher Aufträge für Spitzenforschung und -entwicklung. Und das ist erst der Anfang. Bis 2028 werden wir einen echten Binnenmarkt schaffen, in dem Ideen schneller skalieren, Finanzen freier zirkulieren und die strategische Autonomie Europas gestärkt wird. Das ist das Europa, das wir aufbauen“, sagt Ekaterina Sacharieva, EU-Kommissarin für Startups, Forschung und Innovation.

EU-Referenzrahmen für Reallabore

Parallel – und separat zum European Innovation Act zu sehen – möchte die Kommission Innovator:innen zudem dabei unterstützen, neue Ideen schneller in marktfähige Lösungen zu überführen. Dazu ist ein Vorschlag für einen gemeinsamen Rahmen für regulatorische Reallabore vorgesehen.

Reallabore ermöglichen es Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Behörden, neue Produkte, Dienstleistungen oder Technologien zeitlich begrenzt in einem kontrollierten Umfeld und unter Aufsicht der zuständigen Behörden zu erproben. Dadurch sollen Erfahrungen mit den geltenden regulatorischen Anforderungen gesammelt werden. Gleichzeitig erhalten Behörden Erkenntnisse darüber, wie bestehende Vorschriften auf neue Technologien angewendet werden können und ob gegebenenfalls Anpassungsbedarf besteht.

In einzelnen Bereichen des EU-Rechts gibt es bereits regulatorische Reallabore. Ein einheitlicher europäischer Ansatz besteht bislang jedoch nicht, sodass sich unterschiedliche Verfahren und regulatorische Rahmenbedingungen ergeben. Eine geplante Empfehlung des Rates soll daher einen gemeinsamen EU-Referenzrahmen für Reallabore in Bereichen schaffen, die bislang nicht durch entsprechende EU-Rechtsvorschriften abgedeckt sind. Dabei sollen Erfahrungen aus den Mitgliedstaaten und bestehenden EU-Initiativen einbezogen werden – mit dem Ziel, die Erprobung innovativer Lösungen zu erleichtern und gleichzeitig öffentliche Interessen zu berücksichtigen.


Zusammenfassung

Worum geht es?
Der European Innovation Act soll Hindernisse für Innovation abbauen, den Weg von der Forschung zum Markt beschleunigen und die Nutzung von geistigem Eigentum erleichtern.

Drei zentrale Maßnahmen

  • Bewertung von geistigem Eigentum: Ein EU-weiter Rahmen soll die Bewertung von Patenten und anderem geistigem Eigentum vereinheitlichen und dadurch den Zugang zu Finanzierung für innovative Startups erleichtern.
  • Digitaler Marktplatz: Eine digitale Plattform soll Käufer und Verkäufer von geistigem Eigentum zusammenbringen.
  • F&E-Beschaffung: Ein gemeinsames Verfahren für die öffentliche Beschaffung von Forschung und Entwicklung soll die Beschaffung und grenzüberschreitende Zusammenarbeit vereinfachen und die Entwicklung und Erprobung innovativer Lösungen fördern.

Erwartete Auswirkungen

  • 10,2 Mrd. EUR zusätzliche Finanzierung für Unternehmen pro Jahr durch die bessere Nutzung von geistigem Eigentum
  • 35 Mio. EUR jährliche Einsparungen bei Verwaltungskosten für Unternehmen durch eine harmonisierte Bewertung von geistigem Eigentum
  • 1 Mrd. EUR jährliche Einsparungen bei öffentlichen Auftraggebern durch effizientere FuE-Beschaffung und vereinfachte grenzüberschreitende Verfahren
  • 25,9 Mrd. EUR zusätzliche jährliche Gewinne für Unternehmen, die an FuE-Beschaffung beteiligt sind
  • 0,24–0,42 % erwarteter Anstieg des EU-BIP über die nächsten zehn Jahre
  • bis zu 507.000 zusätzliche Arbeitsplätze in der EU innerhalb der nächsten zehn Jahre

Quelle: Europäische Kommission, „European Innovation Act“, September 2026. Bei den genannten wirtschaftlichen Effekten handelt es sich um erwartete Auswirkungen.

Toll dass du so interessiert bist!
Hinterlasse uns bitte ein Feedback über den Button am linken Bildschirmrand.
Und klicke hier um die ganze Welt von der brutkasten zu entdecken.

brutkasten Newsletter

Aktuelle Nachrichten zu Startups, den neuesten Innovationen und politischen Entscheidungen zur Digitalisierung direkt in dein Postfach. Wähle aus unserer breiten Palette an Newslettern den passenden für dich.

Montag, Mittwoch und Freitag

AI Summaries

Diese 9 goldenen Netzwerk-Regeln helfen Gründer.innen im Business-Alltag

AI Kontextualisierung

Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Diese 9 goldenen Netzwerk-Regeln helfen Gründer.innen im Business-Alltag

AI Kontextualisierung

Welche wirtschaftlichen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Diese 9 goldenen Netzwerk-Regeln helfen Gründer.innen im Business-Alltag

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Diese 9 goldenen Netzwerk-Regeln helfen Gründer.innen im Business-Alltag

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Investor:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Diese 9 goldenen Netzwerk-Regeln helfen Gründer.innen im Business-Alltag

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Politiker:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Diese 9 goldenen Netzwerk-Regeln helfen Gründer.innen im Business-Alltag

AI Kontextualisierung

Was könnte das Bigger Picture von den Inhalten dieses Artikels sein?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Diese 9 goldenen Netzwerk-Regeln helfen Gründer.innen im Business-Alltag

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Personen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Diese 9 goldenen Netzwerk-Regeln helfen Gründer.innen im Business-Alltag

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Organisationen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Diese 9 goldenen Netzwerk-Regeln helfen Gründer.innen im Business-Alltag