25.08.2025
LAUFEN

Die weltweit ersten CO2-neutralen Klomuscheln kommen aus Gmunden

Der Schweizer Sanitär-Riese Laufen setzt am Produktionsstandort Gmunden auf "Netto-Null-Produktion" - ein weltweites Novum in der Branche.
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Der elektrische Tunnelofen von Laufen im Werk Gmunden | (c) Laufen
Der elektrische Tunnelofen von Laufen im Werk Gmunden | (c) Laufen

Mehr als 1.200 Grad Celsius erreicht der Tunnelofen, mit dem Laufen im Werk Gmunden Sanitärkeramik wie etwa Waschbecken und Klomuscheln herstellt. Die Besonderheit: Das vor zwei Jahren in Betrieb genommene Industriegerät läuft nicht, wie branchenüblich, mit Gas, sondern elektrisch. Und Laufen stellt sicher, dass die Produktion gänzlich CO2-neutral bleibt.

Zwei Fußballfelder große Photovoltaik-Anlage

„Wir haben eine Photovoltaikanlage für den Eigenverbrauch installiert, die auf einer Gesamtfläche von rund zwei Fußballfeldern den Betrieb des E-Tunnelofens abdeckt. Zusätzlich beziehen wir zertifizierten Ökostrom aus dem Netz, womit unsere Produktion heute vollständig emissionsfrei betrieben wird“, erläutert Christian Schäfer, Managing Director von Laufen Austria.

Und er rechnet vor: „Durch unsere CO₂-emissionsfreie Produktionsstätte können pro Stück Sanitärkeramik im Schnitt 50 Kilo CO₂ gespart werden. In einem Hotel mit hundert Zimmern und Bädern – in denen jeweils ein WC und ein Waschtisch verbaut werden – können durch den Einsatz unserer Produkte aus Gmunden ganz einfach zehn Tonnen CO₂ eingespart werden.“

Vollständige Dekarbonisierung abgeschlossen

Nach der Installation des neuen elektrischen Ofens wurde die davor genutzte gasbetriebene Anlage stufenweise rückgebaut und 2024 endgültig stillgelegt. Mittlerweile sei die vollständige Dekarbonisierung des gesamten Standorts in Oberösterreich abgeschlossen, heißt es vom Unternehmen. Dafür wurden auch alle übrigen thermischen Prozesse elektrifiziert, etwa die Wasseraufbereitung und die Beheizung.

Zudem wurde ein umfassendes Energiekonzept umgesetzt, das laufend weiterentwickelt werde. Teil davon sind etwa im Vorjahr installierte Wärmetauscher, durch die man bislang 412.000 Kilowattstunden Wärmeenergie rückgewinnen habe können. Auch im Bereich Recycling-Fähigkeit und Wasseraufbereitung setzte Laufen in Gmunden Maßnahmen.

Gmunden für Laufen „Innovationszentrum innerhalb der gesamten Unternehmensgruppe“

Entsprechend sei der Standort Gmunden nicht nur Produktionsstätte, „sondern auch das Innovationszentrum innerhalb der gesamten Unternehmensgruppe“, heißt es vom Unternehmen. „Was wir hier in Gmunden erreicht haben, ist ein Musterbeispiel für moderne Industrieproduktion im Einklang mit Umwelt und Klima. Die Welt sowie unsere Branche befinden sich in einem starken Wandel, und wir zeigen, wie wir diesen aktiv mitgestalten können“, meint Schäfer.

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Die Founder von The GoodStuff Christian Knauss (l.) und Thomas Schmidbauer (r.) setzen in Zukunft auf einen natürlichen Proteinriegel. | ©Alina Diesner

Ein Proteinshake hier, ein Proteinriegel da. Österreichs Supermarktregale sind gefüllt mit eiweißhaltigen Produkten. Der Trend zur bewussten Ernährung schlägt auch auf die Tierwelt über. Mit SnackSnack erweitert The GoodStuff sein Sortiment um einen Proteinriegel für Hunde, der auf natürlichen Inhaltsstoffen basiert. „Wir wollen Tiere so ernähren, wie es die Natur für sie vorgesehen hat. Und deswegen bieten wir Futter- und Snackprodukte an, die sich einer sehr natürlichen Philosophie unterwerfen“, erklärt Co-Founder Thomas Schmidbauer im brutkasten-Gespräch.

Ein besseres Hundeleben

Hunde sollen durch den Riegel mehr Energie haben und ein glücklicheres Leben führen. „Du bist, was du isst. Das gilt auch für den Hund. Wenn ich nur Schrott in mich reinschaufle, dann wird es mir nicht gut gehen“, sagt Schmidbauer, der die Riegel als „hochwertiges Snackprodukt“ beschreibt. Dass die Hunde den Proteinriegel zwingend für eine gesunde Ernährung brauchen würden, bestätigte er jedoch nicht. Denn für eine ausgewogene Ernährung müsse durch Trocken- und Nassfutter gesorgt werden.

Die Riegel bestehen zu 90 Prozent aus Hühnerfleisch, Quinoa, Flohsamen und Mineralstoffen. „Man kann jetzt in den Supermarkt gehen und Hundesnacks kaufen, die voller Getreide und irgendwelcher Zusatzstoffe sind. Dem Hund wird das nicht gut tun. Unser Riegel ist ein Naturprodukt ohne irgendwelche künstlichen Zusatzstoffe, Geschmacksverstärker oder sonst irgendeinen ‚Klimbim‘“, erklärt Schmidbauer. Die Kombination des proteinhaltigen Hühnerfleisches mit Quinoa, das „den Blutzuckerspiegel konstant auf einem Level hält“, mache den Riegel ideal für aktive Tage.

Ein Kilo für rund 60 Euro

Qualität hat ihren Preis, das trifft auch auf die Proteinriegel von The GoodStuff zu. Ein Kilogramm kommt im Onlineshop auf rund 60 Euro. Zum Vergleich: Die Pedigree Ranchos, die auf Fressnapf als Trainingssnack beworben werden, kosten auf eben dieser Website rund 33 Euro pro Kilo. Schmidbauer sieht den Preis jedoch nicht als problematisch an: „Der ist dadurch gerechtfertigt, dass es einfach ein extrem hochwertiges Produkt ist. Wenn ich hochwertig produziere, dann muss ich auch einen höheren Preis verlangen.“

Der Verkauf der Riegel laufe bisher gut. The GoodStuff habe bereits „Tausende verkauft“, das Feedback sei durchwegs positiv. Aktuell sind die Riegel in der Geschmacksrichtung Huhn erhältlich, weitere seien aber geplant. The GoodStuff sieht die Riegel als logische Ergänzung zu seinem bisherigen Sortiment. Die österreichische Firma verkauft ihre Produkte neben Österreich und Deutschland in weiteren zehn Märkten.

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