28.06.2021

Die (wahrscheinlich) nächsten 10 europäischen Unicorns

Das Wiener Startup DealMatrix hat auf Basis bereits abgeschlossener Finanzierungsrunden die aussichtsreichsten Unicorn-Kandidaten des Kontinents ermittelt.
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Soonicorns Österreich - DealMatrix hat die wahrscheinlichsten nächsten 10 europäischen Unicorns ermittelt
(c) Adobe Stock - pishit

Weltweit kamen zuletzt im Rekordtempo neue Unicorns, also nicht-börsennotierte Unternehmen mit einer Bewertung über einer Milliarde US-Dollar, hinzu. Auch in Österreich bildete sich diese Entwicklung mit Bitpanda und GoStudent klar ab. Und schon brodelt wieder die Gerüchteküche: Angeblich soll auch das dritte heimische Einhorn bald folgen. Ein paar aussichtsreiche Kandidaten dafür hat der brutkasten vor ein paar Wochen vorgestellt – und lag bei GoStudent richtig.

Nicht auf Gerüchte und Bauchgefühl, sondern auf blanke Zahlen verlässt sich das Wiener Startup DealMatrix bei einer aktuellen Aufstellung. Es ermittelte jene zehn europäische Unternehmen, die mit höchster Wahrscheinlichkeit die nächsten Unicorns des Kontinents werden sollen, primär anhand vergangener Finanzierungsrunden. In die Auswahl aufgenommen wurden Scaleups, die zumindest 80 Millionen US-Dollar aufgenommen haben. Dabei wurden auch die Konditionen der letzten Kapital-Runde sowie die Relevanz des Produkts im aktuellen Kontext einbezogen. Letztlich bestehe aber auch mit diesem Zugang eine hohe Unsicherheit der Voraussage, räumt das Wiener Startup ein. Das bestätigt sich durch aktuellen Entwicklungen – siehe Anmerkungen der Redaktion unten.


10 potenzielle Unicorns aus 6 europäischen Ländern

Auf der DealMatrix-Liste findet sich kein österreichisches Unternehmen. Dafür werden gleich drei deutsche Scaleups genannt. Das Vereinigte Königreich und die Schweiz sind mit je zwei Nennungen potenzieller Unicorns vertreten.

Tripledot Studios – UK

Das britische Mobile Games-Startup hat bereits einige erfolgreiche Handy-Spiele am Markt. 2017 gegründet nahm es bislang 86 Millionen US-Dollar Funding auf – zuletzt in einer Serie A-Runde.

Rohlik – Tschechien

Das tschechische Startup Rohlik hat mit seinem Lebensmittel-Lieferservice bereits in mehrere europäische Länder expandiert. Auch in Österreich erfolgte vor einigen Monaten der Start unter der Marke gurkerl.at – der brutkasten berichtete. Bislang nahm das Unternehmen 220 Millionen Euro Funding auf – zuletzt in einer Serie B-Runde.

Infarm – Deutschland

„Vertical Farming“ zum Gemüseanbau direkt in Restaurants oder Shops – das ist das Konzept des 2013 gegründeten Berliner Startups Infarm. Bislang nahm es stolze 404,5 Millionen US-Dollar Kapital auf. Medienberichten zufolge könnte das Unternehmen bald via SPAC zu einer Bewertung über einer Milliarde US-Dollar an die Börse gehen.

Anm. d. Redaktion: Unicorn wäre Infarm nach einem IPO laut enger Definition keines.

CeQur – Schweiz

Pflaster statt Spritze – das verspricht das Schweizer Biotech-Scaleup CeQur Diabetikern mit seinem Insulin-Patch. Bislang nahm das Unternehmen 271,6 Millionen US-Dollar auf – zuletzt wurde die Serie C-Kapitalrunde abgeschlossen.

Jobandtalent – Spanien

Das spanische Scaleup betreibt einen zweiseitigen Marktplatz für Tagelöhner-Jobs, wobei es Arbeitern durchgehende Beschäftigung und damit regelmäßiges Einkommen verspricht. Insgesamt nahm es bereits 597,6 Millionen US-Dollar auf – teilweise über Kredite und zuletzt in einer Serie D-Runde, an der auch BlackRock und SoftBank beteiligt waren.

dott – Niederlande

Mit dott hat es auch ein E-Scooter-Startup auf die Liste geschafft. Bislang nahm das niederländische Unternehmen 140,8 Millionen US-Dollar Kapital auf – zuletzt in einer Serie B im Mai.

Exscientia – UK

Exscientia machte sich einen Namen als weltweit erstes Unternehmen, das ein von einer KI entwickeltes Medikament in die klinische Testphase brachte. In Österreich fiel das Scaleup zuletzt durch die 50 Millionen Euro-Übernahme des heimischen Biotech-Startups Allcyte auf. Insgesamt nahm das britische Unternehmen bislang 372,9 Millionen US-Dollar auf – zuletzt in einer Serie D, an der auch SoftBank beteiligt war.

Volocopter – Deutschland

Der vielleicht bekannteste Unicorn-Kandidat auf dieser Liste. Volocopter aus Detuschland ist einer der aussichtsreichsten Kandidaten im weltweiten Flugtaxi-Rennen. Bislang stellte das Unternehmen 369,2 Millionen Euro auf – zuletzt stand man bei der Serie D-Runde.

Taxfix – Deutschland

Was das das Berliner FinTech Taxfix macht, kann man sich anhand des kurzen Namens herleiten. Es vereinfacht mit seiner Online-Anwendung bzw. App die Steuererklärung. Bislang holte es sich 110 Millionen US-Dollar Kapital. Zuletzt schloss es seine Serie C-Runde ab.

Monte Rosa Therapeutics – Schweiz

Das Schweizer-Biotech-Unternehmen arbeitet an Medikamenten zum gezielten Abbau bestimmter Proteine mit Fokus auf bislang als unheilbar klassifizierte Krankheiten. Zum Zeitpunkt der DealMatrix-Aufstellung hatte Monte Rosa Therapeutics 223,5 Millionen US-Dollar aufgenommen – zuletzt in einer Serie C-Runde.

Anm. d. Redaktion: Inzwischen vollzog das Scaleup seinen IPO im Nasdaq, wobei 222 Millionen US-Dollar aufgenommen wurden. Somit kann es nach strenger Unicorn-Definition wieder aus dieser Liste gestrichen werden.

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Chris Müller steht vor einer Präsentation und redet in ein Mikro. (c) Tobias Zachl
Chris Müller bei der Präsentation von Horizont Steyr. (c) Tobias Zachl

„Je komplexer die Welt um uns herum wird, desto mehr sehnen wir uns nach Orten, die die Menschen schon lange prägen“. Mit dieser Vision startet Chris Müller von CMb.industries gemeinsam mit der Stadt Steyr in das neue Projekt Horizont Steyr. Bekannt ist Müller in der Szene vor allem seit seinem erfolgreichen Projekt der Tabakfabrik in Linz, wo heute einer der wichtigsten Startup-Treffs Österreichs anzufinden ist.

„Wie bei der Tabakfabrik, von den Tabakwaren hin zu rauchenden Köpfen, soll in Steyr ein Ort der Unfreiheit zu einem Ort der Freiheit werden“, so der Plan. Auf dem Areal in der Berggasse befand sich im 17. Jahrhundert ein Kloster, bevor die Räumlichkeiten rund 200 Jahre lang als Gefängnis dienten.

Sollte das Projekt den Gemeinderat im Herbst passieren, wird 2029/2030 mit der Fertigstellung von Horizont Steyr gerechnet.

Zuerst war es ein Kloster, dann über 200 Jahre ein Gefängnis. Müller plant nun einen Startup-Hub. (c) Tobias Zachl

Milieu aus Industrie, Infrastruktur und Verständnis

„Die Stadt Steyr kommt mit einem industriellen Erbe“, hebt Müller den Standort hervor. „Hier kommt ein Milieu zusammen aus Industrie, aus Infrastruktur, aus Mobilität, Nachhaltigkeitsthemen, aus Internationalität und auch aus der Fachhochschule. Hier muss man einfach innovativ sein.“ Der Standort ist vor allem durch Leitbetriebe wie BMW, AVL List, BMD, SKF und Steyr Automotive bekannt.

Auf dem rund 3.000 Quadratmeter großen Gelände rund um die Berggasse sollen künftig Büros, Coworking-Spaces und Begegnungszonen für Startups sowie junge Unternehmen entstehen, wie brutkasten bereits berichtete. Gemeinsam mit Tp3 Architekten will Chris Müller die alte Immobilie zu einem „Ort der Begegnung und der Entwicklung von Zukunftsprojekten“ umgestalten und damit auch den Wirtschaftsstandort Steyr stärken.

„Unsere Orte sind kuratierte Orte“

Müller versteht den zukünftigen Hub als eine Produktionskette. „Wir haben uns gedacht, wir nehmen Wände weg und verbinden die einzelnen Gebäude, wir bringen die Freiheit hinein“, so der Projektentwickler. Im letzten Trakt der Gebäudereihe befindet sich das alte Theater der Stadt. Diesen Ort sieht Müller als zukünftigen Präsentationsraum mit einem Fassungsvermögen von 300 Menschen.

Eines der wichtigsten Learnings, die der Oberösterreicher aus seinem Projekt der Tabakfabrik in Horizont Steyr mitbringt, ist das Schaffen kuratierter Orte. Im Vordergrund stünde nicht die reine Vermietung von Büros, es ginge vielmehr um das Zusammenspiel der einzelnen Firmen. „Wir fragen nach den Bedürfnissen der Interessent:innen, was sie brauchen, aber natürlich auch, was sie sich von diesem Ort erwarten. Wir nehmen nicht alle rein, nur weil sie bezahlen.“

Das alte Theater könnte für zukünftige Präsentationen und Talks genutzt werden. (c) MecGreenie

Bereits 70 Prozent vorvermietet

Laut Angaben von Müller sind bereits 70 Prozent der Räumlichkeiten vorvermietet, für knapp 2.000 Quadratmeter der Fläche sind bereits Letters of Interests unterschrieben worden. Müller erwähnt dabei, dass ständig neue Anfragen kommen.

Für Interessierte an den Räumlichkeiten gibt es hier mehr Informationen.

Das Projekt Horizont Steyr soll von CMb.industries gemeinsam mit den Tp3 Architekten umgesetzt werden. (c) Raffael Portugal
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