16.03.2021

Die Registrierung für ViennaUP´21 startet

Die ViennaUP´21 findet von 27. April bis 12. Mai 2021 online statt. Die Registrierung ist ab sofort möglich.
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ViennaUP'21
(c) Wirtschaftsagentur Wien / Karin Hackl

Der Countdown für ViennaUP´21, das größte Startup-Event Zentraleuropas, ist eingeläutet. 43 Tage vor dem Start am 27. April haben sich jetzt die Pforten zur Online-Anmeldung für das digitale Startup Get-together geöffnet. Über die Website sind Registrierungen ab sofort möglich.

40 lokale und internationale PartnerInnen

Insgesamt werden 40 lokale und internationale Partnerinnen und Partner vom 27. April bis 12. Mai unter dem Dach der ViennaUP´21 ihre Programmpunkte anbieten. Durch die starke Internationale Ausrichtung soll so ein Treffpunkt für die globale Szene geschaffen werden.

Die eventübergreifende Vernetzung findet vorrangig über die Plattform b2Match statt. Auf dieser können sich die Teilnehmenden ihren persönlichen VienaUP´21 Kalender zusammenstellen sowie via Matchmaking das ViennaUP´21 Netzwerk kontaktieren und Verbindungen knüpfen.

Die Programmpunkte der ViennaUP´21

Derzeit können rund 40 Programmpunkte abgerufen werden, die Programmlandkarte wächst laut den Initiatoren stetig weiter. Zu finden sind Pitching Sessions, Hackathons, Expert Meetings, exklusive Investorenmeetings und vieles mehr.

Darunter findet sich zum Beispiel “the global limitless conference” für weibliche Entscheidungsträgerinnen, die gleichzeitig aus fünf unterschiedlichen Städten übertragen wird.

Mit dabei ist auch die „Fintech Week“, der führende Branchenevent für Startups, Corporates und den Bankensektor. Und bei den „Creative Days Vienna“ treffen laut den Initiatoren kreative Köpfe aus ganz Europa zusammen, experimentieren mit dem „new normal“ und erörtern, wie sich die aktuellen technologischen und gesellschaftlichen Entwicklungen auf die Kreativwirtschaft auswirken.

Darüber hinaus bietet ViennaUP´21 viele andere Themenbereiche wie beispielsweise das Investorenprogramm, den Connect Day, den Smart City Summit oder die B2B Software Days. Mehr zu den inhaltlichen Programmpunkten könnt ihr auch hier nachlesen.

Wien als internationaler Startup-Hub

Initiiert wurde die ViennaUP´21 von der Wirtschaftsagentur Wien. Die Initiatoren verfolgen dabei das Ziel, Wien als internationalen Startup-Hotspot zu positionieren. Im Rahmen der Registrierung gab es in den ersten Stunden laut der Wirtschaftsagentur Wien bereits „auffallend reges Interesse“ aus dem CEE-Raum. 

Erst vergangene Woche kündigt die Stadt Wien gemeinsam mit der Wirtschaftsagentur Wien in einer gemeinsamen Pressekonferenz zur „Ansiedlungsbilanz 2020“ an, dass mit der ViennaUP´21 auch Impulse für die Ansiedlung von Startups aus dem Ausland gesetzt werden sollen.

Im Zuge der Ansiedlungsstrategie nehmen unter anderem auch die Vienna Startup Packages eine zentrale Rolle ein, die in regelmäßigen Abständen Gründerinnen und Gründer nach Wien holen – der brutkasten berichtete.


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Das Gründerteam von vioom: Lucia Studer und Ronny Türtscher | (c) vioom

Wer auf dem Land lebt, kennt das Problem: Der nächste Bus fährt erst in zwei Stunden und ohne eigenes Auto wird selbst der Weg zum Arzt oder zum Einkaufen zur Herausforderung. Diese Erfahrungen hat auch das Gründerteam des Vorarlberger Startups vioom gemacht. Sie kommen aus dem Großen Walsertal, wo öffentliche Verkehrsverbindungen teilweise nur im Zwei-Stunden-Takt angeboten werden.

„Wir haben als Jugendliche immer Autos gestoppt“, erzählt Mitgründer und Co-CEO Ronny Türtscher. Aus Bedarfserhebungen zur Mobilität in der Region, die Türtscher selbst begleitete, entstand schließlich die Idee zu vioom.

Hinter dem Startup steht die im Februar 2026 gegründete VAREO Innovations GmbH mit Sitz in Ludesch. Als CEOs fungieren Ronny Türtscher und Lucia Studer. Das Gründerteam bringt nach eigenen Angaben gemeinsam mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Softwareentwicklung mit.

Personen- und Warentransporte gemeinsam organisieren

Vioom setzt auf sogenannte On-Demand-Mobilität: Fahrgäste können über eine App eine Strecke innerhalb eines festgelegten Gebiets buchen. Das System organisiert daraufhin ein verfügbares Shuttle. Anders als bei klassischen Anrufsammeltaxis sollen die Fahrzeuge zusätzlich regionale Waren transportieren. „Wir versuchen, die Ausnutzung so hoch wie möglich zu halten und diese Wege von A nach B mit mehreren Erlösströmen zu gestalten“, sagt Türtscher. So könnte ein Shuttle beispielsweise eine Gemüsekiste bei einem Bauernhof abholen, anschließend einen Fahrgast vom Bahnhof transportieren und die Ware danach bei einem Hotel abliefern.

Ziel ist es, Leerfahrten zu reduzieren und Fahrzeuge auch außerhalb der Stoßzeiten auszulasten. Gleichzeitig soll das Angebot bestehende Bus- und Bahnverbindungen ergänzen und insbesondere die sogenannte „First und Last Mile“, also den Weg zur beziehungsweise von der nächsten Haltestelle, abdecken. Durch die gemeinsame Nutzung der Fahrzeuge und eine bessere Anbindung an den öffentlichen Verkehr sollen zudem CO₂-Emissionen reduziert werden. Die Regionen entscheiden dabei selbst, wann Personen- beziehungsweise Warentransporte angeboten werden. Die Durchführung übernehmen beispielsweise regionale Taxiunternehmen. Vioom selbst stellt keine Fahrzeuge oder Fahrpersonal bereit, sondern liefert die Software und begleitet die Umsetzung.

Wie sich die regionale Mobilität rechnen soll

Mit seinem Geschäftsmodell richtet sich vioom an Gemeinden und Regionen. Diese zahlen je nach Modell eine monatliche Gebühr für die Nutzung der Plattform. Zusätzlich erhält das Startup eine Vermittlungsprovision für jede gebuchte Fahrt. Die Fahrgäste und Unternehmen bezahlen für die jeweiligen Personen- oder Warentransporte. Diese Einnahmen fließen grundsätzlich an die Regionen selbst. Die Abrechnung erfolgt vollständig automatisiert über die Plattform.

Durch die Kombination von Personenbeförderung und Warenlogistik sollen die Fahrzeuge besser ausgelastet und zusätzliche Einnahmen erzielt werden. Langfristig will vioom damit die Wirtschaftlichkeit regionaler Mobilitätsangebote verbessern und deren Abhängigkeit von öffentlichen Förderungen verringern.

Technologiepartnerschaft mit ioki

Für die technische Umsetzung arbeitet vioom mit dem Mobilitätstechnologie-Anbieter ioki zusammen. Das Unternehmen ist ursprünglich aus der Deutschen Bahn hervorgegangen und bietet Software für bedarfsgesteuerte Mobilitätsangebote an. Vioom nutzt Teile dieser Technologie und hat darauf aufbauend ein eigenes Logistikmodul entwickelt.

Die Partnerschaft soll auch die Skalierung erleichtern. Für jede Region wird zwar eine individuelle Mobilitätsanalyse durchgeführt, die anschließende Umsetzung erfolgt jedoch über eine standardisierte, anpassbare Plattform.

Eigenfinanziert und erste Pilotprojekte geplant

Bislang wurde vioom vollständig aus Eigenmitteln der CEOs finanziert, mit einem Stammkapital von 12.000 Euro. An der VAREO Innovations GmbH sind die LOONEY GmbH (gehört unter anderem Lucia Studer) mit 66,67 % und scale.out (gehört Ronny Türtscher) mit 33,33 % beteiligt. Für externe Investoren zeigt sich das Unternehmen grundsätzlich offen.

Die größte Herausforderung besteht laut Türtscher darin, erste Referenzprojekte umzusetzen und nachzuweisen, dass die Kombination aus Personen- und Warentransporten tatsächlich wirtschaftliche Vorteile bringt. „Viele Kunden fragen: Was habt ihr schon gemacht und was könnt ihr nachweisen?“, erzählt der Gründer.

Der erste Pilotbetrieb ist derzeit in Vorarlberg in Vorbereitung, ein konkreter Starttermin steht noch nicht fest. Parallel führt vioom Gespräche mit zwei Landkreisen und einer Stadt in Deutschland. Bis Ende 2027 will das Startup drei bis fünf Regionen an die Plattform angebunden haben. Zusätzlich sollen weitere Partnerschaften und Anwendungen, etwa im Tourismus, entstehen.

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