25.07.2022

Die Österreichische Post findet ihren NFT-Marktplatz

Tokapi ist ein europäischer Marktplatz für Non Fungible Token (NFT), der neben Kreditkartenzahlung auch die Sofortüberweisung integriert. Am 22. Juli startete die Plattform gemeinsam mit der Österreichischen Post den NFT-Verkauf der Crypto stamp art.
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Crypto stamp art, Tokapi, NFT, Briefmarken, digitale Briefmarken,
(c) Tokapi - Insgesamt stehen 2.500 CSA Mystery Boxen zur Verfügung.

Wie der brutkasten berichtete, hat die heimische Post am 1. Juli ihre Crypto stamp art (CSA) herausgerbacht. Drei Wochen später hat man mit Tokapi eine passende Launch-Plattform ausgewählt.

„Wir sind begeistert, mit der Österreichischen Post einen heimischen Partner gefunden zu haben, der als eines der ersten Großunternehmen das Thema Blockchain für sich entdeckt hat. Umso mehr freut es uns, dass die Post dieses Jahr den Schritt wagt, den NFT-Verkauf in den Vordergrund zu stellen und damit weltweit neue Sammler zu erschließen“, sagt Daniel Lenikus, Co-Founder und Non-Fungible Partner bei Tokapi.

Tokapi: NFT-Kauf ohne Krypto möglich

Die Plattform hat nach einer langen Testphase seine virtuellen Türen für die Öffentlichkeit geöffnet und, eigenen Angaben nach, als erster europäischer NFT-Marktplatz die Zahlung über Sofortüberweisung sowie auch Kreditkarte möglich gemacht.

Tokapi verfolgt dabei die Mission, das Kaufen und Verkaufen von NFTs für Nutzer ohne Blockchain-Kenntnisse so einfach wie möglich und NFTs massentauglich zu gestalten.

„Jede und jeder soll die Crypto Stamp Art sammeln können. Aus diesem Grund ist es uns besonders wichtig, mit Tokapi ein Kauferlebnis wie beim klassischen Onlineshopping zu bieten. Weder Kryptowährungen noch ein eigenes Wallet sind notwendig, bei Zahlungen setzen wir bewusst auf die bewährte Sofortüberweisung sowie Kreditkarten“, führen Michael Beches und Dominik Myczkowski aus, beide Co-Founder und Non-Fungible Partner bei Tokapi.

Merkur-Marken von Pr1mal Cypher

Insgesamt werden seit dem 22. Juli 2.500 „CSA Mystery Boxen“ zum Preis von jeweils 500 Euro auf der Partner-Plattform zum Verkauf angeboten. Die Box enthält dabei vier NFTs, deren Farbwerte und Seltenheit unterschiedlich verteilt sind.

Die Neuinterpretation der Merkur-Zeitungsmarken von 1851 wurde von Pr1mal Cypher (aus Österreich) und Ari Pratama gestaltet – beide Digitalkünstler sind Teil von Encode Graphics.

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Everleaf
© Everleaf - Christophe Vermeersch, Gründer Everleaf.

Vor etwas mehr als einem Jahr konnte Everleaf eine Finanzierungsrunde in sechsstelliger Höhe holen – brutkasten berichtete. Nun vermeldet man ebenfalls ein Investment im gleichen Umfang.

Everleaf: Umsatz fast verzehnfacht

Frisches Gemüse in der eigenen Wohnung ernten, ohne Garten und ohne grünen Daumen: Mit diesem Versprechen ist Everleaf mit der ersten Version seines vertikalen Indoor-Gartens auf den Markt gegangen. Beim Mai-Investment 2025 lautete das Ziel, den Umsatz im laufenden Jahr zu verzehnfachen. Dieses Ziel hat das Startup nach eigenen Angaben beinahe erreicht.

Die neuen Investoren beteiligen sich als Business Angels und bringen, neben dem Kapital, Netzwerk und operative Erfahrung mit, heißt es. Einer von ihnen habe im Silicon Valley selbst ein Unternehmen aufgebaut und erfolgreich verkauft. Namen der neuen Gesellschafter werden jedoch nicht genannt.

„Geld allein löst in unserer Phase wenig. Was uns wirklich weiterbringt, sind Leute, die den Weg vom Startup zum großen Unternehmen schon einmal gegangen sind und wissen, wo es dabei knirscht“, kommentiert Gründer Christophe Vermeersch die Finanzierungsrunde.

Kapital fließt in Ware

Ein Großteil der neuen Mittel soll nicht ins Marketing, sondern in die Ware selbst fließen. Für Everleaf sei genau das die zentrale Herausforderung im Consumer-Hardware-Geschäft: Produktion und Einkauf müssen Monate vorfinanziert werden, lange bevor ein einziger Garten verkauft ist. Je stärker das Unternehmen wächst, desto größer werde der Kapitalbedarf, der in Lager und Vorproduktion gebunden ist.

Klassische Einkaufsfinanzierungen von Banken würden in dieser Größenordnung noch nicht greifen. Genau hier setzt die neue Runde an: Sie soll das Working Capital stärken und damit die Basis für das geplante Wachstum schaffen. Everleaf hält sich außerdem die Option offen, künftig ein weiteres Double Equity zu beantragen, um diesen Bereich dauerhaft abzusichern, wie man mitteilt.

„Bei Hardware entscheidet nicht nur, wie gut du verkaufst, sondern ob du die Ware überhaupt durchgehend vorfinanzieren kannst, ohne dabei ‚Out of Stock‘ zu sein. Diese Hürde wird mit jedem Wachstumsschritt größer“, erklärt Vermeersch.

Everleaf mit In-House-Konzept

Everleaf entwickelt seine Produkte seit einem Jahr vollständig in-house und bringt dabei zunehmend neues Zubehör für den Everleaf-Garden auf den Markt. Mithilfe von 3D-Druck werden Ideen zunächst getestet, bevor bei erfolgreicher Nachfrage in skalierbare Produktion investiert wird. Das Unternehmen setzt dabei weiterhin auf ein kleines Team und KI-gestützte Prozesse. Mit dem neuen Kapital will Everleaf ab dem kommenden Jahr auch erstmals über den deutschsprachigen Raum hinausgehen.

„Uns war immer wichtig, erst zu zeigen, dass unser Produkt und unser Ansatz in DACH funktioniert, bevor wir in neue Märkte gehen“, sagt Vermeersch. „Inzwischen haben wir ein System gefunden, das funktioniert. Genau das wollen wir jetzt auf weitere Länder übertragen.“ Die Entscheidung, um welche Länder es sich dabei handelt, ist noch nicht final getroffen worden, doch stehen die nordischen ganz oben auf der Liste, wie der Gründer brutkasten mitteilt: „Das werden wir aber testen müssen“, sagt er. „Und dann wählen, wo wir das größte Potenzial sehen.“

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