18.05.2026

„Die nächste Stufe“: Neues brutkasten-Printmagazin erschienen

Die neue Ausgabe des brutkasten-Printmagazins ist erschienen. Am Cover: Walter Kreisel an Nikolas Iwan, die über die CEO-Übergabe bei neoom sprechen.
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Das neue brutkasten-Printmagazin
(c) Haris Dervisevic / brutkasten

Das brutkasten-Printmagazin wird exklusiv an die wichtigsten Stakeholder des österreichischen Innnovations-Ecosystems zugestellt.

Daneben ist es auch digital als Download erhältlich – der Link findet sich am Ende des Artikels.


Übergänge prägen das Unternehmertum mehr, als es der Blick auf Bilanzen und Bewertungen vermuten lässt. Sie sind häufig die unterschätzten Wendepunkte – wenn sich Gründer:innen nach Jahren des Verzichts zum ersten Mal ein Gehalt auszahlen oder wenn ein Unternehmen seinen ersten CEO-Wechsel vollzieht. Diese Momente entscheiden mehr über die Zukunft eines Startups als so manche Finanzierungsrunde.

Ein heikles Manöver

Genau solch einen Moment beleuchtet unsere Coverstory: Walter Kreisel, Gründer des oberösterreichischen Cleantech-Scaleups neoom, hat Anfang 2026 die operative Führung an Nikolas Iwan übergeben. Warum ein CEO-Wechsel zu den heikelsten Manövern für ein Scaleup zählt – und in der österreichischen Wirtschaft ein Tabuthema bleibt –, liest du ab Seite 38. Für die Coverstory haben wir Kreisel und Iwan persönlich in Freistadt besucht, wie wir es bei brutkasten mit unseren wichtigsten Geschichten immer halten.

Europäische Fragen

Übergänge sind auch das große Thema in der EU. Andreas Klinger, Solo-VC und Mitinitiator der EU-Inc.-Initiative, spricht im Interview (Seite 8) über die Frage, ob Europa den Sprung zum geeinten Markt schafft. Eine ähnliche Stoßrichtung verfolgt Othmar Karas, Präsident des European Forum Alpbach: Im Gespräch (Seite 46) erklärt er, warum Europa zu viele Unternehmen genau dann verliert, wenn sie wachsen.

KI in der Praxis

Beim Thema KI hat sich der Übergang vom Hype zur Praxis längst vollzogen. Was der „KI-Omnibus“ für Österreichs Wirtschaft bedeutet, erklären Thomas Arnoldner (A1) und Christoph Knogler (KEBA) auf Seite 14. In unserer Serie „No Hype KI“ zeigen Expert:innen, dass am Ende nicht die Technologie, sondern Strukturen und der Faktor Mensch über den Erfolg entscheiden (Seite 30).

Gründer:innen-Gehalt, Personal-Branding und Insights von Dominic Thiem

Im Bereich „Beyond Business“ sprechen wir mit Gründer:innen über das Tabuthema Gründer:innen-Gehalt (Seite 62), beleuchten mit Lirone Glikman, warum Founder:innen heute selbst zur Marke werden müssen (Seite 68), und fragen Dominic Thiem, wie der Wechsel vom Profisport ins Investmentgeschäft gelungen ist (Seite 74).

In eigener Sache

Zum Abschluss zwei Hinweise in eigener Sache: Dies ist die erste Ausgabe, die ich als Chefredakteur von brutkasten verantworte. Außerdem freue ich mich, mit Ann-Kathrin Salmen eine neue Redakteurin in unserem Team begrüßen zu dürfen. Für ihre erste große Story hat sie den TU Wien Robotics Club besucht und sich vor Ort angesehen, wie dort gerade Österreichs erster Robotics-Hub entsteht (Seite 12).

Eine spannende Lektüre wünscht dir Martin Pacher

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(c) Karin Hackl Wirtschaftsagentur Wien

Die Stadt Wien und die Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien haben die Einreichphase für ihr gemeinsames Finanzierungsinstrument Wiener Wachstum gestartet. Insgesamt stehen dafür sieben Millionen Euro Startkapital zur Verfügung. Ziel ist es, die Eigenkapitalbasis wachstumsorientierter Unternehmen zu stärken und ihnen die nächsten Entwicklungsschritte zu ermöglichen.

Bereits im April dieses Jahres wurde das Finanzierungsmodell angekündigt. Hinter der Initiative steht eine gemeinsame Gesellschaft der Wirtschaftsagentur Wien und der Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien. Beide Partner stellen jeweils 3,5 Millionen Euro zur Verfügung.

„Mit Wiener Wachstum wollen wir KMU in kritischen Wachstumsphasen gezielt begleiten und Investitionen in Innovation, Internationalisierung sowie Technologie ermöglichen“, erklärt Martin Hauer, Generaldirektor der Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien.

Wer kann sich bewerben?

Das Angebot richtet sich an Wiener Startups, Scaleups sowie KMU aus der Gesundheits- und Digitalwirtschaft. Dazu zählen beispielsweise Unternehmen aus den Bereichen Life Sciences, Medizintechnik, Pharma und Diagnostik sowie Software, Künstliche Intelligenz, Quantentechnologien und Cybersecurity.

Voraussetzung ist unter anderem, dass die Unternehmen als Kapitalgesellschaft eingetragen sind, über ein tragfähiges Geschäftsmodell verfügen und seit „mindestens zwei bis drei Jahren“ eine Betriebsstätte in Wien haben. Unterstützt werden sollen insbesondere Vorhaben zur Skalierung, Internationalisierung, technologischen Weiterentwicklung oder Erweiterung von Produktionskapazitäten.

Keine klassische Förderung, sondern eine Beteiligung

Bei Wiener Wachstum handelt es sich nicht um eine klassische Förderung, sondern um eine Finanzierung. Die vereinbarte Summe wird vollständig an die Unternehmen ausbezahlt. Im Gegenzug führen erfolgreiche Unternehmen später einen vertraglich vereinbarten Anteil ihrer Gewinne an Wiener Wachstum zurück. Diese sollen künftig für weitere Unternehmensfinanzierungen eingesetzt werden und damit einen langfristigen Finanzierungskreislauf schaffen.

„Wir beschreiten mit Wiener Wachstum einen ganz neuen Weg abseits unserer bestehenden Fördermöglichkeiten“, erklärt Vizebürgermeisterin und Wirtschaftsstadträtin Barbara Novak. Die Finanzierung stärke die Eigenkapitalbasis der Unternehmen und werde flexibel an deren Anforderungen angepasst.

Pro Unternehmen sind Finanzierungen zwischen 100.000 und 500.000 Euro möglich. Dabei kommen beispielsweise direkte Unternehmensbeteiligungen oder eigenkapitalähnliche Finanzierungen, etwa in Form qualifizierter Nachrangdarlehen, infrage. Bei direkten Beteiligungen liegt die Beteiligungsquote bei maximal 25 Prozent. Der vorgesehene Beteiligungszeit beträgt sieben bis zehn Jahre mit einer klaren Exitstrategie. Die konkreten Konditionen werden individuell vereinbart.

Einreichungen ab sofort möglich

Interessierte Unternehmen können sich ab sofort über die Website der Wirtschaftsagentur Wien für eine Finanzierung bewerben. Eine fixe Einreichfrist gibt es nicht. Nach einer ersten Prüfung der eingereichten Unterlagen folgen Gespräche über ein mögliches Investment sowie eine vertiefte Unternehmensprüfung. Der gesamte Prozess kann laut Wirtschaftsagentur Wien vier bis sechs Monate dauern.

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