09.02.2023

Die Hustle Maschine: Narzissmus in der Startup-Szene

Gastbeitrag. Startup gründen oder Mensch bleiben?
/artikel/die-hustle-maschine-narzissmus-in-der-startup-szene
Narzissmus bei Startups, Narzissmus bei Gründern
(c) zVg/Wikipedia/gemeinfrei - Bastian Burger über die Frage nach der Rolle des Egos in der Startup-Unternehmerwelt.

Die Oktobersonne heizte die Räume des Erdgeschossbüros in der Münchner Innenstadt bereits auf, als Max und Elias (Namen geändert) gegen 8:30 das Büro ihres FinTech Startups betraten. Wie üblich waren die zwei Gründer nur die zweiten, die zur Arbeit kommen, denn einer ihrer Entwickler war wie Magie schon da, egal zu welcher Zeit sie kamen. Als sie den langen Gang hinunterschritten, mit verkaterten Mienen, viel zu große Büro für die nicht ganz zehn Mitarbeiter links und rechts wussten beide schon, dass es ein komplizierter Tag werden würde. Es war ein außergewöhnlich warmer Tag, beinahe spätsommerlich. In Kontrast dazu war Max und Elias klar, was anstand. Sie würden ihr Unternehmen heute, nach knapp zwei Jahren Aufopferung schließen müssen, ein für alle Mal.

Also besprachen die beiden Gründer in ihrem kleinen Büro am Ende des Ganges, an ihren IKEA-Schreibtischen, was sie heute tun würden, wie jeden Tag. Anschließend holten sie sich einen Kaffee an der Siebträger-Kaffeemaschine, wie jeden Tag. Danach setzte Max seine AirPods auf, um Kunden anzurufen, wie jeden Tag. Doch während Max Feedback von seinen Kunden einholte und versuchte neue Kunden zu gewinnen, füllte Elias ihm gegenüber Formular über Formular aus. Es waren die Insolvenzpapiere.

Ungeachtet der Umstände, die zu dieser prekären, aber nicht untypischen Situation geführt haben, wird sich heute etwas drastisch ändern. Denn die beiden Menschen, die sich zwei Jahre lang überall nur als Gründer und Geschäftsführer vorgestellt haben, deren gesamte Zeit und Energie um das Unternehmen gekreist war, ja die das Unternehmen waren, werden aufhören zu existieren. Es wird nicht mehr Max und Elias, Co-Founder und Geschäftsführer geben, sondern einfach nur noch Max und Elias.

Wenn Gründer und Ego verschmelzen

Auf Startup-Events kann der geneigte Besucher eine interessante Beobachtung tätigen. An die Stelle der üblichen Small-Talk-Frage „Wie geht es dir?“ tritt gegenüber Gründern „Wie geht es deinem Unternehmen?“. Das mag unter der Perspektive, dass Gründer selbst Tag und Nacht nur über ihre Erfolge und Betätigungen sprechen, kaum eine Überraschung darstellen. Dennoch ist diese kleine Anpassung einer solchen trivialen Frage ein Symptom dafür, dass ein Ego des Gründenden durch die Gründung in seinem Unternehmen aufgeht und damit verschmilzt. Entsprechend wichtig ist daher die Frage nach der Rolle des Egos in der Startup-Unternehmerwelt.

Arijit Chatterjee von der „ESSEC Business School“ in Frankreich hat in einer Studie über 110 Technologie-CEOs herausgefunden, dass Ego, Egoismus und narzisstische Tendenzen einen Einfluss auf die Ergebnisse der jeweiligen Firmen haben können. Nun ist ein Konzern-CEO wie in der Studie aber nur ein Angestellter von 10.000. Ein Angestellter, der deutlich mehr Macht hat als die anderen 9.999, aber dennoch nur ein Angestellter. Wie groß muss der Einfluss nun auf Unternehmungen sein, wenn die CEO seinen Posten nicht um fünf Uhr ausstempeln kann, sondern wenn er oder sie das Unternehmen ist. Und wie groß muss der Einfluss sein, wenn die CEO eine von zwei Mitarbeitenden ist, also 50 Prozent der Arbeitslast trägt?

Wie die Studie von Chatterjee herausgefunden hat und viele nach ihm bestätigt haben, lässt es sich im Falle der Konzern-CEOs nicht schwarz oder weiß beantworten. So wurde herausgefunden, dass Geschäftsführer mit stärker ausgeprägten narzisstischen Tendenzen mehr Mut bei strategischen Richtungsänderungen zeigen, während eine weniger starke Ausprägung eher zum Status Quo tendiert. Beide Ansätze können unter den passenden Bedingungen zum Erfolg führen.

Mein Unternehmen und ich

Es stellt sich also noch die Frage, wieso die beiden Gründer ihre Mitarbeiter noch haben weiterarbeiten lassen, wieso Max noch am Tag der Insolvenzanmeldung am hustlen war und versucht hat neue Kunden zu gewinnen. Es war doch zu diesem Zeitpunkt schon allen Seiten bewusst, dass kein Fortschritt mehr stattfinden wird. Es gibt einen Unterschied zwischen Verstehen und Verstehen. Intellektuell war es den beiden und der kleinen Gruppe, der sie sich anvertrauen durften, natürlich klar, es würde nichts mehr Produktives passieren. Emotional aber kam die Realisation erst drei Monate nach der Insolvenz. Dazwischen gab es für die Beiden eine Phase der Paralyse. Keine Ekstase, keine Trauer, keine Gefühle. Nur der Versuch zu begreifen, was hier gerade passiert ist.

Es ist die Identität, die einen solchen Schlag überstehen muss. Kluge Köpfe haben zahlreiche Theorien dazu entwickelt, was Identität im Detail ist, wir können uns für diese Diskussion auf die folgende Definition einigen. Identität ist das subjektive Selbstbild, um seinen Platz in einer Gruppe, wie der Gesellschaft, zu rechtfertigen. Laut dieser Definition umfasst eine Identität eine Menge an Eigenschaften, Einstellungen und Werten, die man sich selbst gibt, um erklären zu können, welche Rolle man in der Gesellschaft spielt.

Wir können uns einen durchschnittlichen Fall einer angestellten Ingenieurin vorstellen, die bei einem großen Autobauer arbeitet, ein Haus in der Vorstadt für ihre Familie mietet und am Wochenende ihre Zeit gerne mit Rennradfahren verbringt. Diese Person wird in ihrer Identität vermutlich stolz auf ihren Job und die Produkte ihrer Firma sein, sich als kümmernde Mutter sehen und einen großen Wert auf Sportlichkeit und vielleicht Unabhängigkeit legen.

Für unsere Gründer gibt es das nicht. Wenn sie morgens aufstehen, ist das Erste, woran sie denken, ihr Startup, danach wird zwölf Stunden gearbeitet. Abendbeschäftigungen sind vermutlich auch darauf bezogen. Es gibt Gründer, die machen keinen Urlaub. Es gibt aber auch Gründer, die machen Urlaub, nicht weil sie entspannen, sondern weil sie in Ruhe über ihr Startup nachdenken wollen. In Summe besteht die Identität der Gründer also zum überwiegenden Teil aus ihrer Tätigkeit als Gründer. Wer kann da nicht das emotionale Chaos verstehen, wenn diese Identität vom einen auf den nächsten Tag wegbricht.

Der Selbstzweck des Narzissten

In der griechischen Mythologie ist Narziss ein wunderschöner Jüngling. Die jungen Frauen und Männer um ihn herum lagen ihm zu Füßen, er wurde umgarnt, doch alles umsonst. Narziss wollte sich selbst nie verlieben. Besessen, keine Liebe erwidern zu wollen, verschämte er sämtliche Verehrer. Einer dieser Verehrer schwor Rache und bat die Götter, Narziss möchte sich auch verlieben und diese Liebe nie erreichen können. Der Bitte folgend belegten die Götter den Jungen mit einem Fluch. Narziss verliebte sich unsterblich in sein eigenes Spiegelbild im Wasser. Doch jedes Mal, wenn er es berühren wollte, zerstörten die Wellen das Ebenbild wieder, es war unerreichbar.

Heute nutzen wir Narzissmus abwertend für Leute, die sich selbst an erste Stelle zu setzten scheinen, ohne Rücksicht auf Ihre Umwelt. Dabei haben Raskin und Hall der „University of California“ in Berkeley schon vor vielen Jahrzehnten festgestellt, dass narzisstische Tendenzen in jedem von uns vorkommen.

Das von ihnen entwickelte „Narcissistic Personality Inventory“ ist ein Test, der jedem Teilnehmer einen Wert zwischen 0 und 40 zuteilt. Die meisten Menschen zeigen einen Wert zwischen 15 und 20, aber auch niedrigere und höhere Werte sind nicht unüblich. Eine wichtige Erkenntnis aus dem Test ist, dass ein absoluter Mangel an narzisstischen Tendenzen ebenso ungesund ist wie ein Maximum an diesen Tendenzen. Ebenso ist dieser Wert auch veränderlich, beispielsweise von Ereignissen der jüngeren Vergangenheit oder verschiedenen Biomarkern. Narzisstische Tendenzen sind also ein wichtiger Teil unseres Egos.

Im klinischen Narzissmus, also der Ausprägung von narzisstischen Tendenzen, die als ungesund gelten und therapeutisch behandelt werden sollten, unterscheidet man übrigens zwischen drei Grundarten von Narzissten.

Der exhibitionistische Narzisst stellt seine vermeintliche Großartigkeit öffentlich zur Schau. Der grandios-maligne Narzisst handelt oft bösartig und antisozial. Der vulnerabel-fragile Narzisst ist meist schüchtern und zurückhaltend; auch nur leicht kritische Äußerungen können aber bereits Sinnkrisen auslösen.

Narzisstische Tendenzen sind dabei eng mit unserer Identität verbunden. Einerseits baut die Identität tendenziell narzisstische Eigenaussagen auf. Andererseits beschützen narzisstische Tendenzen die Identität vor Schaden. Ein Unternehmer, der eine Finanzierungsrunde notariell abschließt, kann für sich selbst erst einmal feststellen, dass er ein erfolgreicher Fundraiser ist. Glaubt er den Startup-Medien, darf er sich im gleichen Zug meist noch als genialer Geschäftsmann feiern lassen.

Durch diese positive Bestätigung kann diese Eigenschaft Teil der Identität werden. Und dass diese positive Bestätigung funktioniert, weiß man spätestens im Psychological Review von 1959. Sollte die nächste Runde nun nicht funktionieren, wird der reflektierte Unternehmer die Schuld natürlich nicht woanders suchen als bei sich selbst. Er wird wahrscheinlich auch einsehen, dass er Fehler im Prozess gemacht hat. Dennoch werden ihn seine narzisstischen Tendenzen davor schützen, die Eigenschaft „erfolgreicher Fundraiser“ direkt aus seiner Identität zu entfernen. Denn diese Anpassung ist schmerzhaft und belastend.

Diese Verstrickung sorgt folglich, dass die Trennung von Unternehmen und Unternehmer gar nicht mehr möglich ist. Das Unternehmen bekommt plötzlich ein Ego und die eigenen narzisstischen Tendenzen weichen Grenzen auf. Dazu müssen wir nicht nur auf Beispiele wie Adam Neumann schauen, die ihren Tendenzen ungebremst das Feld überlassen. Jeder Gründer und jede Gründerin stehen vor dieser Herausforderung.

Die Folgen von Narzissmus auf ein Startup

Zunächst werfen wir einen Blick auf die Folgen von narzisstischen Tendenzen auf Gründungsvorhaben. Cynthia Mathieu und Kollegen von der Universität Quebec haben in einer Studie mit Studenten herausgefunden, dass stärkere narzisstische Tendenzen eine höhere Risikobereitschaft und einen höheren Drang zu eigener unternehmerischer Selbstständigkeit zeigen. Zusammen mit anderen Veröffentlichungen entsteht also die Erkenntnis, dass besonders in risikoreichen Gründungen ein höheres Level an Narzissmus (und Eltern mit tiefen Taschen – aber das sind wieder andere Studien) hilfreich sind.

In den Tätigkeiten lässt sich der Einfluss grob in frühe und späte Tätigkeiten des Gründers einteilen. Zu den Tätigkeiten früh in der Unternehmenslaufbahn zählen produktive Arbeit, Vertrieb, Pre-Product-Fundraising, Anwerben der ersten Mitarbeiter. In diesen Tätigkeiten können narzisstische Tendenzen unterstützen und zu Erfolgen beitragen.

In späteren Tätigkeiten dagegen, wie Organisationsaufbau, Führung oder Fundraising auf KPI-Basis neigen narzisstische Tendenzen eher hinderlich zu sein. Allerdings lassen sich die Aufgaben der frühen Phase besser delegieren als die Aufgaben der späten Phase, was den Schluss nahelegt, dass moderate narzisstische Tendenzen über die lange Frist im Mittel Vorteile haben.

In der akademischen Diskussion wurde bereits angemerkt, dass die Ergebnisse von Chatterjee zur Unternehmensperformance von Narzissten nicht auf Startups umgedeutet werden können. Hier scheint der kurzfristige Erfolg von Jungunternehmen stärker von externen Faktoren, Umweltfaktoren und Glück abzuhängen als von einer einzelnen Persönlichkeitsausprägung der Gründer.

Eine Studie von über 600 Startup Unternehmern in Deutschland, Österreich und der Schweiz hat aber ebenfalls festgestellt, dass Unternehmer im Allgemeinen kein höheres Level an narzisstischen Tendenzen als Nicht-Unternehmer zeigen. Das Bild des narzisstischen Genies, welches ein Startup gründet und gegen jede Regel der menschlichen Interaktion verstößt, ist also überzeichnet und falsch. Dieses auch durch Biografien idolisierter Gründer beworbene Bild hat sogar einen stark negativen Effekt. Wie ein Gründer aus San Francisco es einmal formulierte: Die [autorisierte Steve] Jobs-Biografie hat vor allem Gründern die Erlaubnis gegeben, sich wie Arschlöcher zu verhalten.

Der bescheidene Narzisst

Es gibt viele Gründe, wieso man sein Unternehmen nicht mehr führen kann. Liquidation und Insolvenz sind da nur zwei prominente Beispiele. Andere Unternehmer, mit denen ich gesprochen habe, hatten Probleme im Team angeführt oder hatten den Glauben in die eigene Idee verloren.

Was auch immer es ist, allen Gründern ist gemeinsam, dass sie erstmal nicht so weiter machen können. Dann folgt ihnen eine wichtige Erkenntnis: Du bist nicht deine Arbeit. Das Ego möchte uns beschäftigt halten, um die Identität zu schützen. Doch wir können uns ewig lang beschäftigt halten, ohne je etwas zu schaffen. Du bist nicht deine Arbeit. So oder so anders hat bisher jeder Gründer sein größtes Learning in diesem Bereich zusammengefasst.

Dass wir alle ein Ego haben, dass uns mal mehr und mal weniger in eine Richtung drängt, das müssen wir akzeptieren. Man kann tun, was man will, aber man kann nicht wollen, was man will, soll Arthur Schopenhauer einst gesagt haben.

Genauso ist es eben mit dem Ego. Man kann es nicht unterdrücken, doch man kann es aktiv managen. Um die guten wie die schlechten Seiten zu nutzen, wird man zum bescheidenen Narzissten, zum „Humble Narcissist“.

Der „Humble Narcissist“ ist sich bewusst über sein Ego, er kann aktiv entscheiden, wann er es zulässt und wann nicht. Er kann sich mitteilen, welche Aktivitäten aus seinem Ego heraus motiviert sind und welche nicht. Er kann sein Ego zulassen, wenn es der Sache hilft, aber er kann es auch verweigern, wenn es schadet. Um diesen Punkt zu erreichen, muss der „Humble Narcissist“ in der Lage sein, Kritik auf einem ganz tiefen Level seiner Selbst zu ertragen. Dafür braucht es eine bewusste Auseinandersetzung mit der Identität.

Diese neue Identität ist gespeist aus inneren Werten und nicht aus externen Labels. Die Resilienzforschung hat schon vor Jahren festgestellt, dass externe Labels unglücklich machen können und uns eher schaden als helfen. Es gibt drei grundsätzliche Fragen, um seine Identität zu hinterfragen und mit eigenen Werten zu hinterlegen:

  • Wenn es kein Instagram und kein LinkedIn gäbe, wer würdest du gerne sein?
  • Wenn es niemanden gäbe, den du beeindrucken müsstest, niemanden, der dich beurteilen könnte, was würdest du dann tun?
  • Wenn du keine deiner Errungenschaften vorzeigen könntest, wie würdest du dich dann beschreiben?

Nicht nur erlaubt diese Einstellung zu uns selbst einen bewussteren Umgang mit unseren narzisstischen Tendenzen, eine Gruppe an Forschern der Universität Exeter behauptet außerdem, es hilft in stressigen Situationen. Dazu wurden zwei Gruppen von Strafgefangenen in einem britischen Hochsicherheitsgefängnis gebildet. Die einen wurden mit Übungen wie dieser trainiert, die anderen nicht. Das Ergebnis zeigt, dass die Inhaftierten mit der intrinsischen Identität mit dem Stress des Gefängnisalltags deutlich besser zurechtkommen.

Nach dem österreichischen Psychotherapeuten Victor Frankl können wir alle aus unserem einschränkenden Denken ausbrechen, indem wir verstehen, dass wir unsere Gedanken und die Einstellung dazu kontrollieren können. Genauso können wir auch unsere Identität kontrollieren und unsere Einstellung zu unseren narzisstischen Tendenzen. Diese helfen insbesondere Gründern einen gesünderen Zugang zu ihrer Arbeit zu erlangen. Dadurch wird diese Arbeit nicht einfacher, aber über eine längere Zeit gangbar.

Deine ungelesenen Artikel:
24.07.2026

Boris Nemšić:“Demokratie ist keine Ausrede dafür, dass alles so lange dauert“

„We are not fucked yet": Mit dieser Ansage sorgte Ex-Telekom-Austria-CEO Boris Nemšić beim Business Angel Summit in Kitzbühel für Aufsehen. Im brutkasten-Interview spricht er über den Standort Europa, überbordende Regulierung, das KI-Rennen und eine Idee, die er der Republik schon 2011 vorgeschlagen hat.
/artikel/boris-nemsic-interview
24.07.2026

Boris Nemšić:“Demokratie ist keine Ausrede dafür, dass alles so lange dauert“

„We are not fucked yet": Mit dieser Ansage sorgte Ex-Telekom-Austria-CEO Boris Nemšić beim Business Angel Summit in Kitzbühel für Aufsehen. Im brutkasten-Interview spricht er über den Standort Europa, überbordende Regulierung, das KI-Rennen und eine Idee, die er der Republik schon 2011 vorgeschlagen hat.
/artikel/boris-nemsic-interview
Ex-Telekom-Austria-CEO Boris Nemšić beim Business Angel Summit in Kitzbühel | Foto: Martin Pacher | brutkasten

Boris Nemšić zählt zu den prägenden Figuren der österreichischen Telekom-Geschichte. 1957 in Sarajevo geboren, kam er 1984 nach Wien, promovierte an der TU Wien und stieg 1997 bei der mobilkom austria ein, die er später als CEO zu einer der führenden Mobilfunkgruppen Zentral- und Osteuropas ausbaute. Bis Anfang 2009 stand er an der Spitze der Telekom Austria Group, danach wagte er den Sprung nach Russland und führte bis 2010 den Telekom-Konzern VimpelCom.

Heute lebt Nemšić in Dubai und ist längst fixer Bestandteil des Startup- und Investoren-Ökosystems: Er ist Industry Advisor bei KKR im Technologie-Bereich, Gründungsmitglied der Austrian Angel Investors Association (aaia) und Aufsichtsrat in mehreren Hightech-Unternehmen, darunter die börsennotierte Frequentis AG. Als Beiratsvorsitzender begleitete er den kroatischen Kommunikationsanbieter Infobip auf dem Weg zum ersten Unicorn des Landes. In Österreich ist er unter anderem am Drohnen-Software-Startup Dimetor, am Fintech Seasonax und am Grazer Video-Tech-Unternehmen eyeson beteiligt.

Beim Business Angel Summit in Kitzbühel saß Nemšić am Panel „Quo vadis Europa und Austria“, das mit der provokanten Frage „Are we fucked?“ eröffnet wurde. Seine Antwort dort machte die Runde, im Gespräch mit brutkasten führt er aus, was er damit meint, warum er das Rennen um generative KI noch nicht verloren gibt und woran seine eigene Initiative gegen SMS-Spam gescheitert ist.


brutkasten: Du bist heuer beim Business Angel Summit und bist in mehrere österreichische Startups investiert. Wie würdest du deine Rolle als Investor selbst beschreiben?

Boris Nemšić: Business-Angel-Investor wäre zu breit als Beschreibung. Was ich für mich selbst gemacht habe, waren frühe Investments, schon in den Zehner-Jahren, in Startups, die in meinem Gebiet tätig sind: Technologie, Telekommunikation, ICT. Dort bilde ich mir ein, dass ich mich ein bisschen auskenne, was nicht immer stimmt. Aber das mache ich mit vollem Herzen. Es geht nicht um ein Finanzinvestment als solches, sondern darum, ob ein Produkt einen Nutzen für die Kunden bringen kann und die Technologie weiterbringt. Und vielleicht ergibt sich auch eine Wertsteigerung.

Gab es in deiner Investorenlaufbahn schon erfolgreiche Exits?

Ich habe bis jetzt größte Misserfolge dokumentiert. (lacht) Die Erfolge kommen noch. Obwohl, ich hatte auch einige, allerdings hauptsächlich in Verbindung mit meiner Tätigkeit für KKR, wo ich Industry Advisor bin und mitinvestieren darf. Das waren durch die Bank hervorragende Investments.

Hast du einen spezifischen Branchenfokus? In welcher Phase steigst du ein?

Natürlich schaue ich, dass ich in einer frühen Phase einsteige, weil da die Tickets so sind, dass ich sie persönlich stemmen und die Chancen ergreifen kann. Es ist hauptsächlich ICT, alles, was sich um die Telekom- oder IT-Industrie dreht. Ich hatte auch positive Exits im Education-Bereich, aber wieder IT-getrieben. Das Gebiet, das mich derzeit sehr interessiert, sind Drohnen. Allerdings Drohnen im Sinne der Kommunikation mit Drohnen, nicht die Drohne selbst. Ein fliegendes Objekt kann fast jeder bauen. Die Frage ist, wie man Drohnen beyond line of sight, also auf lange Distanzen, reguliert und verkehrstechnisch richtig steuert. Man braucht Command and Control. Dass Drohnen inzwischen eher eine Dual-Use- und Defense-Geschichte geworden sind, hat die Geschichte ergeben.

Bei welchem Unternehmen bist du da engagiert?

Bei Dimetor in Österreich, dort bin ich Mitinvestor. Zwei meiner guten Freunde kommen von der gleichen Schule, der TU Wien, junge Doktoranden damals, als ich noch auf der Uni tätig war. Das ist eigentlich ein Brainpool, der fantastisch ist. Wir haben Produkte, die sowohl zivil als auch für Defense möglich sind. Zum Beispiel können wir fliegende SIM-Karten entdecken. Und wenn diese fliegende SIM-Karte in einer Drohne ist, dann kann es unangenehm werden. Wir können das detektieren, und dann kann man entscheiden: Ist das eine freundliche oder eine feindliche? Und dann tut man was damit.

Du lebst aktuell in Dubai. Schaust du dir von dort aus weltweit Startups an oder hast du dennoch einen Österreich-Fokus?

Ich habe vor allem einen Europa-Fokus. Ich habe in Kroatien sehr viel gearbeitet und das erste Unicorn Kroatiens mitbetreut, als wir diese Bewertung bekommen haben. Dubai ist natürlich ein unglaublicher Umschlagplatz. Dort gibt es sehr interessante Firmen, die aus irgendeinem Grund dort ansässig geworden sind. Ich glaube kaum, dass Leute hinkommen und sagen: Ich mache jetzt in Dubai ein Startup, weil Dubai. Das ist nicht der Fall. Dubai hat den Vorteil, sehr nahe an Indien, Bangladesch und Pakistan zu sein, mit einem großen Ingenieurs- und Wissenspool.

Beim Panel „Quo vadis Europa und Austria“ wurdest du gefragt: „Are we fucked?“ Deine Antwort?

Ich habe es ein bisschen frech ausgedrückt: We are not fucked yet. Wir sind im Vorspiel. Das heißt, es kann alles rauskommen. Was ich gemeint habe: Wir nehmen diese Dinge noch nicht ernst. Das ist ein Kritikpunkt, den ich mich traue, sehr laut zu sagen. Was ist Europa? Es ist ein Friedensprojekt. Wir sind reich, wir sind frei, wir sind eigentlich die beste Gegend der Welt. Jeder will zu uns kommen. Und was jetzt passiert, ist: Wir schlafen fast ein und reagieren nicht auf die Entwicklungen, die rund um uns sind. Sind das Kriege? Leider. Sind das Entwicklungen wie AI? Sind das Businessentwicklungen? Am Ende brauchen wir Wachstum, wir brauchen eine funktionierende Wirtschaft. Was wir als Europa machen, ist hauptsächlich Fokussierung auf Regulierung und Verlangsamung von allem Möglichen. Mich wundert nur, dass sie noch nicht sagen: Ein Fußball darf nicht schneller als sechzig Kilometer pro Stunde fliegen, weil sonst ist es nicht fair. Ich sage das bewusst überspitzt. Es ist traurig, dass wir unsere hervorragenden Ressourcen, unser Wissen, unsere Leute, unser Entrepreneurship verwalten, statt sie freizulassen. Das ist keine Kritik an Österreich. Österreich hat manchmal vernünftige, manchmal supergute Ansätze. Wir können nur als ganzes Europa erfolgreich sein in diesem Rennen.

Kannst du das konkretisieren?

Ich sage es in einer Metapher: In Wien habe ich in der Wohnung meines Sohnes leider fünfzehn Megabit pro Sekunde Internetverbindung. Und er ist weltweit in Competition mit Südkoreanern, die ein Gigabit haben. Wer wird gewinnen? Oder: Wir haben sechzehn Jahre gebraucht, um den Hochspannungsring in Österreich zu schließen. Gott sei Dank ist es, dank dem Verbund und den anderen, zu keinem Blackout gekommen. Wir waren ein paar Mal sehr nahe dran. Warum haben wir das nicht schneller gemacht? Weil wir alles schützen außer den Menschen. Wir schützen jede Pflanze, Hochachtung. Jede Schnecke, Hochachtung. Nur der Mensch, habe ich den Eindruck, ist nicht so wichtig. Ich überspitze ganz bewusst. Da soll man sehr viel pragmatischer sein. Wenn wir schauen, wer heute erfolgreich ist: Es sind die pragmatischen Zugänge, ob in Dubai, in den Emiraten, in China oder in den USA. Ein Problem wird erkannt und die Lösung wird gesucht. Und nicht der Prozess zur Lösung.

Fairerweise muss man sagen: Das sind unterschiedliche politische Systeme. Europa ist eine Demokratie mit 27 Mitgliedstaaten.

Du hast recht. Nur das politische System soll den Menschen dienen und nicht die Menschen behindern. Das ist der große Unterschied. Wir können uns nicht damit rühmen, dass wir ein besseres System haben. Ja, wir haben es. Nur wenn das System uns behindert, dann soll man das System so anpassen, dass es für uns gut ist. Das ist so banal. Aber wir verlieren uns in Parteien, in Strukturen, in Diskussionen. Und im Endeffekt: Ich will Strom haben. Ich will Internet haben. Ich muss Gesundheit haben, Education haben. Es ist keine Ausrede, dass es so lange dauert, weil wir eine Demokratie sind. Das ist eine faule Ausrede, die ich persönlich nicht akzeptieren kann. Noch einmal: Ich lobe keine Diktaturen und Königreiche, bei Gott nicht. Aber wenn man sich anschaut, was in den Emiraten passiert: Es wird ein Ziel gesetzt, das der Wirtschaft, den Menschen, der Entwicklung dient. Und dann wird das durchgezogen.

Wo siehst du das Problem, wenn nicht in einer Fehlkommunikation zwischen Industrie und Politik?

Du bist ja sehr nett. Wenn man Dinge falsch macht, dann sagt man, es ist falsche Kommunikation. Das lasse ich nicht gelten. Die Politik hat alle Möglichkeiten, sich beraten zu lassen, und muss das gesamtheitlicher sehen. Die Politik ist nicht blöd. Sie hat leider oft Partikularinteressen. Und es ist eine nachvollziehbare, aber schwierige Situation, dass immer irgendwo Wahlen sind. Wenn das Interesse an einer Partikularwahl das große ganze Ziel überwiegt, dann haben wir ein Problem. Wenn wir nicht in der Lage sind, das zu lösen, dann werden Systeme, die dieses Problem nicht haben, die Oberhand gewinnen. Schau, was China ist: eine Planwirtschaft, ein Einparteiensystem, alles, was wir eigentlich nicht wollen. Aber die wesentlichen Dinge machen sie richtig. Die haben uns innerhalb von dreißig Jahren in unheimliche Abhängigkeiten gebracht. Unglaublich. Und ich bin sicher, dass das viele Menschen in Europa erkannt haben, nicht heute, sondern vor zwanzig Jahren. Warum reagieren wir nicht? Weil wir kurzfristige Ziele setzen. Das Ziel ist das nächste Quartal, das Ziel ist die nächste Wahl. Statt das große Ganze zu sehen. Wir haben die Wissenschaft, wir haben Hirn, wir haben Geld, wir haben Ressourcen, um breiter und größer zu denken. Nur irgendwo am Weg verlieren wir uns.

Hast du ein Beispiel, wo du selbst an dieser Regulierung gescheitert bist?

Ich habe mich die letzten zwei, drei Jahre mit SMS-Spam beschäftigt. Jeder von uns bekommt irgendwelche blöden SMS, wo oben eine Bank steht, Unicredit oder Bitpanda oder was auch immer, und drinnen steht irgendein Scam. Ich habe mir zur Aufgabe gemacht: Wie kann man das verhindern? Weißt du, woran ich gescheitert bin? Am deutschen Briefgeheimnis. Das deutsche Briefgeheimnis wird auf SMS angewendet. Wie rückständig und ignorant muss man sein, um das anzuwenden? Es geht darum: Darf ich in den Header der SMS hineinschauen? Wenn dort Unicredit steht und ich erkenne, das ist die falsche Nummer, dann ist es Scam, und dann filtere ich es aus. Es ist so einfach. Die Erklärung ist: Das ist ein Verfassungsgesetz in Deutschland, es geht nicht. Und die Bevölkerung hat Millionen an Schaden. Wen schützen wir jetzt? Die armen Menschen, die auf das reinfallen und Millionen verlieren? Oder wen schützen wir da? Wenn ich krank bin, soll historisch gesehen auch ein Arzt kommen und mir Blut rauslassen statt eine CT zu machen. Ich meine, das ist absurd. Man muss mit der Zeit gehen.

Die Bundesregierung hat einige Maßnahmen für das Innovationsökosystem gesetzt, Stichwort Dachfonds. Wie bewertest du das?

Ich bewerte es positiv, eindeutig positiv. Ich habe mich 2011 als Chef der ÖIAG beworben. Bin es nicht geworden, Gott sei Dank. Eine meiner Thesen damals in meinen Bewerbungsunterlagen war, dass die ÖIAG-Companies, heute ÖBAG, einen Teil ihrer Dividende in einen Forschungsförderungsfonds oder Startup-Fonds einzahlen sollen, damit wir einen Geldpool haben, mit dem wir dieses Ökosystem stärken.

Das war vor fünfzehn Jahren. Jetzt wird genau das diskutiert.

Eben. Wenn eine Idee kommt und man sie fünfzehn Jahre später diskutiert, darf ich ein paar Fragezeichen stellen. Es gibt einen Punkt: Die Zeit kannst du nicht kaufen. Die Zeit kann man fast nie mit Geld erschlagen. Und ich glaube, wir gehen sehr sorglos mit der Zeit um. In der Wirtschaft ist das noch schlimmer.

Gibt es Tipping Points, die schon erreicht sind? In generativer KI etwa haben wir das Rennen doch verloren.

Nein, glaube ich nicht. Da bin ich anderer Meinung als einige Teilnehmer im Panel. Ich bin sicher, dass man das in drei Jahren aufholen kann. Weil das ist pure Force: Du nimmst so viel Geld, baust so viele Data Center. Wir haben die Wissenschaft, wir haben die Leute, die das können. In drei Jahren, so wie DeepSeek das gemacht hat, können wir es schaffen. Das Rennen ist nicht verloren. Es ist nur die Entscheidung, ob man es macht oder nicht. Mir wäre am liebsten, dass wir überhaupt nicht auf die Idee kommen müssen. Nur die Situation ist so, dass irgendjemand in den USA, China oder wo immer sagen kann: Mir gefällt überhaupt nicht, dass Österreich LLMs oder KI hat, ich drehe es ab. Das darf nicht passieren. Das heißt, wir brauchen einen gewissen Grad an Autonomie. Das heißt nicht, dass wir alles nachbilden und doppelt haben müssen. Aber man muss einen gewissen Grad an Selbstständigkeit haben oder mindestens Hebel, um diese Selbstständigkeit erhalten zu können.

In Europa ist nur ASML ein wichtiger globaler Player. Und nachdem er der Einzige ist, ist man erpressbar. Gott sei Dank haben wir das. Aber da sind wir nicht unbedingt die großen Meister. Ich habe noch die Hoffnung, dass sich die KI in eine Richtung entwickelt, dass die Industrievertikalen, die KI anwenden, so stark werden, dass sie sich selbstständig entwickeln. Eine wird in Europa sein, eine in Amerika, eine in Österreich, egal wo. Das wird sich ausgleichen. Aber die Infrastruktur muss man haben. Und auch damit gehen wir nicht besonders proaktiv um. Es ist blöd, dass ein Glasfaseranschluss in Österreich und Deutschland Pi mal Daumen dreitausend Euro kostet und gleichzeitig in Spanien zweihundertsechzig Euro. Es gibt ein paar Gründe dafür, ein paar sind legitim. Aber die Mehrzahl der Gründe ist einfach erfunden. Da sieht man, wie inkonsistent wir agieren.

Du hast sehr viel erreicht in deiner Karriere. Welche Ziele hast du dir noch gesteckt?

Ich habe mir in meiner Karriere, Karriere unter Anführungszeichen, nie persönliche Ziele gesetzt. Ich habe Business-Ziele gesetzt: Wenn ich Vorstand einer Firma bin, will ich diese und jene Ziele erreichen. Aber keine persönlichen Ziele, weil man so offen und so breit sein muss, dass man entscheiden kann, ob man eine Chance wahrnimmt oder nicht. Ich bin nach Russland gegangen, obwohl ich überzeugt bin, dass ich den besten Job in Österreich hatte, zehn Jahre lang.

Beim Summit haben zwölf Startups gepitcht, die noch am Anfang stehen. Was gibst du jungen Unternehmer:innen mit auf den Weg?

Es war interessant, dass die zwölf aus sehr verschiedenen Ecken kommen, was gut ist. Ich persönlich glaube an Startups, die entweder etwas sehr tangibles machen oder ein Businessmodell haben, das global anwendbar ist. Das kann eine kleine Sache sein, aber global anwendbar. Ich hoffe, sie denken in die Richtung, dass sie nicht nur ein kleines Problem lokal lösen, sondern dass ihre Plattform oder ihr Produkt eine globale Anwendung haben kann. Da gibt es viele Chancen, und auch viele Dinge, die man gut überlegen muss.

Toll dass du so interessiert bist!
Hinterlasse uns bitte ein Feedback über den Button am linken Bildschirmrand.
Und klicke hier um die ganze Welt von der brutkasten zu entdecken.

brutkasten Newsletter

Aktuelle Nachrichten zu Startups, den neuesten Innovationen und politischen Entscheidungen zur Digitalisierung direkt in dein Postfach. Wähle aus unserer breiten Palette an Newslettern den passenden für dich.

Montag, Mittwoch und Freitag

AI Summaries

Die Hustle Maschine: Narzissmus in der Startup-Szene

AI Kontextualisierung

Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Die Hustle Maschine: Narzissmus in der Startup-Szene

AI Kontextualisierung

Welche wirtschaftlichen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Die Hustle Maschine: Narzissmus in der Startup-Szene

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Die Hustle Maschine: Narzissmus in der Startup-Szene

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Investor:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Die Hustle Maschine: Narzissmus in der Startup-Szene

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Politiker:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Die Hustle Maschine: Narzissmus in der Startup-Szene

AI Kontextualisierung

Was könnte das Bigger Picture von den Inhalten dieses Artikels sein?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Die Hustle Maschine: Narzissmus in der Startup-Szene

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Personen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Die Hustle Maschine: Narzissmus in der Startup-Szene

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Organisationen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Die Hustle Maschine: Narzissmus in der Startup-Szene