10.03.2020

Die Höhle der Löwen: Wer ist euer Favorit der ersten Sendung?

Am Dienstagabend wird auf Vox um 20:15 Uhr wieder "Die Höhle der Löwen" zu sehen sein. In der mittlerweile siebten Staffel werden wieder fünf Startups ihre Business-Ideen vor den Investoren pitchen.
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Die Höhle der Löwen
V.l.: Nils Glagau, Carsten Maschmeyer, Judith Williams, Frank Thelen, Dagmar Wöhrl, Ralf Dümmel und Dr. Georg Kofler. | (c) TVNOW / Bernd-Michael Maurer

Es ist wieder soweit: „Die Höhle der Löwen“ startet heute Abend um 20:15 Uhr auf Vox mit der mittlerweile siebten Staffel. In der ersten Sendung werden wieder fünf Startups ihre Business-Ideen vor den Investoren – auch Löwen genannt – pitchen. Zu den Investoren zählen diesmal Ralf Dümmel, Nils Glagau, Georg Kofler, Carsten Maschmeyer, Frank Thelen, Judith Williams und Dagmar Wöhrl. Ex-Formel 1 Weltmeister Nico Rosberg wird dann im Herbst zu sehen sein und Frank Thelen als Investor ablösen – der brutkasten berichtete.

Hier könnt ihr vorab für euren Favoriten der ersten Folge der neuen Staffel voten. Dafür müsst ihr nur auf den Favoriten klicken. Die Beschreibungen zu den einzelnen Startups findet ihr unten.

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+++ Millionen-Exit für DHDL-Startup Lizza +++

MIMIK Skincare

In der ersten Folge der siebten Staffel wird MIMIK Skincare an den Start gehen. Das Startup hat eine individuelle Gesichtscreme entwickelt, die Konsumenten sich individuell für das eigene Hautbedürfnis anpassen können. Dabei handelt es sich um ein Baukastensystem, das aus einer Basic-Cream mit ein bis zwei Boostern besteht. Zudem kann die Creme mit einem Duft ergänzt werden.

(c) TVNOW / Bernd-Michael Maurer

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Pakama Sports Bag

Das Produkt, mit dem das Düsseldorfer Startup Pakama in der ersten Folge der aktuellen Staffel von „Die Höhle der Löwen“ antritt, sieht auf den ersten Blick recht gewöhnlich aus, ist aber relativ komplex. Der „Lifestyle-Rucksack“ des Unternehmens bietet integrierte Trainingsgeräte und eine dazugehörige App mit Trainings-Tipps.

TVNOW / Bernd-Michael Maurer

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Whillhelm Grill

Die Gründer Michal Schunke und Mathias Dögel haben einen Holzkohlegrill mit App-Steuerung entwickelt. In nur zehn Minuten ist der smarte Grill einsatzbereit und bietet den Nutzern eine exakte Kontrolle des Lüftungssystems, um so die Temperatur anpassen zu können.

(c) TVNOW / Bernd-Michael Maurer

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Rootify

Mit der App Rootify sollen die Nutzer in enger Abstimmung mit ihrer eigenen Muttersprache Fremdsprachen erlernen. Dabei werden die gemeinsamen Wurzeln per Algorithmus erkannt und sollen so den Nutzern das Lernen erleichtern. Das Startup bezeichnet sich selbst als das „Tinder für Sprachen“.

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ROSTdelete

Das Startup ROSTdelete hat einen natürlichen Rostentferner entwickelt. Die beiden Gründer Robert & Frank Lehmkuhl setzen bei dabei auf Nachhaltigkeit. Der Rostentferner ist biologisch abbaubar und kompostierbar. Zudem soll er für Chrom, Edelstahl und Lack wirken.

(c) TVNOW / Bernd-Michael Maurer

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(c) SecurITe

Manchmal beginnt eine Gründungsgeschichte mit einem Satz, der wie eine Drohung klingt. „Alles, was wir in der Cybersecurity haben, kannst du wegschmeißen. Es wird in ganz kurzer Zeit nicht mehr funktionieren.“ Das soll Manuel Nedbal im Herbst 2024 zu Herbert Stöger gesagt haben – als das Schlagwort „agentic AI“ noch kaum jemand kannte. Rund anderthalb Jahre später, sagen beide, sei genau das eingetreten. Und aus der Ansage ist ein Unternehmen geworden, das nun eine bemerkenswerte Finanzierungsrunde vermeldet.

SecurITe hat eine Seed-Runde im niedrigen zweistelligen Millionenbereich (Euro) abgeschlossen – für eine Frühphasenfinanzierung im österreichischen Kontext eine außergewöhnliche Größenordnung. Sie reicht laut Unternehmen, um die Produktentwicklung über rund 24 Monate durchzufinanzieren. Strukturiert wurde die Runde bewusst über einen europäischen Finanzpartner aus dem Family-Office-Umfeld, der vorerst nicht genannt werden möchte. Auch die bestehenden Gesellschafter zogen mit.

Herbert Stöger, Managing Director x-tention | (c) Thomsen Photography

Hinter SecurITe stehen zwei Akteure, die sich ergänzen: Nedbal, der zwölf Jahre im Silicon Valley Cybersecurity gebaut hat, und Stöger, Gründer und Eigentümer der österreichischen Health-IT-Gruppe x-tention. Das Startup ist aus dieser Partnerschaft entstanden – x-tention brachte den Zugang zum Gesundheitsmarkt und das Problemverständnis ein, Nedbal die Technologie. Eine klassische Ausgründung sei es nicht; x-tention zählt heute zu den bestehenden Gesellschaftern.

Eine Begegnung im Bezirk Amstetten

Die Geschichte dahinter ist die zweier Welten, die im Mostviertel zusammenfanden. Nedbals Stationen im Valley: McAfee (später von Intel übernommen), dann das eigene Startup ShieldX, das nach fünf Jahren an Fortinet verkauft wurde, wo er als VP of Engineering arbeitete. Zuletzt verantwortete er bei Google die Architektur der Cloud-Firewall. Im Zuge der Pandemie kehrte er nach Österreich zurück – ein Muster, das man damals bei einigen heimischen Tech-Talenten beobachten konnte. Dort wurde er über einen gemeinsamen Freund Stöger vorgestellt.

Manuel Nedbal – CEO SecurITe (links) und Bernhard Aigenbauer – COO SecurITe | (c) SecurITe

Dieser hatte x-tention 2001 mit sechs Mitarbeitern gegründet; heute zählt die Gruppe rund 850 Beschäftigte in Österreich, der Schweiz, Deutschland und England sowie ein Office im Silicon Valley. Tief im Bereich Gesundheits-IT verankert, deckt x-tention Datenmanagement, ELGA, Konnektivität und Managed Services ab und betreut nach eigenen Angaben mehr als 1.000 Kunden im Gesundheitswesen. Marktbedingungen, großes Problem, Marktzugang und Technologie seien „auf einmal zusammengekommen“ – Nedbal nennt es eine „Textbuchvorlage für ein Startup“. Heute verteilt sich das rund 50-köpfige Team auf Österreich, Silicon Valley und Bangalore.

Krankenhäuser als verwundbarster Punkt

Warum ausgerechnet Healthcare? Der Sektor sei von der Cybersecurity-Industrie „vergessen“ worden, argumentiert Nedbal – weil dort andere Regeln gelten. Klassische Schutzmechanismen ließen sich auf medizinischen Geräten und in klinischen Netzen nicht so einsetzen wie in der Enterprise-IT. Hinzu komme, dass während der Pandemie eine Hemmschwelle gefallen sei: Krankenhäuser würden heute ohne Schonung attackiert – rund um die Uhr.

Hier setzt das Resilienz-Argument der Gründer an: Krankenhäuser seien ein Paradebeispiel für kritische Infrastruktur, deren Absicherung längst keine rein technische Frage mehr sei, sondern eine der europäischen Souveränität. Die Sorge: Erkenntnisse über neue, KI-getriebene Angriffsmuster zirkulierten oft nur in einem begrenzten Kreis großer US-Anbieter – Krankenhaussoftware-Hersteller und europäische Institutionen seien dabei selten am Tisch. Eine eigenständige europäische Antwort, die nicht aus den USA, Israel oder China komme, sieht das Team daher als Chance. Konsequenterweise habe man auch die Finanzierung „aus Europa und für für das globale Wachstum“ gestemmt – die IP bleibe aber in Europa.

Die nächste Bedrohungsstufe sieht SecurITe in autonomen Agenten: Setzen Kliniken selbst KI-Agenten ein, könnten diese sich fehlverhalten; ein Angriff durch autonome Agenten sei zudem um ein Vielfaches gefährlicher als von einem menschlichen Akteur. Genau hier setzt das Produkt agentis360 an: Statt auf eine zentrale Instanz setzt es auf eigene Sensoren und kleine KI-Modelle, die direkt in der Infrastruktur sitzen und das Verhalten von Systemen und Agenten laufend auf Auffälligkeiten profilieren. Mit dem frischen Kapital will das Unternehmen die Produktentwicklung vorantreiben und parallel internationalen Vertrieb sowie Partnerschaften aufbauen – mit Europa als Ausgangspunkt und dem globalen Rollout für kritische Infrastruktur als nächstes Ziel.

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