04.09.2018

„Die Höhle der Löwen“: Heute startet die fünfte Staffel

Heute um 20:15 Uhr startet auf VOX die fünfte Staffel der Startup-Show "Die Höhle der Löwen". Nicht nur bei der Jury gab es Neuerungen. Und Pitch-Experte Florian Kandler begleitet die Sendung mit gewohnt pointierten Video-Analysen.
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Die Höhle der Löwen - fünfte Staffel startet auf VOX
Marius Hamer (Rückansicht) und die "Löwen" (v.l.) Carsten Maschmeyer, Dr. Georg Kofler, Frank Thelen, Dagmar Wöhrl und Ralf Dümmel
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Auf bis zu 15,5 Prozent Marktanteile bei den 12- bis 29-Jährigen kommt die Startup-Show „Die Höhle der Löwen“ in Österreich. Immer wieder schaffen es auch österreichische GründerInnen in das deutsche Format. Die Motivation ist klar: Zu holen ist nicht nur eine Menge Kapital. Vor allem die breite Masse im großen Nachbarland zu erreichen, ist für (B2C-)Startup-Founder eine riesige Chance. „Man kann mit unterschiedlichen Zielen in die Show gehen“, ergänzt dazu Camilla Sievers, Leiterin der Unit3 von IP Österreich und ehemals selbst Startup-Show-Teilnehmerin. „Man kann einen Auftritt auch nutzen, um einfach Kontakte zu knüpfen, oder sich Feedback zu holen“.

+++ Checklist: Wann zahlt sich eine Startup-TV-Show-Teilnahme aus? +++

Erstmals 6 InvestorInnen und neues Studio

Heute (ab 20:15 auf VOX) geht „Die Höhle der Löwen“ in die bereits fünfte Staffel. Und in der InvestorInnen-Jury gab es eine Änderung: Erstmals umfasst sie sechs Personen. Neben Carsten Maschmeyer, Ralf Dümmel, Frank Thelen und Dagmar Wöhrl werden Judith Williams und Georg Kofler sich abwechseln – ein Novum. Eine weitere Neuerung ist für die Zuseher vor allem optischer Natur: Ein neues Studio soll mit „modernem, elegantem Look“ punkten.

Florian Kandler bringt „Die Höhle der Löwen“-Video-Analysen

Für gewohnt pointierte Pitch-Analysen wird bei dieser „Die Höhle der Löwen“-Staffel erstmals auch Experte Florian Kandler sorgen. brutkasten-LeserInnen kennen seine Video-Analysen bereits aus dem Frühling. Kandler wird sich dabei jeden Pitch einzeln vorknöpfen und auf verschiedene Parameter hin beurteilen. ⇒ Zu den Analysen

Camilla Sievers im Video-Interview u.a. über Die Höhle der Löwen

Erster Pitch: Staubsauger-Aufsatz von 20-Jährigem

Für die erste Folge der neuen Staffel liegt bereits ein Sneak Peek vor. Im ersten Pitch stellt der zweifache „Jugend forscht“-Gewinner Tobias Gerbracht aus Wuppertal den selbst entwickelten Staubsauger-Aufsatz „Catch Up“ vor. Mit seiner Erfindung will der 20-jährige Industrial-Design-Student verhindern, dass kleine Teile wie zum Beispiel Schmuck, Schrauben, Münzen oder Spielzeug auf Nimmerwiedersehen im Staubsaugerbeutel verschwinden. „Catch Up“ fängt Kleinteile auf, bevor sie in den Staubbehälter gelangen können.

Fleischersatz, Mosaikmodule, Cheerleading-Kleidung und Haarschneide-System

Er benötige von den „Löwen“ nicht nur 100.000 Euro für die Markteinführung seines Produktes, sondern auch jemanden, der ihm mit Erfahrung und Expertise zur Seite stehe, sagt der Gründer. Im Gegenzug bietet der 20-Jährige 35 Prozent der Firmenanteile an. Außerdem dabei: Der vegetarische Fleischersatz „Jacky F.“, die beleuchteten Glasmosaikmodule „Volatiles Lighting“, die funktionale Cheerleading-Kleidung „Swedish Fall“ und das Haarschneide-System „Calligraphy Cut“.

⇒ Zur Page der Höhle der Löwen

Video-Interview mit Camilla Sievers

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Foto: epilogy.photography

Während der ViennaUP wurde Wien einmal mehr zur internationalen Drehscheibe der Startup-Welt. Inmitten dieser Woche voller Begegnungen, Ideen und Innovationen setzte ein Event einen ganz besonderen Akzent: Im Wien Museum, mit weitem Blick über den Karlsplatz, kamen zahlreiche Founder, Investor:innen, Corporate-Partner und Wegbegleiter:innen zusammen, um ein Jubiläum zu feiern, das sinnbildlich für den internationalen Fokus des österreichischen Innovationsstandorts steht: 10 Jahre Global Incubator Network Austria (GIN).

Schon beim Eintreten wurde spürbar, was GIN über das vergangene Jahrzehnt ausgemacht hat – das Zusammenspiel aus österreichischen Wurzeln und globaler Reichweite. Gründer:innen aus Wien trafen auf asiatische Startups, die diese Woche in der Stadt zu Gast waren, um in Europa Fuß zu fassen.

Foto: epilogy.photography

Eine von ihnen war Nga Chi Lydia Yip, Co-Founderin und CSO von Elleon Biotech aus Hongkong. Ihr Startup hat ein Reagenz entwickelt, mit dem sich markierte Zellen – etwa Krebs- oder virusinfizierte Zellen – mit bloßem Auge oder per Smartphone sichtbar machen lassen, ganz ohne teure Mikroskope oder geschultes Personal. „Ich habe in den letzten Tagen mehr wertvolle Leads getroffen als in zwei Jahren in Hongkong“, erzählte sie. Über das GIN-Programm war sie auf der Suche nach einem strategischen Partner für die Antikörper-Produktion – und wurde bei einem der Networking-Momente tatsächlich fündig. „Ich liebe den Vibe hier. Die Leute sind wirklich da, um einander zu helfen.“

Genau diese Atmosphäre baut GIN seit 2016 systematisch auf: Verbindungen, die weit über ein einzelnes Programm oder eine Delegationsreise hinausreichen.

Ein Jahrzehnt Brückenbauen zwischen Österreich und Asien

Seit seiner Gründung 2016 verfolgt GIN ein klares Ziel: innovative Startups beim internationalen Wachstum zu unterstützen und gleichzeitig Österreich als zentralen Innovationsstandort zu stärken. Unter dem Leitgedanken „Connecting the Circles of Growth“ hat sich daraus ein Netzwerk entwickelt, das weit über klassische Förderprogramme hinausgeht.

Die Bilanz nach zehn Jahren spricht für sich: 756 unterstützte Startups, 71 internationale Programm-Batches, 7 zentrale Partnerregionen und über 30 internationale Innovationspartner. Im Zentrum stehen die beiden Programme GO ASIA und GO AUSTRIA, die den Austausch in beide Richtungen ermöglichen – ein zweiseitiger Ansatz, der GIN zu einer einzigartigen Brückenbauerin macht. Geschichten wie jene von Elleon Biotech zeigen, was das konkret bedeutet.

Foto: epilogy.photography

Zur Beginn reflektierten Henrietta Egerth (Geschäftsführerin FFG) und Bernhard Sagmeister (Geschäftsführer aws) über die Vision hinter GIN, die gemeinsame Steuerung der beiden Programme und den Blick nach vorne. „Zehn Jahre Global Incubator Network Austria bedeuten zehn Jahre messbaren Impact für das österreichische Startup-Ökosystem und weit darüber hinaus“, betont Henrietta Egerth. „Allein am aktuellen GIN-Programm nehmen 56 Startups aus sieben asiatischen Zielregionen teil – mehr als jemals zuvor.“

Panel: Local Roots, Global Reach

Unter dem Titel „Local Roots, Global Reach: The New Rules of Internationalization“ diskutierte ein hochkarätig besetztes Panel die veränderten Spielregeln internationaler Expansion. Marcus Berger (CEO, Aviloo), Ayashi Das Majumder (Co-Founderin & COO, Sensegrass), Markus Lang (General Partner, Speedinvest) und Andreas Mühlberger (Infineon Technologies Austria) brachten vier sehr unterschiedliche Perspektiven zusammen. Die zentrale Botschaft: Für einen kleinen Exportmarkt wie Österreich ist Internationalisierung essenziell – gleichzeitig aber komplexer geworden, und sie gelingt nur durch starke Partnerschaften und langfristige Begleitung.

Foto: epilogy.photography

Workshop: Impulse für die nächsten zehn Jahre

Im interaktiven Workshop-Teil, moderiert von Viktoria Ilger (Venture Clienting Austria), wurden die Gäste selbst zu Mitgestaltenden. An mehreren Tischen diskutierten sie in kleinen Runden über die zentralen Fragen rund um Internationalisierung. Begleitet wurde der Nachmittag von einem Live-Graphic-Recording-Team, das die wichtigsten Gedanken und Erkenntnisse in Echtzeit visuell festhielt – ein wachsendes Bild, das ebenso entstand wie die Insights selbst und am Ende eindrucksvoll präsentiert wurde.

Foto: epilogy.photography

Blick nach vorne: Indien als nächster Meilenstein

Mit der geplanten Erweiterung von GIN GO ASIA nach Indien ab 2027 wurde ein klares Signal für die nächste Phase gesetzt. Bereits heute holt das aktuelle GO AUSTRIA Programm sieben indische Deep-Tech-Startups nach Österreich. Indien zählt mittlerweile über 130 Startup-Unicorns und entwickelt sich mit enormer Dynamik zu einem der wichtigsten Technologie- und Wachstumsmärkte der Welt. Mit der India-Austria Startup Bridge wurde bereits vor zwei Jahren ein erstes Instrument geschaffen, um indische Startups nach Österreich zu holen – ab 2027 öffnen sich die Türen gezielt auch für österreichische Startups in diesen Zukunftsmarkt. So festigt GIN Österreichs Rolle als europäisches Gateway für Innovation, Technologie und internationale Zusammenarbeit.

Foto: epilogy.photography

Eine Community feiert

Zum Abschluss wurde sichtbar, was GIN über die Zahlen hinaus ausmacht: eine globale Community aus Foundern, Partner:innen, Mentor:innen und Freund:innen. In einem Happy-Birthday-Video schickten Wegbegleiter*innen aus aller Welt ihre Glückwünsche. Das GIN-Team kam auf die Bühne, die Gläser wurden erhoben – und der Nachmittag mündete in eine Feier, die anschließend bei GIN & Friends am Karlsplatz ihre Fortsetzung fand. Für Lydia Yip stand da nur noch ein letztes Meeting an, bevor auch sie dazustieß: „Ich hätte nie erwartet, dass eine Geschäftsreise so viel Freude macht.“


Das Global Incubator Network Austria (GIN) ist eine Initiative der österreichischen Bundesregierung und wird von der Austria Wirtschaftsservice (aws) und der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) umgesetzt. Ziel ist es, Start-ups, Investor:innen und Innovationspartner:innen international zu vernetzen und den Innovationsstandort Österreich nachhaltig zu stärken. Der Artikel wurde in Kooperation mit der Austria Wirtschaftsservice (aws) umgesetzt.

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