24.09.2015

Die Gründer der Blauen Olive schmieren sich Kaffee auf die Haut

/artikel/die-gruender-der-blauen-olive-schmieren-sich-kaffee-auf-die-haut
© Blaue Olive/Foto:Werner Harrer: Körperpeeling mit Kaffee

Die Gründe, weshalb Menschen ihre Jobs aufgeben und ins Startup-Business einsteigen, sind vielzählig. Einige wollen ihr eigener Chef sein, anderen geht es mehr um die Kreativität. Bei Jochen Gschwandtner war es der „Drang, etwas zu tun, was Spaß macht“. Er tauschte fürs riskante Startup die lukrative Versicherungsbranche ein. Sein Unternehmen Blaue Olive vertreibt im Onlinehandel High-End-Mixer und Entsafter zur Herstellung gesundheitsfördernder Getränke.

„Ich hatte mich schon viele Jahre mit dem Thema Gesundheit beschäftigt“, resümiert Gschwandter, einer der Gründer der Blauen Olive. Mit seinem Co-Founder Dean Barnett möchte er mit Naturkosmetik auf Kaffeebasis durchstarten. 2013 gründeten sie in Linz das Gesundheits-Startup. Nun will das Startup expandieren und steigt mit einem Körperpeeling in den Kosmetikmarkt ein.

Das „Body Scrub“ ist ein Nebenprodukt, auf das das Team der Blauen Olive beim Experimentieren mit entgiftenden Saftkuren gekommen ist. „Die Haut ist von der Entgiftung mitbetroffen, deshalb kam es bei den Testern der Saftkuren zu Hautreizungen“, sagt Gschwandtner. Auf dieser Erfahrung aufbauend, entwickelte das Team das Körperpeeling, dessen Hauptwirkstoff Fairtrade-Kaffee ist. Es soll Cellulite und Hautreizungen bekämpfen. Auch die getesteten Säfte sollen auf den Markt kommen, „aber erst zu einem späteren Zeitpunkt“, so Jochen Gschwandtner.

„Kaffeegenuss der anderen Art ist für uns der Einstieg in die Naturkosmetik“, sagt Burnett. „Wir verwenden ausschließlich Bio-und Fair-Trade-Rohstoffe“, ergänzt Gschwandtner. Dadurch soll sich das Produkt auf dem großen Markt der Schönheitsprodukte abheben.

Die Finanzierung der Expansion kann das Start-up großteils aus dem laufenden Cashflow stemmen, lediglich einen kleinen Teil der Infrastruktur finanziert das Austria Wirtschaftsservice (AWS). Für das laufende Geschäftsjahr rechnet Gschwandtner mit einer Umsatzsteigerung von 200.000 € auf 700.000 €,davon sollen 50.000 € von „Body Scrub“ bestritten werden. Außerdem will er von vier auf bis zu neun Mitarbeiter aufstocken. Vor allem in der Produktion gäbe es einen erhöhten Personalbedarf.

Allerdings machen dem Jungunternehmer dabei die hohe Steuerbelastung und die Sozialversicherungsbeiträge zu schaffen. „Die Sozialversicherungsbeiträge rütteln am Cashflow der Unternehmen“, so seine Kritik. Was einen erfolgreichen Startup-Gründer ausmacht? „Man muss von seiner Idee zu 100 Prozent überzeugt sein und darf sich nicht von seinen Plänen abbringen lassen“, sagt Gschwandtner, der auch an zukünftige Projekte denkt. Er will die Naturkosmetiksparte weiter ausbauen. Auch der Vertrieb soll ein zweites Standbein erhalten: 2016 will die Blaue Olive ihre ersten eigenen Laden eröffnen.

Quelle

Deine ungelesenen Artikel:
20.10.2026

Zehetner: „Ich bin unzufrieden damit, wohin sich die Diskussion zur EU Inc. momentan entwickelt“

Bei einer Keynote im Rahmen des Verbund Venture Day 2026 äußerte sich Startup-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner relativ deutlich zum aktuellen großen Reizthema in der Startup-Szene.
/artikel/zehetner-ich-bin-unzufrieden-damit-wohin-sich-die-diskussion-zur-eu-inc-momentan-entwickelt
20.10.2026

Zehetner: „Ich bin unzufrieden damit, wohin sich die Diskussion zur EU Inc. momentan entwickelt“

Bei einer Keynote im Rahmen des Verbund Venture Day 2026 äußerte sich Startup-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner relativ deutlich zum aktuellen großen Reizthema in der Startup-Szene.
/artikel/zehetner-ich-bin-unzufrieden-damit-wohin-sich-die-diskussion-zur-eu-inc-momentan-entwickelt
Elisabeth Zehetner (Staatssekretärin für Energie, Startups und Tourismus) | Foto: Martin Pacher
Elisabeth Zehetner (Staatssekretärin für Energie, Startups und Tourismus) | Foto: Martin Pacher / brutkasten

Dass sich die aktuell noch laufenden Verhandlungen zur EU Inc. auf Ratsebene nicht so entwickeln, wie es sich die Initiator:innen der gleichnamigen Initiative wünschen würden, ist allgemein bekannt. Übte man nach der Veröffentlichung des Kommissionsentwurfs im März noch deutliche Kritik an diesem, würde man ihn inzwischen wohl gerne so annehmen. Denn der aktuell noch in Ausarbeitung befindliche Vorschlag des Rats der EU-Justizminister:innen dürfte letztlich, wenn man mit den Verhandlungen vertrauten Personen Glauben schenken darf, kaum noch etwas mit dem ursprünglichen Vorschlag der Initiative zu tun haben. Die absoluten Kern-Forderungen seien darin de facto zur Gänze gestrichen, was überbleibe sei „nicht mehr als ein Label und vielleicht etwas schnellere Gründung“, hört man.

Österreich als EU-Inc.-Antagonist

Das offizielle Österreich spielt dabei dem Vernehmen nach eher die Rolle des Antagonisten. Das SPÖ-geführte Justizministerium zähle in den Verhandlungen zu den Verhinderern. Rot-weiß-roter Gegenwind zur EU Inc. komme aber auch von anderer Seite, nicht nur, wie allgemein bekannt, von Notariatskammer und Arbeiterkammer, sondern auch von einflussreichen Personen in der Wirtschaftskammer.

Zehetner: deutliche Positionierung pro EU Inc.

In dieser durchaus komplexen Gemengelage von Interessen aus ganz unterschiedlicher Richtung, mag es fast verwundern, dass sich Startup-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner nun öffentlich durchaus deutlich positionierte. „Ich bin unzufrieden damit, wohin sich die Diskussion zur EU Inc. momentan entwickelt – sowohl auf EU- als auch auf nationaler Ebene“, sagte sie heute bei einer Keynote im Rahmen des Verbund Venture Day 2026 an der WU Wien. Auf diese Weise werde die EU Inc. nicht zur Alternative zur amerikanischen Delaware Inc., die auch sie sich wünsche.

Mitarbeiter:innenbeteiligung via FlexCo „noch nicht attraktiv genug“

Auch sonst gab sich Zehetner in ihrer Rede, die sich auf europäische Souveränität im Startup-Bereich fokussierte, kritisch. Die FlexCo etwa bezeichnete sie in Sachen Mitarbeiter:innen-Beteiligung als „ersten Schritt“, aber „noch nicht attraktiv genug“. Es brauche neue Steuerregeln, die Mitarbeiter:innenbeteiligung praktikabel machen. Auch ihre bereits einmal dezidiert geäußerte Forderung nach Steuererleichterungen bei Startup-Beteiligungen – vulgo Beteiligungsfreibetrag – wiederholte sie bei der Gelegenheit. Auf europäischer Ebene sieht sie Handlungsbedarf u.a. in Sachen Kapitalmarktunion. Lob gab es von Zehetner dafür für den European Scaleup Funds – ergänzt mit Eigenlob für den geplanten österreichischen Dachfonds.

Toll dass du so interessiert bist!
Hinterlasse uns bitte ein Feedback über den Button am linken Bildschirmrand.
Und klicke hier um die ganze Welt von der brutkasten zu entdecken.

brutkasten Newsletter

Aktuelle Nachrichten zu Startups, den neuesten Innovationen und politischen Entscheidungen zur Digitalisierung direkt in dein Postfach. Wähle aus unserer breiten Palette an Newslettern den passenden für dich.

Montag, Mittwoch und Freitag

AI Summaries

Die Gründer der Blauen Olive schmieren sich Kaffee auf die Haut

AI Kontextualisierung

Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Die Gründer der Blauen Olive schmieren sich Kaffee auf die Haut

AI Kontextualisierung

Welche wirtschaftlichen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Die Gründer der Blauen Olive schmieren sich Kaffee auf die Haut

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Die Gründer der Blauen Olive schmieren sich Kaffee auf die Haut

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Investor:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Die Gründer der Blauen Olive schmieren sich Kaffee auf die Haut

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Politiker:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Die Gründer der Blauen Olive schmieren sich Kaffee auf die Haut

AI Kontextualisierung

Was könnte das Bigger Picture von den Inhalten dieses Artikels sein?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Die Gründer der Blauen Olive schmieren sich Kaffee auf die Haut

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Personen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Die Gründer der Blauen Olive schmieren sich Kaffee auf die Haut

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Organisationen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Die Gründer der Blauen Olive schmieren sich Kaffee auf die Haut