Xiaomi! Der chinesische Smartphone-Hersteller wurde 2010 von Lei Jun gegründet. Bereits seit Dezember 2013 lancierte Xiaomi Tech in China zum Marktführer. Das Startup wächst so schnell, dass es bereits im Oktober 2014 als drittgrößter Smartphone-Hersteller angeführt wird. 1,4 Milliarden Dollar wurden bis jetzt in das Unternehmen investiert, das mit 46 Milliarden Dollar bewertet wird. Gründer und Firmenchef Jun tut es übrigens Steve Jobs gleich: Er trägt schwarze Rollkragenpullis.
Xiaomi führt die Liste „Billion Dollar Startup Club“ des Wall Street Journal und Dow Jones VentureSource an. Auf Platz zwei befindet sich der Fahrdienst-Vermittler Uber. Dieser könnte aber bald aufholen: angeblich knackt seine Bewertung bei der aktuellen Finanzierungsrunde die 50-Milliarden-Marke.
Auf Platz drei befindet sich der Messenger Snapchat mit 5 Millionen aktiven Usern. EU-Startups befinden sich nicht unter den Top 10. Das erste gelistete Startup aus Europa ist Spotify.
Hinter dem Gründer Daniel Ek versteckt sich eine spannende Anekdote: Der heutige Multi-Millionär hatte sich als 16-Jähriger für einen Job bei Google Inc. beworben – und wurde abgewiesen. Wahrscheinlich ermutigte ihn dieser Fehlschlag, es allen zu zeigen: Mit 23 verkaufte er eine Online-Werbefirma in seiner Heimat Schweden und fokussierte sich seitdem auf die Musikindustrie, um eine Alternative zu Musik-Piraten-Diensten wie Napster zu finden. Seine Vision: Ein Service, dass unlimitierten Zugang zu Musik gegen eine monatliche Gebühr bietet. Leichter gesagt, als getan. Ek brauchte Jahre, um die Player der Musikindustrie von seiner Idee zu überzeugen.
Nach zehn Jahren in Wien: SuperCycle startet Franchisemodell für ganz Österreich
100 Mitarbeitende und mehr als 73.000 Kund:innenkonten kann sich das Indoorcycling-Unternehmen auf die Fahnen schreiben. Jetzt öffnet SuperCycle das Konzept für Franchisepartner:innen. Bald sollen neue Studios in ganz Österreich entstehen und die langjährige Nachfrage aus den Bundesländern bedienen.
Nach zehn Jahren in Wien: SuperCycle startet Franchisemodell für ganz Österreich
100 Mitarbeitende und mehr als 73.000 Kund:innenkonten kann sich das Indoorcycling-Unternehmen auf die Fahnen schreiben. Jetzt öffnet SuperCycle das Konzept für Franchisepartner:innen. Bald sollen neue Studios in ganz Österreich entstehen und die langjährige Nachfrage aus den Bundesländern bedienen.
Discokugel an der Decke, Spiegel an den Wänden und ein neonpinker Schriftzug, auf dem „SuperCycle“ zu lesen ist. Im Takt treten bis zu 40 Beinpaare auf den Bikes und lassen Herzfrequenzen in die Höhe schnellen.
Dieses Gefühl, das SuperCycle seit 2016 in seinen fünf Wiener Studios aufgebaut hat, soll jetzt über die Stadtgrenzen hinausfinden. Seit dem ersten Jahr erreichen Mitgründerin Olivia „Lilli“ Hromatka und ihre Co-Founderin Rhana Loudon laufend E-Mails aus anderen Städten, vor allem aus Graz, Linz, Salzburg und Innsbruck. Jetzt reagiert das Unternehmen darauf: Mit einem Franchisemodell soll das Boutique-Cycling-Konzept österreichweit wachsen.
SuperCycle ist ein Indoorcycling-Studio: Auf stationären Rädern fahren die Teilnehmenden im Gruppenkurs zur Musik, angeleitet von Instructor:innen, die Tempo, Widerstand und Choreografie vorgeben. Dabei setzen die Trainer:innen auf durchchoreografierte, HIIT(High-Intensity-Intervall-Training)-basierte Einheiten im abgedunkelten Raum, mit Lichtshow und Playlist als festem Bestandteil der Stunde.
Über 165 solcher Kurse laufen aktuell pro Woche in den Wiener Studios, aufgeteilt auf Formate wie Soft-, Sculpt- und Music-Rides. Die Gründerinnen Loudon und Hromatka haben SuperCycle über das letzte Jahrzehnt ohne Investor:innen aufgebaut.
Zehn Prozent Abgaben und 32.000 Euro Einstiegsgebühr
Konkrete Zahlen zum neuen Franchisemodell nennt Hromatka im brutkasten-Interview: Die monatlichen Gesamtgebühren sollen sollen bei rund zehn Prozent des Nettoumsatzes liegen, dazu kommt die Einstiegsgebühr von 32.000 Euro. Auf weitere Kosten bzw. genauere Zahlen wird im näheren Kennenlernen der Franchise PartnerInnen eingegangen, erklärt Hromatka. Denn wer ein Studio eröffnet, muss auch investieren: SuperCycle-Studios brauchen etwa eine eigene Lüftung sowie einen Raum-in-Raum, um die Musik in voller Lautstärke spielen zu können, ohne die Nachbarschaft zu stören.
Auch die Bikes schaffen sich Franchisenehmer:innen selbst an. Wie hoch die Gesamtinvestition ausfällt, hängt von Studiogröße und Standort ab. Wichtig seien in jedem „Fall Hands-on-Mentalität, Organisationstalent, die Liebe zu SuperCycle, und die Bereitschaft, regelmäßig vor Ort im Studio zu sein, um eine Community aufzubauen“, ergänzt die Co-Founderin.
Vier Landeshauptstädte zuerst
Die Expansion soll schrittweise erfolgen. „Ziel wäre Graz, ein bis zwei Studios, Linz, Salzburg, Innsbruck“, so Hromatka. Erst wenn die Partnerschaften in Österreich funktionieren, ist internationale Expansion geplant. „Ich bin ein großer Fan davon, sich realistische Ziele zu setzen“, erklärt die Co-Founderin weiter. Für jeden Standort gibt es laut eigenen Angaben bereits eine Gebietsanalyse, auf deren Basis ein Gebietsschutz vergeben wird, je nach Nachfrage auch mehrere Gebiete pro Stadt.
Rund 30 Interessent:innen, gezielte Auswahl
Bislang haben sich laut Hromatka rund 30 Interessent:innen gemeldet. Gesucht wird nicht in erster Linie Fitnessbranchen-Erfahrung, sondern Haltung: „Es geht nicht darum, dass jemand das aufbauen will, um einfach nur Geld zu machen“, sagt Hromatka. Wichtiger seien Hands-on-Mentalität, Organisationstalent, ein finanzielles Backup und die Bereitschaft, regelmäßig vor Ort im Studio zu sein.
Der Anspruch bleibt laut Hromatka derselbe wie beim Wiener Start: „Wir wollten weg von diesem langweiligen Sport.“ Wer einmal eine Sportart gefunden hat, die Freude macht, bleibt langfristig dabei. Genau dieses Gefühl soll das Franchisemodell nun nach ganz Österreich bringen.
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