17.01.2025
KOOPERATION

Die 10 besten Selbstmanagement-Tipps für Unternehmer

Gastbeitrag. Coach Ferry Fischer verrät für brutkasten seine zehn besten Tipps für junge Führungskräfte.
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Ferry Fischer, Coach und Unternehmensberater (c) Ferry Fischer

Als junge:r Unternehmer:in stehst du vor zahllosen Herausforderungen. Zeitmanagement, Teamführung und Selbstorganisation sind nur einige Aspekte, die du meistern musst, um erfolgreich zu sein. Um dir dabei zu helfen, habe ich die zehn „Best Of Tipps“ aus meinen Coachings von Foundern und jungen Führungskräften zusammengestellt, die dir helfen werden, deinen Alltag zu strukturieren und deine Ziele zu erreichen.

1. Pausen-Management: Plane gezielt Auszeiten ein

Das Gehirn muss nur “angeworfen” werden und arbeitet dann 24/7 weiter, ohne dich anzustrengen!
How to use: Beginne deine Projekte mit einem kurzen schriftlichen Brainstorming (maximal zehn Minuten) und lege dann eine Pause von ein bis drei Tagen ein. Dein Gehirn arbeitet nun weiter und sucht alle Infos aus dem Unterbewusstsein für die Planung zusammen. Wenn du dann das Konzept fertigstellst, wirst du feststellen, dass du viel schneller und mit besserer Qualität vorankommst.

2. Blockweises Arbeiten: Multitasking ist tabu

Wir haben einen Hochleistungscomputer im Kopf, der allerdings nur sequentiell arbeitet! 
How to use: Plane deinen Arbeitstag so, dass du dich jeweils für feste Zeitblöcke auf ein einziges Thema konzentrierst. Informiere deine Umgebung, dass du für diese halbe bis max. zwei Stunden nicht gestört werden willst. So maximierst du deinen Fokus und reduzierst die Umrüstzeiten (d.h. energiefressende und unproduktive Aufwände, um von einem Thema ins andere zu switchen). Am besten ist es, wenn das ganze Team sich auf fixe Ungestört-Blockzeiten in der Woche einigt, da dann keiner was vom anderen braucht.

3. Körper stärken: Investiere in dein körperliches Wohlbefinden

Der Energielevel des Körpers legt die Effizienz des Arbeitens fest!
How to use: Stelle eine tägliche Routine zur Förderung deiner körperlichen Gesundheit auf. Plane Zeiten für Bewegung, Entspannung, Ernährung und genügend Wasser in deinen Tagesablauf ein. Nutze Apps oder Fitnessgeräte, um deine Fortschritte zu verfolgen. Je stressiger der Tag ist, umso wichtiger ist es, sich Zeit für das Wohlbefinden und den Körper zu nehmen! Meine stärksten Empfehlung: 10.000 Schritte pro Tag, mindestens 2,5 Liter Wasser, kein Zucker mehr, mindestens eine Pause von fünf Minuten alle 1,5 Stunden, Mittagessen in Ruhe und ohne Arbeitsthemen.

4. Stärken erkennen: Fokussiere dich auf das Positive

Wenn wir unsere Stärken kennen und nutzen, ist jeder von uns außergewöhnlich!
How to use: Mache eine Liste deiner Stärken und Talente. Überlege, wie du diese in deinem aktuellen Projekt einsetzen kannst. Diskutiere auch mit deinen Team-Member, welche Stärken und Talente jeder von euch aus der Sicht der anderen hat, um hier ein Bewusstsein zu schaffen. Überlegt dann, wie ihr gemeinsam die unterschiedlichen Stärken einsetzen könntet. Das schafft auch eine enorm positive Atmosphäre untereinander. Sportler in Teams puschen sich so zu
Höchstleistungen!

5. Checklisten erstellen: Strukturiere deinen Arbeitsalltag

Checklisten helfen uns, nichts zu übersehen und mindern Stress, da die Unsicherheit reduziert wird!
How to use: Erstelle Checklisten für wichtige Aufgaben und Prozesse, die immer wieder kehren. Dadurch wird die Qualität sichergestellt und der Kopf entlastet, weil er sich nicht alles merken muss. Ich arbeite mit Checklisten für den täglichen Einkauf bis zu großen Projekten. Eine Checkliste kann durch Lessons Learned auch immer wieder verfeinert und an Veränderungen angepasst werden. Das Verwenden der Checklisten sollte dann für alle verpflichtend sein, sonst bringt es nichts.

6. Ressourcen aktivieren: Volle Kraft voraus, auch wenns stressig wird

Im Alltagsstress sind wir uns unserer Ressourcen oft nicht bewusst und nutzen sie daher viel zu wenig. 
How to use: Wichtig dabei ist es, die Ressourcen für eine bevorstehende Aufgabe aufzuschreiben, um sie dir bewusst zu machen und um sie dann im Stressfall auch nicht zu vergessen. Es gibt innere Ressourcen (mein Wissen, meine Erfahrungen, meine Stärken, etc.), interne Ressourcen (andere Teammitglieder, Abteilungen, das Wissen im Haus aus ähnlichen Projekten etc.) und externe Ressourcen (Berater, Bench Marks, befreundete Unternehmen, etc.). Das Ressourcen-Management hilft dir und auch dem Team, wenn es sich gemeinsam die Ressourcen bewusst macht.

7. Hilfe annehmen und anbieten: Sei Teil eines starken Netzwerks

Wir haben oft ein Ego, das nicht um Hilfe bitten möchte. Größe zeigt, wer das gemeinsame Ziel über das Ego stellt. 
How to use: Mache es dir zur Gewohnheit, regelmäßig um Hilfe zu bitten, wenn du sie benötigst. Starte damit schon beim Ansatz von Unsicherheit und nutze die Schwarmintelligenz des Kollektivs. Entwickle eine Kultur, in der das Annehmen und Geben von Unterstützung gefördert wird. Sei aktiv, indem du auch anderen deine Hilfe anbietest. Nutze dazu Plattformen wie Slack oder interne Gruppen, um gegenseitig Unterstützung anzubieten.

8. Kommunikation klären: Überprüfe regelmäßig das Verständnis

Es entstehen aus meiner Erfahrung 70 Prozent der Probleme nur aus missverständlicher Kommunikation, die wir dann aufwendig reparieren müssen. 
How to use: Implementiere regelmäßige Statusmeetings, in denen du sicherstellst, dass alle auf dem gleichen Stand sind. Lade dein Team ein, ihre Fragen oder Bedenken offen zu äußern. Verwende Feedback-Formate, um die Kommunikation zu überprüfen, und ermutige alle, Unsicherheiten sofort anzusprechen. Das persönliche Gespräch schafft die wenigsten Missverständnisse. E-mails schaffen die meisten. Am besten du nutzt für wichtige Infos verschiedene Kanäle gleichzeitig. Jedes Meeting sollte zwingend ein Protokoll mit den Beschlüssen haben.

9. Feedback-Kultur: Schaffe eine offene Umgebung

Feedback zeigt mir die Wirkung meines Handelns. Nur durch Feedback kann ich sicher sein, ob es passt. 
How to use: Auch wenn wir oft Angst vor Feedback haben, so wird es nicht besser, wenn wir dem Feedback aus dem Weg gehen. Im Gegenteil. Führe ein System ein, das regelmäßige Rückmeldungen fördert. Nimm dir vor, mindestens einmal pro Woche Feedback zu jedem Projekt oder Teammitglied einzuholen. Nutze anonyme Umfragen oder Apps, um ehrliches Feedback zu erhalten. Mache Feedback zu einem festen Teil deiner Unternehmenskultur, das spart allen enorm Zeit und Mühsal.

10. Erwartungen aussprechen: Mach allen bewusst, was du willst

Erwartungen auszusprechen ist die ultimative Effizienzsteigerung!
How to use: Wenn deine Kolleg:innen, Partner:innen, etc. deine Erwartungen kennen, brauchen sie nur mehr diese zu erfüllen und sparen sich den ganzen Aufwand, die vermuteten Erwartungen zu treffen, die nie da waren. Setze dich mit jedem Teammitglied zusammen und tauscht regelmäßig die gegenseitigen Erwartungen aus. Dokumentiere das auch schriftlich, um Missverständnisse zu vermeiden. Mache es dir zur Gewohnheit, regelmäßig die Erwartungen zu überprüfen und anzupassen, wenn sich die Umstände ändern. Frage die anderen nach deren Erwartungen, damit
du präziser liefern kannst.

Fazit

Indem du diese konkreten Schritte umsetzt, bringst du dein Selbstmanagement auf das nächste Level. Du wirst effizienter und produktiver arbeiten, ein besseres Arbeitsumfeld schaffen und letztendlich deine unternehmerischen Ziele schneller erreichen. Es sind die kleinen, bewussten Entscheidungen, die den Unterschied in deinem unternehmerischen Alltag ausmachen. Fange heute an und verpflichte dich, täglich an dir selbst und deinem Team zu arbeiten – der Erfolg folgt dann von ganz allein!

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cheerin'
(c) Lumia - Manuel Gahn.

„Goodbye. I am selling my startup – cheerin‘ is for sale. Most people know me nowadays as the Startup House by Lumia guy. But before, I was building a Social Fitness & Health App – cheerin‘ (formerly known as Sparcs)“.

cheerin‘ – ein sozialer Kleber

So vermeldet Startup-House-Gründer Manuel Gahn den Verkauf seines „alten“ Projekts auf LinkedIn und beschreibt seine Gefühlslage gegenüber brutkasten als eine mit „schwerem Herzen“: „Ich suche eine:n sportbegeisterte(n) Käufer:in mit Startup-Erfahrung, die das fertige Produkt übernehmen und die User-Base skalieren will.“

Gahn bezeichnet cheerin‘ als sozialen Kleber zwischen allen bestehenden Fitness- und Gesundheit-Apps. Konkret vereinfacht es die App, die Fitness-Fortschritte von Freund:innen bejubeln zu können – gedacht für jene, die sich mit anderen verbinden und gemeinsame Aktivitäten ausführen wollen.

„Auch um neue Leute kennenzulernen, die ähnliche Interessen haben. In meiner übergewichtigen Vergangenheit war ich natürlich auch selbst User solcher Apps, fand aber in Runtastic und Co. keine Lösung meines Problems“, sagt Gahn.

40.000 Erspartes investiert

Angefangen hat alles 2019 im SIMC-Masterprogramm der WU, als Gahn Robin Görlich kennenlernte. Mit ihm schrieb er eine Masterarbeit zu digitalem Nudging und beschloss dies auszugründen. Der erste Prototyp hieß Joy: „Mit diesem konnten wir den Community-Award der Entrepreneurship Avenue gewinnen. Von meinem 40.000 Euro Erspartem konnte ich die ersten Entwickler zahlen – natürlich ohne genau zu wissen was eigentlich das Produkt werden sollte. Nach über 20 Absagen diverser Förderagenturen, vielen weiteren Rückschlägen und Pivots kristallisierte sich langsam heraus, dass nicht weitere To-Do Listen oder Gamifications nötig sind, sondern es einfach einen sozialen Kleber zwischen all den Fitness-Apps mit einander kannibalisierenden Netzwerkeffekten braucht. An das Potenzial dieser Idee glaube ich auch heute noch“, sagt er.

100.000 Euro Schulden

Die Idee eines sozialen Netzwerks für die Startup-Szene stieß bei österreichischen Business Angels und VCs zunächst auf wenig Begeisterung. Nach zwei Jahren stand Gahn mit rund 100.000 Euro Privatschulden da. International sah das Bild jedoch ganz anders aus: Auf Konferenzen wie Web Summit, Slush und SXSW weckte das Konzept das Interesse einiger der renommiertesten Venture-Capital-Fonds der Welt, darunter Accel und Index Ventures. Zwar entstand daraus indirekt eine kleine Angel-Runde, gleichzeitig kam es jedoch zum Bruch mit dem Co-Founder.

Wenig später folgte die Einladung der WKO zum Programm „Go Silicon Valley“. Rückblickend war diese Reise ein Wendepunkt für den Founder: „Das war einerseits der Push und das persönliche Mindset-Wachstum, das ich ich brauchte, um ganz groß zu Denken; andererseits war es auch der Anfang vom Ende“, sagt Gahn. Im Silicon Valley konnte er hochkarätige Advisor gewinnen, darunter Satadip Dutta, COO von Pinterest, und Chris Wilk, Fitness Lead bei Google. Trotz mittlerweile rund 200.000 Euro Privatschulden zu dem Zeitpunkt rückte damals eine Seed-Finanzierung in greifbare Nähe.

Silicon Valley als Inspiration

Mindestens genauso prägend war jedoch die Atmosphäre in den Coworking Spaces des Silicon Valley und wohl auch der Grund für das Nichtzustandekommen einer Finanzierung. Die Offenheit, Dynamik und Community, die Gahn dort erlebte, vermisste er in den österreichischen Vertretungen. „Nach zwei Monaten kehrte ich mit einer neuen Idee zurück: dem Startup House.“

Obwohl cheerin‘ erste Downloads verzeichnete und das Feedback der Nutzerinnen und Nutzer äußerst positiv war, rückte das Projekt zunehmend in den Hintergrund. Mit dem rasanten Erfolg der anschließend gegründeten Lumia Group endete schließlich die operative Arbeit an cheerin‘.

Von cheerin‘ zu Lumia

„Heute bin ich stolz, in sieben Jahren Startup-Spirit extrem viel gelernt zu haben und persönlich gewachsen zu sein“, sagt Gahn. „Ich habe über eine Million Euro verbrannt und bin viele Jahre ‚all in‘ gegangen, ohne einen Cent herauszubekommen. Gleichzeitig hat mich genau dieser Weg dank cheerin‘ zu Startup House und schließlich zur Lumia Group geführt. Heute bin ich aber ebenso froh, die Entscheidung treffen zu können, mich von cheerin‘ zu trennen. Ich hoffe, eine(n) motivierten Gründer oder Gründerin zu finden, die oder der als Eigentümer(in) und CEO in meine Fußstapfen treten möchte.“

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