21.09.2020

Warum das DHDL-Startup FH2OCUS nun Flowkiss heißt

Bei der Aufzeichnung von "Die Höhle der Löwen" hießen sie noch "FH2OCUS". Doch das führte oft zu Missverständnissen. Nun nennt sich das Startup einfach Flowkiss.
/artikel/dhdl-startup-fh2ocus-flowkiss
Nach der DHDL-Aufzeichnung haben sich die Fh2OCUS-Gründer in Flowkiss umbenannt.
Nach der DHDL-Aufzeichnung haben sich die Fh2OCOS-Gründer in Flowkiss umbenannt. (c) Flowkiss

Wer einen Muntermacher-Kick braucht, der greift normalerweise zu koffeinhaltigen Getränken, wie etwa Kaffee, Cola oder Energy Drinks. Das deutsche Startup Flowkiss präsentiert – zum Zeitpunkt der Aufzeichnung noch als „FH2OCUS“ – im Rahmen der Vox-Gründershow „Die Höhle der Löwen“ eine Alternative dazu: Ein Sprudelwasser mit Koffein.

Der Website von Flowkiss, bzw. FH2OCUS hat das Koffein-Wasser drei Besonderheiten:

  • Geschmack: Das Flowkiss Koffeinwasser schmeckt wie ein kühles Glas Sprudelwasser, garniert mit einer frisch geschnittenen Scheibe Zitrone und soll dementsprechend „einfach herrlich erfrischend und prickelnd“ schmecken.
  • Koffeingehalt: In der 500 ml Flasche FLOWKISS steckt so viel Koffein wie in einem großen Becher Kaffee (20 mg/100 ml). Dadurch soll es sich gut eignen, um es mitzunehmen und unterwegs kalt zu trinken.
  • Zusatzstoffe: Flowkiss enthält keine künstlichen Geschmacks- und Farbstoffe und ist komplett zucker- und kalorienfrei.

Generell wirkt es so, als wolle das Startup Flowkiss sich als Alternative zu Energy Drinks wie Red Bull oder zu abgepackten Kaffees aus dem Supermarkt positionieren – im Fokus der Kommunikation steht die Anwendung beim Sport, im Büro und auf Reisen.

Flowkiss: Koffein ohne Zusatzstoffe

Dementsprechend liest sich auch die Gründergeschichte von Flowkiss. Auf einer längeren Reise kam dem Gründerduo die Idee, „etwas Eigenes zu erschaffen, ein eigenes Unternehmen zu gründen und damit etwas zu verkaufen, für das wir beide uns voll und ganz begeistern können.“

Wieder zurück in Deutschland suchten sie dementsprechend nach Produktideen, die sie interessierten und die ihnen Spaß machten. Dabei kam man auf die Idee eines Getränks mit Koffein, das jedoch weder Zucker noch Süßstoffe enthielt.

FH2OCUS nach DHDL-Aufzeichnung umbenannt

Gegründet wurde mit dem Namen „FH2OCUS“ – jedoch musste man feststellen, dass dieser Name etwas sperrig war und man ihn oft erklären musste.

Dieses war auch Thema der Teilnahme an der Vox-Gründershow „Die Höhle der Löwen“. „Daher haben wir uns dann im Anschluss an die Dreharbeiten dazu entschlossen, unseren Namen noch einmal zu verändern“, heißtes auf der Website: „Und so wurde FH2OCUS zu FLOWKISS – „FLOW“ als Symbol für das fließende Wasser und „KISS“ ist in unserem Fall die Abkürzung für Keep IShort & Simple.“

Denn dies zeige sich auch in der Rezeptur, in der nur vier Inhaltsstoffe verwendet werden. Einfach, simpel und somit halt auch gesund – ohne unnötige Zusatzstoffe.

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Andreas Klinger ist einer der Initiatoren von EU Inc | (c) brutkasten / Dervisevic
Andreas Klinger ist einer der Initiatoren von EU Inc | (c) brutkasten / Dervisevic

„Das Startup-Ökosystem muss vor dem 16. Juli laut werden.“ – mit diesem Appell wendet sich die Initiative EU-INC aktuell an die europäische Startup-Szene. Denn die kommenden Wochen seien das entscheidende Zeitfenster, um noch auf den Gesetzgebungsprozess in Brüssel einzuwirken. Die Warnung der Initiatoren fällt deutlich aus: „Mehrere Lobbygruppen drängen darauf, genau die eine Klausel zu streichen, die das Ganze funktionsfähig macht.“ Konkret geht es um die freie Wahl des Registrierungssitzes. Diese Klausel bildet ein Herzstück des Entwurfs. Falle sie weg, drohe das gesamte Projekt für Startups seinen Wert zu verlieren, meint man bei der Initiative.

Kritik bereits bei Kommissions-Entwurf im März

Die Forderung nach einer einheitlichen europäischen Rechtsform für Startups treibt das Ökosystem seit Monaten an. Die Initiative EU-INC sammelte zehntausende Unterschriften, um ein Gegenkonzept zur regulatorischen Fragmentierung in der EU und damit eine ernsthafte Alternative zur US-Rechtsform Delaware Inc. für europäische Startups zu schaffen. Das klare Ziel: Gründungen, grenzüberschreitende Skalierung und Investments deutlich zu vereinfachen.

Die EU-Kommission griff die Forderung auf und lieferte schließlich im März einen Entwurf, der den Begriff „EU Inc.“ von der Initiative übernahm, aber bei weitem nicht alle Forderungen (brutkasten berichtete). Schon vor der offiziellen Veröffentlichung äußerten viele aus dem Ökosystem Kritik an Kompromissen und potenziellen Hürden. Sie befürchteten, dass nationale Interessen eine wirklich einheitliche Lösung blockieren.

EU Inc. als „Plug-in“

Nun liegt eine juristische Detailprüfung des Kommissionsentwurfs im Auftrag der Initiative vor. Und mit ihr folgt seitens EU-INC eine teilweise Neupositionierung. Der Entwurf bringe nicht das ursprünglich geforderte „28. Regime“ – also eine völlig losgelöste, eigenständige europäische Rechtsform mit einem eigenen Gesellschaftsrecht und einem eigenen Gerichtssystem, wird klargestellt. Stattdessen bewerten die Expert:innen die EU Inc. nun als „Plug-in für das Rechtssystem jedes Landes“.

Die Initiative passte ihre Vorschläge nun an diese Gegebenheiten an. Die Rechtsform könne weiterhin als Wegweiser zu einem paneuropäischen Standard dienen, vorausgesetzt, die Politik setze sie korrekt um, heißt es. Da setzt die aktuelle Kritik an. Die Initiative spricht sich vehement gegen das Szenario aus, dass nationale Anpassungswünsche den Entwurf aushöhlen und am Ende „27 verschiedene Geschmacksrichtungen“ entstehen. Eine Kern-Forderung der Initiator:innen: „Lasst nicht zu, dass die freie Wahl des Registrierungssitzes verwässert wird“. Sie betrachten diese Wahlfreiheit als die absolut unverhandelbare Grundvoraussetzung für den Erfolg der Rechtsform.

Klinger: „Phase 3 beginnt“

EU-INC bläst unter anderem via LinkedIn zur Mobilisierung innerhalb der europäischen Startup-Szene. Andreas Klinger, Co-Initiator und bekanntes Gesicht der Kampagne, kommentiert in einem Posting: „Das ist groß. Die Phase 3 von EU-INC beginnt.“ Man brauche nun die gesamte Startup-Community hinter den Forderungen der Initiative. „Lasst uns das über die nächste Ziellinie bringen“, so Klinger.

Konkret ruft die Initiative Gründer:innen und Investor:innen auf: „Postet auf LinkedIn. Fordert: Ein Europa. Einen Standard.“ Die Akteure sollen ihre EU-Abgeordneten sowie Staats- und Regierungschefs in ihren Beiträgen direkt markieren. Gerade im deutschsprachigen Raum sollen die Gründer gezielt Politiker wie den SPD-Europaabgeordneten René Repasi, der bereits vergangenes Jahr mit einem Gegenentwurf zur Initiative auf sich aufmerksam machte, in die Pflicht nehmen und den öffentlichen Druck aufrechterhalten. „Helft uns, das bis zum 16. Juli richtigzustellen“, so die Initiator:innen.

Aufruf von AustrianStartups

Von AustrianStartups kommt zugleich ein Aufruf an die heimische Community: Es sei an der Zeit, laut zu werden – sowohl auf EU- als auch auf nationaler Ebene. Österreichische Minister:innen könnten nämlich im Rat der EU Einfluss auf die finale Entscheidung nehmen. „In Österreich zieht aber nicht jeder am selben Strang. Die typischen Interessensvertetungen arbeiten dagegen“, heißt es von AustrianStartups. Man arbeite sowohl „hinter verschlossenen Türen“ als auch öffentlich an Verbesserungen.

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AI Summaries

Warum das DHDL-Startup FH2OCUS nun Flowkiss heißt

  • Wer einen Muntermacher-Kick braucht, der greift normalerweise zu koffeinhaltigen Getränken, wie etwa Kaffee, Cola oder Energy Drinks.
  • Das deutsche Startup Flowkiss präsentiert – zum Zeitpunkt der Aufzeichnung noch als „FH2OCUS“ – im Rahmen der Vox-Gründershow „Die Höhle der Löwen“ eine Alternative dazu: Ein Sprudelwasser mit Koffein.
  • Generell wirkt es so, als wolle das Startup Flowkiss sich als Alternative zu Energy Drinks wie Red Bull oder zu abgepackten Kaffees aus dem Supermarkt positionieren – im Fokus der Kommunikation steht die Anwendung beim Sport, im Büro und auf Reisen.
  • Auf einer längeren Reise kam dem Gründerduo die Idee, „etwas Eigenes zu erschaffen, ein eigenes Unternehmen zu gründen und damit etwas zu verkaufen, für das wir beide uns voll und ganz begeistern können.“

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  • Das deutsche Startup Flowkiss präsentiert – zum Zeitpunkt der Aufzeichnung noch als „FH2OCUS“ – im Rahmen der Vox-Gründershow „Die Höhle der Löwen“ eine Alternative dazu: Ein Sprudelwasser mit Koffein.
  • Generell wirkt es so, als wolle das Startup Flowkiss sich als Alternative zu Energy Drinks wie Red Bull oder zu abgepackten Kaffees aus dem Supermarkt positionieren – im Fokus der Kommunikation steht die Anwendung beim Sport, im Büro und auf Reisen.
  • Auf einer längeren Reise kam dem Gründerduo die Idee, „etwas Eigenes zu erschaffen, ein eigenes Unternehmen zu gründen und damit etwas zu verkaufen, für das wir beide uns voll und ganz begeistern können.“

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