31.03.2020

DHDL-Special: Frank Thelen & Co diskutieren im TV über die Coronakrise

Drängende Fragen, Sorgen um die Zukunft, den Job oder das eigene Unternehmen. Die Coronakrise verlangt Menschen aus allen Schichten und Milieus viel ab. Die Angst vor dem wirtschaftlichen Kollaps ist groß. Vieles bleibt offen. Zu diesen und anderen Themen wird sich daher die Höhle der Löwen-Jury in einer TV-Sondersendung am 6. April per Video-Konferenz zuschalten und versuchen, sich heutigen Problemen aus unternehmerischen Sicht und ihrer Erfahrung zu nähern.
/artikel/dhdl-frank-thelen-corona
Die Höhle der Löwen
(c) TVNOW / Bernd-Michael Maurer - Die Löwen behandeln in einer Sondersendung Themen rund um die Corona-Krise.

Alt-Löwe Frank Thelen hat bereits am Sonntag bei einem virtuellen Treffen von „Bits & Pretzels“ seine Haltung in Zeiten, in denen Corona die Welt lahmlegt, offenbart. Er zeigte sich dabei vorsichtig optimistisch und meint, dass mit Ende April langsam „Büros, Kindergärten und Schulen“ wieder geöffnet werden. Er nennt die derzeitige Situation einen „Pausenknopf, den wir gedrückt haben“. Und hat dabei hoffnungsvolle Worte für die Startup-Szene über.

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Corona: „Heuer keine Großveranstaltungen mehr“

Startups seinen seiner Meinung nach agiler als große Unternehmen und würden es gewohnter sein als andere, von daheim zu arbeiten. Thelen rief dazu auf den „Kopf hoch zu halten“, denn Startups hätten in der Corona-Krise die besten Voraussetzungen. Allerdings rechne er nicht damit, dass große Veranstaltungen  mit mehr als 100 Leuten heuer noch stattfinden werden.

Ein Löwenrudel-Treff per Video

Wer tiefer in den Kopf von Frank Thelen eindringen möchte, der hat am 6. April um 22:15 die Chance dazu. Eine „Die Höhle der Löwen“-Spezial-Sendung auf Vox wird wichtige Fragen rund um die Schwierigkeiten, die Corona für Unternehmer, Topmanager, Angestellte, Selbstständige und Freiberufler auslöst, diskutieren. Mit dabei sind die TV-Investoren Judith Williams, Dagmar Wöhrl, Frank Thelen, Ralf Dümmel, Georg Kofler, Carsten Maschmeyer und Nils Glagau, die alle von ihren Heimatorten per Videokonferenz zugeschaltet werden.

Fragen an Löwen schicken

Auch DHDL-Moderator Amiaz Habtu sowie Tanit Koch, Geschäftsführerin von ntv und zugleich Chefredakteurin Zentralredaktion der Mediengruppe RTL Deutschland, werden bei dieser Diskussion dabei sein. Die Zuseher haben indes die Chance, sich mit persönlichen Fragen am Diskurs zu beteiligen. Unter [email protected] ist es möglich, seine brennendsten Anliegen mit den Löwen zu teilen. Es wird laut Aussendung dabei explizit betont, dass nicht bloß Fragen aus dem Revier der Löwen – der Wirtschaft – zugelassen sind, sondern die Fragen auch aus anderen Themengebieten stammen können. Die nächste Ausgabe von „Die Höhle der Löwen“ wird einen Tag nach dem „Löwen-Special“ ausgestrahlt werden und entfällt diese Woche.


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Das Bitpanda Headquarter in Wien © Bitpanda

Einen Vorgeschmack auf den nun veröffentlichten Jahresabschluss 2025 gab Bitpanda gleichsam vorauseilend bereits im März dieses Jahres – brutkasten berichtete. In den damals präsentierten Zahlen war nicht nur von einer Umsatzsteigerung die Rede, sondern auch von einem Sinken des „bereinigten EBITDA“ um 75 Prozent. Dieses sei von 52 Millionen Euro auf 13 Millionen Euro gefallen, hieß es vom Wiener Unicorn. Begründet wurde das mit „gezielten Investitionen“. Das Ergebnis unterm Strich ließ man im März aber aus.

Der nun vorliegende Jahresabschluss – wohlgemerkt jener der operativen Bitpanda GmbH mit Sitz in Wien und nicht der übergeordneten AG mit Sitz in der Schweiz – bringt nun Licht ins Dunkel. Und die damit veröffentlichte Gewinn- und Verlustrechnung zeichnet ein noch deutlich drastischeres Bild als die im März kommunizierten „bereinigten“ Zahlen. Nach fast 62 Millionen Euro Nettogewinn im Jahr 2024 standen demnach vergangenes Jahr rund 14 Millionen Euro Verlust zu Buche.

„Wir haben bewusst in unsere Expansion und den weiteren Ausbau der Marke Bitpanda investiert“

Auf brutkasten-Anfrage kommentiert Bitpanda kurz und knapp mit der aus dem Frühjahr bekannten Argumentation:

Das Jahr 2025 war für die Bitpanda GmbH ein Jahr strategischer Wachstumsinvestitionen. Gleichzeitig hat sich unser Kerngeschäft stark entwickelt, was sich in einer deutlichen Steigerung unserer Umsatzerlöse zeigt.

Wir haben bewusst in unsere Expansion und den weiteren Ausbau der Marke Bitpanda investiert. Diese Investitionen waren Teil unserer langfristigen Wachstumsstrategie und spiegeln sich erwartungsgemäß im Jahresergebnis wider.

Die Aussagen zum Umsatz lassen sich dabei so auch im nun vorgelegten Bericht ablesen: Tatsächlich stieg der ausgewiesene Umsatz von 2024 auf 2025 von 7,19 Milliarden Euro auf 7,72 Milliarden Euro. Der Anstieg fällt bereinigt sogar noch größer aus: 2024 waren noch rund 613 Millionen Euro aus Krypto-Verkäufen auf externen Börsen in den Umsatzerlösen enthalten, die seit 2025 saldiert im Materialaufwand ausgewiesen werden. Bei diesen Umsatzzahlen handelt es sich wohlgemerkt um den gesamten Verkaufserlös über die Plattform. Bitpanda gab bereits im März den auf Basis der Margen berechneten, deutlich kleineren „bereinigten Umsatz“ aus: Dieser stieg von 321 auf 371 Millionen Euro. Mit Abstand größter Umsatztreiber war laut Jahresabschluss das Kerngeschäft als Broker.

Deutlich höhere Marketingausgaben, Personalkosten sinken trotz Aufstockung

Auch die Aussage, die sich auf den Nettoverlust von immerhin rund 14 Millionen Euro bezieht, deckt sich prinzipiell mit den Zahlen im Jahresabschluss. Tatsächlich stieg der Marketingaufwand um rund 56 Prozent auf fast 107 Millionen Euro. Auch die Beratungskosten legten von knapp 14 Millionen auf rund 22 Millionen Euro zu. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl (FTE) wuchs zwar von 486 auf 555. Jedoch interessant dabei: Der Personalaufwand ging trotz der Aufstockung leicht zurück, von 78,6 auf 75,1 Millionen Euro. Gestiegen ist hingegen der Aufwand für Mitarbeiterüberlassung, von 5,4 auf 8,1 Millionen Euro.

Dass man (wohl dennoch nicht ganz beabsichtigt) recht deutlich in die roten Zahlen rutschte, hängt aber auch mit Faktoren zusammen, die im offiziellen Bitpanda-Statement unerwähnt bleiben. Operativ blieb Bitpanda 2025 noch knapp im Plus: Der Betriebserfolg lag bei 4,1 Millionen Euro, nach 80 Millionen Euro im Vorjahr. Ins Minus drehte das Ergebnis erst durch das Finanzergebnis von minus 18,3 Millionen Euro. Dahinter stehen Abschreibungen auf Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von 14,4 Millionen Euro sowie ein Zinsaufwand von 4,9 Millionen Euro, nach nur 0,2 Millionen Euro im Jahr 2024. Zu Buche stehen außerdem teilweise gestiegene Handelsverluste und ein deutlich höheres Minus in der Intercompany-Verrechnung, das von 13 auf knapp 36 Millionen Euro anwuchs.

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DHDL-Special: Frank Thelen & Co diskutieren im TV über die Coronakrise

  • Alt-Löwe Frank Thelen hat bereits am Sonntag bei einem virtuellen Treffen von „Bits & Pretzel“ seine Haltung in Zeiten, in denen Corona die Welt lahmlegt, offenbart.
  • Er zeigte sich dabei vorsichtig optimistisch und meint, dass mit Ende April langsam „Büros, Kindergärten und Schulen“ wieder geöffnet werden.
  • Thelen rief dazu auf den „Kopf hoch zu halten“, denn Startups hätten in der Corona-Krise die besten Voraussetzungen.
  • Eine „Die Höhle der Löwen“-Spezial-Sendung auf Vox wird wichtige Fragen rund um die Schwierigkeiten die Corona für Topmanager, Angestellte, Selbstständige und Freiberufler bei vielen Betrieben auslöst, diskutieren.
  • Dabei haben Zuseher die Chance sich mit persönlichen Fragen am Diskurs zu beteiligen.
  • Die nächste Ausgabe von „Die Höhle der Löwen“ wird allerdings auch erst einen Tag nach dem „Löwen-Special“ ausgestrahlt werden und entfällt diese Woche.

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