09.02.2026
BRIGHTFLARE

Deutsches Unternehmen mit über 500 Mio. Umsatz steigt bei Grazer Cybersecurity-Startup ein

Die All for One Group SE übernimmt 25,1 Prozent der Anteile und sichert sich eine Option auf die Mehrheitsübernahme im Jahr 2030. Mit dem Investment will All for One sein Cybersecurity-Portfolio gezielt ausbauen.
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BrightFlare
(c) BrightFlare

Die All for One Group SE beteiligt sich am jungen Cybersecurity-Unternehmen BrightFlare aus Graz in Höhe von 25,1 Prozent – bisher hielten Founder Bernd Koberwein 80 Prozent und die Meeraus Holding GmbH 20 Prozent der Anteile.

Mit der Transaktion soll der Ausbau des Cybersicherheit-Angebots des deutschen Unternehmens voranschreiten. All for One hat die Option, im Jahr 2030 eine Mehrheitsbeteiligung an BrightFlare zu erwerben, wie der IT-, Consulting- und Service-Provider in einem offiziellen Statement mitteilt. Im Geschäftsjahr 2024/25 erzielte die in Filderstadt bei Stuttgart beheimatete All for One Group einen Umsatz in Höhe von 504 Mio. EUR.

BrightFlare: Schutz kritischer Infrastruktur

Die BrightFlare FlexCo mit Sitz im österreichischen Graz indes hat sich auf Services zum Schutz industrieller Anlagen und kritischer Infrastrukturen vor Cyberattacken spezialisiert. Dabei konzentriert sich das im Oktober 2025 gegründete Unternehmen auf die Bereiche Awareness & Testing, Information Technology Security sowie Operational Technology Security.

In Zukunft sollen die 4.000 All-for-One-Kunden aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Polen von dem Cybersicherheit-Angebot des Service-Providers profitieren.

„Das Investment stärkt die Position von All for One in dem hochrelevanten und stark nachgefragten Marktsegment Cybersecurity und passt sehr gut zu unserer Strategie, das Portfolio und den Marktangang von All for One in dem Bereich gezielt weiterzuentwickeln“, sagt Michael Zitz, CEO von All for One. „Cybersecurity als Geschäftsfeld gewinnt zusehends an Relevanz, da nicht nur Anzahl und Intensität von Bedrohungen, sondern auch die regulatorischen Anforderungen entsprechend zunehmen. Mit BrightFlare sind wir hier zukunftsfähig aufgestellt.“

Heuer noch Expansion nach Deutschland

Die Unternehmensentwicklung von BrightFlare sieht in den nächsten Jahren ein gezieltes organisches und anorganisches Wachstum, einen fortlaufenden Invest in neue Technologien sowie perspektivisch den Schritt in weitere Länder vor. Bereits im Laufe des Jahres soll BrightFlare in Deutschland vertreten sein.

„All for One als eines der führenden Beratungs- und Servicehäuser für Unternehmenstransformationen im DACH-Raum teilt nicht nur unsere Mission, Unternehmen rund um die Uhr mit Entschlossenheit, Expertise und modernster Technologie zu schützen, sondern auch unsere internationalen Wachstumsambitionen“, sagt Bernd Koberwein, Geschäftsführer von BrightFlare. „Mit All for One wissen wir einen starken Partner an unserer Seite, der uns hilft unsere Position im Bereich Cybersecurity über die Grenzen von Österreich hinaus auszubauen.“

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Instahelp, Mental Health
© Instahelp/Leaders 21 - Bernadette Frech, CEO Instahelp und Florian Gschwandtner, Mitgründer von Runtastic und Foxyfitness.

Hoher Druck, lange Arbeitstage, finanzielle Unsicherheit und große Verantwortung: Die psychische Belastung in Startups ist hoch. Gleichzeitig nehmen viele Gründer:innen und Mitarbeitende professionelle Unterstützung gar nicht oder erst sehr spät in Anspruch.

Instahelp adressiert Startups

„Als Gründer redest du nicht über Erschöpfung, du funktionierst. Dabei ist mentale Gesundheit eine der wichtigsten Voraussetzungen für nachhaltigen Erfolg – darüber wird in der Startup-Welt noch immer viel zu wenig offen gesprochen“, mahnt Florian Gschwandtner, Mitgründer von Runtastic und Foxyfitness.

Deshalb richtet sich das Grazer Mental-Health-Unternehmen Instahelp mit einem neuen Konzept konkret an Startups, für die klassische betriebliche Gesundheitsangebote oft zu aufwändig oder zu teuer sind. Als Alternative bietet die Plattform eine psychologische Online-Beratung an, die sich eigenständig buchen lässt und kein traditionelles Onboarding erfordert. Im Jahr 2026 fällt dafür keine Grundgebühr an. Stattdessen funktioniert das Modell über ein Guthabensystem mit einer Mindestabnahme von zehn Beratungseinheiten. Mitarbeitende können die vertraulichen Termine ortsunabhängig wahrnehmen, was auch Randzeiten wie Abende und Wochenenden einschließt.

Enorme Arbeitsdichte als massives Gesundheitsrisiko

Die Belastung in jungen österreichischen Unternehmen ist häufig strukturell bedingt. Was stellvertretend für den gesamten DACH-Raum in einer Studie des deutschen Startup-Bundesverbands und der Techniker Krankenkasse in Zahlen gegossen wurde, lässt sich nahezu eins zu eins auf die heimische Szene umlegen: 68 % der Gründer:innen sehen die enorme Arbeitsdichte als massives Gesundheitsrisiko, 62 % nennen die ständige berufliche Unsicherheit als wesentlichen Stressfaktor.

Auch im heimischen Ökosystem kommen eine Kultur der ständigen Erreichbarkeit, der oftmals zermürbende Finanzierungsdruck und die Tatsache hinzu, dass in den meist kleinen Teams österreichischer Startups der Ausfall einer einzigen Person oft direkte und weitreichende Konsequenzen für das gesamte Unternehmen hat.

Instahelp-CEO: „Gesundheit kein Luxus“

„Mentale Gesundheitsförderung darf kein Luxus sein, den sich nur große, etablierte Unternehmen leisten können. Gerade in der Gründungsphase, wo viel auf dem Spiel steht und Ressourcen knapp sind, brauchen Menschen Unterstützung“, sagt Bernadette Frech, CEO von Instahelp. „Genau hier wollen wir mit einem Angebot ansetzen, das sich an die Realität junger Unternehmen anpasst und nicht umgekehrt.“

Neben Startups richtet sich das Angebot auch an Vereine, NGOs und KMUs. „In der Startup-Welt reden wir viel über Resilienz, aber noch zu wenig darüber, was Menschen wirklich brauchen, um langfristig leistungsfähig zu bleiben“, sagt René Berger, Mercedes AMG Board Member, Investor und Co-Founder von Instahelp. „Niedrigschwellige psychologische Unterstützung ist ein essenzielles Investment in die wichtigste Ressource jedes Unternehmens: die Menschen dahinter.“

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