13.03.2026
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Deutsche tecRacer übernimmt Kärntner Cloud-Spezialisten KaWa Commerce

Der deutsche AWS-Partner tecRacer schluckt das österreichische Cloud-Native-Unternehmen KaWa Commerce und expandiert damit weiter im DACH-Raum. Damit will man die Präsenz am österreichischen Markt stärken.
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Das KaWa-Commerce-Geschäftsführungs-Duo, Walter Huber und Katrin Galambos‑Huber | (c) KaWa Commerce
Das KaWa-Commerce-Geschäftsführungs-Duo, Walter Huber und Katrin Galambos‑Huber | (c) KaWa Commerce

Das Unternehmen KaWa Commerce mit Hauptsitz im Kärntner St. Stefan im Lavanttal und Nebensitz in Wien hat sich in den letzten Jahren einen Namen als Spezialist für Amazon Web Services (AWS) gemacht. Der Fokus liegt dabei vor allem auf „Cloud-Native“-Lösungen und sogenannten „Serverless“-Architekturen. Einfach erklärt: KaWa hilft Unternehmen dabei, Anwendungen direkt für die Cloud zu bauen, anstatt herkömmliche Software nur dorthin zu verschieben. Das spart Wartungsaufwand und Kosten, da Rechenleistung nur dann bezahlt wird, wenn sie auch tatsächlich genutzt wird.

Strategischer Ausbau des Standorts Österreich für deutsche tecRacer

Nun wurde KaWa vom deutschen Mitbewerber tecRacer übernommen. Für tecRacer, das bereits zu den führenden AWS-Partnern in Europa zählt, ist die Übernahme ein Schritt, um die lokale Schlagkraft in Österreich zu erhöhen. KaWa Commerce bringt nicht nur seinen Kundenstamm mit, sondern auch ein spezialisiertes Team. „Mit dem KaWa-Team gewinnt der Standort die operative Substanz, die bisher fehlte“, heißt es von tecRacer.

Durch den Zusammenschluss will tecRacer seine Position als „Thought Leader“ im Sektor festigen. Für das Team von KaWa bedeutet der Deal wiederum den Zugriff auf die internationalen Ressourcen und das große Partner-Netzwerk der Deutschen, während die lokale Expertise im österreichischen Markt erhalten bleiben soll.

KaWa-Führungsduo bleibt an Bord

Der Kaufpreis der Übernahme wurde nicht genannt. Das Geschäftsführungs-Duo, Walter Huber und Katrin Galambos‑Huber, bleibt an Bord und soll das Geschäft in Österreich als „voll operative Landesorganisation“ von tecRacer leiten. Auch die Teams in Kärnten und Wien bleiben erhalten. „Für unsere Kunden bleibt das Wichtigste Stabilität und Zuverlässigkeit. Gemeinsam mit tecRacer können wir unser Angebot breiter aufstellen und gleichzeitig die Nähe im österreichischen Markt weiter ausbauen“, kommentiert Walter Huber.

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Wiener Fintech fiskaly expandiert nach Tschechien

Das Wiener Fintech fiskaly erschließt mit Tschechien seinen neunten europäischen Markt. Anlass ist die Wiedereinführung der elektronischen Registrierkassenpflicht ab 2027. Eine entsprechende Softwarelösung kann bereits getestet werden.
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Gründer von Fiskaly: Patrick Gaubatz, Johannes Ferner, Simon Tragatschnig (v. l.) | (c) Fiskaly

Das Wiener Fintech fiskaly expandiert nach Tschechien. Mit seiner neuen Softwarelösung Sign CZ will das Unternehmen Händler und Kassensystemanbieter bei der Umsetzung der neuen gesetzlichen Vorgaben unterstützen. Ab 1. Jänner 2027 führt Tschechien die verpflichtende elektronische Umsatzerfassung, kurz EET 2.0, wieder ein. Diese betrifft insbesondere Unternehmen im Handel, in der Gastronomie und im Dienstleistungssektor.

Software kann bereits getestet werden

Mit Sign CZ bietet fiskaly eine cloudbasierte Schnittstelle, über die Kassensysteme Umsätze elektronisch an die tschechische Finanzverwaltung übermitteln können. Die Lösung kommt ohne zusätzliche Hardware aus und soll Unternehmen die Einhaltung der neuen gesetzlichen Vorgaben erleichtern. Die Softwarelösung kann bereits vor der Einführung der neuen Registrierkassenpflicht integriert und getestet werden. Diese tritt am 1. Jänner 2027 in Kraft.

Für kleinere Unternehmen bietet die tschechische Finanzverwaltung ab Dezember zudem eine kostenlose Webanwendung namens Moje eet an. Diese ist allerdings auf Betriebe mit maximal zwei Erfassungseinheiten beschränkt. Fiskaly richtet sich mit seiner Lösung hingegen insbesondere an Kassensystemanbieter und Unternehmen, die die elektronische Umsatzerfassung in bestehende Systeme integrieren wollen.

Tschechien führt Registrierkassenpflicht erneut ein

Mit EET 2.0 führt Tschechien die elektronische Registrierkassenpflicht wieder ein. Die ursprüngliche Regelung wurde zunächst während der Corona-Pandemie ausgesetzt und Anfang 2023 schließlich abgeschafft. Die neue Version soll einfacher und weniger bürokratisch sein. So entfällt etwa die Pflicht, gedruckte Kassenbelege auszustellen.

Erfasst werden künftig grundsätzlich Zahlungen vor Ort, unabhängig davon, ob Kunden bar, mit Karte oder per QR-Code bezahlen. Reine Online-Zahlungen sind von der Regelung ausgenommen.

Mit der Wiedereinführung will die tschechische Regierung Steuerhinterziehung und Schattenwirtschaft eindämmen sowie für fairere Wettbewerbsbedingungen sorgen. Das Finanzministerium rechnet durch die Maßnahme mit zusätzlichen Staatseinnahmen von rund 560 Millionen Euro jährlich.

Fiskaly mittlerweile in neun europäischen Märkten aktiv

Mit dem Markteintritt in Tschechien setzt fiskaly seine europäische Expansion fort. Zu den bisherigen Expansionsschritten zählen unter anderem der Markteintritt in Spanien 2023 sowie die Übernahme des schwedischen Anbieters InfraSec im Dezember 2025. „Wir begrüßen Tschechiens Schritt hin zu einer modernen, digitalen Umsatzerfassung und einem faireren steuerlichen Umfeld“, sagt Johannes Ferner, Co-Founder und Co-CEO von fiskaly.

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