07.08.2025
SEPP HOCHREITER

Deutsche Investoren sichern sich knapp 32 Prozent der Anteile an NXAI

Das Linzer KI-Startup sichert sich ein Investment von zwei deutschen Kapitalgebern.
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NXAI, TiRex, Zeitreihenmodelle.
(c) NXAI - Albert Ortig (r.) und Sepp Hochreiter von NXAI

100 Millionen Euro Investment. Das war die große Ansage des Linzer KI-Startups NXAI vor über einem Jahr. Auch wenn sich diese Prognose nicht wie angekündigt noch 2024 erfüllt hat, könnte sie nun, mit etwas Verspätung, doch Wirklichkeit werden.

NXAI wurde Ende 2023 von KI-Pionier Sepp Hochreiter und Unternehmer Albert Ortig gegründet. Ihr Ziel: Mit einem eigenen Large Language Model die etablierten Größen der Branche – darunter auch OpenAI – herauszufordern. Im Zentrum steht dabei das Modell xLSTM 7B, das auf einer alternativen Architektur basiert. Anders als die verbreitete Transformer-Technologie greift NXAI auf Long Short-Term Memory (LSTM) zurück – eine Methode, an deren Entwicklung Hochreiter bereits in den 1990er-Jahren maßgeblich beteiligt war.

15 Mio. Euro mit Emmi AI eingesammelt

Im April wurde bekannt, dass NXAI Investmentangebote aus Saudi-Arabien sowie vom chinesischen Technologiekonzern Huawei erhalten hat. Doch diese wurden bewusst ausgeschlagen (brutkasten berichtete). Man wolle primär europäische Investoren an Bord haben, so das Startup. Man verstehe sich weniger als typisches VC-finanziertes Startup, sondern setze auf einen forschungsintensiven, langfristigen Aufbau.

Parallel zur Entwicklung von NXAI wurde das Spin-out Emmi AI gegründet. Dieses sicherte sich ein Investment von 15 Millionen Euro, laut Angaben des Unternehmens die größte Frühphasenfinanzierung, die es bislang in Österreich gegeben habe – brutkasten berichtete.

Ein bedeutender Investor bei NXAI ist von Beginn an die Pierer Digital Holding – eine Beteiligungsgesellschaft des ehemaligen KTM-Chefs Stefan Pierer. Die Holding hält aktuell 21,67 Prozent der Unternehmensanteile. Das Investment belief sich demnach auf einen zweistelligen Millionenbetrag.

Neue Investoren

Ein Blick ins Firmenbuch zeigt: Kürzlich sind zwei neue Investoren bei NXAI eingestiegen. Die BHei Vermögensverwaltung GmbH sowie die Lignite Ventures GmbH halten nun jeweils 15,83 Prozent am Unternehmen. Gründer Sepp Hochreiter hält weiterhin 25 Prozent der NXAI-Anteile, die Netural X-Agentur von Mitgründer Albert Ortig weitere 21,67 Prozent. Auf brutkasten-Anfrage gab NXAI keine weiteren Informationen zu dem Investment. Auch zur konkreten Höhe des Investments der neuen Gesellschafter wollte sich das Startup nicht äußern.

Die BHei Vermögensverwaltung mit Sitz im bayrischen Zirndorf beteiligt sich normalerweise an Unternehmen, die sich in der Startup-Phase befinden, eine strategische Neuausrichtung planen oder vor finanziellen Herausforderungen stehen. Ziel sei es, „diesen Unternehmen durch Expertise und durch gezielte Optimierung operativer Prozesse zu helfen sowie ihre Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern und zu steigern“, heißt es auf der Website des Family-Offices. Lignite Ventures aus Berlin, geführt von Klaus Groenke und Lukas Brückel, ist dagegen bekannt für Beteiligungen im Bereich Rechenzentrumsentwicklung.

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TikTok
Mit „Sell Across Europe" sollen heimische KMU künftig EU-weit verkaufen können | (c) AdobeStock

Nach Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Irland und Großbritannien folgt die nächste Ausbaustufe: Am 15. Juni geht TikTok Shop in Österreich, Belgien, den Niederlanden und Polen live. Bemerkenswert: In den Vorab-Berichten internationaler E-Commerce-Medien tauchte Österreich bislang gar nicht auf – die Branche hatte primär Polen, Benelux und Skandinavien als nächste Märkte erwartet.

Laut TikTok nutzen über 2,7 Millionen Menschen in Österreich die Plattform monatlich. Sie sollen künftig direkt in der App über Shoppable Videos, Live-Shopping-Formate und einen eigenen Shop-Tab einkaufen können, ohne TikTok zu verlassen. Für österreichische Unternehmen öffnet sich die Registrierung bereits zwei Wochen früher, am 1. Juni.

Was den österreichischen Markt aus TikTok-Sicht auszeichne?

„Wir expandieren schrittweise. Dieses Jahr ist der richtige Zeitpunkt für Österreich“, erklärt Ningxin Wu, die TikTok Shop in Österreich, den Niederlanden, Belgien und Polen verantwortet. Man wolle „Learnings aus Deutschland, Italien und anderen Märkten direkt einsetzen“.

Was den österreichischen Markt aus TikTok-Sicht auszeichne? Wu nennt drei Punkte: digital affine Kund:innen, eine Vorliebe für lokale und hochwertige Produkte – ein Muster, das man auch in Deutschland beobachtet habe – und Live-Shopping bzw. -Selling, das in dieser Form bisher keinen breiten Player in Österreich habe.

Ein österreichisches Scaleup als Anker

Zum Start setzt TikTok auf ein Einladungsmodell. Als einziger österreichischer Launch-Partner ist das Wiener Scaleup Neoh unter den ersten Marken – bekannt für zuckerreduzierte Riegel und Süßwaren-Innovationen. Das 2016 gegründete Unternehmen hat seine Discovery-E-Commerce-Strategie zuvor bereits in Deutschland erfolgreich erprobt.

„TikTok Shop ist für uns mehr als ein neuer Kanal – es ist eine andere Art zu verkaufen“, sagt Lisa Krapinger-Rüther, SVP Digital bei Neoh. „Das Einkaufserlebnis entsteht direkt im Content, organisch und authentisch. Wir haben in Deutschland gesehen, wie gut das funktioniert: Produkte, die sich über echte Community-Empfehlungen verkaufen, ohne sich wie klassische Werbung anzufühlen.“

Neben Neoh werden zum Start unter anderem deutsche Marken wie Hitschies, Judith Williams, More Nutrition und Svenja Walberg auf dem österreichischen Markt verfügbar sein. Der Roll-out ist schrittweise geplant, User:innen sollen mehr und mehr Marken und Produkte finden können.

„Sell Across Europe“: Die Chance für heimische KMU

Strategisch relevant für die heimische Startup- und KMU-Landschaft dürfte vor allem die Funktion „Sell Across Europe“ werden, die kurz nach dem Launch freigeschaltet wird: Mit einer einzigen Registrierung können Händler:innen in alle EU-Märkte verkaufen, in denen TikTok Shop verfügbar ist. Produktbeschreibungen lassen sich pro Markt lokalisieren, der Versand erfolgt direkt oder über TikTok-Logistikpartner.

„Österreichische Mittelständler haben durch TikTok Shop jetzt eine Plattform, ihre Produkte europaweit zu verkaufen“, sagt Wu. Lokale Produkte – sie nennt Ski-Sportartikel und Delikatessen – seien bisher häufig nur im Inland entdeckbar gewesen.

Eine Größenordnung liefert Christian Blum, Communications Lead bei TikTok Shop: Nach einem Jahr TikTok Shop in Deutschland habe man laut NielsenIQ 15 Prozent Penetration bei den Online-Shopper:innen erreicht. EU-weit – ohne UK – verzeichne man laut Unternehmensangaben dreistelliges Wachstum beim täglichen Umsatzvolumen seit dem Launch, mit über 100.000 lokalen Verkäufer:innen.

Die Temu-Frage: Wie grenzt man sich ab?

Während TikTok Shop wirbt, geraten Plattformen wie Temu und Shein wegen Billigimporten und Produktsicherheit zunehmend unter Druck. Wie grenzt sich TikTok ab? Wu verweist auf “Discovery-E-Commerce” als neue Art des Online-Shoppings, das vorläufige Einladungsmodell und generell eine strenge Listing Policy auf TikTok Shop, die EU-Compliance-Anforderungen wie der seit Dezember 2024 geltenden General Product Safety Regulation (GPSR) entsprechen müsse.

Konkrete Zahl: Laut TikTok seien 2025 weltweit 700 Millionen Produkte präventiv geblockt worden, bevor sie überhaupt gelistet werden konnten. Zusätzlich verifiziere man Identität, Mehrwertsteuernummer und Bankdaten der Händler:innen; neue Verkäufer:innen durchlaufen eine Probezeit.

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