11.06.2015

Deutsche Börse launcht Plattform, um Startups und Investoren zu matchen

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Deutscher Staatssekretär Matthias Mächtig und Andreas Preuß von der Deutschen Börse launchen die Plattform.

Die Deutsche Börse startet heute eine neue Plattform – „Deutsche Börse Venture Network“ – um die Finanzierungsmöglichkeiten für junge Unternehmen zu verbessern. Das neue Programm der Deutschen Börse bringt wachstumsstarke Startups mit internationalen Investoren zusammen. Man möchte jungen Unternehmern ein umfassendes Netzwerk bieten und dadurch Finanzierungsrunden schneller abwickeln. Die nicht-öffentliche Online-Plattform basiert auf dem invite-only-System. Startups müssen diverse Kriterien erfüllen, etwa Umsatzwachstum oder Jahresnettogewinn bezogen, erfüllen und beispielsweise von einem Investor empfohlen werden. Außerdem müssen sich die Unternehmen in der Growth-, Later-Stage- oder Pre-IPO Phase befinden und erste unternehmerische Erfolge aufweisen. Zweck der Initiative soll nicht nur die Anbahnung von Finanzierungsrunden sein, sondern die Jungunternehmer mit verschiedenen Trainings- und Networking-Veranstaltungen unterstützen.

Bereits 27 Wachstumsunternehmen und 42 Investoren sind auf der Plattform aktiv. Von Startup Seite findet man Namen wie die Auktionsplattform Auctionata, Banken-Technologie-Entwickler Kreditech, Online-Versandhändler Outfittery oder SumUp Payments, ein Service für Händler, die Kartenzahlungen per Smartphone akzeptieren möchten.

Auf Investoren-Seite finden sich etwa Accel Partners, Earlybird Venture Capital, Burda Digital GmbH – um nur drei der 42 namhaften Investoren zu nennen.

Das Lauch-Event hat heute in Berlin im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie stattgefunden. Staatssekretär Matthias Machnig und Andreas Preuß, der stv. Vorstandsvorsitzende der Deutschen Börse, haben zusammen einen „Buzzer“ gedrückt, um die Webseite zu launchen und das „Deutsche Börse Venture Network“ zu starten.

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Geschäftsmodell für die Deutsche Börse stünde keines dahinter, betont Preuß: „Es wäre unsinnig, sich darauf zu konzentrieren hier Geld verdienen zu wollen. Die Lücke, die wir schließen, wird dafür sorgen, dass es eine schneller wachsende Zahl von Unternehmungen geben wird, die den Börsengang erfolgreich meistern und damit die Deutsche Börse vorantreiben“, meint Preuß bei der Pressekonferenz. DerBrutkasten berichtet vor Ort.

Die Digitalisierung sei aktuelles und heißes Thema. „Eine Digitalisierung ohne Gründung, ohne Startups, ohne Wachstumsfinanzierung wird in den nächsten Jahren nicht funktionieren“, so Preuß. Dass auch in Deutschland noch viel Aufklärung benötigt wird, erschließt sich im Anschluss aus den Fragen der Journalisten, die sich scheinbar mit Startups noch nicht allzu viel auseinander gesetzt haben. Ein Journalist fragt etwa, welches Geschäftsmodell dahinter stünde, also wie denn die Deutsche Börse kurzfristig von der Plattform profitieren möchte. Eine andere Frage bezieht sich auf bereits bestehende Netzwerke von Startups, die doch ein großes Netzwerk im Hintergrund haben und hier nicht mehr gefördert werden müssten.

Adressanten seien übrigens ganz klar deutsche, aber auch internationale Investoren aus den Bereichen Private Equity, Wagnisfinanzierung, Family Offices sowie vermögenden Privatpersonen. Gibt es auch Auswahlkriterien die Investoren betreffend? Nein, stellt Preuß klar. Investoren qualifizieren sich dadurch, dass sie Geld haben.

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Pröll, Länderbericht, Digital
© BKA/Regina Aigner - Digitalisierungsstaatssekretär Alexander Pröll.

„Nicht der Markt entscheidet über unseren Zugang zu Spitzen-KI, sondern die Erwägungen einer fremden Regierung“, zeigt sich Digitalisierungsstaatssekretär Alexander Pröll in seinem jüngsten LinkedIn-Posting unzufrieden. Er nimmt dabei auf Beschränkungen der USA gegenüber den KI-Riesen OpenAI und Anthropic Bezug, denen verwehrt wurde, ihre neuesten KI-Modelle auch im Ausland zur Verfügung zu stellen.

Anthropic nach Europa holen

Pröll wendet sich daraufhin mit einer augenscheinlich simplen Lösung an EU-Kommissarin Henna Virkkunen: Anthropic nach Europa holen. „Europa soll prüfen, ob es Anthropic strategisch an sich binden kann – über Ansiedlung und Beteiligung, abgesichert durch Rechtssicherheit, Marktzugang und Kapital, getragen von einer europäischen Werteordnung, die zu diesem Unternehmen passt“, heißt es im Posting konkret.

Eigene Forschung zu stärken und zugleich globale Spitzentechnologie anzuziehen, sei laut Pröll kein Widerspruch. Gegenüber der APA wurden am Sonntag von einem Pressesprecher Prölls die Ziele der Aktion formuliert: Den Standort stärken und digital souveräner werden.

„Wenn ein Brief aus Washington reicht, um die beste KI der Welt abzuschalten“

Anlass für den Vorschlag, Anthropic nach Europa zu holen, war die Sperre von Claude Fable 5, einem der leistungsfähigsten KI-Modelle, für alle Nicht-US-Bürger weltweit. Am 12. Juni erließ das US-Handelsministerium (unter der Trump-Administration) eine weitreichende Exportkontrollrichtlinie. Als Grund wurde explizit die nationale Sicherheit angeführt.

„Man muss kein Technikexperte sein, um zu erkennen, was hier passiert ist: Eine einzige Regierung hat entschieden, wer auf eine Spitzentechnologie zugreifen darf und wer nicht. Kein Vertrag, keine europäische Mitsprache, keine Vorwarnung. Ein Brief – und der Stecker war gezogen“, hielt Pröll zu dieser Zeit in einem anderen LinkedIn-Posting fest. „Es geht nicht um Abschottung und nicht um Misstrauen gegenüber Partnern. Die transatlantische Zusammenarbeit ist und bleibt wertvoll. Aber Partnerschaft auf Augenhöhe setzt voraus, dass man selbst handlungsfähig ist – und nicht von einer einzigen Entscheidung kalt erwischt werden kann“, ergänzt der Staatssekretär.

Constitutional AI

Anthropic gilt neben OpenAI und Google als einer der wichtigsten und einflussreichsten Akteure in der globalen KI-Branche. Anthropic betont in seiner Kommunikation Sicherheit als zentralen Wert und hat eine eigene Verfassung (Constitutional AI), die bei jeder Antwort der KI berücksichtigt wird. Pröll sieht Anthropic in dieser Hinsicht getragen von einer europäischen Wertehaltung und erachtet das Unternehmen daher als idealen strategischen Partner für den digitalen Standort Europa.

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