28.07.2017

Mark Zuckerberg vs. Elon Musk: Der Zwist der Tech-Giganten über A.I.

Nachdem Tesla-Gründer Elon Musk vor den Entwicklungen im A.I.-Bereich warnte und die Politik aufforderte, bereits jetzt Regelungen einzuführen, bezieht auch Facebook-Gründer Mark Zuckerberg Stellung. Er wiederum kritisiert die "Schwarzmalerei" und das "Heraufbeschwören von Untergangsszenarien". Das lässt Musk aber nicht auf sich sitzen.
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Wie die Zukunft mit A.I. aussieht, darüber machen sich auch die Tech-Giganten Gedanken.

Keine Woche ist es her, dass der Tesla- und SpaceX-Gründer Elon Musk die Welt davor warnte, Entwicklungen im A.I.-Bereich zu unterschätzen. Man müsse sich auf das „größte Risiko für die Menschheit“ besser vorbereiten, meinte er auch mit kritischen Blick auf die Politik. So sollen bereits jetzt Regeln geschaffen werden für den Fall, dass es Entwickler schaffen, eine Super-Intelligenz zu entwicklen. Denn ansonsten habe man “ein fundamentales Risiko für die Existenz der Menschen” heraufbeschworen.

Tech-Milliardär warnt vor Super-A.I.

Elon Musk ist nicht nur Tech-Revolutionär im Aero-Space-Bereich und der Automobilindustrie. Er ist selbst in ein A.I. Startup investiert. „Neuralink“, das der US-Milliardär co-gegründet hat, arbeitet an so genannten Brain-Computer Interfaces. Das menschliche Gehirn wird durch Elektroden an einen Computer angeschlossen. Unzählige Filme auf Kinoleinwänden haben diese Verbindung zwischen Mensch und Maschine bereits vorhergesehen.

Mark Zuckerberg vs. Elon Musk

Genau dies machte Musk zur Zielscheibe vieler Wissenschaftler, die den Tech-Milliardär kritisieren. Denn mit seinen „Science-Fiction-Fantasien“, würde er Innovationen hemmen und Chancen ausblenden. Nun bekommt diese Gruppe mit Facebook-Gründer Mark Zuckerberg prominente Unterstützung. Während einer Facebook-Live-Konversation fragte ein User Zuckerberg, wie er die Zukunft in Hinblick auf die Entwicklungen im A.I.-Bereich sehe und zitierte dabei auch Elon Musks Worte.

„Schwarzmaler“

Daraufhin nimmt Zuckerberg zu dem Thema Stellung. Im folgenden bezeichnet er Leute, die A.I. kritisieren, als „Schwarzmaler“ und „Heraufbeschwörer von Untergangsszenarien“. Etwas, das Zuckerberg „nicht verstehen“ könne. Er geht sogar noch weiter und bezeichnet Musks Kritik als „unverantwortlich“. Dabei nennt er Musk zwar nicht beim Namen, trotzdem ist offensichtlich, dass er sich auf die Aussagen den Tech-Unternehmers bezieht. Zuckerberg hebt anschließend die positiven Auswirkungen von A.I. hervor. Und er betont, wie sehr Technologie bereits heute das Leben der Menschen verbessere.

Leise Kritik

Der Facebook-Gründer weiter: „Technologie kann immer für gute oder schlechte Zwecke genutzt werden und man muss aufpassen, wie man etwas entwickelt, was man entwickelt und wie es genutzt werden wird. Aber Menschen, die die Entwicklung von A.I. verlangsamen wollen – Ich finde das äußerst fraglich. Es fällt mir schwer, das zu verkraften“, so der Internet-Unternehmer. Dass Facebook immer mehr auf Künstlicher Intelligenz basiert, Algorithmen smarter werden und jede neue Entwicklung in diesem Bereich dem Gründer zu Gute kommt, erwähnt er nicht. Wieso auch.

Musk schießt zurück

In einem Tweet, der inzwischen wieder von der Twitter-Page des Tesla-Gründers verschwunden ist, bezog sich Musk direkt auf Zuckerbergs Statement. „Ich habe mit Mark darüber gesprochen. Sein Verständnis darüber ist begrenzt“, so der trockene Kommentar Musks.

Weiterführende Links: Inc., FAZ (mit Screenshot des Tweets)

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Das Team des aws Gründungsfonds | (c) aws Gründungsfonds / Bild mit KI erstellt

Dieser Text ist zuerst im brutkasten-Printmagazin von August 2026 Aufbrechen erschienen.


refinq macht Klimarisiken berechenbar

Dass ein Umspannwerk in einem Überflutungsgebiet steht, weiß der Betreiber – was ihn das pro Jahr kostet, weiß er selten. Genau hier setzt refinq an: Beim Wiener Startup lädt ein Unternehmen seine Standorte hoch und bekommt sie auf einer Karte angereichert mit Klimaszenarien und Naturdaten zurück. Ein Klick auf einen Standort zeigt, welche Gefahren dort drohen, von Hochwasser über Hitze bis Dürre, was sie kosten und welche Maßnahmen das Risiko senken; von der Landkarte zur Kennzahl zum Eurobetrag.

Wie konkret das wird, zeigt die Arbeit mit europäischen Stromnetzbetreibern: In einem Programm von Terna, Elia, Swissgrid und weiteren Netzbetreibern setzte sich refinq gegen mehr als 85 Bewerbungen durch und unterstützt nun bei der Absicherung der Leitungen und Umspannwerke gegen Extremwetter. Auch die Wiener Stadtwerke prüfen mit der Plattform mehr als 5.000 Standorte, um die Wiener Energieversorgung zu schützen. Weil jede Kennzahl offen dokumentiert ist, lassen sich die Ergebnisse zugleich als Nachweis für CSRD, EU-Taxonomie und TNFD exportieren. Im Februar führte der aws Gründungsfonds die Seed-Runde über 2,2 Millionen Euro an.

Das Team von refinq | (c) refinq

Kickscale befreit den Vertrieb von Admin-Arbeit

Verkaufsgespräche sind die am schlechtesten dokumentierte Ressource vieler Unternehmen: Was im Termin besprochen wurde, landet bestenfalls in einer kurzen Notiz. Kickscale ändert das und geht dabei weiter als ein reiner Notizassistent – die Plattform erfasst Meetings, Calls und CRM-Daten, wertet sie mit KI aus und befüllt die CRM-Felder nach jedem Gespräch automatisch, samt Follow-ups und nächsten Schritten. Dazu kommt Coaching aus echten Gesprächsdaten statt aus Vermutungen: Sichtbar wird, was die besten Verkäufer anders machen – und wie wahrscheinlich der Abschluss eines erfolgreichen Deals ist.

Bei Lufthansa City Centers spart das nach Unternehmensangaben 85 Prozent der Zeit für die Nachbereitung. Mehr als 200 Kunden nutzen die Plattform, der Schwerpunkt liegt im deutschsprachigen Raum, dazu kommen Japan, Polen, Norwegen und die Niederlande. Der Serverstandort in Deutschland, die ISO-27001-Zertifizierung und die Ausrichtung auf die Anforderungen des EU AI Act sind insbesondere für europäische Unternehmen wichtige Kriterien bei der Beschaffung. Die Seed-Runde über 2,1 Millionen Euro wurde vom aws Gründungsfonds angeführt.

Die Gründer von Kickscale | (c) Michael Stabentheiner

Invisible-Light Labs spürt kleinste Spuren auf

Wer wissen will, welche Chemikalie in einer Probe steckt, braucht davon eine entsprechende Mindestmenge. Die Analyse scheitert dabei oft genau dort, wo es interessant wird: bei Nanoplastik in Luft und Wasser, bei Aerosolen in der Atmosphäre, bei Wirkstoffen, die nur in geringsten Konzentrationen vorliegen. Invisible-Light Labs, ein Deeptech-Spinoff der TU Wien, hat dafür EMILIE entwickelt, einen Sensor, der selbst Mengen im Billionstel-Gramm-Bereich und damit bislang kaum messbare Spuren nachweisen kann. Bestehende Infrarot-Spektrometer muss dafür niemand austauschen, und die winzigen Messchips lassen sich dorthin bringen, wo die Proben entstehen. Bei den Innovation Awards des Fachmagazins The Analytical Scientist landete EMILIE 2024 auf Platz eins. Seit 2025 baut eine strategische Partnerschaft mit Bruker Optics die internationale Verfügbarkeit des gemeinsam gebrandeten Systems aus.

An Bord der Tara Polar Station, die im September im Packeis einfriert, schickt ein EPFL-Team die Chips an einem Fesselballon in die Wolken, um kleinste Partikel zu untersuchen und besser zu verstehen, wie sie die Wolkenbildung und die Erwärmung der Arktis beeinflussen. Im Juni 2026 schloss Invisible-Light Labs eine Pre-Seed-Runde über 1,5 Millionen Euro ab, angeführt vom aws Gründungsfonds gemeinsam mit XISTA Science Ventures.

Invisible-Light Labs wurde 2019 als Spin-off der TU Wien gegründet| | (c) Invisible-Light Labs

HeartBeat.bio erkennt Herzrisiken früher

Ob ein Wirkstoff dem Herzen schadet, zeigt sich oft erst spät in der Entwicklung. Genau das will HeartBeat.bio ändern: Das Unternehmen aus dem Vienna Biocenter lässt aus Stammzellen sogenannte Cardioids wachsen: winzige schlagende Herzkammern, die dem menschlichen Herzen näher kommen als herkömmliche Zellkulturen. In automatisierten Testreihen lassen sich daran Risiken früh erkennen und Wirkstoffe gegen Herzerkrankungen suchen.

Angewendet wird das bereits: Mit Boehringer Ingelheim arbeitet HeartBeat.bio an Gentherapien gegen erbliche Herzmuskelerkrankungen, mit Molecular Devices ist eine Testlösung für die Herzsicherheit von Wirkstoffen auf den Markt gekommen. Der aws Gründungsfonds begleitet das Unternehmen seit 2023 und investiert damit in österreichische Spitzenforschung.

Automatisierte Zellkultur im Labor von HeartBeat.bio | (c) HeartBeat.bio

Der aws Gründungsfonds ist ein österreichischer Venture-Capital-Investor mit einem Fondsvolumen von rund 140 Millionen Euro. Er investiert im Rahmen von Frühphasenfinanzierungen in wachstumsstarke österreichische Technologieunternehmen und mobilisiert gemeinsam mit erfahrenen Co-Investoren zusätzliches privates und internationales Kapital. Als langfristiger Partner an der Seite der Gründungsteams begleitet der Fonds Startups über weitere Wachstums- und Finanzierungsphasen bis zum Exit. So trägt er dazu bei, Schlüsseltechnologien langfristig im Markt zu etablieren, international wettbewerbsfähige Unternehmen aufzubauen und den österreichischen Innovationsstandort nachhaltig zu stärken.

Hier könnt ihr mehr über den aws Gründungsfonds erfahren: gruendungsfonds.at

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