03.03.2020

Demo Day 2020: Die große Bühne für Salzburger Startups

Am 17. März 2020 wird der “Startup Salzburg Demo Day” in die mittlerweile fünfte Runde gehen. Junge Gründer werden ihre Geschäftsideen vor einer Fachjury, Investoren und einem interessierten Publikum pitchen. Der brutkasten hat mit zwei Vorjahressiegern gesprochen, welche Learnings sie im Rahmen des Demo Days gemacht haben und wie sie das Inkubationsprogramm „Startup Salzburg Factory” nutzen konnten, um ihre Produkte marktreif zu machen.
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Demo Day
2019 wurde das Salzburger Startup Polycular zum Sieger in der Kategorie “Go-to-market-Strategie” gewählt | (c) WKS / wildbild
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Eine Information des Veranstalters:

+++ AUFGRUND DER AM 10.3.2020 VON DER BUNDESREGIERUNG VERORDNETEN EINSCHRÄNKUNGEN FÜR VERANSTALTUNGEN ZUR EINDÄMMUNG DES CORONAVIRUS WURDE DER STARTUP SALZBURG DEMO DAY ABGESAGT! EIN ERSATZTERMIN WIRD GESUCHT. +++


 

Der Inkubator Startup Salzburg, der von Land, ITG Innovationsservice, Wirtschaftskammer, FH und Uni Salzburg getragen wird, unterstützt junge Startups aus Salzburg im Rahmen ihres Entwicklungsprozesses von der Ideen- und Vorgründungsphase bis zum Markteintritt. Die “Startup Salzburg Factory” bietet ihnen dabei ein Programm, das eine vielfältige Betreuung umfasst wie beispielsweise Coaching-Angebote und die Vernetzung mit Mentoren aus der etablierten Wirtschaft.

+++ mehr zum Thema: Innovation +++ 

Startup Salzburg Demo Day

Höhepunkt des neunmonatigen Programms bildet jedes Jahr der sogenannte “Startup Salzburg Demo Day”. Der Tag bietet Startups eine Bühne, um ihre Geschäftsideen einem breiten Publikum zu präsentieren. Im Rahmen einer eigenen Startup Expo können sich die teilnehmenden Gründer mit Investoren und Corporates vernetzen.

Zudem pitchen jedes Jahr zehn Startups ihre Geschäftsideen vor einer Fachjury. Im Rahmen der dreiminütigen Pitches können die Gründer Preise in unterschiedlichen Kategorien gewinnen. Vorjahressieger in der Kategorie “Go-to-market-Strategie” war das Salzburger EduTech Polycular, das sich auf Lernsysteme mit Hilfe von Gamification und Augmented Reality spezialisiert hat. Der Publikumspreis ging hingegen an das Startup Impetro Gear, das ein modulares Rucksacksystem entwickelt hat. 

Den Startups stehen drei Minuten zur Verfügung um ihre Geschäftsidee zu pitchen | (c) WKS / wildbild

Polycular

Das in Salzburg ansässige EduTech Polycular, das unter anderem auch die “Startup Salzburg Factory” absolvierte, kann mittlerweile auf einen erfolgreichen Track-Record zurückblicken. Im Rahmen von zwei Forschungsprojekten hat sich das Startup im April letzten Jahres beispielsweise eine FFG-Förderung in der Höhe von einer halben Million Euro gesichert.

Das erste Projekt nennt sich „Virtual Skills Lab“ und dreht sich um die Entwicklung eines virtuellen Trainingslabors für soziale Kompetenzen. Im Labor können Empathie, Konfliktfähigkeit und weitere für den Umgang mit Kollegen wichtige Kompetenzen geübt werden. Beim zweiten Projekt geht es um den Einsatz von kollaborativen Robotern, sogenannte CoBots. Diese kommen zum Einsatz, um Mitarbeiter in schweren und monotonen Produktionsabläufen, wie Montage oder der Produktkontrolle, zu unterstützen. 

Das Startup rund um die beiden Gründer Robert Praxmarer und Thomas Layer-Wagner wurde mittlerweile mit einer Vielzahl an Preisen ausgezeichnet – darunter der Salzburger Landespreis für Marketing, Kommunikation und Design in Gold und Silber sowie den Josef Umdasch Research Prize  in der Kategorie “Learning & Education” im Rahmen des World Summit Awards 2018.

Die Learnings von Polycular

Zum Erfolg hat laut Praxmarer maßgeblich die Teilnahme an der “Startup Salzburg Factory” beigetragen. “Die Startup Salzburg Factory war für uns sehr wichtig, da wir mit Mentoren zusammengebracht wurden, die uns wertvolles Feedback gegeben haben. Im Rahmen eines Workshops mit Business Angel Werner Wutscher haben wir unter anderem gelernt, dass das Feilen am eigenen USP nie abgeschlossen ist und dieser im Rahmen der Entwicklungsphase laufend adaptiert werden muss”, so Praxmarer.

Polycular setzt auf AR und Gamification | (c) WKS / wildbild

Ein weiteres Learning umfasste die Erkenntnis, dass sein Startup mehr Zeit und Geld in Marketing investieren muss. “Wir sind technisch gut aufgestellt, allerdings nützt das wenig, wenn niemand das Produkt kennt”, so Praxmarer. Die Neuausrichtung der Strategie gab Polycular recht. Mittlerweile konnte das Salzburger Startup große österreichische Unternehmen, wie Porr oder Doka, als Kunden für sich gewinnen.

Jedoch nicht nur die Startup Salzburg Factory konnte das Startup für sich nutzen, sondern auch den Demo Day. “Wir waren positiv überrascht, dass an den Ständen auch reges Interesse von Investoren bestand, die nach potentiellen Investment-Cases Ausschau hielten.

Impetro Gear

Eine ähnliche Erfahrung im Rahmen der Startup Salzburg Factory und dem Demo Day machte das Startup Impetro Gear rund um den Gründer Jérémy Cabaret. Der gebürtige Franzose hat sich in Salzburg niedergelassen, um sein Startup zu gründen, dass sich auf modulare Rucksäcke spezialisiert hat.

Das Startup Impetro Gear stellte seine Rucksäcke vor | (c) WKS / wildbild

Die Rucksäcke verfügen über eine Base-Unit, auf der unterschiedliche Zip-on-Packs aufgebracht werden können. Dadurch sollen Outdoor-Begeisterte die Rucksäcke für unterschiedlichste Sportarten, wie Bergsteigen, Radfahren oder Skifahren flexible nutzen können. 

Über eine Kickstarter Kampagne hat das Startup im November letzten Jahres 45.000 Euro eingesammelt und so die Produktion der ersten Rucksäcke finanziert. In einer ersten Tranche verkaufte das Unternehmen rund 200 Rucksäcke. Mittlerweile hat das Startup 500 Stück produziert. Derzeit läuft eine Indiegogo-Kampagne, um weitere finanzielle Mittel für die Produktion und Weiterentwicklung des Produktes aufzustellen.

Erste Kunden im Rahmen des Demo Days

Wie Cabaret erläutert, konnte sein Startup erste Kunden im Rahmen des Demo Days für sich gewinnen. “Der Demo Day hat uns nicht nur geholfen, indem wir erste Kunden an Land ziehen, sondern auch Brand Awareness für unsere Rucksäcke schaffen konnten. Zudem konnte ich persönlich üben, wie man vor einem größeren Publikum seine Geschäftsidee pitcht”. Sein Pitch im Rahmen des Demo Days war weit mehr als eine Übung. Cabaret erhielt den “Publikumspreis”, der einen Pitch beim 4Gamechanger-Festival 2019 umfasste. 

Startup Salzburg Demo Day: 17 März 2020

Der nächste Demo Startup Salzburg Demo Day wird am 17. März 2020 im WIFI Salzburg stattfinden und wieder ein breites Angebot für Startups, Entrepreneure, Business Angels und Investoren bieten.

In der Startup Expo werden am Nachmittag über 40 Startups auf Vertreter von Startup-Programmen, Investoren und Business Angels aus Österreich und Bayern treffen.

Am Abend werden, wie die Jahre zuvor, zehn Startups auf der Mainstage vor bis zu 400 Besuchern und einer Jury aus bekannten Business Angels um Preise und Auszeichnung pitchen. Stargast ist heuer Business Angelina und Startup-Grande-Dame Selma Prodanovic, die dazu sprechen wird „wie Startups und Business Angels unsere Zukunft gestalten“.

Anmeldungen zum Startup Salzburg Demo Day unter: https://demoday2020.eventbrite.de 


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Digicusts neue Führungsebene (v.l.) Manuel Strausz, Thomas Übellacker, Matthias Pfeiler, Tolga Erkoç und Bernhard Klug

Nachdem das niederösterreichische Unternehmen Digicust im Dezember 2025 seine Gesamtsumme an Investments und Förderungen auf 2,3 Millionen Euro ausbauen konnte, folgt nun die organisatorische Anpassung. Ziel ist es laut Unternehmen, klare Verantwortlichkeiten für das globale Wachstum zu schaffen.

Führungskräfte aus den eigenen Reihen

Das neue Führungsteam rekrutiert sich vorwiegend aus den eigenen Reihen. Co-Founder Thomas Übellacker übernimmt die Position des CTO und Managing Directors. In der Wiener Szene ist Übellacker kein Unbekannter: Er gründete zuvor das KI-Startup Texterous und initiierte 2025 Wiens erste „Start-up-WG“, ein 480 Quadratmeter großes Loft inklusive Pool und Sauna, in dem mehrere Gründer:innen gemeinsam leben und arbeiten. Die technische Architektur leitet Co-Founder Manuel Strausz als Chief Software Architect. Er begleitet Digicust bereits seit den Anfängen im Jahr 2020 und war zuvor beim Softwareunternehmen Fabasoft tätig.

Den Vertrieb verantwortet künftig Tolga Erkoç als Chief Sales Officer, der seit 2024 an Bord ist und davor unter anderem für Xing tätig war. Die Rolle des Chief Marketing Officers übernimmt Bernhard Klug, der zuvor Marketing-Erfahrung beim CleanTech-Unternehmen neoom sowie auf selbstständiger Basis sammelte. Mitgründer Matthias Pfeiler fokussiert sich als CEO weiterhin auf die übergeordnete Unternehmensstrategie sowie auf Investor Relations.

„Ab einem gewissen Punkt braucht nachhaltiges Wachstum klare Verantwortlichkeiten“, erklärt Pfeiler. Mit diesem Team sei man laut dem CEO „ideal aufgestellt“, um das Unternehmen als Automatisierungsschicht für weltweite Zollprozesse zu etablieren.

Expansion nach Millionen-Finanzierung

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Demo Day 2020: Die große Bühne für Salzburger Startups

Am 17. März 2020 wird der “Startup Salzburg Demo Day” in die mittlerweile fünfte Runde gehen. Junge Gründer werden ihre Geschäftsideen vor einer Fachjury, Investoren und einem interessierten Publikum pitchen. Der brutkasten hat mit zwei Vorjahressiegern gesprochen, welche Learnings sie im Rahmen des Demo Days gemacht haben und wie sie das Inkubationsprogramm „Startup Salzburg Factory” nutzen konnten, um ihre Produkte marktreif zu machen.

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Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

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