09.12.2024
UMFRAGE

Deloitte-Umfrage: Jeder vierte Finanzvorstand setzt auf Personalabbau

Aus einer aktuellen Deloitte Umfrage geht hervor: Jeder vierte Finanzvorstand setzt angesichts der herausfordernden wirtschaftlichen Lage auf Personalabbau.
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Die halbjährliche Umfrage der Unternehmensberatung Deloitte zeigt ein klares Bild: Zwei Drittel der österreichischen CFOs rechnen in den nächsten sechs Monaten mit steigenden Personalkosten. Mehr als ein Viertel der befragten Finanzvorstände plant deshalb Stellen abzubauen.

Die Ursache für diese Entwicklungen ist womöglich die allgemeine wirtschaftliche Unsicherheit, für welche sich mehr als die Hälfte der Befragten CFOs aussprachen. Diese Unsicherheit wirkt sich vor allem auf die Personalpolitik der Unternehmen aus. Knapp 60 Prozent der Befragten erwarten zudem eine Verschlechterung des Investitionsklimas im kommenden Halbjahr, was vor allem auf die schwache Konjunkturprognose zurückzuführen ist.

„Österreichische Unternehmen stehen derzeit stark unter Druck. Unsere Umfrage hat gezeigt, dass eine deutliche Mehrheit in Anbetracht der aktuellen Situation Kostensenkungen für eine wichtige Maßnahme hält. So sehen trotz Fachkräftemangel fast 40 Prozent der CFOs einen Stellenabbau als geeignete Maßnahme, um dieses Ziel zu erreichen“, berichtet Gerhard Marterbauer, Partner bei Deloitte Österreich.

Deloitte: Unternehmensstrategien werden angepasst – Ball liegt bei der Politik

Die aktuelle Lage zwingt österreichische Finanzvorstände dazu, ihre Unternehmensstrategien in den kommenden Monaten neu auszurichten. In der Deloitte Umfrage gaben daher 88 Prozent der CFOs an, das Wachstum in bestehenden Märkten vorantreiben zu wollen. Zusätzlich fokussieren sich rund 86 Prozent der Befragten auf weitere Kostensenkungen, ohne konkrete Maßnahmen zu nennen, sowie rund 83 Prozent der CFOs eine Verringerung des Betriebsaufwandes anstreben.
 
Um die österreichische Wirtschaft wieder auf Kurs zu bringen, richtet Gerhard Marterbauer einen eindringlichen Apell an die Politik: „Das sind düstere Aussichten, die nur durch einen Zusammenschluss von Wirtschaft und Politik gemeistert werden können. Von der künftigen Bundesregierung braucht es zielgerichtetes und sachorientiertes Handeln sowie Maßnahmen, die das Wirtschaften für Unternehmen wieder erleichtern.“
 

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Das Verenas-Team mit Gründerin Verena Nairz-Kapferer (3. v.r.). © Verenas

Die Ursprungsidee für Verenas entstand krisenbedingt: Während des ersten Corona-Lockdowns 2020 entwickelte Verena Nairz-Kapferer im eigenen Innsbrucker Café haltbare Rezepturen, um den Betrieb abzusichern. Was als Initiative für Café-Gäste begann, wird nun zum eigenständigen Geschäftsmodell. Im November 2026 gründen Verena Nairz-Kapferer und Jürgen Nairz eine eigene GmbH, um das Produktangebot im B2B-Bereich überregional zu skalieren.

Prozesssicherheit statt Spezialzutaten

Im Zentrum der Vertriebsstrategie steht der Premium-Gastrogroßhandel, über den Hotels, Cafés und Restaurants flächendeckend beliefert werden sollen. Aus mehr als 60 praxiserprobten Rezepturen konzentriert sich das Unternehmen für Großküchen auf rund 20 Varianten. Der wirtschaftliche Hebel liegt laut dem Gründungsteam dabei nicht nur beim Wareneinsatz von 0,80 bis 1,20 Euro pro fertig gebackener Portion. Standardisierte Mischungen reduzieren insbesondere den Arbeits- und Lageraufwand für Betriebe, die keine eigenen Spezialzutaten vorhalten wollen.

„Für einen Gastronomiebetrieb zählt nicht nur, was eine Portion an Zutaten kostet. Entscheidend sind auch Arbeitszeit, Einfachheit, Prozesssicherheit und eine Qualität, die unabhängig davon funktioniert, wer den Kuchen gerade zubereitet“, erklärt Jürgen Nairz, der den Vertriebsaufbau verantwortet.

Getrennte Produktion für Glutenfrei-Zertifizierung

Verena Nairz-Kapferer arbeitete ursprünglich im sozialen Bereich und verkaufte samstags selbst gebackene Kuchen. © Verenas

Die Backmischungen sind rein pflanzlich sowie zu großen Teilen zusätzlich glutenfrei formuliert. „Ich wollte nie einen Kuchen entwickeln, bei dem jemand sagt: Für vegan oder glutenfrei schmeckt der aber gut“, betont Produktentwicklerin Verena Nairz-Kapferer.

Um die geforderten Qualitätsstandards im B2B-Geschäft sicherzustellen, trennt das Startup laut eigenen Angaben die Fertigung. Vegane Varianten sollen ab November 2026 in einem Partnerbetrieb nahe Graz abgefüllt werden. Die glutenfreien Mischungen verbleiben in einer separaten Innsbrucker Produktionsstätte, um Kreuzkontaminationen auszuschließen. Damit bereitet sich das Unternehmen auf die Zertifizierung mit dem Glutenfrei-Symbol vor.

Absatzziel: 40.000 Einheiten im Jahr 2027

Flankiert von einem B2C-Onlineshop mit vorerst sieben Sorten setzt das Unternehmen auf wiederkehrende B2B-Bestellungen. Für das Geschäftsjahr 2027 peilt Verenas ein Absatzvolumen von rund 40.000 Einheiten an. Gespräche mit weiteren Partnern im Gastrogroßhandel laufen laut den Gründer:innen bereits, um die Distribution im kommenden Jahr überregional auszubauen.

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