05.01.2021

Deloitte Österreich baut Führungsetage im Consulting aus

Mit Jahresbeginn baute Deloitte Österreich seine Führungsebene im Bereich Consulting mit drei weiteren Partnern aus: Elisa Aichinger, Anna Nowshad und Marcus Riedler.
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Lisa Aichinger, Anna Nowshad und Marcus Riedler sind neue Partner bei Deloitte Österreich im Bereich Consulting
Lisa Aichinger, Anna Nowshad und Marcus Riedler sind neue Partner bei Deloitte Österreich im Bereich Consulting | (c) Deloitte/feelimage

Dem brutkasten stehen die Expertinnen und Experten von Deloitte Österreich regelmäßig Rede und Antwort zu verschiedensten Themen. Häufig waren auch die HR-Spezialistinnen Elisa Aichinger und Anna Nowshad schon auf den Kanälen des brutkasten zu sehen. Sie steigen nun weiter auf. Mit Jahreswechsel wurden sie, gemeinsam mit Marcus Riedler, Partner bei Deloitte Österreich und erweitern somit die Führungsetage im Consulting.

Aichinger, Nowshad und Riedler als neue Deloitte Österreich-Partner

Elisa Aichinger ist seit zwölf Jahren bei Deloitte tätig und leitet den Bereich Social Innovation. Sie unterstützt gemeinsam mit ihrem Team Unternehmen dabei, aktuellen arbeitsmarktpolitischen Herausforderungen wie dem Fachkräftemangel, dem demografischen Wandel oder Auslastungs- und Beschäftigungsschwankungen mit neuen personalwirtschaftlichen Lösungsansätzen zu begegnen.

Anna Nowshad ist ebenfalls seit zwölf Jahren Teil des Beratungsunternehmens und leitet den Bereich Organisation Transformation & Talent im Human Capital. Im Mittelpunkt ihrer Projekte stehen neue Formen der Arbeit im Zusammenhang mit Digitalisierung und Technologie sowie die Transformation von Organisationen, Belegschaftsstrukturen und Führung.

Marcus Riedler startete 2017 als Head of Digital Customer Experience bei Deloitte und legt einen besonderen Fokus auf Software-as-a-Service-Angebote. In seiner neuen Rolle stehen der Ausbau und das Wachstum des Geschäftsfeldes sowie Delivery Excellence bei bestehenden Produkten und Service Offerings auf seiner Agenda.

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Das fonio.ai Team © fonio.ai

fonio.ai, die Wiener Plattform für KI-gestützte Kundenkommunikation, hat nach eigenen Angaben binnen zwölf Monaten die Marke von 10 Millionen Dollar an jährlich wiederkehrendem Umsatz (ARR) überschritten. Damit zählt das 2024 von Daniel Keinrath und Matthias Gruber gegründete Unternehmen laut eigenen Angaben zu den am schnellsten wachsenden KI-Startups Europas. Der Meilenstein folgt auf eine Seed-Runde über 17 Millionen Dollar, die fonio.ai im Juni 2026 unter Führung von 20VC bei einer Bewertung von 140 Millionen Dollar abschloss.

Eine „Fully Loaded CAC Payback Time“ als Geheimrezept

CEO und Mitgründer Daniel Keinrath begründet das Tempo im Gespräch mit brutkasten unter anderem mit einer internen Grundregel: „Wir machen extrem viel Zeugs manuell und repetitiv, bis wir merken, das können wir automatisieren und dann automatisieren wir es richtig“, so Keinrath. Neue Produkte würden zudem gemeinsam mit Kund:innen entwickelt, statt sie fertig zu bauen und erst danach zu verkaufen.

Ausschlaggebend für die aktuelle Investitionsstrategie sei eine Kennzahl: Die „Fully Loaded CAC (Customer Acquisition Cost) Payback Time“. Also die Zeit, bis sich die Kosten für die Kund:innen-Akquise amortisieren, wobei neben den reinen Werbekosten auch Activation-Kosten, Churn und Marge eingerechnet werden, liege laut dem Gründer bei fonio.ai konstant unter zwölf Monaten. Solange das der Fall sei, wolle man das frische Kapital so schnell wie möglich in Produkt, Marketing und Sales stecken: „Ich versuche tatsächlich im Moment so viel Geld auszugeben wie möglich, weil alles andere wäre im Moment irrational“, so Keinrath.

Neue Standorte in Europa und den USA

Nach zehn Märkten, in denen fonio.ai bereits aktiv ist, sollen im September physische Büros in Barcelona und Warschau folgen. Noch heuer sollen laut Keinrath London und München dazukommen, abhängig von der Entwicklung des US-Geschäfts womöglich auch ein Standort an der US-Ostküste, etwa in New York.

„Irgendwann wird es uns fett auf die Schnauze hauen“

Auf die Frage, ob das Wachstum so weitergehen könne, entgegnet Keinrath, man hätte die Risiken auf alle Fälle am Schirm. Intern rät Keinrath zu Vorsicht: „Irgendwann wird es uns fett auf die Schnauze hauen“, sagt er lachend. Man wolle daher innerhalb des Wachstums Risiken minimieren und keine Firma mit unkontrolliertem Kund:innen-Verlust aufbauen. Langfristig rechnet Keinrath mit einer Marktkonsolidierung, vergleichbar mit der Entwicklung im Telekommarkt Anfang der 2000er-Jahre. Man müsse schnell genug wachsen, um kleinere Konkurrenten zu übernehmen, bevor man am Ende womöglich selbst zum Übernahmeziel werde, meint er.

Kein Kompromiss beim Hiring

fonio.ai wuchs von der ersten Einstellung im Juni 2025 auf mittlerweile 81 Mitarbeiter:innen, aktuell sind laut Unternehmen 52 weitere Positionen offen. Bei knapp 10.000 Bewerbungen pro Monat liege die Annahmequote bei etwa 0,2 Prozent, so Keinrath: „Es tut so weh innerlich“, trotzdem Absagen zu erteilen, die Unternehmenskultur habe aber Priorität.

Zusätzlich sucht fonio.ai laut Keinrath aktuell intensiv nach einer Head of Growth-Person mit entsprechender Skalierungserfahrung, dotiert mit bis zu 250.000 Jahresgehalt plus „Significant Equity“, betont Keinrath. Man nehme hier viel Geld in die Hand, weil es sich um ein sehr spezielles Profil handle, nach dem man suche. „Dafür kommen nur eine Handvoll Personen in Europa in Frage“, meint der Gründer. Das nächste Ziel sei ein ARR von 100 Millionen Dollar innerhalb von 18 bis 24 Monaten.

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