28.01.2025
STUDIE

Deloitte: Generative KI bringt Unternehmen erstmals Rendite, virtuelle Belegschaft im Kommen

Eine neue Deloitte-Studie zeigt, dass Unternehmen, die Generative KI nutzen, aus finanzieller Sicht erstmals spürbar davon profitieren. Gleichzeitig ist ein neuer Trend im Kommen: Der AI-Agent. Dieser könnte für virtuelle Belegschaften sorgen. Ein Überblick.
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Künstliche Intelligenz hat in Österreich keinen hohen Stellenwert.
(c) Adobe Stock / metamorworks

Erstmals seit der offiziellen Einführung von ChatGPT vor mehr als zwei Jahren spüren Unternehmen einen finanziellen Nutzen durch Generative KI. Das besagt eine nun von Deloitte veröffentlichte Studie. Dieser zufolge würde der Einsatz von KI die finanziellen Erwartungen von Unternehmen sogar „übertreffen“. Für die Studie „The State of GenAI in the Enterprise“ wurden weltweit rund 2.800 Führungskräfte befragt.

Demnach ziehen Unternehmen mittlerweile einen finanziellen Mehrwert aus dem Einsatz von Generativer KI. Die KI-Lösungen würden bereits die ROI-Erwartungen von drei Viertel der befragten Unternehmen erfüllen, heißt es. Gleichzeitig würden fehlende organisatorische Rahmenbedingungen und Governance-Strategien das Arbeiten mit GenAI noch erschweren.

ROI-Erwartungen werden übertroffen

„Seit dem Aufkommen der neuen Technologie war GenAI für viele Unternehmen vor allem ein großer Investitionsposten. Das ändert sich jetzt: Drei Viertel der Befragten sagen, dass ihre ausgereiftesten GenAI-Lösungen die ROI-Erwartungen mittlerweile nicht nur erfüllen, sondern sogar übertreffen“, meint Evrim Bakir, Managing Partnerin im Consulting bei Deloitte Österreich, zur aktuellen Lage.

Fehlender organisatorischer Rahmen erschwert Einsatz

Die Studienergebnisse weisen jedoch darauf hin, dass die Geschwindigkeit der Implementierung nicht mit jener des technologischen Fortschritts mithalten kann. Vielen Unternehmen fehle es an einem organisatorischen Rahmen für einen vollumfänglichen Einsatz, schreibt Deloitte. Dazu kommen nicht abgeschlossene Testphasen für AI-Tools. Über zwei Drittel der Befragten würden indes angeben, dass maximal 30 Prozent der GenAI-Experimente in den kommenden drei bis sechs Monaten vollständig skaliert werden.

Deloitte appelliert, entsprechende Rahmenbedingungen zu schaffen. Gefragt sei nicht nur das Handeln in der Wirtschaft, sondern vor allem auch die passende Gesetzgebung: „Es braucht auch Gesetze und Richtlinien, die einen sicheren und sinnvollen Rahmen für die Verwendung von GenAI vorgeben. Der AI Act der EU war ein erster Schritt, aber entscheidend sind international entsprechende Regeln, die auch stetig an aktuelle Entwicklungen angepasst werden müssen“, so Evrim Bakir.

Governance-Strategie als größte Herausforderung

Insofern gestalte sich die fehlende Regulatorik rund um die GenAI-Implementierung in Unternehmen als Bremse. Fast ein Drittel der Befragten äußern Bedenken bei der Einhaltung gesetzlicher Vorschriften, was sie folglich von der GenAI-Nutzung abhält.

Außerdem gehen mehr als zwei Drittel davon aus, dass die vollständige Umsetzung eine Governance-Strategie über ein Jahr in Anspruch nehmen wird.

Deloitte-GenAI-Experte Stevan Borozan rät zu einem starken Fokus auf „Markterkundung und Szenarienplanung, um potenzielle Lücken in Stategien aufzudecken.“ Gefordert sei „Ausdauer und ein strategischer Ansatz, um die geeignete Governance-Grundlage zu schaffen und das Potenzial der Technologie ausschöpfen zu können.“

AI-Agenten in den Startlöchern

Als nächster Entwicklungsschritt sind die sogenannten AI-Agenten zu erwarten. Dabei handelt es sich um eine autonom arbeitende Software, die mithilfe von Künstlicher Intelligenz in der Lage sein soll, eigenständig Aufgaben auszuführen und Entscheidungen zu treffen. Ein Viertel (26 Prozent) der von Deloitte befragten Führungskräfte beschäftigen sich gerade mit diesem Thema. Eine breite Etablierung der AI-Agenten würde derzeit noch von fehlender Regulatorik, Datenmängeln und Personalmangel verhindert.

Virtuelle Belegschaft

Zudem zeigt die neueste Deloitte-Studie, inwiefern Führungskräfte mit einer Automatisierungswelle rechnen – und davon derzeit schon profitieren können. „Wo Sprachmodelle bisher nur über Wissen verfügen, können Agenten nun selbstständig Entscheidungen treffen. Das könnte in naher Zukunft zu einer weiteren großen Automatisierungswelle führen“, heißt es von Stevan Borozan. „Die Agenten können langfristig zu einer virtuellen Belegschaft werden“, prophezeit der Experte.

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Vereinsplaner-Gründer (v.l.) Lukas Krainz und Mathias Maier © Vereinsplaner

Das oberösterreichische Software-Startup Vereinsplaner, das 2019 von Lukas Krainz und Mathias Maier gegründet wurde, setzt den nächsten Wachstumsschritt. Nach eigenen Angaben betreut das Unternehmen bereits rund 7.500 Vereine auf dem deutschen Markt. Nun soll die Präsenz mit einer eigenen Niederlassung im grenznahen Passau weiter ausgebaut werden, um die Betreuung vor Ort sowie lokale Partnerschaften zu intensivieren.

Strategische Überlegungen zum Markteintritt

Eine klassische Finanzierungsrunde ist aktuell zwar nicht geplant, für strategische M&A-Optionen hält sich Krainz die Option jedoch offen. Denn im deutschen Markt trifft das Startup auf drei bis vier relevante Mitbewerber. „Was für uns spannend sein könnte, ist einen Mitbewerber zu übernehmen oder sich mit einem Mitbewerber zusammenzuschließen“, erklärt der Gründer im Interview. Man will am deutschen Markt so verstärkt Präsenz zeigen und ihn nach uns nach erschließen.

Bereits im Vorjahr gab es erste Sondierungsgespräche mit größeren deutschen Konkurrenten, unter anderem aus Berlin, bezüglich potenzieller Fusionen oder Übernahmen. „Daraus ist schlussendlich aber nichts Konkreteres geworden“, so der Gründer weiter. Ob die Konsolidierungspläne vielleicht doch noch realisierbar werden, bleibt abzuwarten. Die Ansage seitens Vereinsplaner: „Wir wollen den deutschen Markt nicht kampflos irgendeinem deutschen Mitbewerber überlassen.“

Finanzierung aus dem eigenen Cashflow

Im März 2022 machte das Startup mit einem Auftritt bei der TV-Show „2 Minuten 2 Millionen“ auf sich aufmerksam. Damals stiegen Hermann Futter, Geschäftsführer der Compass-Gruppe, mit einer 15-prozentigen Beteiligung sowie die 8eyes GmbH der Runtastic-Gründer mit Christian Kaar als Lead (3,75 Prozent Anteile) mit insgesamt einer halben Million Euro ein – brutkasten berichtete.

Die Expansion in den Nachbarmarkt erfolgt nun allerdings ohne frisches externes Kapital. Co-Gründer Lukas Krainz erklärt zur aktuellen wirtschaftlichen Lage: „Mit Vereinsplaner wachsen wir im aktuellen Geschäftsjahr Year-to-Date in einem dreistelligen Prozentbereich. In den letzten Monaten haben wir so einen deutlichen Cashflow-Überschuss erzielt, den wir in die nächste Wachstumsphase und einen zielgerichteten Service investieren möchten.“

Regulatorische Anpassung für den deutschen Markt

Um den rechtlichen Anforderungen in Deutschland zu begegnen, wurde die Softwarearchitektur in den vergangenen Monaten angepasst. Das Tool bildet laut Angaben des Unternehmens nun die spezifischen steuerrechtlichen Rahmenbedingungen für deutsche Vereine ab, insbesondere hinsichtlich der Gemeinnützigkeit und der internen Buchhaltung. Durch Schnittstellen zu deutschen Banken sowie einen DATEV-Export soll eine nahtlose Integration für Schatzmeister:innen und Steuerberater:innen ermöglicht werden.

Für den physischen Markteintritt fiel die Wahl ganz bewusst auf Passau, erklärt Krainz im Interview. In Passau soll nun ein eigenes Team aufgebaut werden, das primär den Support für den deutschen Markt übernimmt, um die Betreuung vor Ort sowie lokale Wirtschaftspartnerschaften effizient zu intensivieren.

Neues Payment-Feature im Sommer

Als nächsten strategischen Meilenstein kündigt das Startup für den Sommer 2026 die Funktion „Vereinsplaner Payment“ an. Damit baut das Unternehmen seine finanzielle Verwaltung weiter aus, für die bereits zuvor erste Features gestartet wurden – brutkasten berichtete.

Mit dem neuen Payment-Tool können Mitgliedsbeiträge künftig direkt über die Software abgewickelt und vollständig automatisiert werden. Technisch kooperiert das Startup hierfür im Hintergrund mit dem US-Zahlungsdienstleister Stripe. Das Unternehmen verrät außerdem, dass der Prozess den digitalen Einzug, die Zuordnung der Zahlungen sowie die automatische Verbuchung im System ohne manuellen Aufwand für die Vereinsvorständ:innen umfassen soll. Auch ein Ticketing-System ist laut Gründer bereits in der Pipeline.

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