20.02.2019

Restaurant-Plattform delinski expandiert nach Deutschland

Delinski vermittelt nun auch in München freie Plätze in Restaurants, weitere deutsche Städte sind geplant.
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delinski handy app
(c) delinski

Die österreichische Online-Restaurantbuchungsplattform delinski hat zu Jahresanfang den ersten Schritt zur Expansion nach Deutschland gemacht. Nun können über delinski.com auch freie Tische in über 50 Münchner Restaurants gebucht werden, darunter das Paulaner am Nockherberg, Blitz, Il Mulino und das YUM.

Innerhalb der ersten beiden Wochen konnten in der bayrischen Landeshauptstadt bereits 400 Gäste an 150 freie Tische vermittelt werden. Insgesamt ersparten sich die Münchner Gäste bisher laut delinski somit über 3200 Euro.

Im nächsten Schritt will delinski laut Geschäftsführer David Savasci nach Berlin oder nach Hamburg expandieren. Das Angebot in München soll bis Jahresende auf bis zu 500 Lokale ausgebaut werden.

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Break-Even bis Anfang 2020

“Das Projekt zeigt, dass man als Startup für die internationale Expansion keine gewaltigen Budgets braucht”, sagt Savasci: “Oft reicht es, wenn man ein cooles Produkt und einen starken Willen hat.” München wurde als erste deutsche Stadt ausgewählt, weil delinski dort bereits Kontakte hat und man Synergien nutzen konnte.

Laut Savasci kostet es 300.000 bis 400.000 Euro, um in München einen akzeptablen Status zu erreichen. Die Wirtschaftsagentur Wien hat die Expansion mit einem mittleren fünfstelligen Betrag unterstützt. Savasci rechnet damit, in München Anfang 2020 den Break-Even zu erreichen.

Freie Tische für frische Kunden

Bei delinski.com können Gastronomen noch unreservierte Tische an Kunden abgeben. Der Wirt profitiert, indem er die letzten Tische doch noch auslastet, der Kunde bekommt einen Preisnachlass von bis zu 30 Prozent. Allein in Wien konnten so im vergangenen Jahr mehr als eine Viertelmillion Gäste an rund 400 Partner-Restaurants vermittelt werden.


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Das Bitpanda Headquarter in Wien © Bitpanda

Einen Vorgeschmack auf den nun veröffentlichten Jahresabschluss 2025 gab Bitpanda gleichsam vorauseilend bereits im März dieses Jahres – brutkasten berichtete. In den damals präsentierten Zahlen war nicht nur von einer Umsatzsteigerung die Rede, sondern auch von einem Sinken des „bereinigten EBITDA“ um 75 Prozent. Dieses sei von 52 Millionen Euro auf 13 Millionen Euro gefallen, hieß es vom Wiener Unicorn. Begründet wurde das mit „gezielten Investitionen“. Das Ergebnis unterm Strich ließ man im März aber aus.

Der nun vorliegende Jahresabschluss – wohlgemerkt jener der operativen Bitpanda GmbH mit Sitz in Wien und nicht der übergeordneten AG mit Sitz in der Schweiz – bringt nun Licht ins Dunkel. Und die damit veröffentlichte Gewinn- und Verlustrechnung zeichnet ein noch deutlich drastischeres Bild als die im März kommunizierten „bereinigten“ Zahlen. Nach fast 62 Millionen Euro Nettogewinn im Jahr 2024 standen demnach vergangenes Jahr rund 14 Millionen Euro Verlust zu Buche.

„Wir haben bewusst in unsere Expansion und den weiteren Ausbau der Marke Bitpanda investiert“

Auf brutkasten-Anfrage kommentiert Bitpanda kurz und knapp mit der aus dem Frühjahr bekannten Argumentation:

Das Jahr 2025 war für die Bitpanda GmbH ein Jahr strategischer Wachstumsinvestitionen. Gleichzeitig hat sich unser Kerngeschäft stark entwickelt, was sich in einer deutlichen Steigerung unserer Umsatzerlöse zeigt.

Wir haben bewusst in unsere Expansion und den weiteren Ausbau der Marke Bitpanda investiert. Diese Investitionen waren Teil unserer langfristigen Wachstumsstrategie und spiegeln sich erwartungsgemäß im Jahresergebnis wider.

Die Aussagen zum Umsatz lassen sich dabei so auch im nun vorgelegten Bericht ablesen: Tatsächlich stieg der ausgewiesene Umsatz von 2024 auf 2025 von 7,19 Milliarden Euro auf 7,72 Milliarden Euro. Der Anstieg fällt bereinigt sogar noch größer aus: 2024 waren noch rund 613 Millionen Euro aus Krypto-Verkäufen auf externen Börsen in den Umsatzerlösen enthalten, die seit 2025 saldiert im Materialaufwand ausgewiesen werden. Bei diesen Umsatzzahlen handelt es sich wohlgemerkt um den gesamten Verkaufserlös über die Plattform. Bitpanda gab bereits im März den auf Basis der Margen berechneten, deutlich kleineren „bereinigten Umsatz“ aus: Dieser stieg von 321 auf 371 Millionen Euro. Mit Abstand größter Umsatztreiber war laut Jahresabschluss das Kerngeschäft als Broker.

Deutlich höhere Marketingausgaben, Personalkosten sinken trotz Aufstockung

Auch die Aussage, die sich auf den Nettoverlust von immerhin rund 14 Millionen Euro bezieht, deckt sich prinzipiell mit den Zahlen im Jahresabschluss. Tatsächlich stieg der Marketingaufwand um rund 56 Prozent auf fast 107 Millionen Euro. Auch die Beratungskosten legten von knapp 14 Millionen auf rund 22 Millionen Euro zu. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl (FTE) wuchs zwar von 486 auf 555. Jedoch interessant dabei: Der Personalaufwand ging trotz der Aufstockung leicht zurück, von 78,6 auf 75,1 Millionen Euro. Gestiegen ist hingegen der Aufwand für Mitarbeiterüberlassung, von 5,4 auf 8,1 Millionen Euro.

Dass man (wohl dennoch nicht ganz beabsichtigt) recht deutlich in die roten Zahlen rutschte, hängt aber auch mit Faktoren zusammen, die im offiziellen Bitpanda-Statement unerwähnt bleiben. Operativ blieb Bitpanda 2025 noch knapp im Plus: Der Betriebserfolg lag bei 4,1 Millionen Euro, nach 80 Millionen Euro im Vorjahr. Ins Minus drehte das Ergebnis erst durch das Finanzergebnis von minus 18,3 Millionen Euro. Dahinter stehen Abschreibungen auf Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von 14,4 Millionen Euro sowie ein Zinsaufwand von 4,9 Millionen Euro, nach nur 0,2 Millionen Euro im Jahr 2024. Zu Buche stehen außerdem teilweise gestiegene Handelsverluste und ein deutlich höheres Minus in der Intercompany-Verrechnung, das von 13 auf knapp 36 Millionen Euro anwuchs.

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