28.01.2021

deepLynx: Lazada-Co-Founder mit neuem Startup für Eintritt in den SO-Asiatischen Markt

Hans-Peter Ressel ist der Founder von Momentum Commerce und Co-Founder von Lazada, der größten e-Commerce-Plattform in Südost-Asien. Die letzten Prozent Anteile, die er gehalten hat, verkaufte er vor kurzem an Alibaba. Nun ist er mit deepLynx zurück und möchte heimischen und europäischen KMUs helfen im Südostasiatischen Markt Fuß zu fassen.
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deepLynx, e-Commerce, lazada, Alibaba, Amazon, Asien, Südostasien
(c) deepLynx - Das deepLynx-Team rund um Hans Peter Ressel re.) möchte ein Gateway zum südosasiatischen Markt für Startups und KMUs sein.

650 Millionen Konsumenten. 17 Sprachen. Eine Verdreifachung der e-Commerce-User seit 2015. Das alles und mehr ist der südostasiatische Markt, den kaum einer hierzulande besser kennt als Hans-Peter Ressel. Der Mit-Gründer von Lazada, das gerne als Amazon-Pendant von Südostasien bezeichnet wird, hat im Vorjahr seine letzten Anteile an den Giganten Alibaba verkauft. Und widmet sich jetzt mit deepLynx einer neuen Aufgabe: Europäische Unternehmen, Marken oder KMUs beim Eintritt in einen wachsenden Markt am Nachbarkontinent zu unterstützen.

Fragmentiert aber attraktiv

Südostasien (SEA) ist ein sehr attraktiver Markt für Verbraucher, auf den europäische Unternehmen über B2C-E-Commerce zugreifen können. Es gibt jedoch einige Herausforderungen, da die E-Commerce-Landschaft mit vielen unterschiedlichen Sprachen und Kulturen fragmentiert ist.

Komplexer Prozess

Mit den oben genannten Daten wundert es wenig, dass vielerorts Händler ein Auge auf diesen aufstrebenden Teil der Welt werfen und sich Fragen zur Lagerhaltung, digitalen Marketingstrategien oder etwa Kundenservice stellen. Für viele ist jedoch eine Eroberung eines neuen Marktes ein komplexer Prozess, bei dem der Ressourceneinsatz oftmals die Möglichkeiten übersteigt. Neben Mitteln, die man aufgreifen und anwenden muss, geht es explizit bei dem südostasiatischen Markt auch darum, ihn zu erfassen.

deepLynx: „Internet economy“ bei 90 Milliarden Euro

deepLynx versteht sich als „e-commerce-gateway“-Lösung, die im Konsumgüter-Bereich auftritt. Und mit Südostasien einen Markt bearbeitet, in dem das mittlere Einkommen steigt und die „internet economy“ in den letzten sechs Jahren von 27 auf 90 Milliarden Euro gewachsen ist. Auch die Nachfrage nach „gebrandeten“ Produkten erhöht sich immer mehr.

Lagerhaltung, Logistik und „Branding Solutions“

„Mit deepLynx helfen wir KMUs die online sind, auf Amazon oder etwa Shopify, ihren Produktkatalog für Südostasien zu synchronisieren und ihre Waren dort zu verkaufen“, erklärt Ressel. Es geht um Lagerhaltung, Logistik, „Branding Solutions“ und Transport zum Endkunden. Daneben sei es zudem wichtig, auch das Kundenverhalten zu verstehen. Daher stellt der Gründer seine gesammelten Daten und Know how aus seinem bisherigen Erfahrungsschatz europäischen KMUs zur Verfügung, damit diese entscheiden, welche Produkte sie wo anbieten. So die vereinfachte Kurzfassung von deepLynx.

Influencer und Live-Stream-Konzerte

Konkret geht es um mehr: In Asien spielt etwa der Begriff „Shoppertainment“ eine wichtige Rolle. Darin inbegriffen sind die Nutzung von Influencern, Livestreams von Konzerten auf den Shoppingportalen oder Flagshipstores der einzelnen Brands. Allgemein ist es ein fragmentierter Markt, der aus mehreren Ländern besteht: Darunter Malaysia, Singapur, Thailand, Vietnam oder die Philippinen, die zudem noch länderspezifisch aus verschiedenen Teilgruppen bestehen. Mit jetzt bereits einer riesigen Auswahlmöglichkeit an zu erwerbenden Artikeln.

Mit neuen Tools arbeiten

Auf Lazada, erzählt Ressel, gab es über 200 Millionen Produkte und über 80.000 gelistete Händler. „Da ist die Frage wichtig, wie setze ich mich durch?“, weiß der Gründer. „Unsere Plattform vereinfacht den Eintritt auf mehreren Online-Marktplätzen in Südostasien. Wir wollen all das Wissen weitergeben. Um effizient zu arbeiten, benötigt es ‚tools‘-Lösungen, die eigenen Mitarbeitern helfen, effizienter zu werden.

deepLynx mit Wien als Zentrum

Schlussendlich bleibt das Ziel von deepLynx Wien als Hub zu etablieren, von dem europäische Unternehmen aus den SEA-Markt und jenen des Nahen Ostens ins Auge fassen können. „Wien ist das Zentrum“, sagt Ressel. „Ich sehe in Europa und auch in Österreich großen Bedarf zu expandieren.“

Archiv: Hans-Peter Ressel über E-Commerce Strategien in Südostasien (Start ab Minute 3:40)

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Gruppenfoto von Georg Kopetz, CEO und Mitgründer von TTTECH und Eddie Myers, CEO TTTech Systems SE / (c) Nicky Webb
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Die Wiener High-Tech-Gruppe TTTech stellt sich neu auf. Mit Wirkung zum 1. Oktober 2026 gründet das Unternehmen die TTTech Systems SE, eine 100-prozentige Tochtergesellschaft, in der die Geschäftsfelder Luft- und Raumfahrt, Verteidigung und kritische Infrastruktur gebündelt werden. Zur kritischen Infrastruktur zählt TTTech etwa Anwendungen in der Energieerzeugung. Laut Aussendung wachsen diese Märkte gerade in Nordamerika und Europa stark.

Das Portfolio der neuen Gesellschaft umfasst Komponenten, Produkte und komplette Plattformlösungen für sicherheitsrelevante Anwendungen. Zum Einsatz kommen sie nach Unternehmensangaben in Kommunikations- und Avionikarchitekturen von Verkehrsflugzeugen, militärischen Luftfahrzeugen, Advanced-Air-Mobility-Plattformen, Satelliten, Raumfahrzeugen und Trägerraketen. Technologien und Produkte von TTTech kommen unter anderem in der europäischen Trägerrakete Ariane 6 und bei der NASA-Mondmission Artemis II zum Einsatz.

Nächster Schritt nach NXP-Deal und Invest-AG-Einstieg

TTTech ordnet die Gründung als weiteren Schritt seiner langfristigen Wachstumsstrategie ein. Anfang 2025 hatte die Gruppe ihre Anteile an der von ihr mitbegründeten TTTech Auto an NXP verkauft und sich danach stärker auf ihre Kerngeschäfte konzentriert. Erst im August stieg zudem die Linzer Invest AG mit 11 Prozent bei TTTech ein (brutkasten berichtete).

Das Unternehmen verweist auf die weltweit steigende Nachfrage nach sicheren, resilienten und zunehmend autonomen Technologien. Gleichzeitig würden technologische Souveränität, Versorgungssicherheit und digitale Resilienz an Bedeutung gewinnen.

„Europa braucht in Bereichen wie Raumfahrt, Verteidigung, kritischer Infrastruktur und industrieller Automatisierung starke Technologieunternehmen mit langfristiger Perspektive. Mit der TTTech Systems SE schaffen wir die Voraussetzungen, unsere Stärken gezielter einzusetzen und neue Wachstumschancen in internationalen Märkten zu nutzen“, wird Georg Kopetz, CEO und Mitgründer von TTTech, in der Aussendung zitiert.

Eddie Myers wird CEO

An der Spitze der TTTech Systems SE steht Eddie Myers. Er ist am 15. Juli zu TTTech gekommen und derzeit als CEO von TTTech North America tätig. Die Leitung der neuen Gesellschaft übernimmt er mit 1. Oktober zusätzlich. Myers soll laut Aussendung Branchenkenntnisse und Verbindungen in Nordamerika, einen Kernmarkt von TTTech, einbringen und die weltweite Marktpositionierung der Tochter vorantreiben.

Hauptsitz bleibt Wien

Sowohl TTTech als auch die TTTech Systems SE haben ihren Hauptsitz in Wien. Die Stadt soll auch künftig das Zentrum der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der Gruppe bleiben, ergänzt durch Engineering-Teams in Deutschland, Finnland, Serbien und Rumänien.

Für Kunden, Partner und Lieferanten ändert sich mit dem Übergang der Geschäftsbereiche laut TTTech nichts. Produkte, Dienstleistungen, laufende Projekte und Supportleistungen würden in gewohnter Form fortgeführt. Bestehende Verträge, Zertifizierungen und Geschäftsbeziehungen bleiben demnach gültig, ebenso die bisherigen Ansprechpartner und Prozesse.

„Gleichzeitig steht dieser Schritt für Kontinuität. Unsere Kunden und Partner können weiterhin auf die technologische Exzellenz und Verlässlichkeit vertrauen, für die TTTech seit Jahrzehnten steht“, so Kopetz.

Die TTTech Group beschäftigt nach eigenen Angaben mehr als 1.200 Mitarbeitende an zwölf Standorten in elf Ländern.

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