07.02.2023

Deep Assist: Microsoft startet Partnerschaft mit Wiener KI-Unternehmen

Das KI-Tool Deep Assist extrahiert für Callcenter-Mitarbeiter:innen Informationen aus Text und Audio. Nun wird es in Microsofts MS Market angeboten.
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Microsoft Deep Assist Deepsearch
(c) Microsoft

Dass das KI-Tool Deep Assist des 2010 gegründeten Wiener AI-Unternehmens Deepsearch international zu den besten seiner Art gehört, ist in der Tech-Welt bekannt. Vor einem Jahr listete das IT-Marktforschungs-Unternehmen Gartner die Sprachverarbeitungslösung unter die fünf weltweit besten Technologien im Bereich „Natural Language Technologies“ – der brutkasten berichtete. Die Lösung richtet sich an große und mittelständische Unternehmen und soll Callcenter-Agents und Helpdesk-Mitarbeiter:innen entlasten, indem sie gesprochene Sprache oder geschriebenen Text verarbeitet und relevante Informationen extrahiert. Nun ging Deepsearch eine Vertriebspartnerschaft mit Microsoft ein.

„Hunderttausende potenzielle Neukunden“ für Deep Assist gegen Exklusivität in der Microsoft-Cloud

Dazu holte Deepsearch mit Matthias Kemler einen erfahrenen IT-Consultant (u.a. Kapsch, Ricoh Austria, ACP IT Solutions und T-Systems) an Bord, der die Partnerschaft betreuen wird. „Microsoft führt Deepsearch in ihrem MS Market als ‚Independent Software Vendor‘ und demnach Deep Assist als eigenständiges, unabhängiges und fertigentwickeltes Produkt. Dadurch können wir über Microsoft monatlich hunderttausende potenzielle Neukunden erreichen“, erklärt Kemler. „Wir wiederum implementieren Deep Assist ausschließlich in Kombination mit Cloudservices von Microsoft“.

Deep Assist - Matthias Kemler ist für die Partnerschaft mit Microsoft verantwortlich
Matthias Kemler ist für die Partnerschaft mit Microsoft verantwortlich | (c) Deepsearch

„Als semantische künstliche Intelligenz bei großen Unternehmen noch bekannter machen“

Über die Partnerschaft mit Microsoft verspricht sich Deepsearch einen Push. „Deep Assist hat unglaublich viel Dynamik und ist sicher ein Vorreiter in Sachen KI. Ziel meiner Tätigkeit ist es, durch die Vertriebspartnerschaft Deep Assist als semantische künstliche Intelligenz bei großen Unternehmen noch bekannter zu machen und die optimale Einbettung in die Microsoft-Cloudstruktur aufzuzeigen“, so Kemler. „Das Produkt hat großes Potential und ich sehe es auch als meine Kernaufgabe, Partnerschaften mit großen IT-Playern auf Augenhöhe zu pushen“.

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Bei der Eröffnung des neuen Radiopharmaka-Labors in Seibersdorf | (c) Seibersdorf Labor GmbH/APA-Fotoservice/Krisztian Juhasz

Gerade in der Krebsbehandlung spielt Präzisionsmedizin eine immer größere Rolle, um den massiven Nebenwirkungen gängiger Therapien zu begegnen. Hier wiederum sind Radiopharmazeutika, also Arzneimittel mit radioaktiven Bestandteilen, für einige Diagnose- und Therapieansätze essenziell. Sie binden an bestimmte Strukturen von Tumoren, wodurch Tumorherde sichtbar gemacht und gezielt behandelt werden können, etwa bei Prostatakrebs. Im niederösterreichischen Seibersdorf wurde nun ein neues Labor eröffnet, das diese Medikamente entwickelt und herstellt.

„Weltweit steigende Nachfrage bedienen“

Hinter dem Labor steht mit Seibersdorf Laboratories eine Einhundert-Prozent-Tochter des AIT Austrian Institute of Technology. 17 Millionen Euro wurden in die Einrichtung investiert, die nun zu den größten ihrer Art in Europa zählt. Der operative Produktionsbetrieb im neuen Gebäude ist ab 2028 vorgesehen. Bereits jetzt werden vor Ort Radiopharmazeutika hergestellt. Kunden sind Kliniken und Pharmaunternehmen. Mit dem größeren Labor soll die Versorgung für Österreich und darüber hinaus sichergestellt werden.

„Das neue Radiopharmaka-Labor ist entscheidend, um unsere Kapazitäten zu erweitern, die weltweit steigende Nachfrage zu bedienen und die Versorgung von Patient:innen auf höchstem Niveau zu sichern“, kommentiert Markus Neumann, Geschäftsführer Seibersdorf Laboratories. Und AIT-Geschäftsführer Alexander Svejkovsky erklärt: „Unser Tochterunternehmen Seibersdorf Laboratories kooperiert seit langer Zeit sehr erfolgreich mit Unternehmen aus Industrie, Pharma, Forschung und öffentlicher Verwaltung. Durch die Investition in das neue Labor- und Produktionsgebäude können wir diese erfolgreiche Zusammenarbeit weiter ausbauen. So ermöglichen wir unseren Partner:innen den Einstieg in ein großes Zukunftsfeld und einen zukünftigen Wachstumsmarkt.“

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