23.07.2019

GameChanger und DaVinciLab Sommercamps: Tech-Kids erobern WeXelerate

Am 15. Juli starteten die GameChanger und DaVinciLab Sommercamps im WeXelerate. Digitale Bildung und analoge Bewegung für Kinder und Jugendliche stehen dabei im Fokus. Nach der ersten Woche öffnete der Innovationshub seine Pforten, gewährte einen Blick hinter die Kulissen und zeigte, inwieweit Kinder mit Digitalisierung umgehen können, wenn man sie lässt.
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(c) Nikolic - In den Sommercamps von DaVinciLab stehen Digitales und Bewegung im Mittelpunkt.

„Nur rund 20 Prozent der zehn bis 15-Jährigen bewegen sich die nötigen 30 Minuten am Tag“, sagt Anna Gawin, Gründerin und Geschäftsführerin von DaVinciLab. WeXelerate Geschäftsführer Awi Lifshitz stimmt ein und ergänzt, dass heutzutage noch immer zu wenig für Kinder im Bereich Coding getan werde. Zwei Aussagen von zwei Personen, die vom 15. Juli bis zum 30. August diese gefühlte Dichotomie von Bewegung und Digitalisierung aufheben und zusammenführen. Mit dem Ziel, die soziale und digitale Komponente bei Kindern zu fördern.

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Zwei Camps für verschiedene Altersgruppen

Dies geschieht in zwei Camps, die digitale Bildung und analoge Bewegung für Kinder und Jugendliche kreativ miteinander verbinden. Das GameChanger Camp – eine Idee von DaVinciLab und motion4kids – ist ein Bootcamp für programmierfreudige und sportbegeisterte Kids ab 13 Jahren Jahren. Darin wird kollaborativ an der Entwicklung konkreter Lösungsansätze und Prototypen gearbeitet. Es kommen aktuellste Technologien und Arbeitsmethoden zum Einsatz, wie 3D-Druck, Robotik, Game & App Design, Design Thinking, Scrum oder Rapid Prototyping.

Im App Design Camp (DaVinciLab) programmieren und designen Kinder (bis zwölf Jahre) Apps und Erklärvideos. Dabei kommen sie mit Begriffen wie Usabiltiy, Design und Storytelling in Kontakt. Storyboards, Videoproduktion und das Erfinden des eigenen Computerspiels stehen ebenso auf dem Programm wie das Lösen von kniffligen Aufgaben und das Programmieren von Robotern.

Die App-Ideen der Kinder

Bereits nach der ersten Woche konnten beim Blick hinter die Kulissen im WeXelerate die teilnehmenden Kleinen mit beeindruckenden Ideen aufwarten und zeigen, welche Projekte sie umsetzen würden: Patrick, Lorenz und Erik etwa haben bei den GameChangern den „Co2-Routenplaner“-Prototypen vorgestellt. Diese App soll Stadtbewohner dabei unterstützen, ihren täglichen CO2-Verbrauch zu reduzieren (inklusive Co2-Ersparnis-Anzeige) und sie dazu animieren, mehr zu Fuß zu gehen. Fit Compit von Mavi und Ben soll hingegen unsportlichen Menschen helfen, ihre täglichen Bewegungsziele zu erreichen. Belohnungen wie digitale Sticker, wenn man diverse Sehenswürdigkeiten in einer Stadt besucht, sowie eine „Friendslist“ und ein Schrittzähler zählen zu den Funktionen dieser App.

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(c) Nikolic – Die „Hilf der Umwelt App“ war eine der Ideen der Sommercamp-Teilnehmer im WeXelerate.

Apps und Roboter beim DavinciLab

Bei den noch jüngeren Kindern im DaVinciLab stand die Umwelt im Fokus. Die beiden zehnjährigen Mädchen Naomi und Vivien haben mit „Hilf der Umwelt“ eine App entwickelt, die einen Tagesplaner für umweltbewusstes Leben darstellt. Das Erreichen von Wochenzielen – wie etwas jeden Tag zwei Stück Plastik aufzusammeln – soll ihren Vorstellungen nach mit Preisen und Gutscheinen von Partnerfirmen belohnt werden.

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Im DaVinciLab haben auch Raphael (7) und die beiden neunjährigen Mädchen Elisabeth und Lana sich einem für Kinder wichtigen Thema gewidmet: Dem Auffinden verlorener Dinge, wie etwa Spielzeug. Ihr Roboter in Form einer Gottesanbeterin mit Klauen, der Dinge vom Boden aufheben sollen, lässt sich mittels iPad steuern. Shirin (10) und Caroline (11) haben indes mit „Only one World“ eine App entwickelt, die umweltschonende Errungenschaften mit Punkten belohnt, die dann in Sachpreise bei potentiellen Partnern umgetauscht werden sollen.

The Next Generation

Dies sind nur ein paar Beispiele aus den beiden Camps, die zeigen, welche Fähigkeiten und Gedankengänge Kinder haben. Ihre Ideen für die Entwicklung neuer Apps spiegeln nicht nur die Themen wieder, die sie bewegen, sondern laufen auf einen Punkt hinaus, den Nina Kaiser, Co-Founderin des 4GameChangers Festivals, präzisiert.

„Gerade in unseren schnelllebigen Zeiten der digitalen Transformation ist es so wichtig, dass wir unsere ’next generation‘ so früh wie möglich mit den Themen Technik, Wissenschaft & Digitalisierung vertraut machen. Hierzu bedarf es innovativer Ansätze wie die GameChanger Camps, die aus Kindern wahre GameChangers machen“, sagt sie. Und Gawin ergänzt: „Kinder können mehr als man ihnen zutraut“.

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(c) Jacqueline Godany/DaVinciLab – (v.l.n.r) Awi Lifshitz, Geschäftsführer WeXelerate; Nina Kaiser, Geschäftsleitung 4GameChangers; Helmut Löschenberger, motion4kids; Anna Gawin, Gründerin DaVinciLab,Conny Wilczynski, Geschäftsführer Sportbox; Michael Kollenprat, Accenture.

Digitale Welten und Sport

Damit bei der ganzen Technikaffinität der Camps auch die Bewegung nicht zu kurz kommt, stehen als Förderer und Partner motion4kids und Sportbox an der Seite des DaVinciLab und von GameChangers: „Im Zeitalter der Digitalisierung spielt die Bewegung von jungen Menschen eine sehr große Rolle. Mit den GameChanger Camps wollen wir die digitale Welt mit den Bereichen Sport, Ernährung und mentale Fitness bestmöglich kombinieren. Wir freuen uns, dass wir mit dem Konzept der Sportbox einen Teil zum „gamechanging“ beitragen können“, sagt Conny Wilczynski, Geschäftsführer Sportbox. Weitere Partner sind Accenture, die das Konzept mitentwickelt haben und Microsoft Österreich, die neueste Geräte zur Verfügung stellen.

Bildung und Bewegung

„IT- und Medienkompetenz sind heute die wichtigsten Faktoren für das Lernen und die Teilhabe an der modernen Gesellschaft. In unseren Kursen und Feriencamps lernen die Kinder auch den kritischen und bewussten Umgang mit Medien und Mediengestaltung. Sie erfahren, wie sie Probleme lösen können und trauen sich, Neues auszuprobieren“, sagt Gawin abschließend, während Helmut Löschenberger von motion4kids die heutigen und zukünftigen Zeiten für die nächste Generation in fünf Worten treffend zusammenfasst: „Bildung und Bewegung gehören zusammen“.

Archiv: Das DaVinciLab und die Begeisterung für Technologien in Kinderschuhen


⇒ Offene Plätze im App Design Camp

⇒ Offene Plätze im GameChanger Camp

⇒ DaVinci Lab

⇒ motion4kids

⇒ 4GameChangers

⇒ Sportbox

⇒ Accenture

⇒ Microsoft Österreich

⇒ WeXelerate

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Vl. A1-CCO Martin Resel und IBM-Österreich-Chef Marco Porak | © A1/APA/Hörmandinger
Vl. A1-CCO Martin Resel und IBM-Österreich-Chef Marco Porak | © A1/APA/Hörmandinger

Dass für Unternehmen kein Weg mehr an Agentic AI vorbeiführt, ist mittlerweile ein Gemeinplatz. Dass eine sichere und konforme Umsetzung davon nicht so einfach ist, ebenfalls. „Für KI im Unternehmenskontext gelten andere Spielregeln als im privaten Bereich. Ich spreche hier besonders von souveräner KI“, sagt Marco Porak, Generaldirektor von IBM Österreich, bei einem gemeinsamen Pressetermin mit A1 und dessen Cloud-Tochter Exoscale. Mit einer gemeinsamen Plattform, die IBM watsonx auf A1 Exoscale bringt, will man Unternehmenskunden gemeinsam eine sichere und digital souveräne Lösung bieten.

„Wir sind Teil der kritischen Infrastruktur“

Denn Schatten-KI, also die Nutzung privater bzw. vom Unternehmen nicht genehmigter KI-Anwendungen durch Mitarbeiter:innen, sei ein echtes Sicherheitsrisiko, betont Martin Resel, stv. Vorstandsvorsitzender von A1 und CCO Enterprise. „Unternehmen können es sich nicht leisten, KI nicht zu nutzen. Da geht es um Wettbewerbsfähigkeit. Alles muss effizienter werden, etwa auch in der Verwaltung. Wenn man dann aber Daten global findet, die eigentlich nicht global gespeichert werden sollten, ist das ein Problem“, sagt Resel.

Für viele A1-Unternehmenskunden und auch für A1 selbst sei das besonders relevant. „Wir sind Teil der kritischen Infrastruktur. Viele hochsensible Daten laufen auf unseren Netzen. Wir haben nicht nur Unternehmen aller Größen als Kunden, sondern zum Beispiel auch Ministerien“, sagt der A1-CCO. Gerade in der aktuellen geopolitischen Situation müssten sich Österreich und ganz Europa daher souverän aufstellen.

Orchestrierte KI-Agenten mit klaren Regeln und voller Transparenz

Und wie macht das die gemeinsame Plattform? „Ich bin mir bewusst, dass ich Repräsentant eines amerikanischen Unternehmens bin“, räumt Marco Porak ein. IBM habe aber nach nicht weniger als 98 Jahren am österreichischen Markt ein anderes Standing, als etwa die US-Hyperscaler. Warum? „IBM hat seit jeher das Prinzip, dass Kundendaten Kundendaten sind und die Architektur vom Kunden bestimmt wird“, so Porak. Und: „Globale Innovation und lokale Kontrolle widersprechen einander nicht.“ Genau so sei es auch bei watsonx. Kunden können dort entscheiden, welche KI-Modelle genutzt werden und wo die Daten liegen. Die Bandbreite geht dabei von lokal gehosteten On-Premise-Lösungen über europäische bzw. Open-Source-Modelle auf europäischen Servern bis zu Frontier-Modellen in Datencentern der US-Hyperscaler.

Konkret greift das System auf eine Vielzahl an Large Language Models (LLMs) und Agentic-Modelle zurück und orchestriert KI-Agenten, um Tasks zu erfüllen. Die dazugehörige Governance-Plattform ermöglicht nicht nur das Festlegen der Regeln dafür, sondern bietet auch jederzeit komplette Transparenz, um jeden Arbeitsschritt und die dafür genutzten Modelle nachvollziehen zu können. Für Martin Resel ist dabei ebenfalls klar: „Dass alles, was aus Asien oder Amerika kommt böse ist, sehen wir nicht so. Wichtig ist die Wahlfreiheit.“ Die Plattform sei daher offen für sämtliche Modelle.

„Wir folgen einer sehr strikten Datenklassifizierung – selber und auch für unsere Kunden“

Je nach Usecase und dem damit verbundenen Sicherheits-Level der Daten seien unterschiedliche LLMs und Speicherorte sinnvoll. „Wir folgen einer sehr strikten Datenklassifizierung – selber und auch für unsere Kunden“, sagt Resel. Nach dieser erfolge die Entscheidung, welche Modelle genutzt werden können. Gleichzeitig optimiere die Plattform durch die passende Modell-Auswahl auch den Token-Verbrauch. „Das kann sonst bekanntlich schnell teuer werden“, sagt der A1-CCO.

A1 bietet seinen Enterprise-Kunden nicht nur Zugang zur Plattform, sondern auch begleitende Services, um diese aufzusetzen. Mit den europäischen Datencentern der Tochter Exoscale kommt noch das Angebot der souveränen Cloud im eigenen Land hinzu.

Wie watsonx für A1 und seine Kunden konkret funktioniert, zeigt Exoscale-KI-Experte Christos Kapodistrias beim Pressetermin vor. In seinem Beispiel arbeiteten nicht weniger als 14 KI-Agenten orchestriert zusammen, um eine optimale Vorbereitung auf ein Kundengespräch zu erstellen. „Diesen Usecase nutzen wir auch selber“, erklärt der Experte und zeigt die verschiedenen Sicherheits- und Kontrollmechanismen ebenso wie die Nachvollziehbarkeit über die Governance-Plattform. Marco Porak merkt dazu an: „Man sieht, es gibt mehrere Checkpoints im Prozess, der ‚Human in the Loop‘ bleibt erhalten.“ Denn es gehe eben darum, Menschen bei ihrer Arbeit zu unterstützen.

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