09.11.2020

daskuvert.at: Post startet Online-Shopping-Vergleichsportal

Seit dem 6. November ist das Vergleichsportal "daskuvert.at" von der Österreichischen Post AG online - mit mehr als 50 Millionen Online-Angeboten.
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daskuvert.at, Anita Edlinger, Digital, das Kuvert, Vergleichsportal, vergleichen
(c) Post AG - Anita Edlinger, verantwortlich für "Das Kuvert" der Post stellt das neue Online-Portal daskuvert.at vor.

„Das Kuvert“ zählt mit einer Reichweite von 44 Prozent zu den größten Werbemedien Österreichs. Der Umschlag mit Werbeprospekten geht zweimal pro Woche an rund 2,8 Millionen Personen. Mit Anfang November startete die Post mit „daskuvert.at“ zusätzlich ein „smartes Vergleichsportal für Online-Shopping“ bzw. Online-Werbeportal. User können dort die Preise von mehr als 50 Millionen Artikeln online vergleichen.

daskuvert.at: Werbe-Portal Garant für „leistbares Leben“?

In einer Aussendung bringt man geradezu idealisitsche Gründe für den Launch des neuen Werbeportals vor: „Unsere Maxime ist, ein leistbares Leben für jeden Haushalt“, so Anita Edlinger, verantwortlich für „Das Kuvert“ bei der Österreichischen Post: „Mit ‚daskuvert.at‘ bieten wir daher ein neues Vergleichsportal, auf dem unsere Kundinnen und Kunden online garantiert den günstigsten Preis finden.“

(c) Post AG – Die Post möchte mit dem Portal Endkunden gezielter ansprechen.

Verschiedene Funktionen

Dabei greift das Onlineportal auf verschiedene Funktionen zurück, wie es laut Aussendung heißt:

  • Information: Wer sich noch für kein konkretes Produkt entschieden hat, findet in der Produktkategorie-Suche eine große Übersicht über etwa Laptops oder Kaffeemaschinen im Produkt- und Preisvergleich.
  • Mit dem Preisvergleich-Feature auf „daskuvert.at“ sollen User das günstigste Angebot finden.
  • Schnäppchenjagd durch „Deals“: Kurzentschlossene finden darüber hinaus Vorschläge für schnelle Deals zu ihren Suchbegriffen, etwa Aktionen oder Extra-Rabatte auf Produkte im Sale.
  • Inspiration durch „Stories“: Wenn Kunden ein passendes Geschenk, einen neuen Duft oder einen neuen Helfer in der Küche suchen, können sie unter „Stories“ in Zukunft auch Vorschläge in redaktioneller Form rund um den Suchbegriff finden; angereichert mit Angeboten aus dem Preisvergleich.

daskuvert.at als „Meilenstein in Sachen Digitalisierung“

Walter Oblin, Vorstand Brief & Finanzen der Österreichischen Post AG, sieht bei „Das Kuvert“ einen „weiteren wichtigen Meilenstein in Richtung Digitalisierung“, wie er sagt: „Wir arbeiten an verschiedensten neuen digitalen Werbekanälen sowohl für Businesskunden als auch direkt für die Endkunden. Für uns steht immer der Kundennutzen im Vordergrund. Das digitale Kuvert ergänzt ideal andere digitale Lösungen, wie zum Beispiel unseren Aktionsfinder mit mehr als 250.000 Usern. Davon profitieren nicht nur Endkunden sondern der gesamte österreichische Handel, der auf effiziente Werbelösungen aus österreichischer Hand zugreifen kann“, so Walter Oblin. Für die kommenden Monate kündigt er weitere Innovationen an, die österreichischen Unternehmen helfen sollen, Endkunden immer einfacher und zielgerichteter anzusprechen.

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Cyber-Attacken, Cybersecurity, KI-Scam
© KPMG/Eva Kelety - (v.l.) Andreas Tomek, Michael Höllerer und Robert Lamprecht.

Cyberangriffe auf heimische Unternehmen sind in den vergangenen zwölf Monaten – auch wenn diese bereits auf hohem Niveau waren – noch einmal mehr geworden. 25 Prozent der Befragten in einer aktuellen KPMG-Studie sagen, dass Cyberangriffe auf ihr Unternehmen stark bzw. eher zugenommen haben. Jeder achte registrierte Cyberangriff war dabei erfolgreich und überwand die Sicherheitsbarrieren der Unternehmen. Der Trend, der sich abzeichnet: Cyberangriffe werden effizienter, nicht harmloser. Heute dominieren unauffällige und mit KI strategisch orchestrierte Angriffe das Bild.

Diese Erkenntnisse aus der KPMG-Studie lassen sich mit einem konkreten Beispiel der jüngsten Vergangenheit gut belegen und zeigen, wie gefährlich Unachtsamkeit in so einem Fall sein kann.

Niederösterreichisches Startup als jüngstes Beispiel

Letzte Woche wurde – wie brutkasten berichtete – das NÖ-Kindermöbel-Startup poptop Opfer eines KI-Scams. Und überwies 41.000 Euro an eine dubiose US-Firma. Dabei wurden interne Zahlungsfreigaben per KI-generierter Mail täuschend echt imitiert. Man konnte den überwiesenen Betrag mithilfe der Bank zurückbekommen.

Doch KI- und Cyberangriffe kommen nicht nur über E-Mail, wie die Untersuchung weiter ausweist.

Die Top-Angriffsarten sind in diesem Jahr Malware über E-Mail-Anhänge (von 78 Prozent der Unternehmen berichtet), (Spear-)Phishing über Links (69 Prozent), die Ausnutzung von Hardware-/Software-Schwachstellen (58 Prozent), Business-E-Mail-Compromise, also CEO-/CFO-Fraud (57 Prozent), sowie Scam-Anrufe (52 Prozent).

Abgenommen haben im Vergleich zum Vorjahr Denial-of-Service-Attacken, Scam-Anrufe und (Spear-)Phishing-Angriffe. Gestiegen sind unter anderem die Umgehung der Multifaktor-Authentifizierung (MFA) sowie Angriffe gegen Industriesteuerungsanlagen (OT).

Neu hinzugekommen ist das Ausnutzen von Hardware-/Software-Schwachstellen, was verdeutlicht, dass KI die Art der Angriffe in den letzten zwölf Monaten wesentlich verändert hat.

  • Die Hälfte aller Angriffe (50 Prozent) lässt sich auf organisierte Kriminalität zurückführen.
  • Jeder zehnte Angriff wird von staatlich unterstützten Akteuren ausgeführt.
  • Jedes vierte von Ransomware betroffene Unternehmen gibt an, die Lösegeldforderungen bezahlt zu haben.
  • In 40 Prozent der Angriffsfälle war ineffektives Patch-Management das Einfallstor.

Künstliche Intelligenz verändert die Spielregeln

„Wir stehen mit KI an einem Wendepunkt und bewegen uns weg von einer Welt, die auf klaren Regeln, bekannten Mustern und nachvollziehbaren Reaktionen basiert, hin zu Systemen, die Entscheidungen zunehmend autonom treffen und die wir nicht immer vollständig nachvollziehen können. Die zentrale Frage ist daher nicht nur, ob KI eingesetzt wird, sondern ob sie steuerbar bleibt“, beschreibt KPMG-Partner und Studienautor Robert Lamprecht die aktuelle Lage.

Besonders kritisch sei zudem die Verkürzung der Zeitspanne zwischen dem Auffinden von Schwachstellen und deren Ausnutzung durch die Angreifer. Was früher Tage oder Wochen gedauert hat, kann heute in wenigen Stunden passieren. Gleichzeitig herrsche in Unternehmen eine spürbare Skepsis, ob KI tatsächlich zur Verbesserung der Cybersicherheit beiträgt (nur 33 Prozent Zustimmung), da die Vorteile aktuell stärker aufseiten der Cyberkriminellen gesehen werden.

  • Für jedes zweite befragte Unternehmen (50 Prozent) stellen KI-unterstützte Cyberangriffe die größte Herausforderung dar.
  • 47 Prozent geben an, dass bei Cyberangriffen gegen ihr Unternehmen verstärkt KI eingesetzt wird. 28 Prozent haben sich mit dem Einsatz von KI zur Verbesserung der eigenen Cybersicherheit beschäftigt.
  • Bei 61 Prozent führten Anwender:innenfehler bei der Nutzung von KI zu Cybersicherheits- und Datenschutzvorfällen sowie Know-how-Abfluss.

Laut der, zum elften Mal in Folge veröffentlichten, Studie bringen zudem KI-Systeme und zunehmende Vernetzung Unternehmen unter Druck, da Kontrolle und Überblick über komplexe Abhängigkeiten schwinden. Besonders die Lieferkette gilt als kritisches Einfallstor: Angreifer nutzen gezielt schwache Glieder im IT-Ökosystem, wodurch ganze vernetzte Strukturen gefährdet werden.

So waren bei 39 Prozent der Unternehmen die eigenen Dienstleister oder Lieferanten innerhalb der letzten zwölf Monate Opfer eines Cyberangriffs; bei weiteren 14 Prozent gab es zumindest einen entsprechenden Verdacht. Derartige Vorfälle bleiben oft nicht ohne direkte Konsequenzen für die Auftraggeber: Mehr als jedes fünfte Unternehmen (22 Prozent) berichtet, dass ein Vorfall bei einem Dienstleister oder Lieferanten in der Folge auch zu einem Angriff auf das eigene Haus geführt hat. Dementsprechend groß ist die Verunsicherung hinsichtlich der IT-Sicherheit in der Lieferkette. 31 Prozent der Betriebe treibt die Sorge um, dass ihre Zulieferer nicht dieselben hohen Sicherheitsstandards einhalten wie sie selbst und dadurch zu einem gefährlichen Einfallstor für Angreifer werden.

„Es geht nicht darum, Lieferanten als Risiko zu sehen. Entscheidend ist die Erkenntnis, dass unsere Vernetzung unsere größte Stärke und gleichzeitig unsere größte Verwundbarkeit ist“, betont KPMG-Partner Andreas Tomek.

Digitale Souveränität als Antwort auf Cyber-Attacken

Digitale Souveränität – so der Bericht weiter – sei ein Eckpfeiler wirksamer Cybersicherheit: Nur wer Kontrolle über Daten und Infrastruktur behalte, könne Abhängigkeiten reduzieren und im Ernstfall handlungsfähig bleiben. Laut Studie sind jedoch 70 Prozent der Unternehmen stark von digitalen Technologien aus dem Ausland abhängig, 69 Prozent beziehen Cybersicherheitsanwendungen von dort – und mehr als die Hälfte könnte im Ernstfall nicht länger als drei Monate ohne diese auskommen.

Außerdem ende Cybersicherheit nicht bei technischen Schutzmaßnahmen: Fallen Cloud-Lösungen oder Plattformen plötzlich aus, geraten Unternehmen schnell in reale Existenzprobleme. Andreas Tomek dazu: „Für digitale Souveränität ist es notwendig, dass Unternehmen ihre strategische Ausrichtung neu denken und Abhängigkeiten klar identifizieren und analysieren.“

Staat doch gefragt

All dies sowie steigende Komplexität und Dynamik der Bedrohungslage führen den Autoren zufolge zu einer zentralen Erkenntnis: Cybersicherheit sei nicht länger ein optionales Investitionsthema, sondern eine Voraussetzung für stabile Geschäftsmodelle in einer digitalisierten Wirtschaft.

Unternehmen sehen hierbei den Staat zunehmend als aktiven Partner in Sachen Cybersicherheit: „Wir brauchen nicht nur das Miteinander von Unternehmen, Behörden sowie Forschungs- und Technologieeinrichtungen auf nationaler Ebene: Vielmehr braucht es eine gemeinsame europäische Kraftanstrengung in einem geopolitisch volatilen Umfeld, um die digitale Sicherheit von Unternehmen zu unterstützen“, sagt Michael Höllerer, Präsident des KSÖ (Kompetenz­zentrum Sicheres Österreich) und aktuell noch Generaldirektor von Raiffeisen NÖ-Wien.

„Eine Welt, in der wir den Angreifern gezeigt haben, wie schnell verwundbar wir sind“

Und Robert Lamprecht ergänzt: „Es ist eine Welt, in der wir den Angreifern gezeigt haben, wie schnell wir heute verwundbar sind. Im Wettlauf gegen die Cyberkriminellen sind wir um viele Plätze zurückgefallen, und das Momentum liegt eindeutig auf der Seite der Angreifer. Angriffe werden dort erfolgreicher, wo Verteidigung zu spät, zu langsam oder zu bequem ist. Das ist kein Grund für Alarmismus, aber ein guter Grund für Cybersecurity. Wer hier noch auf Zeit spielt, wird irgendwann überholt. Nicht die Bedrohung ist neu. Neu ist nur die Geschwindigkeit. Die entscheidende Frage für Unternehmen lautet heute nicht mehr, ob sie in Cybersicherheit investieren sollen, sondern ob sie es sich leisten können, es nicht zu tun.“

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AI Summaries

daskuvert.at: Post startet Online-Shopping-Vergleichsportal

  • „Das Kuvert“ zählt mit einer Reichweite von 44 Prozent zu einem der beliebtesten Werbemedien Österreichs und gilt zweimal pro Woche als ein Fixpunkt für rund 2,8 Millionen Leser.
  • Mit Anfang November startete die Post mit „daskuvert.at“ zusätzlich ein smartes Vergleichsportal für Online-Shopping.
  • User können dort die Preise von mehr als 50 Millionen Artikeln online vergleichen.
  • „Unsere Maxime ist: Ein leistbares Leben für jeden Haushalt“, sagt Anita Edlinger, verantwortlich für „Das Kuvert“ bei der Österreichischen Post: „Mit ,daskuvert.at‘ bieten wir daher ein neues Vergleichsportal, auf dem unsere Kundinnen und Kunden online garantiert den günstigsten Preis finden.“

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Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

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