08.04.2026
RETRO

Das Merch: Linzer Startup bringt historische Trikots für Firmen-Sponsoring

Kurz vor dem Anpfiff der Fußball-WM holt das Linzer Startup Das Merch ikonische Länder-Trikots zurück und macht sie als Sponsoring-Alternative für den Mittelstand zugänglich. Dafür ging das Unternehmen eine Kooperation mit dem portugiesischen Hersteller Lacatoni ein.
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(c) Das Merch.

Das Linzer Startup Das Merch präsentiert kurz vor dem Anpfiff des größten Fußball-Events des Jahres eine neue Trikot-Kollektion, die das erste offizielle EU-Trikot mit ikonischen Retro-Designs verbindet. Unter dem Slogan „United in Merch. Divided in 90 Minutes.“ zielt das Unternehmen laut Gründer und CEO Klaus Buchroithner darauf ab, das Prinzip des Trikot-Sponsorings für den Mittelstand neu zu definieren.

Fokus auf europäische Fertigung

Kernstück der Kampagne ist ein neu entwickeltes EU-Trikot. Es soll laut Buchroithner in einer geopolitisch instabilen Zeit als „Zeichen für den Zusammenhalt fungieren und all jene ansprechen, deren Business grenzenlos europäisch denkt“. Die Produktion erfolgt in der EU (Portugal). Um den Sprung in den Sportswear-Sektor zu vollziehen, wurde eine Partnerschaft mit dem portugiesischen Teamwear-Hersteller Lacatoni geschlossen.

Das Merch möchte neue Form des Sponsorings ermöglichen

Ein zentraler Aspekt der Strategie ist ein neuer Ansatz für das Sportsponsoring. Während die offizielle Markenpräsenz bei Weltmeisterschaften bisher ein Privileg von Großkonzernen war, möchte Das Merch diese Bühne nun für kleinere Akteure öffnen. Das Konzept: Unternehmen kaufen die fertigen EU- oder Retro-Trikots ab einer Mindestmenge von 20 Stück und lassen diese mit dem eigenen Firmenlogo veredeln.

„Wir geben dem KMU aus Linz oder dem Tech-Startup aus Berlin die Möglichkeit, ihre Marke beim Public Viewing professionell zu inszenieren – in einer Qualität, die man sonst nur von den großen Herstellern gewohnt ist“, so Buchroithner.

Auf diese Weise fungieren Mitarbeiter, Partner oder Kunden beim Public Viewing als Werbeträger für das jeweilige Unternehmen. KMU können laut Buchroithner so die emotionale Aufladung der WM für die eigene Sichtbarkeit im lokalen Umfeld nutzen, ohne Millionenbeträge an Sportverbände zahlen zu müssen. Neben dem EU-Design umfasst die Kollektion auch Retro-Interpretationen – von Córdoba (Österreich) bis zu den Weltmeister-Jahren 1990 und 2014 (Deutschland).

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V.l.n.r. LH Stv. Stephan Pernkopf, COO Gate Space Johannes Pammer, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, ESA-Generaldirektor Josef Aschbacher | © NLK Filzwieser

Die Zukunft des ESA-Phi-Lab Austria ist bis 2031 sicher. Das Land Niederösterreich und die ESA (über den Bund) finanzieren den Space Hub in Schwechat mit 4,4 bzw. 5,2 Millionen Euro, wie bei den Austrian Space Days bekanntgegeben wurde. Somit können weitere Unternehmen gefördert werden. Ziel für die Förderperiode ab 2028 ist, neuartige Raumfahrttechnologien schneller vom Prototyp in die industrielle Produktion zu bringen.

Unabhängigkeit und Wertschöpfung

Aufgrund der geopolitischen Lage sei es zentral, mit der „Konkurrenz aus den USA und Asien mithalten zu können“, sagt Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner. Sie präzisiert: „Wenn wir die Schlüsseltechnologien nicht in der Hand haben, dann steigt unsere Abhängigkeit sowohl politisch, aber vor allem auch wirtschaftlich. Was das heißt, haben wir in den letzten Jahren hautnah zu spüren bekommen.“

Außerdem sieht sie eine Chance für den Wirtschaftsstandort Österreich: „Wir erwarten uns neue Jobs, neue Unternehmen und dadurch auch neue Wertschöpfung, aber vor allem auch Wohlstand in der Zukunft.“ Während andere Branchen laut Mikl-Leitner wegen der wirtschaftlichen Lage verloren gingen, habe die Raumfahrt Potential. „Es gibt in der Raumfahrt ein Wachstum von zehn Prozent pro Jahr. Raumfahrttechnologie und auch Bahntechnologie sind die am schnellsten wachsenden Bereiche weltweit und da wollen wir natürlich auch mit dabei sein.“

LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf betont: „Die Verlängerung des ESA-Phi-Lab ist wichtig, um zu zeigen, dass wir auch in angespannten Budgetzeiten in Zukunftstechnologien investieren.“

Vier Ausschreibungen, mehr als 150 Einreichungen

Seit seiner Einführung im Jahr 2024 gab es vier Ausschreibungsrunden, in denen insgesamt über 150 Projekte eingereicht wurden. Einreichungen seien weiterhin laufend möglich. Die Förderung betrage zwischen 200.000 und 500.000 Euro die Projekte würden 12 bis 24 Monate begleitet werden. Der Schwerpunkt liege auf Upstream-Technologien, also der Hard- und Software für Satelliten und Raumfahrzeuge und ihren Betrieb. Das Programm verbindet die Finanzierung mit Unterstützung u. a. bei Geschäftsmodellen, Marktanalyse und Skalierung.

Im ESA Phi-Lab Austria werden aktuell 13 Projekte umgesetzt. Dabei sind Firmen wie Peak Technology, R-Space oder auch Gate Space beteiligt. Letztere designte einen Satelliten, der im Februar nächsten Jahres von SpaceX in den Orbit geschossen werden soll. Der Beaconsat ist Österreichs erster Militärsatellit und soll Angriffe auf Navigationssignale sichtbar machen.

Der Beatconsat (Bildmitte) wurde von Gate Space im Auftrag des Verteidigungsministeriums entwickelt. | © brutkasten

Auf Space Factory folgt Ausbau von Space Hub

Im Sommer dieses Jahres wurde die Space Factory, eine Infrastruktur für Prototyping und Tests, gegründet (brutkasten berichtete). Nun folgt der Ausbau des Space Hubs, um Platz für mehr Firmen zu schaffen. Aktuell sind dort zehn Unternehmen tätig. „Als österreichischer Generaldirektor bin ich wirklich sehr beeindruckt, wie dynamisch die Szene hier ist, wie schnell sich das aufbaut und wie vorwärtsschauend die Region Niederösterreich, aber Österreich insgesamt ist. Die Industrie ist aufgewacht und sehr aktiv. Das rennt jetzt“, sagt ESA-Generaldirektor Josef Aschbacher.

Space Region Lower Austria

In Niederösterreich möchte man „Raumfahrt weiterdenken“ und arbeitet daher an der Initiative „Space Region Lower Austria“. Von Seibersdorf über Wiener Neustadt bis zum Flughafen Wien-Schwechat sollen Forschungseinrichtungen und Unternehmen besser vernetzt werden und unter einer Dachmarke auftreten. „Wir stehen für Raumfahrttechnologie, wir wollen im internationalen Wettbewerb auch mitspielen können. Wir wollen uns von den USA und letztendlich auch von Asien abheben können“, sagt Mikl-Leitner.

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