28.01.2021

DARWIN’S CIRCLE goes TV: Konferenz am 18. Februar auf ORF III

Die Digitalkonferenz Darwin's Circle wird zur TV-Show. Aufgrund der jüngsten Verlängerung des Lockdowns und den damit verbunden Rahmenbedingungen findet der DARWIN’S CIRCLE am 18. Februar 2021 als vollwertige ORF TV-Produktion statt. Die Übertragung erfolgt aus dem RadioKulturhaus und wird auf ORF III gezeigt.
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DARWIN'S CIRCLE, ORF
(c) DC/FB - Der im November verschobene DARWIN'S CIRCLE wird heuer im Fernsehen übertragen.

Aufgrund des aktuellen Lockdowns und Unsicherheiten, wann wirklich wieder Lockerungen eintreten können, haben DARWIN’S CIRCLE und der ORF entschieden die Konferenz nicht als Onsite-Event, sondern als neues Format in Form einer Fernsehproduktion zu gestalten. Der bereits geplante Hybrid-Modus der Veranstaltung wird dabei beibehalten und Sprecher werden sowohl physisch als auch per Live-Zuschaltung eingebunden.

„In Rekordzeit Kooperation entwickelt“

„Wir bedanken uns herzlich beim ORF für diese tolle Perspektive. Alexander Wrabetz hat den DARWIN’S CIRCLE vom ersten Moment an unterstützt, somit wird das hochattraktive Programm der Konferenz gesichert. Es freut uns besonders, dass das neue Konzept, dank der hervorragenden Kooperation mit dem ORF, in Rekordzeit entwickelt und umgesetzt werden konnte“, so Kathrin Kuess, Managing Director des DARWIN’S CIRCLE.

DARWIN’S CIRCLE nicht zum ersten Mal im TV

Dies ist nicht das erste Mal, dass es die Veranstaltung ins Fernsehen geschafft hat. Bereits in den vergangenen Jahren wurde die Übertragung des Programms vom ORF unterstützt. „Durch das erstmalige Konzept der TV-Produktion ist es so erfolgreich möglich, auch in Anbetracht der Pandemie einen spannenden Ablauf, gesäumt von internationalen Experten aus den Bereichen Medizin, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft, zu garantieren“, heißt es laut Aussendung.

Diese Speaker stehen bisher fest

Zu den bisher bestätigten Sprechern zählen unter anderem Christoph Huber, Co-Founder BioNTech, Katrin Suder (Chairwoman, Digital Council Of The German Federal Government), Beth Blauer (Johns Hopkins University und Co-Founder und Executive Director of the Centers for Civic Impact), Umweltministerin Leonore Gewessler, Alexander Wrabetz, ORF-Generaldirektor, Andreas Bierwirth, CEO Magenta Telekom, Eva Schönleitner, CEO von Crate.io, Newton Howard (Professor of Computational Neuroscience and Neurosurgery, University of Oxford), Daisy Zhu (Vice President, Wireless Marketing, Huawei), Eva-Maria Kirschsieper (Director Public Policy, Facebook), Marko Berković (Director South EMEA and DACH, GitHub), Jolawn Victor (Chief International Officer, Headspace) und Kome Emuh (Vice President, Goldman Sachs).

DARWIN’S CIRCLE auch im Stream zu sehen

Das Line-Up weiterer internationaler Sprecherinnen und Sprecher, sowie die thematischen Schwerpunkte der internationalen Panels des aktuellen Programms werden in den kommenden Wochen bekannt gegeben. Zu sehen ist die Konferenz auf ORF III und im Livestream.

ARCHIV: Co-Founder Rudi Kobza, Nikolaus Pelinka und Lorenz Edtmayer über Darwin’s Circle Circle

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Alina Nikolaou, Co-Founder, Director und Kuratorin von TEDAI Vienna. | (c) Florentina Olareanu

Geoffrey Hinton, Peter Steinberger, Yukiyasu Kamitani, Kauna Ibrahim Malgwi und Nenad Tomašev von Google DeepMind stehen bei der dritten TEDAI in der Wiener Hofburg auf der Bühne. Ein Honorar bekommt keiner von ihnen. Stattdessen arbeitet Alina Nikolaou drei bis sechs Monate mit jedem Speaker am Skript, in zwei bis vier Calls, danach folgen Rhetorik-Coaching und ein Fact-Checking der Inhalte.

Im Interview erklärt die Co-Founder, Director & Curator der TEDAI, wie dieser Prozess abläuft, warum das Programm heuer gegensätzliche Positionen direkt nacheinander setzt und wie die Konferenz überhaupt nach Wien kam.


brutkasten: Wie kam die TEDAI nach Wien und nicht nach San Francisco?

Alina Nikolaou: Seit circa 2010 gibt es TEDxVienna, damals ein Verein, der eine eintägige Veranstaltung im Volkstheater organisiert hat. Aufgrund der kuratoriellen Qualität und der Reichweite der Talks hat sich Ende 2023 die Mutterkonferenz TED HQ bei uns gemeldet, mit der Idee, das TEDAI-Format nach Europa zu bringen. In San Francisco gab es das damals schon ein Jahr lang als Pilot. Interesse hatten viele Städte, die Klassiker wie London, Paris und Berlin. Wien ist ja keine klassische KI-Stadt, wie es Paris oder Zürich wären. Trotzdem haben wir uns nach mehreren Runden für Wien entschieden: wegen der inhaltlichen Ausrichtung, die sich wie ein roter Faden durch die letzten drei Jahre zieht, wegen Wien als Weltstadt und UN-Stadt, in die unterschiedlichste Disziplinen und Kulturen reisen, und wegen des Fokus auf Lebensqualität und auf Innovation, nicht um der Innovation willen, sondern um der Menschheit ein besseres Leben zu ermöglichen. Heuer sind wir die einzige TEDAI weltweit, weil die Organisatoren in San Francisco es strategisch nicht weiter vorantreiben wollten. Dort häufen sich so viele KI-Events, dass sich das in der DNA des Ökosystems absorbiert. Ein KI-Event in Europa sticht stärker hervor.

Wie hat sich das Programm inhaltlich entwickelt?

Im ersten Jahr lag der Fokus stark auf Grundlagenbildung. Große Sprachmodelle waren plötzlich da und wurden fleckenhaft, experimentell verwendet. Wir haben eine Einführung gegeben, für die Personen vor Ort und für jene, die die Talks später online sehen. Die zweite Ausgabe hatte das Augenmerk darauf, dass KI in der Arbeitswelt angelangt ist. Was bedeutet das strategisch für Unternehmen und für die Infrastruktur, auf der KI beruht, und was bedeutet es auf der Mikroebene für unser kritisches Denken? Dieses Jahr sehen wir verstärkt, wie KI in der Gesellschaft agiert, von Aktivismus für oder gegen KI bis zu Sicherheits- und geopolitischen Fragen und paradigmenwechselnden Fragen in der Medizin. Es ist das breiteste Programm, das wir je hatten. Wie ich immer sage: Dieses Jahr kuratieren wir für Kollision. Es wird viele Speaker geben, die gegensätzliche Meinungen vertreten, teilweise direkt nacheinander, sodass sich das Publikum am Abend selbst eine Meinung bilden kann. Genau dort entsteht Innovation.

Wer kommt zur TEDAI?

Die Zielgruppe ist divers, von der Wirtschafts- und Bildungswelt über Startups und KMU bis zu Konzernen, die anfangs zwei Personen geschickt haben und mittlerweile zwanzigköpfige Delegationen. Der gemeinsame Nenner: Es sind Entscheidungsträger:innen, die oft über Budget verfügen und über den Tellerrand hinausblicken möchten. Im ersten Jahr kamen fast 70 Prozent des Publikums von außerhalb Österreichs, die größten Delegationen aus Deutschland, UK und Frankreich. Im zweiten Jahr waren rund 40 Prozent aus Österreich, was für uns ein Erfolg war. Letztes Jahr waren 65 Länder vor Ort.

Was macht das Format aus?

Wir haben eine klare Regel: keine Demo-Booths, höchstens künstlerische Installationen oder spielerische Exhibits. Dafür gibt es am zweiten Tag parallel Workshops, Reflexionsrunden und sogenannte Ideas Adventures, bei denen wir Kleingruppen aus der Hofburg hinausschicken. Es gibt auch keine Speaking Fee. Stattdessen arbeite ich mit allen Speakern drei bis sechs Monate lang an ihren Talks, konkret in zwei bis vier Calls, in denen wir das große Thema aufmachen und immer weiter auf dieses eine Skript runterbrechen. Danach werden sie bis zur Sekunde vor der Bühne von Rhetorik-Coaches begleitet, dazu kommt ein rigoroses Fact-Checking. Einen TED Talk von Geoffrey Hinton oder Peter Steinberger wird man so auf keiner anderen Konferenz hören.

Wohin soll die Reise gehen?

Was ich immer stärker beobachte: Problemlösungsorientiertes Forschen bringt im KI-Bereich die spannendsten Innovationen hervor und bedeutet gleichzeitig das nachhaltigste wirtschaftliche Wachstum. Wir arbeiten an einer Plattform, die die grundlegenden Probleme dokumentiert, die Forschende und Gründer:innen derzeit am meisten beschäftigen, und diese im Rahmen von Veranstaltungen nach außen trägt. Also nicht nur ideenzentriertes Denken, wie bei TED Talks, sondern problemzentriertes Denken.


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